Der Wembley-Torschütze der Schweiz wird Rentner

(causasportnews / red. / 17. Januar 2023) Der 18. Juni 1994 war einer der wichtigsten Tage im Leben des Fussballspielers Georges Bregy. An jenem Tag schoss er gegen die USA anlässlich der WM-Endrunde 1994 in Detroit das Führungstor für die Eidgenossen, das als Schweizer-Wembley-Tor in die Schweizer Fussball-Sportgeschichte eingehen sollte, und weil der Walliser nach 28jähriger Tor-Abstinenz der Schweiz an WM-Endrunden mit einem Wundertreffer zum helvetischen und europäischen Mythos wurde. In der 39. Minute lief der bereits 36jährige Mittelfeldspieler damals an, um den gewährten Freistoss zu treten. Sieben, acht Schritte Anlauf, rund sieben Meter Distanz, der Ball fliegt nicht über die Mauer der Amerikaner, sondern Georges Bregy zirkelt ihn in die Torhüterecke. Die Schweiz gerät in Ekstase. «So etwas kann nur Georges Bregy», brüllte der TV-Reporter aus der Schweiz in das Mikrophon. Dieses Tor hat den Oberwalliser aus Raron, dem kleinen Dorf nahe von Visp, gleichsam unsterblich gemacht; daran ändert auch nichts, dass die Amerikaner damals nach dem Führungstor der Schweizer vor der Pause den Ausgleich schafften. Beim 1:1 blieb es in jenem Spiel schliesslich, das wegen des Freistosstreffers von Georges Bregy unvergesslich bleibt. Auch heute noch ist das Tor der Tore jener WM-Endrunde in den USA mit dem Namen Georges Bregy eng verknüpft. Genau heute ist es zudem ein besonderer Tag für den sportlich und bescheiden gebliebenen Ex-Fussball-Internationalen, der nach Beendigung seiner aktiven Fussball- und Trainer-Laufbahn in eine Führungsposition bei einer grossen Versicherungsgesellschaft berufen wurde und immer wieder in den Medien als Fussball-Experte und -Kommentator auftritt. Vor 65 Jahren wurde Georges Bregy geboren und ist nun ab heute formell Rentner. Formell, weil bei ihm ein Berufsende nicht absehbar ist und ihm die Arbeit, inklusive seine Tätigkeiten im Fussball ausserhalb der Spielfelder, den er jeweils profund zu analysieren und zu kommentieren pflegt, nach wie vor Freude bereitet. Der exzellente Fussballkenner wird auch von diesem Medium immer wieder gerne als Experte etwa für regeltechnische Fragen beigezogen, weshalb es an dieser Stelle erlaubt sei und der «causasportnews»-Redaktion vor allem ein Bedürfnis ist, Georges Bregy für die stets hervorragende und angenehme Kooperation, verbunden mit den besten Wünschen für die Zukunft im Unruhestand, herzlich zu danken und ihm zu diesem besonderen Wiegenfest ebenso herzlich zu gratulieren!

Sponsoring-Trick des Sion-Präsidenten verfängt vor Bundesgericht nicht

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(causasportnews / red. / 16. Januar 2023) Würde es den Preis für kreative Lösungen im organisierten Fussball-Geschäft geben, hätte ihn der umtriebige Präsident des FC Sion, Christian Constantin, regelmässig auf sicher. Der 66jährige Unternehmer und Paradiesvogel im Fussball geht, wenn es um «seinen» FC Sion geht, weder Kämpfen aller Art noch Auseinandersetzungen mit und gegen wen auch immer aus dem Wege. Wenn er es für notwendig erachtet, bemüht er auch die Gerichte. Noch in (schlechter) Erinnerung ist der weit über die Schweizer Landesgrenzen hinaus bekannt gewordene «Fall FC Sion». Nach einer Registrierungssperre des Weltfussballverbandes FIFA überzogen der FC Sion und die Basisgesellschaft des Klubs, die Olympique des Alpes SA, die Schweiz Liga, den Schweizerischen Fussball-Verband, den Europäischen Konföderationsverband (UEFA) und auch die FIFA ab 2011 gleich im Dutzend (erfolglos) mit Gerichtsverfahren (vgl. hierzu grundsätzlich Urs Scherrer / Kai Ludwig / Remus Muresan, Sportrecht, Eine Begriffserläuterung, 3. Aufl., 2014, 292 f.). Wenn sich eine Gelegenheit bietet und er sich ungerecht behandelt fühlt, marschiert der streitbare Christian Constantin vorne weg; er droht, schüchtert ein und setzt Druck auf – auch gegenüber Behörden und Gerichten. Das mag im kleinmassstäblichen Kanton Wallis, in dem dem potenten Architekten kaum jemand entgegentreten will und sich grundsätzlich niemand mit ihm anlegen möchte, teils verfangen; z.B. am Schweizerischen Bundesgericht wird jedoch zumindest versucht, einigermassen ausgewogen Recht zu sprechen, auch wenn es direkt oder indirekt um Christian Constantin geht.

In einem unlängst bekannt gewordenen Fall zog der Sion-Präsident mit seiner Unternehmung, Christian Constantin SA, vor dem höchsten Schweizer Gericht den Kürzeren und verlor gegen die Steuerbehörden einen Rechtsfall (es ist, das muss der guten guten Ordnung halber gesagt werden, allgemein schwierig, in Steuersachen vor den Gerichten zu reüssieren, auch am Bundesgericht). Die Christian Constantin SA überwies, so die Ausgangslage des Rechtsstreits, der Kapitalgesellschaft des FC Sion, der Olympique des Alpes SA, 3,7 Millionen Franken und setzte diesen Betrag als Sponsoring seiner Christian Constantin SA von den Steuern ab. Die Walliser Steuerbehörden akzeptierten das, obwohl der Betrag selbstverständlich alles andere als ein Sponsoring war und u.a. für Mieten im FC Sion, für Kost und Logis verschiedener Personen, für Fussballspieler, Anwaltskosten und Kosten für den Privatjet des Präsidenten (!) verwendet wurde. Aufgeflogen ist diese «kreative Lösung» von Christian Constantin nicht wegen der Walliser Steuerbehörden, die stramm zum Präsidenten des Fussballklubs hielten, sondern weil auch der Kanton Freiburg Anspruch auf einen Teil der Steuern von Christian Constantins Gesellschaft hat und gegen diese Sponsoring-Deklaration intervenierte. Es handle sich um eine «verdeckte Gewinnausschüttung», urteilte kürzlich das Bundesgericht, das dem Sponsoring-Trick eine Abfuhr erteilte. Demnach wird die Gesellschaft des Präsidenten und Unternehmers demnächst eine Nachzahlungsaufforderung der Steuerbehörden erhalten und diese Gewinnausschüttung versteuern müssen.

Die Drohung von Christian Constantin nach dem Bekanntwerden des Urteils, er lasse den FC Sion nun fallen und ziehe sich zurück, wird eigentlich von niemandem ernst genommen. Sie erfolgte in den letzten Jahren zu oft…

Querschnittlähmung nach Skisprung-Horrorsturz: «Dumm gelaufen»

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(causasportnews / red. / 12. Januar 2023) Am 13. Januar 2023 vor acht Jahren hielt ein Skisprungunfall die Welt in Atem. Auf der Kulm-Flugschanze in Bad-Mitterndorf (Österreich) rutschte der damals 24jährige Vorspringer Lukas Müller nach 50 Metern in der Luft aus einem der beiden Skisprung-Schuhe und stürzte bei Tempo 120 brutal ab. Ein Genickbruch und eine irreversible Querschnittlähmung waren die Folgen dieses Schicksal-Sprungs anfangs 2016, von dem sich der damals hoffnungsvolle Athlet nicht mehr ganz erholen konnte. Im Gegenteil. Aufgrund der erlittenen Lähmungen lebt der bald 31jährige Österreicher weitgehend im Rollstuhl (causasportnews vom 5. November 2020), unternimmt aber immer wieder Gehversuche. Der ehemalige Skispringer und dreimalige Junioren-Weltmeister hat dieses Leben mit den erlittenen Behinderungen geradezu heldenhaft angenommen. «Ich führe ein lebenswertes Leben», bilanziert er die Folgen des Horror-Sturzes. Mehr zu schaffen machten ihm die versicherungsrechtlichen Auseinandersetzungen, vor allem gegen den Österreichischen Skiverband (ÖSV), die er jedoch letztlich erfolgreich beenden konnte (causasportnews vom 15. Juni 2019). Die Lähmungen und das Leben weitgehend im Rollstuhl hätten ihm zwar einiges an Spass genommen, sagt Lukas Müller zur aktuellen Situation; vor allem hätte er das Verlangen, den missglückten Sprung mit den tragischen Folgen vom 13. Januar 2016 zu einem Ende führen zu können. Er weiss, dass das nie mehr möglich sein wird. Den Humor hat der frühere Österreichische Erfolgs-Sportler trotz allem nicht verloren. Auf die Folgen des Sturzes und sein schwieriges Leben danach im Rollstuhl angesprochen, fasste Lukas Müller das Geschehen mit einem Augenzwinkern knapp und knackig zusammen: «Dumm gelaufen». Seine Zukunft sieht der verunfallte ehemalige Spitzen-Athlet eher nicht mehr im Sport. Wahrscheinlich würde er die Kraft und die Leidenschaft nicht mehr finden, dem Sport und einer allfälligen paralympischen Karriere alles unterzuordnen, sagte er gegenüber den Medien. Neben dennoch stattfindenden sportlichen Aktivitäten (Mono-Skifahren, Rollstuhl-Rugby) setzt Lukas Müller neue Lebens- und Berufs-Schwerpunkte. Er studiert Sportrecht und Sport-Management und ist als selbständiger Vermögensberater tätig. Zur Erledigung der notwendigen Verrichtungen ist er nur minim auf fremde Hilfe angewiesen.

Der verlorene Sohn am Australian Open 2023

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(causasportnews / red. / 9. Januar 2023) Es war ein unglaubliches Gezerre, ein eigentliches Hauen und Stechen, das die Welt in Atem hielt, als es vor einem Jahr um die Teilnahme von Novak Djokovic am Australian Open 2022 ging (vgl. causasportnews vom 7. und 11. Januar 2022). Schliesslich wurde der Serbische «Corona»-Impfverweigerer mit Schimpf und Schande aus dem fünften Kontinent gejagt; Justiz, Politik und die öffentliche Meinung statuierten ein Exempel in der «Corona»-Politik am bald 36jährigen Tennis-Ausnahmekönner.

Nun ist alles anders: Die «Corona»-Seuche hat ihren Schrecken verloren, auch wenn die Pandemie weltweit immer noch grassiert. Wie sehr sich die globale Welt an «Corona» gewöhnt hat, zeigt der Umstand, dass Chinesen und Chinesen praktisch wieder restriktionslos herumreisen können, obwohl uns China höchstwahrscheinlich diese Seuche beschert hat und unter den rund 1,5 Milliarden Menschen immer noch wütet. Da wäre es in der Tat skurril, den Top-Favoriten für das Australian Open, das in ein paar Tagen beginnen wird, wegen einer verweigerten Impfung vom Turnier auszuschliessen! (causasportnews vom 19. Oktober 2022). Wie sich die Welt innerhalb eines Jahres auch in punkto «Corona» verändert hat, belegt der Umstand, dass nun an diesem prestige-trächtigen Tennis-Turnier in Melbourne sogar positiv-getestete Spielerinnen und Spieler teilnehmen dürfen, wenn sie sich wohl fühlen…

So ist der Weg zufolge der verletzungsbedingten Abwesenheit der Welt-Nr. 1, Carlos Alcaraz Garfia (Spanien), zum ersten Grand-Slam-Turniererfolg in diesem Jahr für Novak Djokovic geebnet. Der Serbe spielte sich soeben am Turnier in Adelaide schon einmal warm und gewann den hochklassigen Final gegen den US-Amerikaner Sebastian Korda. Das Publikum feierte ihn frenetisch, fast wie einen verlorenen Sohn. In Melbourne wird der Weg zum Sieg auch auf dem Court von Melbourne nur über Novak Djokovic führen. Auf exogene Teilnahme-Hinderungsgründe wie vor einem Jahr werden die Gegner des Top-Stars heuer nicht mehr setzen und hoffen können.

Wer oder was stoppt den «Präsidenten peinlich»?

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(causasportnews / red. / 5. Januar 2023) Seit seinem denkwürdigen Auftritt anlässlich der Fussball-WM-Endrunde 2022 zur persönlichen Gefühlslage ist FIFA-Präsident Gianni Infantino zum weltweiten Gespött geworden (vgl. auch causasportnews vom 18. Dezember 2022), à la Andreas Möller, ebenfalls eine allerdings erst 55jährige Fussball-Legende («Vom Feeling her hatte ich ein gutes Gefühl»). Seit der Offenlegung seiner Gefühlsstruktur in Katar gilt der oberste Repräsentant des Weltfussball-Verbandes als «Präsident peinlich». Nach dem Tod der brasilianischen Ikone Pelé ist es allerdings erwiesen, dass es noch peinlicher gehen kann. Nur Stunden nach dem Tod der Fussball-Legende eilte Gianni Infantino an die Aufbahrungs-Stätte in Brasilien und nahm vor Ort Abschied von dem im Alter von 82 Jahren verstorbenen Fussball-Sonderkönner und dreimaligem Weltmeister. Dazu muss vermerkt werden: Seit dem Amtsantritt von Gianni Infantino als FIFA-Präsident setzt er marketinggerecht auf Fussball-Legenden, frei nach dem Motto: «Die Fussball-Zukunft gehört der Jugend und den Frauen». Allerdings kommen dem FIFA-Oberen nach und nach die Fussball-Legenden abhanden, zuletzt eben Pelé. Diese Umstände animierten den 52jährigen Walliser, der sich grundsätzlich als Italiener fühlt, offensichtlich, neben dem Leichnam Pelés Selfies zu machen! Was offenbar Bilder für die Ewigkeit werden sollten, mutierten eben zur aktuellsten Peinlichkeit des FIFA-Präsidenten, der pietätlos und unempathisch mit diesen Selfies wohl Pelés und seine eigene Unsterblichkeit dokumentieren wollte.

Diese neuste Gefühls-Entgleisung des FIFA-Präsidenten wirft verschiedene Fragen auf: Einmal, ob Gianni Infantino für den Welt-Fussballverband nicht verstärkt zum Reputationsrisiko wird und als Grossverdiener für diese Institution, einem Verein nach Schweizerischem Recht mit ideeller Zweckausrichtung, überhaupt noch tragbar ist (gemunkelt wird, Gianni Infantino generiere derzeit ein Jahresgehalt von fast 5 Millionen Schweizer Franken). In der Tat wäre dies, sollte dem so sein, ein gigantisches Salär im Rahmen eines ideell ausgerichteten, globalen Sportverbandes. Hierzu drängt sich ein Blick in die FIFA-Statuten auf. Art. 35 der FIFA-Verfassung sieht explizit vor, dass der Präsident ein positives Image der FIFA zu verbreiten hat; mit seinen Aktionen in Katar und in Brasilien ist dies Gianni Infantino wohl fast gelungen. Etwas unverbindlicher heisst es in der zitierten Statuten-Bestimmung: Er (der Präsident) «vertritt die FIFA im Allgemeinen». Darunter lassen sich zweifelsfrei auch Entgleisungen aller Art subsumieren. Schon aufgrund der Statuten und Regularien des Weltverbandes ist offensichtlich klar, dass niemand und nichts diesen «Präsidenten peinlich» stoppen kann.

Boris Beckers seltsame Läuterung

(causasportnews / red. / 3. Januar 2023) Dass einer der wichtigsten Persönlichkeiten Deutschlands, Boris Becker, ein begnadeter, erfolgreicher Tennisspieler war, steht ausser Frage. Allerdings war er es; seine Karriere endete vor der Jahrtausendwende, und seither macht der 55jährige vor allem durch aussersportliche Aktivitäten auf sich aufmerksam; und lebt durchwegs gut davon, getreu dem Motto: «Ich bin immer oben, und wenn ich einmal unten bin, ist unten oben». Konkret ist «Bobele», wie er liebevoll genannt wird, ein wichtiges Mitglied auch des internationalen Jetset (weshalb weiss eigentlich niemand so genau), was bedeutet, dass der Deutschen liebste Sportlegende Höhen und Tiefen erlebt(e), gleichsam in Erinnerung an den Nordirischen Fussballspieler George Best, der einmal gesagt haben soll: «Ich habe viel Geld für Alkohol, Frauen und schnelle Autos ausgegeben, den Rest habe ich verprasst.».- Klar, bei Boris Becker war es nicht der Alkohol und für einmal war auch nicht der Champagner Schuld; für eine klamme Kasse sorgten vor allem Boris Beckers Frauen, zu denen er zumindest ein spezielles Verhältnis aufweist. Was wiederum eine andere Lebensweisheit in den Fokus rückt: «Es steht jeder Tag ein Dummer auf, man muss ihn nur finden» (gilt auch für Frauen). So geschehen seit der Entlassung aus dem Gefängnis in England vor der Weihnachtszeit. Flugs brachte die Deutsche Ikone Medien dazu, gleich Hundertausende von Euro für Interviews zu bezahlen. Hier entpuppt sich Boris Becker als wahrer Meister des modernen Nihilismus: Viel reden und nichts (aus)sagen; er hat auch nichts zu sagen, schliesslich war er ein Tennisspieler. In dieser Disziplin wird der Leimener nur noch von den «Geissens» übertroffen; die waren allerdings nicht einmal Tennispieler(innen). Wie dem auch sei. Hauptsache, aus dem Nichts lässt sich Geld machen. Und das hat Boris Becker offenbar nach der Kurz-Verbüssung seiner Gefängnisstrafe in England nötig. Beim Ex-Champion wäre es angebracht zu sagen: Alle 20 Jahre wieder. 2002 fasste der heute 55jährige Ex-Sportler vom Landgericht München eine Bewährungsstrafe wegen Steuerhinterziehung, 2022 dann auf der Insel die unbedingte Gefängnisstrafe wegen Insolvenzdelikten. Diese Verhaltensweisen finden allerdings nicht alle Menschen auf diesem Planeten cool (obwohl man das selbstverständlich gut zu finden hätte), so etwa die Ex-Frau des Fussballstars Mats Hummels, Cathy Hummels, die sich relativ eindeutig äusserte: «Der hat Menschen verarscht, der hat sie ruiniert. Das muss man absitzen. Da bin ich mega-ernst». Diese Äusserungen findet Boris Becker offenbar nur bedingt lustig und hat die Ex-Spielerfrau angeblich verzeigt. Durch das in England Geschehene gab sich Boris Becker seit seiner Entlassung aus dem Gefängnis geläutert. Mit der angeblich erfolgten Anzeige gegen Cathy Hummels ist diese allerdings als einigermassen seltsam zu qualifizieren.

Wie dem auch sei: Boris Becker ist auch als aus dem Gefängnis entlassener Ex-Sportstar aus den Boulevardmedien im Moment nicht wegzudenken. Kaum draussen, fragt sich die Szene, ob «Bobele» wieder fit für die nächste Ehe sei. In der aktuellen «Bunte» wird die Blitz-Hochzeit schon einmal in den Medien-Nonsenstopf geworfen – um schliesslich mit der Bagatelle die Kurve zu kriegen, dass Boris Becker noch verheiratet sei. Aber auch diese Kleinigkeit wird der ehemalige Herr der Filzbälle, wenn auch gequält, weggrinsen.

Erfolgreich(er) im neuen Jahr!

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(causasportnews / red. / 30. Dezember 2022) Das Jahresende bietet Gelegenheit zu bilanzieren, natürlich, das sei an dieser Stelle hervorgehoben, vor allem im Sport. Tabellen und Resultate sind untrügliche Indikatoren, um etwa den Zustand einer Sportnation aufzuzeigen. Fast resignierend halten die Deutschen Medien fest, dass das Sportjahr 2022 für die erfolgsverwöhnte Sportnation nicht zufriedenstellend war. Dieses Fazit wurde noch vor der Fussball-WM-Endrunde, die am 18. Dezember mit einem denkwürdigen Finalspiel zwischen Titelverteidiger Frankreich und dem Neo-Weltmeister Argentinien zu Ende ging, gezogen. Selbstverständlich hoffte Deutschland im November, dass die bis anhin unbefriedigende Gesamt-Sportbilanz durch den Gewinn des Fussball-Weltmeistertitels in Katar massiv aufpoliert würde. Doch es kam, wie bekannt, noch schlimmer. Die Fussballer Deutschlands kamen, wie anlässlich der WM-Endrunde 2018 in Russland, nicht über die Gruppenspiele hinaus und waren heuer rechtzeitig zum Weihnachts-Shopping wieder zu Hause. Zum Start des Turniers im Wüstenstaat bilanzierte das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» (26. November 2022) nüchtern und sachlich, jedoch hoffnungsfroh, dass bei grossen internationalen Wettkämpfen Deutsche Athletinnen und Athleten zuletzt immer weniger Erfolge erzielten. Von den Olympischen Spielen 2021 in Tokio seien die Deutschen mit dem schlechtesten Resultat seit der Wiedervereinigung heimgekehrt. Historisch schwach hätten die Deutschen auch bei der Leichtathletik-WM im Sommer abgeschnitten. Mit Blick auf die WM-Endrunde in Katar wurde das «Prinzip Hoffnung» bemüht. Doch, dass im Wüstenstaat eine die schlechteste Bilanz überstrahlende Leistung erzielt würde, glaubte nicht einmal das allgemein defaitistisch geprägte Magazin. Deshalb sollten der Sport und die Politik dafür besorgt sein, dass der verblasste sportliche Glanz Deutschlands in der Welt nun wieder zum Erleuchten gebracht würde, möglichst ab sofort, also ab dem Sportjahr 2023. Wenn in der Politik oder im Sport nichts mehr geht, werden in Europa Arbeitsgruppen gebildet oder Reformen angesagt. Das ist in Deutschland nicht anders. Die Bundesregierung und der Deutsche Olympische Sportbund wollen mit einer Spitzensportreform die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands in der Welt stärken. Als Vorbilder dienen etwa Länder, wie Grossbritannien, Australien und Norwegen. In einer solchen Situation wird der Ruf nach dem Gesetzgeber laut: Ein Sportförderungsgesetz soll es künftig richten. Das Heil wird demnach in der (wirtschaftlichen) Sportförderung und in der Staatshilfe gesucht. Zudem soll eine Sportagentur installiert werden, in der die Kräfte zu bündeln sind. Dieser Befreiungsschlag ist wohl nichts anderes als eine Perpetuierung der 2016 beschlossenen Leistungssportreform. Die seither unter anderem aufgewendeten 300 Millionen Euro jährlich sind aber wohl im Administrativ- und Organisationsdickicht verpufft und versickert. Jetzt sollen noch mehr Mittel in den Spitzensport fliessen. Vielleicht, daran scheint man zu glauben, schiesst Geld eben doch Tore…Zum Jahreswechsel ist es wohl angebracht zu unterstreichen, dass in allen Lebenslagen, auch im Sport, die Hoffnung nicht aufgegeben werden soll. Nur die Sache, die aufgegeben wird, ist bekanntlich verloren. Manchmal sind Menschen, die nicht aufgeben, allerdings «Floptimisten», wie es auf einem Kalenderblatt heisst. Dieses Risiko sollte eingegangen werden.In diesem Sinne wünschen wir allen Leserinnen und Lesern von «causasportnews» einen fulminanten Start ins neue Jahr und ein in jeder Hinsicht positives 2023!

Nach der Identitäts- nun die Altersaffäre im Deutschen Fussball?

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(causasportnews / red. / 27. Dezember 2022) Er gilt als Wunderkind des Deutschen Fussballs und als Hoffnungsträger: Der 18jährige Youssoufa Moukoko. Wunder und Hoffnung braucht Deutschland nach der verkorksten WM-Endrunde in Katar. Anlässlich der WM-Generalprobe der Deutschen Fussball-Nationalmannschaft im Oman eine paar Tage vor dem Turnierbeginn im Wüstenstaat (Deutschland siegte gegen Oman beschwerlich 1:0 durch ein Tor des nicht mehr taufrischen, anderen Hoffnungsträgers Niklas Füllkrug), setzte Bundestrainer Hansi Flick erstmals den bei Borussia Dortmund spielenden Jung-Star mit kamerunesischen Wurzeln im Nationalteam ein. Seither steht der angeblich am 20. November 2004 in Yaoundé geborene Youssoufa Moukoko noch mehr im Zentrum des Interesses; vor allem bezüglich seiner Identität. Die offizielle Vita des aus Kamerun stammenden Stürmers weist gemäss Recherchen, vor allem des «Spiegel», Ungereimtheiten auf, und vor allem soll der Spieler um einiges älter als 18 Jahre alt sein. Bei den Fussballspielern ist es bekanntlich grundsätzlich etwa gleich wie bei den Gebrauchtwagen: Je älter sie sind, desto weniger beträgt ihr Marktwert. Sollte der Star aus Dortmund in der Tat z.B. aktuell bereits 22 Jahre alt sein, wie dies teils vermutet wird, würde der derzeitig eingeschätzte Marktwert der Fussball-Perle auf der Basis von 18 Lebensjahren wohl um einiges weniger als 30 Millionen Euro betragen.

Droht dem Deutschen Fussball also ein neuer, ähnlicher Skandal um einen Top-Fussballers nach der Identitätsaffäre um Bakery Jatta / Bakary Daffeh? Jener Vorgang ist nach wie vor nicht ganz geklärt («causasportnews» vom 11. Dezember 2021), allerdings gilt es als wahrscheinlich, dass der ursprünglich aus Gambia stammende Spieler 24 Jahre alt ist, jedoch zuerst unter falscher Identität (Namen) in Deutschland als Fussballspieler im HSV in Hamburg in Erscheinung trat. In der «Causa Youssoufa Moukoko» scheint nicht die Identität das Problem zu sein, sondern das Alter des Spielers. Entsprechende Abklärungen laufen derzeit offiziell, und für die Medien ist dieser Fall im arg gebeutelten Fussball-Land Deutschland natürlich ein gefundenes «Fressen» (vgl. etwa «Der Spiegel» vom 26. November 2022). Dieses Fussball-Wunder könnte also vorbei sein, bevor es gewirkt hat.

Vorweihnachtliches Geschenk für Mountainbiker Mathias Flückiger

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(causasportnews / red. / 26. Dezember 2022) Der undurchsichtige Dopingfall des Berner Mountainbikers Mathias Flückiger dürfte noch einige Zeit im Dunkeln bleiben, doch vor Weihnachten geschah fast ein Wunder, wie es sie in dieser Zeit immer wieder gibt: Die Disziplinarkammer von Swiss Olympic hob die vor fünf Monaten verhängte provisorische Doping-Sperre gegen den Rad-Top-Star auf. Weshalb genau ist derzeit nicht eruierbar. Der «Fall Flückiger» war von Beginn weg undurchsichtig und suspekt. Der 34jährige Rad-Sportler gab im Sommer ein atypisches Resultat auf das anabole Mittel Zeranol ab. War es ein atypisches Resultat oder eine positive Dopingprobe (vgl. auch causasportnews vom 17. September 2022)? Hierüber scheiden sich die Geister, bzw. die Schweizer Dopingsanktionsbehörden und der Mountainbiker. Weil Mathias Flückiger ab sofort wieder wettkampfmässig starten kann, deuteten alle Indizien in Richtung lediglich eines atypischen Resultats hin (was zu einer minimalen Dopingsanktion führen würde). Aus dem (juristischen) Schneider ist der Berner nach der Aufhebung der provisorischen Sperre allerdings (noch) nicht. Im bevorstehenden Hauptverfahren wird es vor allem um die Beantwortung der Frage gehen, ob bezüglich des Resultats der Dopingprobe eine Fleischkontamination wahrscheinlich sei oder nicht. Diesbezüglich gehen die Meinungen der Doping-Sanktionsbehörden und des Athleten auseinander. Es scheint aufgrund der derzeitig bekannten Fakten und in Berücksichtigung der entsprechenden Rechtslage jedenfalls angemessen zu sein, Mathias Flückiger zumindest bis zum Vorliegen eines definitiven Entscheids ab sofort wieder zu Wettkämpfen zuzulassen. Affaire à suivre also auch in dieser «Causa».

Nach der WM-Endrunde ist vor der WM-Endrunde

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(causasportnews / red. / 22. Dezember 2022) Es ist im Nationalmannschafts-Fussball wie sonst im Sport im Allgemeinen: Nach der Fussball-WM-Endrunde in Katar schaut die (Fussball-)Welt auf ein durchwegs positives Sport-Event im Wüstenstaat zurück, blickt aber nun vor allem in die Zukunft. In Richtung USA, Mexiko und Kanada; in diesen drei Ländern wird die Fussball-WM-Endrunde 2026 ausgetragen werden. Nach der WM ist immer vor der WM.

Es ist nicht davon auszugehen, dass die Ausrichter-Länder der WM-Endrunde, 2026 erstmals mit 48 Nationalmannschaften (in Katar waren es 32), was fast ein Viertel aller FIFA-Mitgliedsverbände (211) ausmacht, nun in die Kritik geraten, wie dies bei Katar seit dem Vergabeevent im Dezember 2010 der Fall war. Die USA 2026 – das war ein Vergabeentscheid, der es (politisch) in sich hatte, gleichsam eine Hommage an die Vereinigten Staaten, welche die Wahl Katars 2010 nicht verdaut hatten. Die Todesstrafe in den USA, Rassendiskriminierungen sowie Grenzbauprojekte gegenüber dem Mit-Ausrichter Mexiko sind nichts Neues; die Gefahr, dass Donald Trump zusammen mit FIFA-Präsident Gianni Infantino im Juni 2026 die WM-Endrunde eröffnen wird, ist relativ gering, weil dann wohl nur der FIFA-Präsident im Amt sein wird (causasportnews vom 18. Dezember 2022). Bis jetzt ist von Empörung vor allem aus Europa wegen der Austragung der WM-Endrunde in den USA und den dort herrschenden Missständen nichts zu hören und nichts zu spüren. Das kann sich ja nun ändern, weil das Feindbild Katar definitiv ausgedient hat; wird es aber wohl nicht.

Von Wichtigkeit ist es trotzdem und auf jeden Fall, dass sich der Fussball in den Schlagzeilen hält, auch nach Katar 2022 und vor den USA, Mexiko und Kanada 2026. Dafür sorgt aktuell der FIFA-Präsident, der sich anlässlich der Pokalübergabe-Zeremonie an Weltmeister Argentinien hartnäckig im Vordergrund und im Fernsehbild hielt. Er und sein Freund, der Emir, konnten vor dem weltweiten TV-Publikum die Hände von Superstar Lionel Messi nicht lassen und zerrten ihn vor der Pokalübergabe herum, obwohl es dieser auch ohne Hilfe von Gianni Infantino und von Katars Emir geschafft hatte, Argentinien zum Weltmeistertitel zu führen. Wenigstens gelang es dem Duo Infantino/Emir, dem irritierten Argentinier im Wüstenstaat in skurriler Weise den WM-Mantel («Bischt») umzuhängen – ein Akt wider mehrere FIFA-Regeln; aber was soll’s. Nun versucht sich der FIFA-Präsident nur wenige Tage nach dem Abschluss der WM-Endrunde in Katar sport-politisch in den Schlagzeilen zu halten. Aber auch dieser Versuch hat sich bis jetzt als relativ untauglich erwiesen. «Präsident peinlich», wie er vor allem in Deutschland genannt wird, reiht Misstritt an Misstritt. Die Vorweihnachtszeit in den christlichen Ländern ist auch geradezu prädestiniert, um Unfug aller Art zu verbreiten. So will Gianni Infantino wieder einmal den WM-Zyklus verringern. WM-Endrunde nun alle zwei oder als Kompromiss (gegenüber Europa) alle drei Jahre? Mehr WM = mehr Erträge. So einfach wie unrealistisch ist diese Rechnung des FIFA-Oberhauptes. Aufgebläht wird auch die Klub-Weltmeisterschaft. 32 Klub-Mannschaften werden künftig diesen Wettbewerb bestreiten, obwohl dieses Turnier der besten und auserwählten Klubs auf der Welt noch nie in das FIFA-Sport-Konglomerat gepasst hat (die FIFA ist traditionell für Nationalmannschafts-Wettbewerbe zuständig). Mehr Spiele = mehr Erträge. Mehr Erträge = mehr Mittel, auch für die 211 Nationalverbände der FIFA, welche jeweils alle vier Jahre den Präsidenten des Weltverbandes wählen – und das möglichst lange, solange sich der schnöde Mammon über die «FIFA-Familie» regnen lässt. Allmählich gerät Gianni Infantino unter Zugzwang. Seit er 2016 zum FIFA-Präsidenten gewählt worden ist, hat er einige Aktivitäten im Fussball entfaltet, doch etwas Zählbares kann er bis heute nicht vorweisen. Was im Moment um den FIFA-Präsidenten geschieht, ereignet sich immer auf diese Art und Weise wohl auch künftig und traditionell alle vier Jahre nach einer WM-Endrunde. Das war schon unter Joseph Blatter so. Eben, nach der WM-Endrunde ist vor der WM-Endrunde.