causasportnews-com – 67/2026, 20. Juli 2026

(causasportnews / red. / 20. Juli 2026) Endlich und Gott sei Dank, ist sie vorbei, die Fussball-WM-Endrunde 2026 in Mexiko, in den USA und in Kanada. Sie endete schlimmer und teils grotesker als erwartet, zuerst mit dem «kleinen Final», dem «Final der Verlierer», zwischen Frankreich und England. Die Partie endete mit einem «Fussball-Steinzeit-Resultat» von 4:6 für England, und sollte den Verantwortlichen des Fussball-Weltverbandes (FIFA) endgültig die Augen dafür geöffnet haben (was allerdings kaum geschehen wird), dass die Eruierung des drittplatzierten Teams bei 48 Mannschaften, welche die WM-Endrunde heuer bestritten hatten, nur als grober Unfug ohne jeglichen sportlichen Wert qualifiziert werden kann. Schlimm war dann auch das 104. Spiel dieser WM, das Finale in New Jersey, in dem Titelverteidiger Argentinien auf Spanien traf. Ein Spiel zum Vergessen, das in der Verlängerung zu Gunsten von Spanien entschieden wurde. Die Spanier siegten dank einer bemerkenswerten Kollektiv-Leistung, orchestriert wurde die Mannschaft vom souveränen, besonnenen Trainer Luis de la Fuente. Überflieger Lionel Messi war noch der beste Spieler in der argentinischen «Klopper»-Truppe, die versuchte, mit Unfairness und Fussball-Brutalität, am Schluss in Unterzahl, zum Ziel zu gelangen, was auch der überforderte und mit VAR-Technik überladene Schiedsrichter nicht zu verhindern wusste. Praktisch jedem Schiedsrichterpfiff folgten ellenlange Diskussionen. Apropos Schiedsrichter: Für die Leitung des Finals wurde der schillernde Slowene Slavko Vincic auserwählt; es ist natürlich nur ein Zufall, dass auch der UEFA-Präsident Aleksander Ceferin ebenfalls aus Slowenien stammt. So gelang es der FIFA mit dieser Nomination jedenfalls, für «gutes Wetter» bei der Europäischen Konföderation zu sorgen. Glücklicherweise ging am Schluss die Rechnung für die Argentinier, die sich letztlich äusserst unfair verhielten und die Spanier auch physisch attackierten, nicht auf. Wie das Finalspiel mit dem hilflosen Titel-Verteidiger und mit dem in seinem wohl letzten WM-Spiel farblos gebliebenen 39jährigen Lionel Messi, war die gesamte WM-Endrunde kein Turnier, in dem «grosse Namen» herausstachen.
Was in etwas mehr als fünf Wochen in den drei Ausrichter-Ländern zu sehen war, muss als weitgehend magere «Fussballkost» bezeichnet werden. Es zeigte sich, dass die aufgeblähte WM-Endrunde wohl die Ertragslage der FIFA verbessert, mehr Spiele im Rahmen eines derartigen Turniers jedoch auch bedeuten: Mehr Spiele = mehr schlechte Spiele. Es würde den Rahmen dieser Kurzbetrachtung sprengen, wenn die Peinlichkeiten dieser WM-Endrunde (nochmals) aufgezählt und genauer analysiert werden müssten. Unsäglich waren die Kungeleien zwischen dem FIFA-Präsidenten Gianni Infantino und dem US-Präsidenten Donald Trump; das ZDF nannte Gianni Infantino unverhohlen «Trumps Lakai». Diese Symbiose des sport-politischen Grauens der beiden peinlichen Präsidenten bescherte dem Weltfussball nicht nur den «Fall Balogun», in dem, auch nachhaltig und geradezu tödlich für das Fussballspiel, die Politik (Donald Trump) auf den Sport (Gianni Infantino), Einfluss zu nehmen versuchte. Auch das Finalspiel war durchsetzt von Sonderbarkeiten. Donald Trump, dem letztlich die «Strafaufgabe» zufiel, den von ihm nicht vorbehaltlos geliebten Spaniern die goldene Weltmeister-Medaille umhängen zu müssen, versuchte sich trotz allem zu inszenieren, soweit dies möglich war. Das Finalspiel verfolgte er hinter Glas (ein Schelm, der dabei Böses denkt!), die Pausen-Show, durchsetzt von Peinlichkeiten in sich, fand er offenbar so gut wie seine anhaltenden, kriegerischen Aktivitäten rund um den Globus. Die Inszenierungen des sportlich unbedarften US-Präsidenten, der sich erstmals am Finaltag an ein Spiel wagte, hing natürlich mit dem Gehabe des FIFA-Präsidenten zusammen, der wegen seiner Trump-Hörigkeit glatt vergass, dass auch Kanada und Mexiko Ausrichterländer dieser WM-Endrunde waren. Die Öffentlichkeit fällte in der Endphase des Turniers in Übersee harte Urteile. Bezüglich der FIFA, dem Verband mit Sitz in der Schweiz und organisiert nach dem Schweizerischen Zivilgesetzbuch (ZGB), fanden gemäss einer Umfrage der Zeitung «Blick» (19. Juli 2026) 61% der Befragten, die Vereinigung schade auch dem Image der Schweiz und solle dieses Land verlassen. Zwar weisen Gianni Infantino, der während des fünfwöchigen Turniers in Übersee zur selbstgefälligen Nervensäge mutierte, und der Machtmensch und Narzisst Donald Trump, der bezüglich der Materie «Fussball» nicht mit überbordendem Sachverstand auffiel, in der Fussball-Community schlechte Umfragewerte auf, doch ist nicht zu erwarten, dass der FIFA-Präsident vom Kongress (FIFA-Vereinsversammlung) in absehbarer Zeit abberufen würde, obwohl Art. 65 des Zivilgesetzbuches (ZGB) diese Möglichkeit vorsieht (danach kann die Vereinsversammlung Organe, also auch den FIFA-Präsidenten, «jederzeit abberufen»). Auch der US-Präsident kann sich einer gesicherten Gefolgschaft in den USA sicher sein.
Die WM-Endrunde ist also Geschichte, und mit dem römischen Dichter Horaz könnte nun erleichtert in die Welt gerufen werden: «Nunc est bibendum» («jetzt gilt es zu trinken»). Ein solcher Ausruf wäre nach den verordneten, unsinnigen Trinkpausen während der WM-Spiele, die nun eben Geschichte sind, wohl angebracht. Wobei sich Horaz bei den Getränken, die er meinte, etwas anderes vorgestellt haben dürfte als die FIFA mit Blick auf die umstrittenen Trinkpausen anlässlich der WM-Endrunde…









