causasportnews.com – 19/2026, 25. Februar 2026

(causasportnews / red. / 25. Februar 2026) Sie sind also Geschichte, die XXV. Olympischen Winterspiele von Mailand und von Cortina d’Ampezzo. Wie dies üblich ist, wurde diese zentral ausgerichtete Gross-Veranstaltung zu «TV-Spielen». Wichtig ist die Sport-Fernsehpräsenz, was wo abgehalten wird, ist sekundär. Dies wird auch am nächsten grossen Anlass in diesem Jahr der Fall sein, wenn gleich in drei Ländern (in USA, in Kanada und in Mexiko) Fussball gespielt und letztlich der Fussball-Weltmeister 2026 erkoren wird. Olympia in Italien brachte durchwegs guten Sport, auch wenn die verstreuten Spielorte auf die gewohnte Stimmung, die an Olympischen Spielen erwartet wird, drückten, bzw. eine solche gar nicht aufkam. Letztlich ging es auch darum, welche Nationen am erfolgreichsten sein würden; und welches Land obenaus zu schwingen im Stande wäre.
Wenig erstaunlich wurde auch an den zu Ende gegangenen Spielen Norwegen zum Mass aller Dinge. Dieses Land mit ungefähr 5,5 Millionen Einwohnern belegt im Medaillenspiegel mit total 41 Medaillen unbestritten und souverän den ersten Platz. Norwegen ist die erfolgreichste Wintersport-Nation und schnitt in Italien nochmals besser ab als zuvor an den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking. 2022 holten die Nordländer insgesamt 37 Medaillen, nun sind es bereits 41. Wie der Goldkurs im Allgemeinen stieg auch die Gold-Medaillen-Ausbeute Norwegens nochmals an: In Peking (109 Wettbewerbe) erkämpften Norwegens Athletinnen und Athleten 16 goldene Auszeichnungen, in Italien waren es in 116 Wettkämpfen bereits 18. Geradezu müssig festzuhalten ist, dass Norwegen auch 2018 in Pyeongchang am meisten Medaillen einheimste (39 in 102 Entscheidungen). In Italien 2026 belegten die USA mit 33 Medaillen-Gewinnen den zweiten Nationenplatz. Nicht zufrieden zeigte sich Deutschland mit der Medaillenausbeute. Heuer belegten die Deutschen mit 26 Medaillen den fünften Platz, 2018 und 2022 beendete Deutschland jeweils als die zweitbeste Nation die Spiele. Auf den achten Platz scheint die Schweiz abonniert zu sein. 2018 holten die Schweizerinnen und Schweizer 15 Medaillen, 2022 deren 14. In Italien sicherten sich Schweitzer Athletinnen und Athleten mit 23 Medaillen den achten Platz. Bemerkenswert ist der Umstand, dass die Schweiz in Mailand und in Cortina sechs Mal Gold erkämpfte, was ein Drittel der Gold-Ausbeute der Norwegerinnen und Norweger ausmachte (18 Gold-Medaillen).
Nun fragt sich die Sportwelt einmal mehr, was das Erfolgsgeheimnis des überlegenen Norwegens mit weniger als sechs Millionen Einwohnerinnen und Einwohner ist im Vergleich etwa zu den Schweizerinnen und Schweizern mit Ressourcen von über neun Millionen Bewohnerinnen und Bewohnern. Der Zürcher «Tages-Anzeiger» (21. Februar 2026) hat sich hierzu Gedanken gemacht. Norwegen habe intensive Winter, und zudem verfügten viele Norwegerinnen und Norweger über direkte Loipen- und Pistenzugänge. Das gelte auch für die Kinder und Jugendlichen, welche sich schon früh sportlich betätigen würden. Im Norden sei es überdies Usus, dass der Jugendsport dank hoher Ehrenamtlichkeit sehr gut aufgestellt und organisiert sowie auf diese Weise zahlbar sei. Zudem würden viele Sportschulen vom Staat finanziert. Die Vorbilder für den norwegischen Sport rekrutierten sich zudem eher aus dem Langlaufsport als aus dem Fussball, wie in anderen Ländern. Es sind wohl verschiedene Faktoren, die dazu geführt haben, dass Norwegen zur nachhaltigen Wintersport-Nation Nummer 1 wurde. Geprägt durch die Landschaft und die Witterung sind die Norwegerinnen und Norweger vielleicht auch ein wenig abgehärteter als z.B. die Mittel-Europäer…
Eine Reminiszenz am Rande von Olympia in Italien, welche den totalen Erfolg Norwegens im Wintersport natürlich nicht erklärt: Mailand und Cortina erlebten während der Spiele eine veritable Kondomkrise. Schon nach der ersten Wettkampf-Woche waren die 10 000 verfügbaren Kondome aufgebraucht. Während der zweiten Olympia-Woche mussten die Kondomlager wieder aufgefüllt werden. Keine Untersuchungen existieren übrigens darüber, welche Nationen in dieser Hinsicht am aktivsten waren. Vielleicht doch die Norwegerinnen und Norweger? Jedenfalls könnten auch dieser Bereich und die entsprechenden, adäquaten Kausalzusammenhänge noch ausgeforscht werden!









