causasportnews.com – 56/2026, 18. Juni 2026

(causasportnews / red. / 18. Juni 2026) Der 1863 gegründete Schweizerische Alpen-Club (SAC) ist der führende Verband für Bergsport in der Schweiz. Er ist als Verein gemäss Art. 60 ff. des Zivilgesetzbuches (ZGB) organisiert, dem auf dem Gebiet der Schweiz rund 180 000 Mitglieder angehören; der Club gliedert sich in Sektionen, die insgesamt 152 Berghütten betreiben, bzw. betreiben lassen. Von diesen Hütten müssen in nächster Zeit rund 50 Objekte saniert, umgebaut oder mit Sicherungsvorrichtungen versehen werden. Der Zahn der Zeit nagt an den meist exponierten Hütten, aber auch der Klimawandel fordert seinen Tribut. Der SAC hat kürzlich entschieden, dass künftig mehr Geld generiert werden soll, um die Sanierungs- und Umbauvorhaben in den Hütten zu finanzieren. Die Preiserhöhungen für Übernachtungen sind notwendig, doch hat diese beschlossene Massnahme auch eine Grundsatzdiskussion im Verband entfacht. Es entspricht irgendwie der DNA des SAC, dass die Hütten, die über die Schweizer Bergwelt verteilt sind, relativ kostengünstig durch die Nutzer dieser Beherbergungsmöglichkeiten frequentiert werden können, wie die «Neue Zürcher Zeitung» (11. Mai 2026 – «Beim SAC herrscht Streit über Hüttenpreise») festgehalten hat. Es hat sich bezüglich der Berghütten ein Spannungsfeld zwischen traditioneller, kostengünstiger Nutzungsmöglichkeit und wirtschaftlich bedingtem Investitionsbedarf ergeben. Doch auch im Bergsport prävaliert die finanzielle Seite gegenüber den ideellen, traditionellen Werten. So wurde im SAC, teils mit wenig Begeisterung, beschlossen, ab kommendem Jahr zwei neue Abgaben, sog. Solidaritätsbeiträge, bei Übernachtungen in den SAC-Hütten einzuführen. Je nach Hütteninfrastruktur bezahlt eine Person pro Übernachtung aktuell zwischen 25 und 50 Franken. Ab 2027 haben SAC-Mitglieder zusätzlich einen Solidaritätsbeitrag von drei Franken zu bezahlen, Nicht-Mitglieder einen solchen von fünf Franken. Die Solidaritätsbeiträge fliessen direkt in einen «Hüttenfonds», aus dem Gelder für Hüttensanierungen usw. verwendet werden können. Neu werden auch Bergführerinnen und Bergführer zur Kasse gebeten, wenn sie in den Hütten des Clubs übernachten. Sie haben neu 20 Franken pro Übernachtung zu bezahlen. Bis anhin nächtigten Bergführerinnen und Bergführer in den Hütten kostenlos. Die Disziplin der Menschen scheint auch in den Bergen zumindest verbesserungsfähig zu sein. Oft werden Übernachtungsplätze gebucht, doch die Gäste erscheinen dann doch nicht. Wer trotz einer erfolgten Reservation ausbleibt, bezahlt eine Storno-Gebühr von zehn Franken.
Die Erhebung von Solidaritätszuschlägen bei Hütten-Übernachtungen haben zwar zu Kritiken innerhalb des SAC geführt, obwohl die Übernachtungspreise als moderat zu bezeichnen sind (auch die Jahresbeiträge für die Club-Mitgliedschaft zwischen grundsätzlich 115 und 150 Franken sind nicht exorbitant hoch). Da deren Notwendigkeit aber evident ist, dürfte die DNA des Hüttenlebens der Menschen in den Bergen dadurch nicht nachhaltig gestört werden. Nicht nur seit «Corona» hat der Bergsport einen Boom erfahren, was auch mit den stets steigenden Temperaturen, denen in den Bergen ausgewichen werden kann, zusammenhängen könnte. Die SAC-Hütten haben 2025 mit Glanzergebnissen abgeschlossen.









