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852 000 Franken für Becker-Devotionalien

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(causasportnewss / red. / 12. Juli 2019) Boris Becker ist offenbar doch mehr wert als sein Ruf: Die Auktion seiner Erinnerungsstücke brachte umgerechnet immerhin 852 000 Franken. Die Becker-Devotionalien kamen in London unter den Hammer, weil dem einstige Tennisidol finanziell das Wasser bis zum Hals steht und er eine Zwangsversteigerung einiger Objekte, die mit einer zweifellos grosse Tennis-Karriere verbunden sind, nicht mehr abwenden konnte (vgl. auch causasportnews vom 26. Juni 2019). Im Vorfeld der Versteigerung, an der sich gegen 500 Bieter aus mehr als 30 Ländern beteiligten, wurde spekuliert, wieviel die 82 Versteigerungs-Objekte einbringen würde. Die Gesamtsumme überrascht eher, nachdem durchwegs mit Gesamt-Erlösen zwischen 300 000 und 500 000 Franken gerechnet wurde. Die Summe mutet im Vergleich zum Schuldenberg von rund 56 Millionen Euro, die Boris Becker im Verlaufe der Jahre aufgehäuft haben soll, allerdings dennoch wie der berühmte Tropfen auf einen heissen Stein an. Nach dieser Versteigerung ist das ehemalige Tennis-Idol finanziell selbstverständlich noch nicht aus dem Schneider. Nach wie vor herrscht über die tatsächlichen finanziellen Verhältnisse (bzw. Schulden) des 52jährigen Deutschen Unklarheit. Boris Becker, gegnerische Parteien, Richter, Treuhänder, Zwangsvollstrecker, Finanzfachleute und Anwälte reden unterschiedlich davon, dass „Bobele“, so sein sportlicher Kosename, insolvent, zahlungsunfähig und –unwillig, illiquid oder schlicht pleite sei. Sicher ist allerdings auch in dieser Causa: Affaire à suivre.

Akut Peinliches um Boris Becker

(causasportnews / red. / 26. Juni 2019) Er war zweifelsfrei ein herausragender Athlet, aber er gilt auch als Paradebeispiel eines Sportlers, der nach Beendigung seiner Aktiv-Karriere den Tritt ins Leben nach der Karriere nicht (mehr) gefunden hat: Boris Becker, der in diesen Tagen einmal mehr für akut Peinliches sorgt: Obwohl das frühere Tennis-Idol permanent bekräftigt, lediglich unter finanzieller „Illiquidität“ zu leiden, werden nun von einem britischen Auktionshaus die Devotionalien des ehemaligen Gottes des Filzballs versteigert. Es gehe nur darum, ihm „weh“ zu tun, kommentierte der Deutsche die Versteigerungs-Aktion, die nach seiner Einschätzung höchstens 100 000 Euro bringen wird. In der Tat ist dieser Betrag ein „Klacks“, gemessen an den Schulden, welche den 51jährigen Gesellschafts-Löwen drücken sollen. Die Rede ist von mehreren Millionen Euro. Teils wird auch um Geld prozessiert, wie etwa die Klage eines ehemaligen Becker-Förderers gegen seinen ehemaligen Schützling zeigt (vgl. dazu etwa causasportnews vom 5. Dezember 2018). Jedenfalls wird nun zufolge dieser Versteigerung wieder über Boris Becker gesprochen – und so bleibt er zumindest für das Trivial-Fernsehen und die Klatsch-Presse interessant. Gut also für Boris Becker und für den „People-Journalismus“; wenigstens können so alle niveaumässig nicht mehr weiter sinken. Derivativ stehen immer noch weitere gefallene Sportler-Existenzen bereit, um allenfalls Lücken in den entsprechenden Medien zu füllen. In Deutschland steht nach Boris Becker, Franz Beckenbauer, Jan Ullrich etc. weiterer Peinlichkeits-Nachwuchs in den medialen Startlöchern bereit.

Aber was ist nun genau Sache mit Boris Becker? Der Mann ist eine Sphinx, schafft es immerhin, sich Frauen, Kinder und einen aufwändigen Lebensstil leisten zu können; das wird uns in den entsprechenden Medien zuhauf vorgeführt. Männiglich fragt sich dennoch schlicht und ergreifend, wie das nach Bekanntwerden der Versteigerung nun wiederum in der Öffentlichkeit omnipräsente ehemalige Tennis-Ass das alles bezahlt. Wollen ihm Gläubiger mit der laufenden Aktion nur „weh“ tun oder ist Boris Becker doch bankrott, pleite, zahlungsunfähig, insolvent oder illiquid? Oder alles zusammen? Oder gar nicht? (Vgl. dazu causasportnews vom 4. Juli 2017). Tatsache scheint, dass im Zusammenhang mit dem finanziellen Status des Deutschen offensichtlich niemand den Durchblick hat – Boris Becker wohl selber nicht mehr. Wie dem auch sei. Die Erlöse der versteigerten Pokale, Tennis-Schläger und persönlichen Gegenstände aus dem Leben eines Sportlers werden die Finanzmisere um Boris Becker kaum nachhaltig eliminieren. Gott sei Dank, werden sich „People“-Journalistinnen und –Journalisten sagen. Und die TV-Gemeinde darf sich weiter an Becker’schen Peinlichkeiten ergötzen – eigentlich müsste es „aufgeilen“ heissen…