Erfolgreich(er) im neuen Jahr!

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(causasportnews / red. / 30. Dezember 2022) Das Jahresende bietet Gelegenheit zu bilanzieren, natürlich, das sei an dieser Stelle hervorgehoben, vor allem im Sport. Tabellen und Resultate sind untrügliche Indikatoren, um etwa den Zustand einer Sportnation aufzuzeigen. Fast resignierend halten die Deutschen Medien fest, dass das Sportjahr 2022 für die erfolgsverwöhnte Sportnation nicht zufriedenstellend war. Dieses Fazit wurde noch vor der Fussball-WM-Endrunde, die am 18. Dezember mit einem denkwürdigen Finalspiel zwischen Titelverteidiger Frankreich und dem Neo-Weltmeister Argentinien zu Ende ging, gezogen. Selbstverständlich hoffte Deutschland im November, dass die bis anhin unbefriedigende Gesamt-Sportbilanz durch den Gewinn des Fussball-Weltmeistertitels in Katar massiv aufpoliert würde. Doch es kam, wie bekannt, noch schlimmer. Die Fussballer Deutschlands kamen, wie anlässlich der WM-Endrunde 2018 in Russland, nicht über die Gruppenspiele hinaus und waren heuer rechtzeitig zum Weihnachts-Shopping wieder zu Hause. Zum Start des Turniers im Wüstenstaat bilanzierte das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» (26. November 2022) nüchtern und sachlich, jedoch hoffnungsfroh, dass bei grossen internationalen Wettkämpfen Deutsche Athletinnen und Athleten zuletzt immer weniger Erfolge erzielten. Von den Olympischen Spielen 2021 in Tokio seien die Deutschen mit dem schlechtesten Resultat seit der Wiedervereinigung heimgekehrt. Historisch schwach hätten die Deutschen auch bei der Leichtathletik-WM im Sommer abgeschnitten. Mit Blick auf die WM-Endrunde in Katar wurde das «Prinzip Hoffnung» bemüht. Doch, dass im Wüstenstaat eine die schlechteste Bilanz überstrahlende Leistung erzielt würde, glaubte nicht einmal das allgemein defaitistisch geprägte Magazin. Deshalb sollten der Sport und die Politik dafür besorgt sein, dass der verblasste sportliche Glanz Deutschlands in der Welt nun wieder zum Erleuchten gebracht würde, möglichst ab sofort, also ab dem Sportjahr 2023. Wenn in der Politik oder im Sport nichts mehr geht, werden in Europa Arbeitsgruppen gebildet oder Reformen angesagt. Das ist in Deutschland nicht anders. Die Bundesregierung und der Deutsche Olympische Sportbund wollen mit einer Spitzensportreform die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands in der Welt stärken. Als Vorbilder dienen etwa Länder, wie Grossbritannien, Australien und Norwegen. In einer solchen Situation wird der Ruf nach dem Gesetzgeber laut: Ein Sportförderungsgesetz soll es künftig richten. Das Heil wird demnach in der (wirtschaftlichen) Sportförderung und in der Staatshilfe gesucht. Zudem soll eine Sportagentur installiert werden, in der die Kräfte zu bündeln sind. Dieser Befreiungsschlag ist wohl nichts anderes als eine Perpetuierung der 2016 beschlossenen Leistungssportreform. Die seither unter anderem aufgewendeten 300 Millionen Euro jährlich sind aber wohl im Administrativ- und Organisationsdickicht verpufft und versickert. Jetzt sollen noch mehr Mittel in den Spitzensport fliessen. Vielleicht, daran scheint man zu glauben, schiesst Geld eben doch Tore…Zum Jahreswechsel ist es wohl angebracht zu unterstreichen, dass in allen Lebenslagen, auch im Sport, die Hoffnung nicht aufgegeben werden soll. Nur die Sache, die aufgegeben wird, ist bekanntlich verloren. Manchmal sind Menschen, die nicht aufgeben, allerdings «Floptimisten», wie es auf einem Kalenderblatt heisst. Dieses Risiko sollte eingegangen werden.In diesem Sinne wünschen wir allen Leserinnen und Lesern von «causasportnews» einen fulminanten Start ins neue Jahr und ein in jeder Hinsicht positives 2023!

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