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Der Kampf um den Ball einmal anders

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(causasportnews / red. 30. August 2022) Es war eine Szene, wie sie sich immer wieder ereignet, wenn Fussball in verdichteten Gefilden gespielt wird. Ein Mann im Raum Zürich weigerte sich, einen vom nahen Fussballplatz auf sein Grundstück gespielten Ball herauszugeben. Der von den Amateur-Fussballern herbeigerufene Gemeindepolizist forderte den Mann vergeblich auf, den Ball herauszurücken, und falls er dies nicht tue, habe er sich wegen Widerstands gegen eine polizeiliche Anordnung zu verantworten. Er berief sich später darauf, dass der Polizist ihn ohne ausreichende Rechtsgrundlage aufgefordert habe, den Ball unter Sanktionsandrohung und somit amtsmissbräuchlich zur Herausgabe anzuhalten.

Dieser Kampf um den Ball endete für den offensichtlich wenig sport-affinen Nachbarn im juristischen Desaster. Der offenbar alles andere als Fussball begeisterte Mann zeigte die Amateur-Spieler wegen Hausfriedensbruchs und Sachbeschädigung an; gegen den Gemeindepolizisten beantragte der Fussball-geplagte Nachbar die Eröffnung eines Strafverfahrens wegen Amtsmissbrauchs. Die Zürcher Justiz verweigerte jedoch die Eröffnung eines derartigen Strafverfahrens, letztlich und grundsätzlich, um den Polizisten vor unangebrachten prozessualen Schritten zu schützen. Deswegen rief der Mann – ohne Erfolg allerdings – das Bundesgericht an, doch dieses stützte die Zürcher Vorinstanz. Der Ortspolizist habe letztlich mit seiner Aufforderung die Besitzesverhältnisse wiederhergestellt, die öffentliche Ordnung geschützt und somit seine Pflicht als Amtsperson erfüllt. Von einem Amtsmissbrauch können also nicht gesprochen werden.

Damit ist wieder einmal bestätigt worden, dass Fussball mitunter durchaus die Weiterführung des Kampfes um das runde Leder mit anderen Mitteln, hier mit den Mitteln des Rechts, bedeutet.

(Quelle: Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts vom 14. Juli 2022; 1C_32/2022)

Der «Fall Marius Müller» – oder wenn der «Stammtisch» Recht spricht

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(causasportnews / red. / 26. August 2022) Das war in der Tat nicht gut, was der Torhüter des FC Luzern, Marius Müller, nach der Niederlage seines Klubs in St. Gallen, dass ihm «das schwule Wegdrehen tierisch auf den Sack» gehe, vor den TV-Kameras gesagt hat. Gemeint waren seine Vorderleute, welcher seiner Meinung nach nicht konsequent genug und engagiert in den Kampf um den Ball und um die eigene Lufthoheit im Strafraum steigen würden. Seit dieser Aussage in den Medien, eine sog. «homophobe Entgleisung», ist der Schlussmann der Luzerner einem regelrechten «Shitstorm» aus der üblichen «Ecke» ausgesetzt. Derartige Praktiken auf einem Fussballplatz mit homosexuellem Verhalten gleichzusetzen gehe gar nicht, sind die Lautsprecher in der Öffentlichkeit überzeugt. Das geht in der Tat nicht. Wer solches sagt, macht sich vor allem diejenigen Menschen, welche auf der moralisch richtigen Seite des Lebens stehen, zum Feind. Aber soll dennoch nicht auch bei derartigen Artikulationen, die in der Hitze des Gefechts geschehen können und dem «Mainstream» zuwiderlaufen, die Verhältnismässigkeit gewahrt bleiben? Gehört der Schlussmann der Innerschweizer wirklich gleich auf den Scheiterhaufen, weil er das Wort «schwul» in diesem sportlichen Zusammenhang verwendet hat? Hätte Marius Müller den Begriff etwa durch «pomadig» ersetzt, wäre alles keine Aufregung wert. Der Torhüter, der mit seiner Artikulation seine Vorderleute kritisierte und nicht gegen Homosexuelle hetzte, ist geständig und hat den Fehler eingesehen, sich entschuldigt; sein Klub hat mit seinem Angestellten Abbitte geleistet, doch es braucht offenbar noch mehr an Rache und Sühne für diese zweifelsfrei unüberlegte und deplatzierte Redewendung. Aber ein «Schwulenhasser» oder ein «Hetzer» ist Marius Müller zweifelsfrei nicht. Er beabsichtigte mit seiner Artikulation keine Schmähung Homosexuellen gegenüber. Seine Tat war effektiv eine «homophobe Entgleisung». Das ist rechtlich zu werten.

Der Disziplinarrichter der Swiss Football League (SFL) hat den 29jährigen Torhüter sanktioniert, ihn mit einem Verweis bedacht und ihm eine Busse von 2000 Franken auferlegt. Eine zweifelsfrei angemessene Sanktion. Zuwenig für die noch verbliebenen «Stammtische» in diesem Land? Wohl eher nicht. Die Rolle der «Stammtische» hat zwischenzeitlich eh die Boulevard-Presse übernommen. Doch diese Form von «Stammtisch» kann kaum als Perpetuierung des traditionellen Zirkels in Restaurants bei Wein und Bier bezeichnet werden. So poltert der «Stammtisch» der Moderne, in der Schweiz die Zeitung «Blick», nach diesem Sanktionsentscheid der Liga – nicht gegen den Täter, sondern pöbelt gegen die Richter. Und wie! «Das ist ein feiges Urteil», überschreibt die Sport-Chefredaktorin ihren Kommentar (24. August 2022). Dass sie aufgrund ihrer fehlenden, juristischen und anderen Fachkenntnisse nicht verstanden hat, dass in einem solchen Fall das Sanktionsrecht anzuwenden und kein Racheentscheid gefragt ist, ist eine Sache. Die andere Sache ist, dass im Rahmen der Rechtsanwendung die Moral, bezüglich derer die Redaktorin meint, sie stehe hier selbstverständlich auf der «richtigen» Seite und müsse das den Unmoralischen auch entgegenwerfen, mit Rechtsanwendung verwechselt wird. «Humbug» sei ein solches Urteil, und das Reglement verkomme so zur Farce, sind nur zwei Aussagen, die in einem an Absurditäten nicht mehr zu überbietenden Kontext stehen. Letztlich ist dieser Text, der besser nie geschrieben worden wäre, eine reine Hetze gegen die Sanktions-Rechtsanwender der SFL; Fertigmacher-Journalismus ist für dieses Blatt, mit dem vor allem linke Politiker bis hinauf zur Landesregierung kungeln, ein probates, jedoch je länger desto mehr untaugliches Mittel, um die serbelnde Auflage aufzufangen. Mit Verlaub: Das war kein «feiges Urteil», wie diese Redaktorin ohne jegliche berufliche Qualifikationen in den Raum stellt, sondern der Kommentar ein dümmliches, rein hetzerisches Elaborat. Die SFL-Entscheidung ist eine korrekte Anwendung des Sanktionsrechts mit der Ausfällung einer angemessenen Strafe für den sanktionierten Torhüter. Aber so ist die Welt heute und hat sich grundsätzlich im Verlaufe der Jahrhunderte nur wenig verändert. «Kreuzigt ihn», wurde früher auch schon gefordert; und gleich nochmals erging die gleiche Forderung, als die Frage des «Weshalb» gestellt wurde. Die Kampagne der Zeitung gegen die, welche das Recht korrekt angewendet haben, ist widerlich, passt jedoch zum journalistischen Zeitgeist. Aber man darf den Aussaggehalt aus dieser Ecke auch nicht zu hoch werten; zu schwach ist diese Zeitung geworden. Die Redaktorin will nun die Feigheit der Rechtsanwender vor dem «Mainstream» ihrer sechsjährigen Tochter erklären, wie sie schreibt. Es lässt sich leicht ausmalen, welche Ideologie hier aufgetischt wird. Immerhin: Auf dass die Lautsprecher in der Gesellschaft auch künftig nicht aussterben!

WM-Endrunde in Katar mit Fussball, Fernsehen – aber mit wenig Flaschenbier

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(causasportnews / red. / 15. August 2022) Die am 20. November 2022 mit dem Eröffnungsspiel beginnende Fussball-WM-Endrunde in Katar wird in vielerlei Hinsicht anders sein als WM-Endrunden zuvor. Das Turnier, das am 18. Dezember 2022 mit dem Finalspiel abgeschlossen wird, ist seit 1978 (in Argentinien) das kürzeste WM-Endrundenevent; innerhalb von lediglich 29 Tagen soll der Weltmeister gekürt werden. Als einmalig ist der Umstand zu werten, dass die beste Mannschaft der Welt nun aktuell in der Winterzeit ermittelt wird. Katar ist in vielerlei Hinsicht speziell. Vor allem wird im Wüstenstaat an der traditionellen Fussball-«Drei F– Trilogie» gerüttelt, die da seit jeher lautet: Insbesondere eine WM-Endrunde basiert auf drei Pfeilern: Auf Fussball, Fernsehen und Flaschenbier. Mit dem Bier ist es in diesem muslimisch geprägten Land nun allerdings so eine Sache. Das Fussball-Traditionsgetränk wird wohl während der WM-Endrunde grundsätzlich verboten werden. Damit dürften sich vor allem die englischen Fans, inklusive «Hooligans», schwertun. Aus Kreisen des WM-Gesamtorganisators FIFA verlautete, dass das Alkoholverbot während der WM-Endrunde nicht absolut gelten soll. In speziellen Fan-Bereichen wird der Alkoholkonsum wohl eingeschränkt möglich werden, und in den VIP-Logen der WM-Stadien sollen Bier, Champagner, Wein und Spirituosen zumindest moderat ausgeschenkt werden können. Das ist wohl insbesondere auch als Entgegenkommen gegenüber einem grossen FIFA-Biersponsor zu qualifizieren.

Verbote stossen selten auf Begeisterung. Vielleicht ist es jedoch gar nicht so schlecht, dass an einem solchen Anlass für einmal Alkohol-Fanexzesse zufolge religiöser Gepflogenheiten schon im Ansatz erstickt werden.

Den Frauenfussball «auf Teufel komm’ raus» fördern?

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(causasportnews / red. / 3. Juli 2022) Unvergessen sind die Worte des ehemaligen Präsidenten des Weltfussballverbandes FIFA, Joseph Blatter, der vor der Frauen-Fussball-Weltmeisterschaft 2011 in Deutschland die Förderung des Frauenfussballs zum sportlichen «Credo» des Weltverbandes machte. Mehr noch: «Auf Teufel komm’ raus» sollte der Stellenwert der Kickerinnen rund um den Erdball gestärkt und optimiert werden. Der Walliser, der in den nächsten Tagen, zusammen mit Michel Platini, einem Strafurteil des Schweizerischen Bundessstrafgerichts entgegenblickt (vgl. auch causasportnews vom 12. Juni 2022) stand damals unter dem Einfluss des grandiosen «Sommermärchens» anlässlich der WM-Endrunde der Männer 2006 in Deutschland. Was bei den Männern möglich sei, müsse sich auch bei den Frauen bewerkstelligen lassen, meinte Joseph Blatter, und legte gleich nach: «Die Zukunft des Fussballs ist weiblich». Einerseits erkannte der Ex-FIFA-Präsident im Frauenfussball ein Marketingpotential, immerhin leben auf dem Erdball mehr Frauen als Männer, anderseits galt und gilt der Charmeur mit dem Sport-Vermarktungsinstinkt zumindest stets als Frauen-Versteher. Doch der verordnete Frauen-Fussball-Boom wollte damals nicht so recht in Schwung kommen, weshalb Joseph Blatter vor der Frauen-WM 2011 alle Kräfte in der FIFA-Zentrale mobilisierte, um die Stadien in Deutschland einigermassen zu füllen. Nachdem es die Mannschaft Deutschlands nicht in den Final schuf (dort schlug im Endspiel Japan die USA dramatisch), blieb die Neuaufläge des «Sommer-Märchens» aus, und die Attraktivität des Frauen-Fussballs bewegte sich künftig auf bescheidenem Niveau.

Jetzt stehen die Europameisterschaften der Frauen-Fussballerinnen vor der Tür. In England werden demnächst 16 Nationalteams um den EM-Titel kämpfen. Der diesjährige Kontinental-Wettbewerb wird in sportlicher Hinsicht kaum grosse Wellen werfen, obwohl die Gleichberechtigungs-Bemühungen an allen Fronten und auf allen Ebenen ins Unermessliche steigen und somit auch der Frauen-Fussball von diesem Sog erfasst ist. In einigen Ländern sind schon einmal die EM-Prämien der Frauen denjenigen der Männer angeglichen worden. In der kommunistisch beherrschten Stadt Zürich sollen die Spiele der Europameisterschaft in den Aussenbereichen der Gastronomie gezeigt werden können; so, wie in solchen Fällen bei den Männern. «Stadt Zürich behandelt Frauenfussball erstmals gleichwertig», frohlockt das Zürcher Links-Blatt «Tages-Anzeiger» (2. Juli 2022) erwartungsfroh.

Ob dadurch das Fussballfeuer für die kickenden Frauen entfacht werden kann, wird sich am 31. Juli 2022 zeigen, wenn der neue Europameister, für den es (noch) keine weibliche Bezeichnung gibt, im Finalspiel im Wembley-Stadion gekürt wird. Wie sich der Frauen-Fussball nun auch entwickeln und nachhaltig präsentieren soll, lässt sich weder verordnen noch herbeisehnen. Ob der Frauen-Fussball zum realen Pendant des Männer-Fussballs wird, dürften letztlich die Fussball-Konsumentinnen und -Konsumenten entscheiden, und zwar durch entsprechende TV-Einschaltquoten sowie durch Nutzung der neuen Medien. Obwohl es dem Zeitgeist der Gleichberechtigungs-Bestrebungen widerspricht, wird man dem Publikum den Entscheid überlassen müssen, den Frauen-Fussball nicht zu mögen und ihn folglich zu verschmähen. Wie sagte es kürzlich ein männlicher Sportfan: «Ich nehme mir das Recht heraus, den Frauen-Fussball zu verschmähen».

News von ausserhalb der Sportstätten bezüglich grosser und kleiner Bälle

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(causasportnews / red. / 6. Juni 2022) News ausserhalb der Sportstätten in England, die indirekt mit grossen und kleinen Bällen zu tun haben oder hatten, sind derzeit bemerkenswert.

Zum einen ist es nun als definitiv zu vermelden, dass der 86jährige Berner Multimilliardär Hansjörg Wyss, der bisher mit Fussball soviel am Hut hatte wie der Deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz mit der Aufrüstung der Bundeswehr, im Rahmen eines Finanz- und Investment-Konsortiums den berühmten Londoner Fussballklub FC Chelsea definitiv übernommen hat. Nicht ganz bedeutungslos ist diese Information insofern, als Verkäufer des Klubs der schillernde russische Oligarch Roman Abramowitsch ist. Der 55jährige (ebenfalls) Multimilliardär mit im Weiteren einem israelischen und einem portugiesischen Pass geriet ab Beginn des Überfalls Russlands auf die Ukraine am 24. Februar 2022 unter Druck, weil er zumindest in Teilbereichen dem engeren Umfeld des Russischen Diktators Wladimir Putin zugerechnet wird. Jedenfalls ist der Oligarch mit nicht ganz makellosen Ruf sein Prestige-Projekt in der berühmtesten und besten Fussball-Liga der Welt auf der Insel los – auch dank der britischen Regierung, welche zufolge der Sanktionen gegen Russland den Verkauf des FC Chelsea bewilligen musste. Das ist nun geschehen; das Konsortium um den US-Milliardär Todd Lawrence Boehly, u.a. ebenfalls ein Philanthrop wie Hansjörg Wyss, darf sich Eigentümer des Renommierklubs im Londoner Stadtteil Fulham nennen. Der erstaunliche Schweizer Hansjörg Wyss verkörpert auch die Geschichte eines Mannes, der von ganz unten kam und es sukzessive nach oben geschaffen hat. Und wohl für immer auch oben bleiben wird.

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Nach den Fussbällen ist die Welt der Milliardäre zu verlassen, und es sind die derzeitigen Niederungen eines ehemaligen Millionärs aus dem Bereich der kleineren Tennis-Bälle zu fokussieren. Dabei geht es um niemanden Geringeren als den früheren Tennis-Superstar Boris Becker, der vor etwas mehr als einem Monat, ebenfalls in London, wegen Insolvenzdelikten zu fast drei Jahren Haft verurteilt worden ist. Die Welt nahm einigermassen erstaunt zur Kenntnis, dass der Ex-Tennisspieler umgehend nach Urteilseröffnung in Haft gesetzt worden ist. Nun hat der 54jährige ehemalige Ball-Virtuose bekannt gegeben, das ausgefällte Strafurteil akzeptieren zu wollen; er wird somit wohl mehr als ein Jahr im Gefängnis wohnen statt in Luxus-Hotels. Dem «Fall Boris Becker» ist allerdings auch eine gewisse Tragik eigen: Berühmter Sportler, Millionär, das Leben eher nicht im Griff – und am Schluss ganz unten. Sogar sein Verteidiger qualifizierte ihn vor Gericht als naiv, aber unschuldig. Das sah das Gericht anderes. Da der Entscheid des Londoner Gerichts wohl auch teils politisch motiviert ist, dürfte es nicht unklug sein, die Gerichtssache nun auf sich beruhen zu lassen.

Hans Jörg Wyss (86) und Boris Becker (55), der eine neuerdings eine grosse Nummer in der Fussballwelt, der andere, der in der Welt der kleineren Filzbälle ganz oben war und nun unten angekommen ist, stehen für die Ausnahme bezüglich des vielzitierten Grundsatzes mit Bezug auf die kleinen Tennis- und die grösseren Fussbälle: «Je älter der Mann, desto kleiner der Ball». Die nächste Eskalationsstufe in dieser Sport-Trilogie wäre dann noch der Golfsport. Tiger Woods hat sich bekanntlich nach seinen sportlichen und privaten Abstürzen wieder aufgefangen.

Eine andere Seite des schönen (Fussball-)Spiels

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(causasportnews / red. / 30. August 2021) Von den schönen Seiten des Fussballsports wird oft berichtet und gesprochen. Es gibt aber auch zahlreiche nicht so tolle Aspekte dieser ehemals schönsten Nebensache der Welt, die längst zur Hauptsache mutiert ist. Davon können vor allem Unfallversicherer ein Lied singen, denn sie sind es, welche in der Regel die finanziellen Belastungen nach Fussball-Verletzungen zu tragen haben. Kein Wunder, dass Versicherungs-Anstalten und -Gesellschaften immer wieder versuchen, die Unfallzahlen im Sport im Allgemeinen und im Fussballsport im Besonderen zu verringern. Meist geschieht dies mit Aufklärungs- und Informationskampagnen, mit denen gefährdete Sportler/innen zur Vorsicht angehalten und bezüglich der Verletzungsgefahren sensibilisiert werden sollen. Wie derzeit die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), die rund zwei Millionen Schweizerinnen und Schweizer gegen die Risiken von Betriebs- und Nicht-Betriebs-Unfällen sowie gegen Berufskrankheiten versichert.

Im Zuge einer neusten Präventionskampagne der selbständigen Unternehmung des öffentlichen Rechts mit Sitz in Luzern wird vor allem auf die Risiken von Fussball-Fouls hingewiesen. Fouls, so die Suva, seien nicht nur unfair, sondern auch gefährlich. In der Schweiz (mit rund 8,5 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern) werden pro Jahr rund 15 000 Fussballerinen und Fussballer durch unsportliches Verhalten von Gegenspielerinnen und Gegenspielern verletzt. Insgesamt ca. 45 000 Fussball-Unfälle ereignen sich jährlich. Mehr als die Hälfte der durch ein Foulspiel bedingte Verletzungen weisen eine Heilungsdauer von mehr als einem Monat auf. Dabei würden oft Kopf, Gesicht, Zähne, Schulter, Schlüsselbein, Brustbein, Rippen und Rücken verletzt, meldete die Suva. Über die mit Fussball-Unfällen zusammenhängenden Kosten kann nur gemutmasst werden.

In anderen Dimensionen bewegen sich die Sportverletzungen in Deutschland (mit über 80 Millionen Bewohnenden): Statistisch wird von ungefähr 1,2 Millionen Sportunfällen pro Jahr ausgegangen. Jeder dritte, kostenauslösende Sportunfall ereignet sich im Fussball. In Österreich (mit knapp 9 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner) ereignen sich pro Jahr ungefähr 200 000 Sportunfälle; etwa 45 300 Unfälle entfallen auf den Fussball. In allen drei Ländern schlagen beispielsweise, neben den Ski-Unfällen, auch die Fahrrad- und Bike-Unfälle zu Buche. Ein spektakulärer Fahrradunfall ereignete sich 2018 in Österreich. Ursache hierfür war ein mangelhafter Wegzustand. Die Klage des verunfallten Fahrradfahrers gegen den Weg-Halter (§ 1319a ABGB) wurde letztlich vom Obersten Gerichtshof abgewiesen (Urteil vom 26. Mai 2021). («Causa Sport» wird im demnächst erscheinenden Heft 2/2021 auf diesen Fall zurückkommen; http://www.causasport.org).

Quarantäne-Training für Fussball-Professionals ist kein Homeoffice

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(causasportnews / red. / 6. August 2021) Das Quarantäne-Training eines Berufs-Fussballspielers zu Hause ist nicht einer Homeoffice-Betätigung gleichzusetzen. Das hat das Landgericht Münster in Westfalen entschieden. Das Land Nordrhein-Westfalen muss deshalb dem SC Paderborn 07 das Salär für einen Professional erstatten, das der damalige Erstligist vor rund einem Jahr während einer behördlich angeordneten Quarantäne für diese Zeit an den Spieler bezahlt hatte. Der Entscheid soll nun noch vom Oberlandesgericht Hamm überprüft werden.

Nach einem positiven «Corona»-Befund eines Spielers des SC Paderborn 07 wurde für einige Akteure des Klubs eine zweiwöchige Quarantäne angeordnet. Gestützt auf das Infektionsschutzgesetz (IfSG) hat der SC Paderborn 07 die Erstattung des für diese Zeit bezahlten Salärs an den Spieler gefordert. Der den Vorgang für das Land Nordrhein-Westfalen bearbeitende Landschaftsverband Westfalen-Lippe in Münster lehnte die Kostenübernahme jedoch ab. Argumentiert wurde, der Spieler in Quarantäne hätte auch zu Hause trainieren und somit seine Arbeitsleistung erbringen können. Ähnlich wie beim Homeoffice bestehe daher kein Erstattungsanspruch (bei der Tätigkeit im Homeoffice kann der Arbeitnehmer die Arbeitsleistung erbringen). Der Klub klagte in der Folge gegen das Land Nordrhein-Westfalen und obsiegte. Das Gericht vertrat, wie der Klub als Arbeitgeber, die Auffassung, für einen Fussball-Spieler sei während einer Quarantäne kein geordnetes Training möglich. Joggen, die übliche Absolvierung eines Trainings in Kleingruppen oder eine Kontrolle des Trainings durch den Arbeitgeber seien in der Quarantäne ausgeschlossen. Schlicht, dem Fussballer sei in dieser Zeit die Erbringung der Arbeitsleistung für den Klub (Arbeitgeber) nicht möglich gewesen. Gemäss § 56 IfSG ist jedem Arbeitnehmer, der in Quarantäne geschickt wird und so seine Arbeitsleistung nicht erbringen kann, das Gehalt, das vorab durch den Arbeitgeber zu bezahlen ist, diesem von der öffentlichen Hand zurück zu erstatten. Im konkreten Fall sind es rund 10 000 Euro, die das Land Nordrhein-Westfalen an den SC Paderborn 07 zu bezahlen hat. Das Urteil könnte, falls es vom Oberlandesgericht in Hamm geschützt wird, durchaus Signalwirkung haben. Betroffen sein könnten nach dieser Entscheidung allerding auch Fussball-Profis, bzw. deren Klubs, mit weit höheren Salären. Ein Wermutstropfen mit Blick auf die gesetzliche Regelung und die Entschädigung-Usanzen im Berufs-Fussball: Eine Erstattungs-Obergrenze fehlt im IfSG…

Europameisterschafts-Endspurt und Schiedsrichter unter Druck

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(causasportnews / red. / 6. Juli 2021) Im Londoner «Wembley»-Stadion werden die letzten Kapitel der Fussball-Europameisterschaft 2020, die erst in diesem Jahr ausgetragen werden konnte, geschrieben. Bereits kurz vor dem Höhepunkt, dem Finalspiel am Sonntag, ist das Fazit zu ziehen, dass dieses Turnier, ausgetragen an elf Orten, glücklich durchgezittert worden ist – bis hin zum Höhepunkt in London. Um die im vergangenen Jahr verschobene Meisterschaft 2021 durchführen zu können, brauchte es eines: Das «Damoklesschwert Corona» zu ignorieren. Das war an etlichen Austragungsorten offensichtlich (z.B. in Budapest oder in St. Petersburg). Und just auf die letzten Spiele hin, die alle in England stattfinden werden, hat der britische Premierminister, Boris Johnson, selbst ein «Corona-Opfer», «COVID-19» als besiegt erklärt und die Stadion-Tore des legendären «Wembley» für die Halbfinalspiele und den Final aufgewuchtet – obwohl die Infektions-Zahlen breitgefächert in eine besorgniserregende Richtung deuten. Es ist fast so wie jeweils im Weltfussballverband FIFA, als der damalige FIFA-Präsident Joseph Blatter Krisen für beendet erklärt hatte, als ihn diese nur noch nervten. Natürlich ist die Politik im Zusammenhang mit «Corona» und der Europameisterschaft nicht nur seitens des organisierenden Kontinentalverbandes (UEFA) unter Druck geraten; Stadien ohne Publikum und ohne damit zusammenhängende Emotionen sind für das Geschäft verheerend. Die Politik beugt sich den Wünschen und Forderungen der Bürgerinnen und Bürger: Gegen Klaumauk und Spiele zu sein, bringt keine Wählerstimmen (was die japanische Politik vor der nächsten Grossveranstaltung dieses Jahres, den Olympischen Sommerspielen, derzeit schmerzlich erfährt). So wird nun die Gesundheit der Menschen dieser Welt, insbesondere in Europa, auf dem Altar des Mammons geopfert. Und niemand stoppt den Wahnsinn, der dann wohl im Herbst spürbar sein wird, zumal Impf-Gegner und -Querulanten Oberwasser erhalten haben. In dieser Jahreszeit muss auch die Ferien- und die Freizeit-Industrie laufen wie geschmiert; «Corona» ist als Störfaktor zu verdrängen und zu ignorieren – vox populi vox Dei.

Kurz vor Beendigung der Europameisterschaft stehen zwar die Mannschaften im Zentrum des Interesses. Ins Visier der Kritiker sind allerdings die Schiedsrichter geraten. Trotz mordernster Überwachungstechnologie stossen krasse Fehlentscheide zuhauf für Unverständnis und Verärgerung. VAR (Video Assistant Referee) und weitere technische Unterstützungs- und Überwachungsmittel haben die Autorität und den vormals unantastbaren Status der Schiedsrichter untergraben und teilweise zerstört. Die Referees sind von der Überwachungs-Technologie regelrecht demontiert worden und verhalten sich im Rahmen der Spielleitungen wie Kaninchen vor der Schlange.- In diesem Zusammenhang erregt eine Medienmeldung aus Deutschland für Aufsehen: Der langjährige Bundesliga-Schiedsrichter Manuel Gräfe hat angekündigt, juristisch gegen die Schiedsrichter-Altersbegrenzung von 47 Jahren anzukämpfen. Es gibt sie also doch noch, die Schiedsrichter-Masochisten, die sich das alles bis ins hohe Alter antun wollen, wäre man geneigt zu sagen; offenbar spielen jedoch auch finanzielle Aspekte eine Rolle. Der Spitzen-Schiedsrichter will sich jedenfalls diese «Altersdiskriminierung» nicht gefallen lassen, wie er gegenüber Medien erklärt hat. Juristisch dürfte dem streitbaren Schiedsrichter, der vor einem Jahr seine Pfeife abgeben musste, keine grosse Hoffnung gemacht werden. Womit der Bogen auch wieder zu Joseph Blatter gespannt wäre. Dieser empfand eine Altersbeschränkung für das Präsidentenamt stets als diskriminierend. Eine lebenslängliche Amtszeit war für ihn das Mass aller Dinge; an seine Unsterblichkeit glaubte er eh. Bekanntlich wurde er dann aus anderen Gründen aus dem Amt katapultiert.

Deutsche Gründlichkeit, auch einmal anders

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(causasportnews / red. / 17. Juni 2021) Mit dem Spiel des aktuellen Weltmeisters Frankreich gegen den entthronten Weltmeisters von 2014, Deutschland, erlebte die Fussball-Europameisterschaft einen ersten, nennenswerten Höhepunkt. Speziell mutete der Siegestreffer der Franzosen an; er wurde immerhin vom Deutschen Mats Hummels erzielt. Der reaktivierte, bald 33jährige Alt-Star verstand die vielgepriesene deutsche Gründlichkeit etwas anders als früher, kam mit viel Getöse zurück, agierte unkonzentriert und sicherte den Franzosen mit seinem spektakulären Knaller ins «falsche» Tor gleich den Sieg. Apropos Alter: Es hat sich gezeigt, dass es eine Illusion ist, mit den Weltmeistern von 2014 aktuell an jene Hoch-Phase vor sieben Jahren anknüpfen zu wollen. Die reaktivierten Spieler (auch Thomas Müller und Toni Kroos), die bereits in Brasilien dabei waren, sind zwischenzeitlich sieben Jahre älter geworden – Lichtjahre im Spitzenfussball. Vielleicht war es bei Mats Hummels zuviel des Rummels neben dem Spielfeld, vor allem um seine Ehefrau, die seit Jahren das «Unternehmen Hummels» lenkt, leitet und prägt. Wie soll man sich so als bejahrter Fussballer auch noch auf ein Spiel konzentrieren? (Zum Thema «Spielerfrauen» vgl. überdies die Äusserungen von Lukas Podolski, gegen Frankreich (natürlich) nicht (mehr) dabei).

Der Fussball-Abend in der Münchner «Allianz»-Arena war in vielerlei Hinsicht speziell. So sorgte ein «Greenpeace»-Aktivist kurz vor dem Anpfiff ausserhalb des Schwenkbereichs der Kameras für Aufsehen. Mit einem Fallschirm peilte er das Spielfeld der Arena an, hatte sein Fortbewegungsmittel jedoch nicht im Griff und crashte in zwei Zuschauer, die verletzt ins Krankenhaus überführt werden mussten. Mit seiner hirnlosen Aktion wollte der Aktivist der immer skurriler auftretenden, politischen Non-Profit-Organisation gegen den Nationalmannschaftssponsor «VW» demonstrieren. «Kick out oil», war auf dem Fallschirm zu lesen. Der Missbrauch eines apolitischen Fussball-Anlasses durch die Extrem-Öko-Organisation «Greenpeace» hat der immer schräger auftretenden Vereinigung wohl weiteren Goodwill und Kredit gekostet. Dass mit fragwürdigen, vor allem noch umweltbelastenden  Aktionen (ein Fallschirmspringer gelangt kaum mit einem  klima-neutralen Fahrrad in die Absprungsphäre) Menschen gefährdet und verletzt werden, wird wohl dazu führen, dass die Spendenfreudigkeit gegenüber dieser Organisation weiter abnehmen wird und die letzten Menschen guten Willens «Greenpeace» aus ihren Testamenten streichen werden; nicht auszudenken, wenn dieser Öko-Fanatiker vor dem Schlagerspiel voll in die Zuschauer gekracht wäre! Dieser Sprung in die «Allianz»-Arena war eine in jeder Hinsicht gründlich misslungener «Greenpeace»-Auftritt (Label: «gewaltfreie Aktionen»), zumal damit der Missbrauch des grundsätzlich apolitischen Sportes nicht nur eine neue Dimension, sondern eine nicht mehr tragbare Form der Öko-Perversion erreicht hat. Wenigstens wurde die sprichwörtliche deutsche Gründlichkeit nach der Horror-Landung des Fallschirm-Springers durch den Ordnungsdienst unter Beweis gestellt: Nachdem der Aktivist von den Spielern Antonio Rüdiger und Robin Gosens verbal zusammengefaltet wurde, leistete der Ordnungsdienst umgehend gründliche Arbeit und verfrachtete den Mann dorthin, wo er eigentlich für immer hingehört…

Zoff im DFB – und kein Ende des Hauens und Stechens

(causasportnews / red. / 11. Mai 2021) Er ist im September 2019 angetreten, um in dem von Streit, Machtkämpfen und der unsäglicher Sport-Politik in den letzten Jahren arg durchgeschüttelten, grössten Fussballverein der Welt, dem Deutschen Fussball-Bund (DFB), eine neue Führungs- und Organisationskultur zu schaffen. Derzeit ist es allerding unsicher, ob sich der rührige Unternehmer aus Freiburg im Breisgau, Fritz Keller, überhaupt nur schon zwei Jahre an der DFB-Spitze wird halten können. Derzeit ist in der Präsidialetage jedenfalls ein veritables Hauen und Stechen im Gang. Sportpolitik kommt vor dem Sport, und jeglicher Fehler und jede Ungeschicklichkeit des 64jährigen Präsidenten wird von den Gegnern des Freiburgers nach allen Kunst des klassischen Verbands-Funktionärstums ausgenützt. Frist Keller gilt als hemdsärmlig, der zwar sein Herz oft auf der Zunge trägt, aber nie als «Apparatschik» bezeichnet werden konnte. Als solcher gilt hingegen der DFB-Vizepräsident Dr. iur. Rainer Koch, der seine Funktionärskarriere im DFB 1996 mit der Einsitznahme in das Sportgericht des DFB begann. DFB-Präsidenten gehen und kommen – Rainer Koch bleibt. So könnte man die Positionierung des ehemaligen Münchner Richters als Langzeit-Vize des DFB zusammenfassen. Niemand weiss eigentlich, weshalb es der 62jährige Vollblut-Politiker nie ganz an die Spitze des Verbandes geschafft hat. Oder wollte er es so? Frei nach dem Motto: «Es ist mir egal, wer unter mir DFB-Präsident ist.». Es waren doch schon einige DFB-Präsidenten, welche Rainer Koch bis jetzt überlebt hat. Das könnt sich nun allerding ändern; und eben mit dem aktuellen DFB-Präsidenten Fritz Keller zusammenhängen, ein gradliniger Mann, der nicht dafür bekannt ist, sich verzwergen zu lassen und nicht aus dem traditionellen Funktionärs-Milieu stammt. Das nun in Machtkampf zwischen Fritz Keller und Rainer Koch ausgebrochen ist, hat sich der DFB-Präsident allerdings selber zuzuschreiben. Seinen Vize verglich er mit dem berüchtigten Volksgerichtshof-Präsidenten Roland Freisler. Mit diesem Vergleich hat Fritz Keller wohl in ein Wespennest gestochen und sich quasi eigenhändig zum Abschuss freigegeben. Aber eben, der DFB-Präsident ist nicht bekannt dafür, den Kopf in den Sand zu stecken. Ein Vergleich Rainer Koch – Roland Freisler – das geht natürlich beim DFB nicht. Fritz Keller hat sich für seine verbale Entgleisung zwar lauwarm entschuldigt, aktuell kämpft er aber gegen den mit allen Wassern gewaschenen Sport-Politiker Rainer Koch um den Verbleib an der DFB-Spitze. Er tut dies mit anwaltlichem Beistand und verlangt von der Ethikkommission des DFB einen Persilschein. Wie der Machtkampf zwischen dem Unternehmer Fritz Keller und dem Sportpolitiker Rainer Koch ausgehen wird, ist ungewiss. Gegen Rainer Koch spricht, dass er im Moment im Rahmen des DFB in eine dubiose Berater-Vertragsgeschichte verwickelt ist. Unklar ist derzeit aber auch das in dieser «Causa» wohl Wesentlichste: Was hat Fritz Keller letztlich dazu getrieben, seinen Vize mit dem berüchtigten Nazi-Richter Roland Freisler zu vergleichen? Hier steckt wohl mehr dahinter als eine Beschimpfung oder eine verbale Entgleisung, die natürlich in keinem Fall zu rechtfertigen ist. Wenn schon die deutsche Nationalmannschaft derzeit auf dem Spielfeld keine Strick zerreisst, ist wenigsten an der DFB-Spitze für öffentlich-wirksamen Zoff und Macht-Klamauk gesorgt. Affaire à suivre also (auch hier).