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Sport und Kultur prävalieren gegenüber „Corona“

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(causasportnews / red. / 14. August 2020) Es war natürlich ein Zufall, dass am Tag, als die Schweizerische Regierung die Lockerung der „Corona“-Restriktionen mit Bezug auf Veranstaltungen bekanntgab, die Infektionszahlen so hoch wie schon lange nicht mehr waren. Obwohl inzwischen kaum mehr jemand an die Korrektheit der kontinuierlich verbreiteten Zahlen glaubt, scheint eines dennoch klar zu sein: Die unheimliche Seuche ist noch lange nicht bekämpft. Weil die Viren nicht sichtbar und nur von den infizierten Menschen gespürt werden (sofern sie denn überleben), ist es schwierig, diesen Krieg gegen die Pandemie effizient zu führen und zu gewinnen. In allen Ländern sind die Regierungen gefordert; und überall wird klar, dass der Kampf gegen das Virus unter politischer Führung ein Desaster ist. In der Schweiz kommt hinzu, dass die Politik im Spannungsfeld zwischen Zentralismus und Föderalismus stattfindet. So kam es der Schweizer Regierung gelegen, sich dem Druck von Wirtschaft und Lobbyismus zu beugen und anzuordnen, dass insbesondere im Sport und in der Kultur ab 1. Oktober Veranstaltungen mit mehr als (bisher) 1000 Personen wieder möglich sein werden. Der Applaus nicht nur der „Corona“-Ignoranten ist dem Bundesrat mit dieser Anordnung – Sport und Kultur prävalieren gegenüber „Corona“ und medizinischen Erwägungen – sicher, und er ist entsprechend auch nach Bekanntgabe der Anordnungen erfolgt. Der „schwarze Peter“ ist aber von der Landesregierung gleichzeitig an die Kantone weitergereicht worden. Deren Gesundheitsdirektoren haben sich übrigens klar gegen die Lockerung der Veranstaltungs-Restriktionen ausgesprochen. Die Kantone haben ab 1. Oktober letztlich im Einzelfall zu entscheiden, ob Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen durchgeführt werden dürfen oder nicht. Wie unter diesen Umständen Sport- und Kulturanlässe geplant werden sollen, bleibt die grosse, unbeantwortete Frage. Steigen die Fallzahlen weiterhin und verschärft sich die allgemeine Lage etwa nach der Rückkehr von Urlauberinnen und Urlaubern aus den Auslandferien, wird es an den Kantonen liegen, aufgrund dieser Gegebenheiten über die Durchführung von Publikumsanlässen mit mehr als 1000 Personen zu entscheiden. Die Schweizer Regierung hat sich so elegant aus der Verantwortung verabschiedet und mit dieser Entscheidung sichergestellt, dass der für die Gesundheit der Bevölkerung zuständige Innenminister Alain Berset wohl zum „Schweizer des Jahres 2020“ gekürt werden wird. Konkurrenz um diese Auszeichnung dürfte ihm nur innerhalb der Landesregierung erwachsen: Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga gebärdet sich seit dem Ausbruch der Pandemie als salbungsvolle, umjubelte Landesmutter, und der eidgenössische, bürgerliche Finanzminister Ueli Maurer lässt das Geld in Milliardenhöhe über das Land niederprasseln, getreu dem „FIFA-Prinzip“: Gute Stimmung und Wählerstimmen lassen sich vor allem durch Grosszügigkeit garantieren.

Der sonderbare Schritt der Schweizer Landesregierung mag eidgenössischen Gepflogenheiten entsprechen, obwohl die Schweiz allgemein kaum mehr etwas unternimmt, ohne vorher die Verhältnisse im Ausland ausgiebig zu verinnerlichen. So wurde diesmal etwa ignoriert, dass das Fussball-Top-Land Deutschland bis zum 31. Oktober Spiele ohne Fans auf den Tribünen austragen lassen will. Im Land des Fussball-Weltmeisters, in Frankreich, diktiert der Staat die restriktiven Bedingungen für den Sport; Lockerungsbestrebungen der Sportministerin werden rigoros abgeschmettert. In der Premier League in England wird derzeit nicht einmal über eine Rückkehr der Zuschauer in die Stadien nachgedacht.

Swiss Football League: Ins Ziel gezittert

(causasportnews / red. / 15. August 2020) Nun hat es auch die Schweiz geschafft und die Professional-Fussballmeisterschaft 2019/2020 zu Ende gebracht (zum Vergleich: In Deutschland hat die Bundesliga ihren Betrieb 2019/2020 schon Ende Juni abgeschlossen). Glücklich zu Ende gebracht, wäre eine übertriebene Qualifikation – es war eher ein glückhafter Abschluss einer Meisterschaft, deren vorzeitiger Abbruch immer wieder im Raum stand, als „Corona“-Fälle in den Umfeldern von Klubs die Weiterführung des Wettbewerbs bedrohten. Vor allem, nachdem COVID-19 im FC Zürich eingeschlagen hatte und sich Spieler und Staff infizierten, wurde die Lage kritisch; sogar der Präsident des FC Zürich zählte zu den „Corona“-Opfern. Weil der FC Zürich danach teils mit Rumpf-Mannschaften antrat, war schnell einmal von Wettbewerbsverzerrungen die Rede. Zu Unrecht allerdings: Die Bedrohungslage und die erschwerten Bedingungen waren für alle Klubs der Swiss Football League (SFL) gleich. Allerdings hätte die Liga einen zweiten „Fall FC Zürich“ nicht ertragen. So zitterte sich die SFL letztlich glücklich und glückhaft ins Ziel. Ein Meisterschaftsabbruch hätte wohl einen wirtschaftlichen Kollaps etlicher Klubs bewirkt. Wird nun Bilanz gezogen, bilden die wirtschaftlichen Folgen dieses Meisterschafts-Endes die Hauptsorgen der Klubs und der SFL. In Anbetracht der allgemein gestiegenen Infektionszahlen mag an den Neustart der Meisterschaft 2020/21 im Moment schon gar niemand denken…

Es hat sich in den letzten Wochen gezeigt, wie wichtig der „Faktor Zuschauer“ ist – „Geisterspiele“ und Spiele mit begrenzten Zuschauerzahlen sind zwar möglich, aber auf den Fussball gemünzt nur eine Notlösung. Ohne oder mit wenig Publikum ist ein Fussballspiel eben nur noch ein Spiel. Dass der BSC Young Boys zum dritten Mal hintereinander Schweizer Fussball-Meister geworden ist, interessiert im Moment nur marginal. Wenigstens sind die Berner keine „Zufalls-Meister“. Auch so gesehen kann im „Corona“-Jahr 2020 nicht von einer Wettbewerbsverzerrung, bedingt durch COVID-19“, gesprochen werden. Am Wochenende des 11. bis zum 13. September 2020 soll der Startschuss zur Meisterschaft 2020/2021 erfolgen. Die Vorfreude hierauf hält sich in Grenzen. Das Championnat muss Ende Mai 2021 beendet werden. Danach steht international die um ein Jahr verschobene Europameisterschaft an mehreren Standorten auf dem Programm. Diese Veranstaltung wirkt derzeit in den Köpfen der Menschen wie ein Phantom, das man am liebsten ungeschehen machen oder verscheuchen möchte.

Die Last, Olympische Spiele austragen zu müssen

(causasportnews / red. / 23. Juli 2020) Am kommenden Wochenende hätten die XXXII. Olympischen Sommerspiele in Tokio beginnen sollen. Wie seit Ende März bekannt, wird der grösste Sportanlass der Welt allerdings nicht stattfinden. „Corona“ verunmöglicht es. In Abstimmung mit dem Austragungsort und der Regierung Japans hat das Internationale Olympische Komitee (IOK) entschieden, die nun verschobenen Spiele genau in einem Jahr durchzuführen. Nachdem nun aber die Entwicklungen mit COVID-19 nicht absehbar sind und niemand weiss, wie lange diese Pandemie die globale Welt im Griff haben wird, wackelt auch der Austragungstermin im Sommer 2021. Vor allem die kürzlich getätigte Aussage des IOK-Präsidenten Thomas Bach, dass Olympia-„Geisterspiele“, also Wettkämpfe ohne Zuschauer/innen, nicht denkbar seien, macht hellhörig und lässt einiges vermuten. Hinzu kommt, dass sich in Japan die öffentliche Meinung unter dem Druck der sich verschärfenden Pandemie contra die Spiele gewendet hat. War es bei der Vergabe des Anlasses an Tokio vor allem für Japan eine Ehre, nach 1964 jetzt wiederum Olympische Sommerspiele austragen zu dürfen, würde man die Veranstaltung im kommenden Jahr bereits jetzt gerne ganz ungeschehen machen. Statt Freude mit Blick auf den Anlass tritt die spürbare Last, Olympia 2021 austragen zu müssen. An Stelle des Olympia-Fiebers also Pandemie-Angst. Aber vielleicht wird es so oder so nicht soweit kommen und die Spiele werden definitiv abgesagt. Oder sie würden in einer abgespeckten Form durchgeführt. Die täglich steigenden Infektionszahlen sind im Moment die Hauptsorge der Japaner. So ist Olympia 2021 in weite Ferne gerückt; und doch belastend nahe. Das IOK gibt sich bedeckt, bis wann bezüglich der Austragung der Spiele 2021 ein Entscheid gefällt werden müsste. Im Moment ist alles möglich. Am wahrscheinlichsten scheint die Variante, dass die Olympischen Sommerspiele in Tokio gemäss derzeitiger Lage nicht stattfinden werden, es sei denn, das heimtückische Virus würde demnächst, wie es weitsichtige Menschen, wie US-Präsident Donald Trump, glauben, bald einmal quasi über Nacht verschwinden.

Olympische Spiele gelten als grösster Sportanlass der Welt. Doch im Zusammenhang mit dem geplanten Austragungsort Tokio im kommenden Jahr rückt auch der zweitgrösste Sportanlass der Welt in den Fokus nicht nur der sport-interessierten Öffentlichkeit: Sogar in Fussballkreisen herrscht je länger desto mehr nur noch verhaltener Optimismus vor, was die Durchführung der Fussball-Weltmeisterschafts-Endrunde 2022 in Katar betrifft. Vielleicht kann auf diese Weise der gordische Knoten im Zusammenhang mit dem üblicherweise grössten Fussballfest auf diesem Planeten durchschlagen werden. In diesem Fussball-WM-Endrunde-Projekt steckt seit dem Vergabeentscheid des Weltfussballverbandes (FIFA) im Jahr 2010 in Zürich der „Wurm“ drin. Ginge „Katar 2022“ nicht über die Bühne, würde dies in den Augen der meisten Menschen kein Schaden bedeuten. Apropos Schaden: Verschiebungen oder Absagen von Grossanlässen können zu Schäden aller Art führen. Im Moment sind Veranstaltungs-Ausfallversicherer daran, Rückstellungen für allfällige, derart versicherte Schäden vorzunehmen.

SFL: Dem Meisterschaftsende entgegen zittern

(causasportnews / red. / 20. Juli 2020) Mit einem unglaublichen Effort auf allen Ebenen schaffte es die Deutsche Fussball Liga (DFL), die Meisterschaft 2019/20 unter dem Damoklesschwert von COVID-19 und mit „Geisterspielen“ zu Ende zu führen. Etwas gemächlicher ging die Problematik „Beendigung des Meisterschaftsbetriebs“ die Professional-Fussball-League in der Schweiz an: Wenn alles gut geht, soll die Meisterschaft 2019/20 spätestens am 2. August beendet werden. Eben, wenn alles gut geht…

Die Aufrechterhaltung des Meisterschaftsbetriebs hing in den letzten zwei Wochen an einem seidenen, bzw. „goldenen“ Faden – kann das Championnat nicht beendet werden, drohen der Liga, und damit den Klubs, Millionen-Schäden. Durch „Corona“ wurde der Klubbetrieb des FC Zürich praktisch lahmgelegt (causasportnews vom 12. Juli 2020). Die 1. Mannschaft des Traditionsvereins befand sich in Quarantäne und wurde so virus-bedingt ausser Gefecht gesetzt. Die Zürcher traten gegen den FC Basel und den BSC Young Boys mit Reserveteams an und verloren beide Spiele hoch. Aber der FC Zürich rettete so wenigstens die Meisterschaft. Allerdings mehren sich die Stimmen, welche aufgrund dieser Gegebenheiten von „Wettbewerbsverzerrung“ und von „Unfairness“ sprechen. Beides ist wohl ungerechtfertigt, da „Corona“ und die Folgen von niemandem zu verantworten sind und jedermann von der Seuche getroffen werden kann. So wie Verletzungen bei Leistungsträgern oder garstige Wetterverhältnisse bei einzelnen Spielen. Objektive Faktoren können immer Einfluss auf einen sportlichen Wettbewerb haben, „verzerren“ diesen im Sinne der Chancengleichheit allerdings nicht. „Fairness“ im Sinn von ethisch motivierter Gerechtigkeit zu bemühen, ist also deplatziert (vgl. zur Thematik „Fairness“ im organisierten Sport etwa Urs Scherrer / Remus Muresan / Kai Ludwig, Sportrecht, 3. Aufl., 2014, 129 f.). Die Medien haben in den letzten Tagen zum Trommelfeuer in dem Sinne angesetzt, dass der SFL-Spielbetrieb einen weiteren Fall wie die pandemisch bedingte Eingrenzung des FC Zürich nicht (mehr) ertragen würde. Was natürlich unzutreffend ist. Auch andere, allenfalls von COVID-19 be- und getroffen Mannschaften könnten die Meisterschaft so, wie es der FC Zürich getan hat und immer noch praktiziert, zu Ende führen. Zufriedenstellend ist die Gesamtlag allerdings nicht. Aber auch die derzeit praktizierten „Geisterspiele“ bereiten schliesslich keine Voll-Freude. Um keinen weiteren „Fall FC Zürich“ aufkommen zu lassen, ist die SFL gefordert, das bis anhin löchrigen Schutzkonzept effizienter durchzusetzen. Sie ist soweit guten Willens, aber gefordert sind vor allem die Klubs und deren Personal. Schliesslich ist immer noch unklar, wie es kommen konnte, dass zehn Spieler und Staff-Angehörig des FC Zürich, darunter der Präsident, in die „Corona“-Falle tappten. Apropos Liga: Nicht zuletzt aufgrund der Probleme im Zusammenhang mit „Corona“ hat der auch aus andern Gründen angeschlagen Liga-Präsident, Heinrich Schifferle, soeben erklärt, im kommenden Jahr sein Amt zur Verfügung zu stellen. So wird nun weiter dem Meisterschaftsende entgegen gezittert und der 2. August herbeigesehnt.

COVID-10-Attacke auf die Schweizer Fussball-Professional-Liga

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(causasport / 12. Juli 2020) Das war wohl die schlimmste Konstellation, welche die kürzlich wiederaufgenommene Meisterschaft der Schweizer-Fussball-Professional-Liga ereilen konnte: Einen flächendeckenden „Corona“-Impakt auf einen an der Meisterschaft teilnehmenden Klub. So nun geschehen bezüglich des FC Zürich, einer von 10 Teams, welche seit dem 19. Juni versuchen, die Meisterschaft 2019/20 zu Ende zu spielen. Das muss bis zum 2. August geschehen, weil danach die Europacup-Teilnahme-Meldungen an den Europäischen Fussballverband (UEFA) gemacht werden müssen. Und nun das. Zehn Personen aus dem Spielerkader der 1. Mannschaft und des Staff haben sich infiziert. Das kickende und in der Administration tätige Personal des FC Zürich befindet sich seither weitgehend in Quarantäne. An Meisterschaftsspiele ist nicht zu denken. Diese sind von der Professional-Liga für die nächste Zeit mit Beteiligung des FC Zürich abgesagt worden. Die Swiss Football Leagu (SFL) will anfangs Woche entscheiden, wie es weitergeht. Ein Meisterschaftsabbruch ist eine Option. Alles andere wäre wohl mit Wettbewerbsverfälschungen verbunden. Im Moment ist es mit Blick auf die Meisterschaft mit zehn Teams einzig klar: Da waren es nur noch 9…

Infektionsfälle gab es auch beim Ligakonkurrenten Neuchâtel Xamax sowie beim anderen Klub aus Zürich in der zweiten Liga (Challenge League), dem Grasshopper Club Zürich. Diese Vorkommnisse wirken sich derzeit nicht so dramatisch auf den Ligabetrieb aus wie die Infektionsfälle beim FC Zürich.

Nicht nur die Sportwelt fragt sich, wie es im FC Zürich zu diesem Infektions-Super-GAU kommen konnte. Über die Ursachen des Desasters wird derzeit nur spekuliert; es werden Fragen gestellt: War es klug, dass die Mannschaft vor wenigen Tagen geschlossen und gemeinsam per Bus zum Auswärtsspiel nach Neuenburg reiste? Bestätigt sich nun, dass es die Fussballer bezüglich der Verhaltensmassnahmen bezüglich COVID-19 etwa ausserhalb der beruflichen Aktivitäten ziemlich locker nehmen? Oder sind die infizierten Personen allenfalls teilweise „Opfer“ des Zürcher Nachtlebens geworden, das von der Politik aus Opportunitätsgründen geduldet wird, obwohl es aufgrund der markanten Verschärfung der Lage längst verboten gehört? Der FC Zürich, alleine Verantwortlich für diese Entwicklung innerhalb der Mannschaft und des Staff, gibt sich diesbezüglich, was Ursachen und Schuldige betrifft, vollends bedeckt, wohl auch deshalb, weil sogar der allein-herrschende Präsident, zwischenzeitlich ebenfalls positiv getestet, aus dem Fussball-Verkehr gezogen worden ist. Müsste die Meisterschaft nun vorzeitig beendet werden und liessen sich die Ursachen für die Infektionen im Zürcher Stadtklub eruieren, könnte auf den FC Zürich eine Schadenersatz-Lawine zurollen.

Der Absturz des Schalke-Präsidenten: Die Moral als Fallbeil

(causasportnews / red. / 6. Juli 2020) Brot und Spiele braucht der Mensch. Er will ernährt sein und bespasst werden. Woher das Brot kommt und wer die Spiele ermöglicht, ist meistens sekundär. Wenigstens bis zu einem gewissen Grade. Doch irgendwann geht auch das nicht mehr. Wie der Absturz des langjährigen Aufsichtsratsvorsitzenden des Bundesligisten Schalke 04 zeigt. Clemens Tönnies brachte alle Voraussetzungen mit, um an die Spitze des organisierten Fussballs zu gelangen: Geld, Macht, Einfluss, Können. Alles hatte er sich durch harte Arbeit und cleveres Unternehmertum erarbeitet. Und dies in einer Branche, die nicht jedermanns und jedefraus Sache ist. Das Geschäft mit dem Billig- und Mengenfleisch wurde geduldet, zumindest irgnoriert – bis „Corona“ auch die Geschäftswelt des Clemens Tönnies an die Öffentlichkeit zerrte. Man darf sich bei Betrachtung der Bilder aus der Fleischproduktion in der Tat die Frage gar nicht stellen, wie dieses Business den 64jährigen Fleischfabrikanten zum Milliardär machen konnte. Schliesslich hatte er grundsätzlich alle Gesetze eingehalten; der deutsche Staat liess das Geschäft mit der Tier-Schlachterei und -Zerlegerei in dieser Form und mit diesen in dieser Branche tätigen Menschen zu. Bis „Corona“ kam und die öffentliche Moral anstelle des staatlichen Normengefüges trat. Die Pandemie legte nicht nur die Aktivitäten von Clemens Tönnies aus virologischer Sicht lahm, sondern liess ein spezielles Geschäft transparent werden. Das Geschäft, in dem wirtschaftlich klein gehaltene Arbeitende im Eilzugstempo die Kreatur Tier zur Billigware machten. Alles in Einklang mit Art. 1 des Deutschen Grundgesetzes selbstverständlich, in dem es um die Würde des Menschen geht – nicht etwa um diejenige des Tieres (vgl. auch causasportnews vom 25. Juni 2020). Weil der Mensch nicht nur von Wurst alleine leben kann, hatte sich Clemens Tönnies eine Lieblings-Nebenbeschäftigung zugelegt. Den Fussball, der ihn fast während seines ganzen Lebens begleitete. Der Fussball ganz oben macht Menschen aus historischer Sicht mitunter zu Personen der Zeitgeschichte – und oft noch mehr. In den Sportmedien zu erscheinen ist weit attraktiver als allenfalls in den Langeweile-Spalten der Wirtschaftspresse unterzugehen. Der Sport bietet die Plattform schlechthin. Die grosse Liebe des Clemens Tönnies im Fussball galt dem Traditionsverein Schalke 04, dem er während Jahren, zuletzt fast 20 Jahre als Aufsichtsratsvorsitzender, die Treue hielt. Bis jetzt im Detail klar wurde, wie der gelernte Fleischer zu Reichtum gekommen ist. Der nachhaltige „Corona“-Einbruch in seine Betriebe befeuerte Fragen der Moral. Ob zu Recht oder zu Unrecht, sei an dieser Stelle offen gelassen. Je länger Clemens Tönnies mit seinen kontaminierten Betrieben in den Schlagzeilen stand, kippte die öffentliche Meinung zusehends, die weitgehend von denen gemacht wird, welche dem Billigfleischkonsum huldigen oder ihn zumindest akzeptieren. So rasch, dass der Druck auf den Fleischfabrikanten zu gross wurde und er letztlich vor der von der Moral aufgeladenen öffentlichen Meinung kapitulierte. Eine Belastung für den Verein sei er, kommentierten die Medien signifikant. Nur ein guter und integrer Mensch ist dafür prädestiniert, Brot und Spiele zu ermöglichen. Wenn man etwas besser machen kann und es nicht tut, obwohl man es besser machen könnte, verdient keinen moralischen Schutz.

Es ist halt nicht mehr wie früher, als es relativ irrelevant war, wer für panem et circenses verantwortlich zeichnete, wer für Brot sorgte und Zirkusspiele veranstaltete. Heute hängt die Latte höher. Wie hoch sie liegen muss, bestimmt die Moral – und diese kennt keine Normen-Massstäbe. Nur die flottante öffentliche Meinung. Diese wurde dem Billigfleischproduzenten, der Fleisch mit Billigst-Entlöhnten produzierte, zum Verhängnis. So kam es, dass Clemens Tönnies den moralischen Vorstellungen nicht mehr genügte, um den Leuten Brot zu geben und Spiele zu ermöglichen. Mit (Billig-)Fleisch alleine geht es jedenfalls nicht mehr. Auch wenn es keine Thema ist, für Fleisch mehr zu bezahlen, um die Arbeitenden in der Fleischverarbeitungsbranche menschenwürdig zu entlöhnen, um auch ihnen ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen – Art. 1 des Grundgesetzes ist oft weit weg.

Die Folgen von „Corona“ in „Causa Sport“ 2/2020

(causasportnews / red. / 30. Juni 2020) Das „Corona“-Virus hat das Leben auf diesem Planeten innert weniger Monate total verändert. Obwohl im Moment fieberhaft versucht wird, dem Virus Herr zu werden, die Welt sich also im Kampf gegen einen unsichtbaren Feind befindet, stellen sich auch für den organisierten Sport vor allem Fragen der Rechtsfolgen im Zusammenhang mit „Corona“. Der Sport ist zum Erliegen gekommen und erholt sich nur zaghaft; ein sonst blühender Wirtschaftszweig befindet sich mehr oder weniger weiterhin und weitgehend in Schockstarre. Was geschieht also mit Fussballclubs, die sich nun insolvent erklären oder erklären müssen (Prof. Dr. Philipp S. Fischinger und Sven Knauer)? Wie sind Vertragsverhältnisse im „Lockdown“ zu behandeln und wie verhält es sich mit Mitgliedschaftsverhältnissen im Vereins- und Verbandswesen (Dr. Heinrich Andreas Müller)? Haftet der Staat bei der Anordnung von „Geisterspielen“ (Prof. Dr. Martin Nolte)? Wie funktioniert die Dopingbekämpfung, wenn der Sport praktisch zum Erliegen kommt (Dr. Tanja Haug)? Wie verhält sich der Sport und seine Vermarktung im Absage- bzw. Verschiebungsmodus (Rechtsanwalt Jean Brogle)?- Diese und weitere Themenbereiche werden im neuen Heft „Causa Sport“ (2/2020, mit heutigem Datum erschienen) beleuchtet (vgl. auch www.causasport.org). Wie bedeutsam für das Leben im Allgemeinen und somit ebenfalls für den Sport im Besonderen eine gut funktionierende Justiz in Krisenzeiten ist, wird am Beispiel des Obergerichts des Kantons Zürich aufgezeigt (Dr. Dorothe Scherrer). Das Thema „Corona“ und die Konsequenzen dominiert in dieser Ausgabe von „Causa Sport“; sie erscheint deshalb als „causa sport spezial“. Neben weiteren Beiträgen rund um den Sport und „Corona“ finden sich im aktuellsten Heft auch einige Beiträge und Gerichtsurteile zu andern Themen (so der Beschluss des Obersten Gerichtshofs zu einer tödlichen Kuh-Attacke beim Wandern und ein Urteil des Arbeitsgerichts Brandenburg zur Pferde-Tierhalterhaftung).

Ignorantentum um COVID-19

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(causasportnews / red. / 25. Juni 2020) „Weshalb ist das ‚Corona‘-Virus ungefährlich?“- „Weil man es nicht sieht.“. – Ungefähr so verhalten sich viele Menschen auf dem Erdball und sorgen mit dieser Ignoranz dafür, dass die Verbreitung der Seuche immer schlimmere Formen annimmt. Diese Haltung ist betrüblicherweise auch im Sport „en vogue“. Gemeinhin wird der Sport als Vorbildmaterie für das gemeine Volk qualifiziert. Das mag grundsätzlich so sein; aber es gibt zweifelsfrei die Ausnahmen, welche die Regel bestätigen. Ausnahmen?

Da wäre etwa die Nummer 1 im Welttennis, der Serbe Novak Djokovic. Dieser exzellente Sportler fällt seit geraumer Zeit mit Weltverschwörungstheorien und kruden Dogmen zu „Corona“ auf. Dass alles, was sich um COVID-19 dreht, nur ein Scherz sei, wurde nun drastisch wiederlegt. Der 33-Jährige versammelte aus seiner Sparte Gleichgesinnte und tourte mit diesem exklusiven Tenniszirkus im Adria-Raum herum. Dabei wurde das Gegenteil von dem demonstriert und gelebt, was Virologen für gefährlich halten: Missachtung der Abstandsregeln, Vermeidung von Menschenansammlungen, Verzicht auf Hygienevorgaben – und dazu natürlich nächtelange Partys, Körper an Körper. Ignoranz und Dummheit wird sonst im Sport allgemein und pauschal den Vertreter/innen von Sportarten mit grossen Bällen entgegengehalten; nun hat es jedoch Zunft der kleinen Bälle erwischt, gleichsam nach dem simplen Erfahrungswert: Kleine Bälle, kleines Hirn. Novak Djokovic und seinen Jüngerinnen und Jüngern fliegt nun das verantwortungslose Tun auf der „Adria-Tennistour“ richtig um die Ohren. Allen voran hat sich die Tennis-Nummer 1 mit dem Virus infiziert. Auf dass er es selber merken sollte, dass COVID-19 nicht nur ein Hirngespinst ist. Über den Schaden auf vielen Ebenen, den die Tennis-Ignoranten nun angerichtet haben, könnten Abhandlungen zuhauf verfasst werden. Sicher ist auch, dass die verantwortungslosen Tennis-Cracks und ihre Umfelder etwa der Werbeplattform Tennis masslos schaden. Das wird sich letztlich in Geld auswirken, die einzige Sprache, welche von diesen Sportlern offenbar verstanden wird. Jeder dem Ethos verpflichtete Sponsor wird sich künftig fragen, ob er in der Tat seine Produkte oder Werbebotschaften in einem solchen Umfeld platzieren soll. Das Verhalten von Novak Djokovic & Co. ist schlicht die schlechteste Werbung für den Tennissport. Und sie wird nachhaltig sein, solange die Verbreitung des Virus nicht eingedämmt werden kann; und darüber hinaus. Fast mutet es zufällig an, dass heute die Corona-Infektionszahlen z.B. in der Schweiz wieder gestiegen sind – das Virus wurde gemäss Behördenangaben vor allem von Menschen aus Serbien (!) eingeschleppt…

Entsprechend wird Novak Djokovic für seine Fehlleistungen geprügelt. Nicht so hingegen etwa der „Fleischbaron“ Clemens Tönnies, u.a. auch Aufsichtsratsvorsitzender des legendären Clubs aus Gelsenkirchen, Schalke 04. In seinem industriellen Fleischverarbeitungsbetrieb haben sich hunderte von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit „Corona“ angesteckt (vgl. auch causasportnews vom 20. Juni 2020). Es wurde offensichtlich, dass in der Unternehmung tausende von Menschen unter übelsten Bedingungen zu Tiefstlöhnen schuften und auch sonst wie moderne Sklaven gehalten werden. Derart menschenunwürdige Zustände würden zu entsprechenden Reaktionen und zu einem Aufschrei in der Bevölkerung führen. Nichts dergleichen geschieht jedoch. Die Erklärung hierfür liegt auf der Hand: Die deutsche Regulierungsmaschinerie lässt solche, menschenverachtende Ausbeutung auf dem Territorium Deutschlands schlicht zu. Deshalb reagiert die deutsche Politik auffallend zurückhaltend, wenn es um den „Corona“-Schlamassel im Familienbetrieb Tönnies geht. Die geduldete Sklaverei der Moderne, in der vor allem Arbeitende aus Osteuropa ausgebeutet werden, liegt weitgehend auf der gängigen Linie, die vom Billig-Konsum der Mehrheit der Deutschen geprägt und auf diese Weise mitgetragen wird. Wäre die Bevölkerung bereit, auch für Fleischprodukte angemessene Preise zu bezahlen, wären menschenunwürdige Produktionsbedingungen wie in der Industrie-Fleischverarbeitung der Familie Tönnies ausgeschlossen. Der Staat lässt solches Gebaren zu und ignoriert, was an sich nicht zu ignorieren ist. Kein Wunder also, dass etwa der Deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Zusammenhang mit dem „Corona“-Skandal in Rheda-Wiedenbrück noch kein einziges Mal die Deutsche Bundesverfassung, die er sonst immer wieder hervorholt, zitiert hat. Dort könnte er gleich mit Art. 1 des Grundgesetzes beginnen, der da lautet: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“.- Dem ist an sich nichts mehr beizufügen.

Ring frei für Vereinsversammlungen

Alfred Broger, Versammlung, 2002

(causasportnews / red. / 21. Juni 2020) Nicht nur im Fussball-Arbeitsvertragswesen bedeutet das Datum 30. Juni ein besonderer, terminlicher Schnitt: An diesem Tag laufen jeweils zahlreiche der befristeten Arbeitsverträge ab, dies in Einklang mit etlichen, nationalen Meisterschaften, die üblicherweise dann formell beendet sind. Im „Corona“-Jahr 2020 ist alles anders. Zufolge des Spiel-Unterbruchs werden die Meisterschaftsbetriebe teils weit über Ende Juni weitergeführt werden. Vertragsverhältnisse sind den Umständen angepasst worden, und auch die im Zuge der Sommerpause anstehenden Spieler-Transfers werden in ihren zeitlichen Abläufen den gegebenen Umständen angepasst.

Das Datum 30. Juni ist auch für viele Sportvereine und -verbände, die nach Art. 60 ff. des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB) organisiert sind, von besonderer Wichtigkeit. In nicht wenigen Statuten dieser Körperschaften finden sich Bestimmungen, wonach die alljährlich abzuhaltende, ordentliche Vereinsversammlung (Art. 64 ff. ZGB) in der ersten Jahreshälfte, also bis zum 30. Juni, durchzuführen seien. Im Zuge der ausserordentlichen Lag hatte die Landesregierung in Anbetracht der ausserordentlichen Lage im März angeordnet, dass Versammlungen nicht mehr durchgeführt werden dürften; darunter fielen auch die in der ersten Jahreshälfte anstehenden ordentlichen Versammlungen der Vereine und Verbände (vgl. causasportnews vom 8. März 2020).- Grundsätzlich kann festgehalten werden, dass der Bundesrat im Krisenmanagement zwar nicht alles falsch, aber auch nicht allzu vieles gut gemacht hat. Es war und ist nicht zu beanstanden, dass die Abhaltung von Versammlungen verboten wurde. Jedoch liess sich dann die Landesregierung zur Anordnung von (zusätzlichen) „Massnahmen“ hinreissen, die letztlich als rechtwidrig zu qualifizieren sind. Der Bundesrat verbot (richtigerweise) die Versammlungen, gab dann aber (fälschlicherweise) gleichzeitig vor, wie das „Problem“ zu lösen sei, und fordert u.a. Vereine und Verbände auf, ihre Versammlungen auf schriftlichem Weg oder unter Zuhilfenahme elektronischer Mittel abzuhalten. Rechtlich konform hätten die Körperschaften trotz der gängigen, statutarischen Vorschriften bezüglich Durchführung der Versammlungen (diese sind als „Ordnungsvorschriften“ zu qualifizieren), die ordentlichen, bereits terminierten Zusammenkünfte verschieben oder Versammlungen auf später im Jahr 2020 ansetzen müssen. Die unkritischen Vereinsvorstände folgten der bundesrätlichen Anordnung und führten die Versammlungen auf schriftlichem oder digitalem Weg (bereits) durch – oder werden sie in nächster Zeit noch durchführen. Nachdem ab kommender Woche auch grössere Vereinsversammlungen wieder gesetzes- und statutenkonform durchgeführt werden dürfen, ergeben sich nun teils groteske Situationen. Es werden in nächster Zeit bereits angesetzt „Vereinsversammlungen“ schriftlich oder auf elektronischem Weg durchgeführt (in den meisten Fällen lässt sich die entsprechend angerollte Organisationslawine bequemerweise nicht mehr aufhalten), obwohl auch in dieser Hinsicht Normalität eingekehrt ist. Die Autoritätsgläubigkeit in Vereinen und Verbänden gegenüber staatlichen Direktiven (die, q.e.d., nicht immer gesetzeskonform sind) und in Anbetracht der aktuellen Situation, drängt sich folgendes Fazit auf: Auch im Vereinsrecht lohnt es sich ab und zu, die Nerven zu behalten…Sowohl für bereits auf dem von der Regierung angeordneten Weg abgehaltenen Versammlungen als auch für solche, die nun ebenfalls in gleicher Weise, trotz der ab kommender Woche geltenden Lockerung durchgeführt werden, gilt: Die auf diese Weise gefassten Vereinsbeschlüsse sind nichtig, in jedem Fall anfechtbar (Art. 75 ZGB).

Das Ende der totalen, „zuschauerlosen“ Zeit naht

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(causasportnews / red. / 20. Juni 2020) Eigentlich wird niemand ernsthaft behaupten wollen, „Geisterspiele“ im Fussball seien exzessive Freudenspender. Mit den Spielen ohne Zuschauer sollte vielmehr die totale, durch das „Corona“-Virus verursachte Depression im Bespassungs-Segment „Sport“ situationsadäquat etwas eingedämmt werden. Jetzt naht jedoch das Ende der „zuschauerlosen“ Zeit – zum Beispiel in der Schweiz. Die Landesregierung hat sich dazu durchgerungen, ab kommender Woche Veranstaltungen, auch solche mit sportlichem Gehalt, bis zu 1000 Personen wieder zu gestatten; wenigstens auf Stehplätzen lässt die sich nun auch in der Schweiz geltende Abstandsregelung von 1,5 Metern problemlos praktizieren. In rund zwei Monaten kann sich dann das Veranstaltungs-Business praktisch wieder einschränkungsfrei entfalten; ab September sind auch grössere Veranstaltungen wieder durchführbar.

Wenn dann die „Corona“-Krise wieder der Vergangenheit angehören soll…

Im Moment lassen die Infektions- und insbesondere die Reproduktionszahlen eher pessimistische Zukunftsaussichten aufkommen. Und Vorkommnisse, wie um die Betriebe des Fleisch-Grossproduzenten und Präsidenten von Schalke 04, Clemens Tönnies, animieren nicht gerade zu überbordendem Optimismus. Bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in seinem Schlachtbetrieb breitet sich derzeit eine flächendeckende „Corona“-Infektion aus. Der Schalke-Präsident steht also wieder einmal in den Schlagzeilen – diesmal nicht aus Gründen im Zusammenhang mit dem Sport oder seinem Klub in Gelsenkirchen, sondern wegen seiner angeblichen Sorglosigkeit in der COVID-19-Krise. Doch auch deswegen haben Schalke-Fans ihre Stimmen gegen den Klub-Patriarchen erhoben.

Trotz aller derzeitiger Lockerungsmassnahmen und dem verkündeten Ende der ausserordentlichen Lage gemäss Epidemiengesetz mutet die derzeitig, virale Lage auch in der Schweiz nicht gerade erwartungsfroh an. Eines ist sicher: Den vom Bund im März verordneten, totalen „Lockdown“ wird es nicht mehr geben. Sollte sich die Situation um COVID-19 jedoch wieder verschlimmern, haben die Kantone prioritär über allfällige Massnahmen zu befinden – und dafür die finanziellen Konsequenzen zu tragen. Eine erneute, ausserordentlicher Lage bleibt vorbehalten.