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Die «Corona-Spiele» in Tokio in den Entscheidungsfallen

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(causasportnews / red. / 20. Juli 2021) Die Fussball-Europameisterschaft ist vor etwas mehr als einer Woche glücklich beendet bzw. bis zum Abschluss durchgezittert worden. «Corona» schwebte wie ein Damoklesschwert über der Veranstaltung, und der organisierende Kontinentalverband UEFA zwang letztlich die Austragungsorte dazu, sekundiert von Impf-Unwilligen, Querulanten und Querdenkern, die Stadien zu öffnen – zuletzt das «Wembley»-Stadion in London. Der «Corona»-Ignorant, Boris Johnson, glaubte, dank 60’000 Engländerinnen und Engländern, der Mannschaft von der Insel auf diese Weise zu Europameister-Ehren verhelfen zu können. Wie bekannt, ohne finalen Erfolg. Der nicht gerade mit intelligenter Weitsicht gesegnete Polit-Haudegen, der im Zuge seiner «Corona»-Ignoranz alle Schutz- und Vorsichtsmassnahmen auf der Insel über Bord geworfen hat(te), befindet sich derzeit wieder einmal selber in Quarantäne; seine Infektion hat er schon vor Monaten eingezogen.

Nur knapp zwei Wochen nach dem Europameisterschafts-Erfolg Italiens steht der zweite Sport-Grossanlass dieses Jahres vor der Türe: Die Olympischen Spiele in Tokio. Diese sollen ohne Zuschauerinnen und Zuschauer durchgeführt werden. «Corona» wütet allerdings unvermindert im Lande der aufgehenden Sonne und wird immer schlimmer. Trotzdem verlangt IOK-Präsident Thomas Bach nun Spiele mit Publikum. Ohne Zuschauerinnen und Zuschauer sind Sportanlässe weniger lustig als jedes Begräbnis. Es könnte jedoch durchaus sein, dass die höflichen Japaner zuletzt vor der Geldmaschinerie IOK und den geldgierigen Funktionären einknicken werden, denn «Tokio» muss stattfinden! Das wäre ihnen teils wohl auch willkommen, denn wegen der Publikums-Sperre gehen ihnen gewaltige Zuschauer-Einnahmen verloren. Nach Tokio werden, Stand heute, lediglich 100’000 Sportlerinnen und Sportler, Funktionäre und Medienschaffende reisen. Wegen «Corona» verkommen die Sommerspiele zu einer Einheit der Gegensätze. Thomas Bach möchte aus finanziellen Gründen Publikum in den Sportstätten; Premier-Minister Yoshihide Suga will aus politischen Gründen die Spiele durchführen, steht aber unter dem Druck seines (Wahl-)Volkes, das den Grossanlass aus Angst vor «Corona» am liebsten gar nicht möchte; gleichzeitig ist er ein Opfer seiner Prestige-Gehabe: Wie würde Japan dastehen, wenn die Spiele nicht stattfinden und in einem halben Jahr im Lande des Rivalen China die Olympischen Winterspiele eröffnet werden! Eine verzwickte Situation also, bestückt mit diversen Entscheidungsfallen, vor allem für die bemitleidenswerten Japaner, die kaum mehr anders können, als wohl zu guter Letzt auch noch die Sportstätten für das Publikum zu öffnen. Darauf, dass die Gross-Veranstaltung am Wochenende nicht beginnen wird, wettet niemand (mehr) einen Rappen. Schliesslich soll Japan mit den Spielen auch Stärke demonstrieren und die Nation das Fukushima-Trauma überwinden; exakt von dort aus wurde das Olympische Feuer nach Tokio getragen – das sagt alles. Ob der interdisziplinäre Anlass zum stets beschworenen, grandiosen Sportfest 2021 für die Menschheit auf diesem Globus werden wird, dürfte sich bald weisen. Wahrscheinlicher ist, dass die im letzten Jahr um ein Jahr verschobenen Sommerspiele als «Corona-Spiele», die aus verschiedenen Gründen durchgezwängt werden müssen, in die Sport-Geschichte eingehen werden. Libido, gepaart mit Kalkül, statt Ratio, könnte die allgemeine Lage kurz vor Beginn des Grossanlasses zusammengefasst werden.

Olympische Spiele in Tokio ohne Sun Yang

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(causasportnews / red. / 8. Juli 2021) Jetzt scheint es klar zu sein, dass die Olympischen Sommerspiele vom 23. Juli bis zum 8. August 2021 mehr oder weniger programmgemäss und weitgehend mit den selektionierten Athletinnen und Athleten durchgeführt werden, jedoch, wie soeben bekannt geworden ist, ohne Publikum! Die japanische Regierung und das Internationale Olympische Komitee (IOK) sind übereingekommen, in Anbetracht der sich verschärfenden «Corona»-Situation, diese drastische Massnahme zu beschliessen. Erstmals in der Geschichte der modernen Spiele werden diese also ohne Zuschauerinnen und Zuschauer vor Ort stattfinden. Damit bewahrheitet sich das Bonmot, dass grosse Sportveranstaltungen durchaus auch ohne Publikum vor Ort durchführbar sind – Hauptsache, die Wettkämpfe können medial verwertet werden. Was die Teilnehmerinnen und Teilnehmer anbelangt, sind mit Blick auf die Teilnehmenden die meisten Unsicherheiten beseitigt. Sicher ist etwa auch, dass der chinesische Top-Schwimmer, Sun Yang, in Tokio nicht dabei sein wird. Der 29jährige Athlet, der stets als ein Garant für Titel und Medaillen gilt, aber über eine schillernde Vita verfügt, ist vom Internationalen Sport-Schiedsgericht (TAS, Tribunal Arbitral du Sport) in Lausanne mit einer Doping-Sperre von vier Jahren und drei Monaten belegt worden. 2020 wurde der Ausnahmekönner vom TAS sogar für acht Jahre gesperrt. Weil der vorsitzende TAS-Richter befangen war, wurde die Schiedsgerichts-Entscheidung vom Schweizerischen Bundesgericht aufgehoben und die Sache zur Neubeurteilung an das TAS zurückgeschickt (causasportnews vom 30. Dezember 2020). Dieses hat nun neu entschieden und das Strafmass massiv reduziert, was bereits zu Kritiken, vor allem aus Athletenkreisen, geführt hat. In dieser «Causa» dürfte das letzte Wort noch nicht gesprochen sein. Sicher ist jedoch, dass Sun Yang die Spiele in Tokio nun im besten Fall am Bildschirm zu Hause in China mitverfolgen kann.

Olympia 2021 auf der Kippe

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(causasportnews / red. / 19. Mai 2021) Der Termin für den Beginn der geplanten Olympischen Spiele vom 23. Juli bis zum 8. August in Tokio rückt näher und näher. Ebenso wächst der Widerstand gegen den grössten Sportanlass der Welt in diesem Jahr im ganzen Land. Obwohl die Wettkämpfe ohne ausländische Gäste ausgetragen werden sollen, beginnt das Volk immer mehr zu rebellieren. Auch Vereinigungen, welche nicht einfach ignoriert werden können, verlangen nun eine Absage des Anlasses, wie jetzt der einflussreiche Ärzteverband in Tokio. In Japan präsentieren sich die Auswirkungen des «Corona»-Virus dramatisch, obwohl der japanischen Bevölkerung durchwegs Disziplin attestiert werden kann, auch wenn es um die Bekämpfung des Virus geht. Jedoch haben hohe Fallzahlen, laue Impferfolge und überbelegte Spitäler dazu geführt, dass eine Absage des Anlasses immer mehr befürwortet wird. Immer mehr Politikerinnen und vor allem Politiker distanzieren sich von den Spielen im Land der aufgehenden Sonne. Ob die Wettkämpfe, deren Durchführung im Moment auf der Kippe steht, letztlich durchgedrückt werden oder nicht, wird letztlich von der Politik abhängen; der Einfluss des Internationalen Olympischen Komitees (IOK) wird letztlich kaum ausschlaggebend sein. Wenn sich die Politik vollends auf die Seite des fordernden Volkes geschlagen haben wird, sind die Spiele nicht mehr zu halten. Dass das geschehen könnte, ist nicht unwahrscheinlich. In Japan gilt die Polit-Kaste als noch windiger als etwa in Europa. Wer in Japan wiedergewählt werden will, unterschätze die Macht des Volkes nicht! Und sich gegen die Meinung des Volkes zu stellen, bedeutet politischer Selbstmord.

Apropos Politik: Derzeit machen Äusserungen des Unternehmers Dr. Markus Elsässer zur aktuellen, politischen Lage die Runde. In knapp zwei Minuten erklärt er, wie es sich heute mit dem Mittelmass in der Politik und mit dem angefeindeten Unternehmertum verhält. Neben der Politik bekommen auch die Medien als willfährige Multiplikatoren einer desolaten Politik ihr Fett ab, weshalb das Statement des 65jährigen Düsseldorfers medial geflissentlich ignoriert wird. Was hier knapp und knackig gesagt wird, eben so, wie es ist, vermag das Spannungsfeld zwischen Politik und Sport in Japan im Zeitalter von «Corona» mit Blick auf die vorgesehen Olympischen Spiele aufzeigen.

Olympia im Allgemeinen, und nicht nur die Frage bezüglich der Durchführung oder Nicht-Durchführung der Spiele im Sommer, gerät auch allgemein immer mehr in eine Negativ-Spirale. Bezüglich der mehr als zum Modewort gewordenen «Nachhaltigkeit» jagen sich auch mit Blick auf die grassierende Pandemie Einschätzungen, Analysen und Studien. Dabei geht es um weit mehr als um die Sinnfrage, etwa, wie es zu rechtfertigen ist, dass für einen Event von gut zwei Wochen hunderttausende von Menschen um den Globus herumfliegen. «Corona» befeuert vor allem derartige Fragestellungen, ist es doch evident, dass die Mobilität der Massen Pandemien, wie die jetzige, massiv begünstig (was derzeit aber vor allem etwa in Deutschland ignoriert wird, geht es doch jetzt dann um die Themen «Urlaub» und «Reisen» rund um die Welt; diesbezüglich verstehen die Deutschen keinen Spass! Jeder Politiker wird sich hüten, dieses Thema kritisch einzuschätzen). Bezüglich Nachhaltigkeit schneidet Olympia grundsätzlich schlecht ab. Untersuchungen an der Universität in Lausanne haben ergeben, dass die derzeitige Art, Grossveranstaltungen zu vergeben, zu planen und auszurichten systematisch zu negativen Folgen für Städte und deren Bewohnende führen, heisst es in der Studie, in der ökonomische, ökologische und soziale Faktoren gewichtet wurden. Aus dieser Sicht der Nachhaltigkeit wäre die Absage der Spiele in Tokio kein Schaden – wohl insbesondere für das IOK in wirtschaftlicher Hinsicht natürlich schon.

UEFA und (Sport-)Politik im Clinch

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(causasportnews / red. / 30. April 2021) Es mutete alles ein wenig eigenartig an, als der Europäische Fussballverband UEFA vor ein paar Tagen verkündete, die «Allianz»-Arena in München sei als Austragungsort für die am 11. Juni 2021 beginnende Fussball-Europameisterschaft 2021 genehm. Dieses Statement war wenig erstaunlich; auf Erstaunen stiess hingegen die angeblich getroffene Einigung zwischen den Münchner Verantwortlichen und der UEFA mit dem Inhalt, die Standortbestätigung für München seitens des Kontinentalverbandes sei nur deswegen erfolgt, weil der Deutsche Fussball-Bund (DFB) in Absprache mit den politischen Behörden in Deutschland eine Zuschauer-Zusage für mindestens 14’500 Zuschauer/innen abgegeben habe (vgl. auch causasportnews vom 25. April 2021). Nun widerspricht die Politik heftig, und das unbefangene Publikum fragt sich, was nun effektiv bezüglich der in der «Allianz»-Arena zugelassenen Zuschauer vereinbart worden ist – oder eben nicht.

Die Situation und die Umstände ähneln den derzeitigen Gesprächen bezüglich eines (angedachten) Rahmenabkommens der Schweiz mit der Europäischen Union. Hier weiss wohl niemand, was tatsächlich in den letzten Jahren besprochen, abgemacht oder vereinbart worden sein soll. Fazit: Schuld ist immer die andere Partei. Wahrscheinlich wurden in diesem Komplex noch nie soviele Mentalreservationen (was soviel wie Scheinerklärungen bedeutet) abgegeben wie in der «Causa Schweiz-EU» bezüglich des vieldiskutierten Abkommens, das einem Potemkinschen Dorf ähnelt und wohl nie abgeschlossen werden wird. Glücklicherweise spricht in der Schweiz nun alles vom «Plan B», wohlwissend, dass das Alphabet schliesslich noch ein paar weitere Buchstaben übrig lässt. Das wundert alles nicht sonderlich, sprechen hier doch Politiker mit Politikern; und das geht selten gut aus, zumal auf der Seite der EU nun sogar EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in die «Verhandlungen», oder wie man diesen Vorgang auch immer nennen soll, eingegriffen hat. Diese hat sich wohl noch nicht vom Schock erholt, dass sie von Recep Tayyip Erdogan bei ihrem Türkei-Besuch geschlechterverachtend auf’s Sofa geschickt worden ist. Nach vielen Tagen des Reflektierens hat die hölzern auftretende Politikerin mit medizinischem Tiefgang wenigstens die Sprache wieder gefunden und sich wohl zwischenzeitlich an Loriots Sofa-Szenen erinnert. Vielleicht war es aber nur eine Spät-Reaktion nach der Klatsche des türkischen Präsidenten, gegen die es nur ein probates Mittel gegeben hätte: Aufstehen und den Raum unter Protest verlassen – und sich nicht Tage später medial über das erlittene Unrecht beklagen.

In der Sache des Euro-Austragungsortes sind zwar formell auf der Seite des Fussballs keine Politiker involviert, aber immerhin Fussball-Funktionäre, denen gemeinhin Geist und Gehabe von Politikerinnen und Politikern nachgesagt wird. Wie dem auch sei. Allerdings ist nun eher davon auszugehen und auch glaubhafter, dass Deutschland bezüglich der Anzahl Zuschauer, die gemäss Wunsch der UEFA in der «Allianz»-Arena Platz nehmen sollen, über den DFB gegenüber der UEFA diesbezüglich keine verbindlichen Zusagen gemacht hat. Der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter sieht die Lage jedenfalls anders als der wichtigste Verband Europas: «Ich freue mich, dass die UEFA eingesehen hat, dass München auch ohne Zuschauergarantien ein attraktiver Standort ist», sagte er im Nachgang zur Erklärung des Kontinentalverbandes. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel beteuert, dass es keine Garantien in dieser Hinsicht gegeben habe. Das wirkt alles nachvollziehbar. Zumindest glaubhafter als die Verlautbarungen aus der UEFA-Zentrale in Nyon am Genfersee. Wahrscheinlich dürfte die Variante bezüglich des Austragungsortes München sein, dass sich die UEFA eine Europameisterschaft ohne die «Allianz»-Arena und die Weltmeister von 2014 schlicht nicht leisten kann. Deutschland ist eine Grossmacht im Fussball. So wurde dann seitens der UEFA die vermeintliche «Zusicherung» ins Feld geführt. Hierfür war wohl einfach der Wunsch der Vater des Gedankens. Und ein wichtiger Grundsatz in der (Sport-)Politik lautet: Kein Gesichtsverlust!

Fussball-EM-Spielorte: Da waren’s nur noch zehn…

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(causasportnews / red. / 25. April 2021) Selbstbewusst und fordernd hat UEFA-Präsident Aleksander Ceferin gedroht, dass als Austragungsorte für die am 11. Juni 2021 beginnende Fussball-Europameisterschaft nur Städte in Frage kämen, in denen zu den Spielen auch Zuschauer zugelassen seien (vgl. auch causasportnews vom 17. April 2021). Diesbezüglich sind nun vom Europäischen Kontinentalverband die letzten Entscheidungen bezüglich der Austragungsorte gefällt worden. Dublin und Bilbao fallen definitiv weg; sie konnten offensichtlich die im Zuge von «Corona» von der UEFA geforderten Zuschauergarantien nicht ausreichend erfüllen. Da waren es also nur noch zehn (Austragungsorte).

Besonders erstaunt nach dieser finalen Flurbereinigung der Austragungsstätten ist, dass München offensichtlich für die UEFA genügende Publikums-Zusicherungen für die «Allianz»-Arena abgeben konnte. In Deutschland wird das öffentliche Leben derzeit zufolge der sich verschlimmernden Pandemielage zwar ziemlich rigoros heruntergefahren. Aber es ist den Verantwortlichen des  Deutschen Fussball-Bundes (DFB) offenbar gelungen, die UEFA zu überzeugen, dass sich pro Spiel immerhin 14’500 Personen im Stadion aufhalten dürfen. Da hat aktuell vorab die Politik vor den Forderungen aus dem Sport und der Wirtschaft kapituliert. Auch wenn diese «Zuschauergarantie» für München juristisch hieb- und stichfest sein sollte (was nicht ganz eindeutig zu sein scheint, da die UEFA lediglich von «realistischen» Szenarien gesprochen hat), müsste wohl bei Verschlimmerung der Pandemie-Lage damit gerechnet werden, dass in der «Allianz»-Arena auch «Geisterspiele» ausgetragen werden müssten. Wie heisst es jeweils auch so schön in der Sport-Politik: «Neue Lage, neue Lagebeurteilung».

Während die Rahmenbedingungen mit Blick auf das kontinentale Fussball-Ereignis des Jahres nun einigermassen klar scheinen, wird der andere Grossanlass im fernen Japan im zweiten «Corona»-Jahr zur Zitterpartie. Tokio erlebt derzeit eine vierte «Corona»-Welle mit massiv steigenden Fallzahlen. Es mehren sich aus allen Lagern die Forderungen, die Olympischen Sommerspiele in der japanischen Metropole gänzlich abzusagen. In jedem Fall sind zu diesem Grossevent keine ausländischen Zuschauerinnen und Zuschauer zugelassen.

Ohne Fans keine Europameisterschaftsspiele?

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(causasportnews / red. / 17. April 2021) Der europäische Fussballverband (UEFA) verlangt von den Austragungsorten Zusicherungen, dass die Spiele der Fussball-Europameisterschaft 2021 mit (etwas mehr oder weniger) Publikum, und nicht nur als «Geisterspiele», ausgetragen werden (causasportnews vom 15. April 2021). Acht der zwölf betroffenen Städte haben dem Verband diese Zusicherungen bereits vor ein paar Tagen abgegeben und haben in der Folge die Zulassungsbestätigungen erhalten. Nun hat die UEFA auch Rom als Gastgeberstadt zugelassen. In der italienischen Metropole soll am 11. Juni das Eröffnungsspiel zwischen Italien und der Türkei angepfiffen werden; mindestens ein Viertel der Plätze im Stadio Olimpico sollen den Fans zur Verfügung stehen; falls es die Lage («Corona») dann erlaubt, soll die Zuschauer-Auslastung auch mehr als 25% betragen. Demnächst wird die UEFA im Weiteren darüber befinden, ob Bilbao, Dublin und München als Austragungsorte bestätigt werden können. Delikat ist die Ausgangslage in München. Der Deutsche Fussball-Bund (DFB) befasst sich im Moment mit drei Austragungsszenarien. Entweder sollen die Europameisterschaftsspiele in der «Allianz-Arena» als «Geisterspiele» über den Rasen gehen, oder das Stadion wäre mit 20 oder 40 Prozent an Zuschauerinnen und Zuschauern zu belegen. Aufgrund der dramatischen Entwicklungen auch in Deutschland scheint die Variante mit einer Stadion-Zuschauerauslastung von 40 Prozent unrealistisch zu sein. Werden lediglich «Geisterspiele» ins Auge gefasst, könnte München jedoch den Austragungsstatus verlieren. Der DFB wird sich wohl entscheiden müssen, weiterhin strikte die Seuchenbekämpfung zu favorisieren und diese konsequente Linie nicht den Bedürfnissen von Sport und Business zu opfern. Derweil reibt man sich vor allem in München die Augen, dass die Schweiz trotz katastrophaler «Corona»-Entwicklungen Lockerungen der in den letzten Monaten verordneten Massnahmen an allen Fronten vorantreibt. Das zementiert wieder einmal das Vorurteil gegenüber der Schweiz, dass das Wirtschaftliche gegenüber dem Wohlbefinden der Bevölkerung prävaliere. Teils hämisch wird kommentiert, dass die UEFA mit Sitz in der Schweiz die Augen vor den Auswirkungen der Pandemie nicht überraschend verschliesse und die Warnungen von medizinischer Seite mehr oder weniger ignoriere. Letztlich des schnöden Mammons willen…

Sport stärker als Politik

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(causasportnews / red. / 15. April 2021) In zwei Monaten wird die um ein Jahr verschobene Fussball-Europameisterschaft zum Teil bereits Geschichte sein (das Turnier beginnt am 11. Juni und endet am 11. Juli), und trotz der verschlechterten Pandemie-Lage in Europa nimmt das Projekt nun im Vorfeld Fahrt auf. Insbesondere in einem Punkt hat der organisierende Verband (UEFA) einen wichtigen Durchbruch erzielt. Vor rund drei Wochen stellte der Verbandspräsident des Europäischen Verbandes, der Slowene Aleksander Ceferin, ultimativ in den Raum, dass das Turnier nur an denjenigen Standorten stattfinden werde, an denen auch Zuschauer zugelassen würden (vgl. auch causasportnews vom 24. März 2021). «Corona» hin oder her. Die Drohung aus der UEFA-Zentrale hat gewirkt, denn der Verband konnte melden, dass an acht von zwölf Austragungsorten Zuschauende zugelassen werden. Die entsprechenden Staaten haben hierzu die vom privaten schweizer Verein UEFA aufgenötigten Zustimmungen erteilt. Männiglich reibt sich nun die Augen: Sport und Wirtschaft werden also gegenüber der Pandemiebekämpfung prioritär behandelt? So scheint es; zumindest hat sich der Sport (verbunden mit der Wirtschaft) auch in diesem Fall klar durchgesetzt. Schliesslich rechnen derzeit auch in der Schweiz die Arbeitgeber vor, wieviele «Corona»-Infektionen pro Tag (nämlich 30’000) tragbar seien, um die Wirtschaft nicht weiter zu gefährden. Dass sich Wirtschaftsführer durchwegs und auch ausserhalb von Krisen nicht gerade mit grosser Empathie bekleckern, beweisen sie aktuell krass. Dass aber Sportfunktionäre die wirtschaftlichen Interessen unverhohlen über die Gesundheit und das Wohlergehen der Menschen stellen, verwundert zumindest auf den ersten Blick. Auf den zweiten Blick allerdings weniger. Die Durchführung einer Fussball-Europameisterschaft um jeden Preis bedeutet letztlich insbesondere, dass die Sport-Geldmaschinerie wie vor dem viralen Impakt auf Staat und Gesellschaft am Laufen gehalten werden soll. Das ist auch bitter nötig, wenn die bereits bekannt gewordenen Jahresabschlüsse 2020 der Verbände betrachtet werden. Es zeigt sich vor allem, dass der organisierte Sport ohne Zuschauer/innen weit weniger abwirft als zu Beginn der Pandemie vermutet; diesbezüglich lautete die Devise aufgrund der «Geisterspiel»-Diskussion: Für die Ertragslage des organisierten Sportes ist es vor allem entscheidend, dass TV-Übertragungen sowie die Sport-Berichterstattung über digitale Kanäle garantiert sind. Einmal mehr sei’s gesagt: Ein Fussballspiel ohne Zuschauer vor Ort ist nur ein Spiel – und kein Event, das Geld ohne Ende abwirft.

Deshalb kann das Ultimatum der UEFA bis zu einem gewissen Grad nachvollzogen werden. Welche Sportverbände nehmen schon – trotz Pandemie – gerne wirtschaftliche Einbussen in Kauf? Noch nicht weichgeklopft sind mit Blick auf die Europameisterschaft Irland (Dublin), Italien (Rom), Spanien (Bilbao) und Deutschland (München). Vor allem in Deutschland dürfte die Problemlösung zu einem nicht zu unterschätzenden Politikum werden. Schliesslich stehen im Herbst Bundestagswahlen an – und die Parteien dürften sich vor der zentralen Frage schaudern: Was bringt mehr Wählerstimmen? Für den Sport oder das gesundheitliche Wohlergehen der Menschen einzustehen? Letztlich wird sich auch bei dieser Frage der Sport durchsetzen. Geht es um diesen, erträgt es bekanntlich keinen Spass. Und Humor bedeutet nicht nur in Deutschland, wenn man trotzdem lacht.

Der Zuschauer-«Wert» mit Blick auf die Fussball-Euro und Olympia

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(causasportnews / red. / 24. März 2021) Erst machte UEFA-Präsident Aleksander Ceferin Dampf (der Zürcher «Tages-Anzeiger» sprach unverholen von «Erpressung»), dann liess sich die Regierung Japans vernehmen – beide Male ging es um Zuschauer/innen, und beide Mal um die beiden grössten und wichtigsten Sport-Veranstaltungen dieses Jahres: Die Fussball-Europameisterschaft im Sommer (11. Juni bis 11. Juli) an zwölf Standorten quer durch Europa sowie die Olympischen Sommerspiele gleich danach (23. Juli bis 8. August) in der japanischen Metropole Tokio. Mit Blick auf beide Veranstaltungen stehen, wegen «COVID 19», zuzüglich derzeit grassierende Mutationen, die Zuschauer/innen im Zentrum des Interesses. Unterschiedlich bezüglich beider Veranstaltungen ist nur das derzeitige, kommunikative Handling der Organisatoren und Schirmherren. Auf der einen Seite steht an der Spitze des Europäischen Fussballverbandes der nicht gerade für eine gewählte Kommunikation bekannte 53jährige Verbands-Präsident aus Slowenien; auf der anderen Seite beweisen die disziplinierten und höflichen Asiaten, dass sie auch in Krisensituationen die Contenance nicht so rasch verlieren. Auch wenn es um die Zuschauer/innen geht, die zwar in «Corona»-Zeiten im Rahmen von Sportveranstaltungen weltweit ein Problem darstellen, jedoch vor allem auch einen pekuniären Wert verkörpern, was den führenden Sportverbänden und -organisationen allmählich bewusst wird. Aleksander Ceferin möchte (deshalb) an der Europameisterschaft Zuschauer/innen in den Stadien haben und setzt die Verantwortlichen der Austragungsorte mehr oder weniger stark unter Druck, bzw. «erpresst» sie, wie nicht nur der «Tages-Anzeiger» kommentiert. Selbstverständlich wird sich weder das «Corona»-Virus noch die zuständigen Regierungen dem pekuniären Diktat der der Wirklichkeit entrückten Fussball-Funktionäre beugen. Der Fussball und das Fussball-Geschäft müssen wohl anders gerettet werden.

Weit gesitteter und vernünftig sind die Töne, welche aus Japan und seitens des Internationalen Olympischen Komitees (IOK) in der «Causa Zuschauer/innen) zu vernehmen sind. Die Sommerspiele werden ohne ausländisches Publikum stattfinden, hiess es aus Japan und Lausanne, dem Sitz des IOK. Sicherheit für alle sei das oberste Gebot nach der vorgenommenen Lagebeurteilung, wurden die Olympia-Verantwortlichen zitiert. Je nach Entwicklung der Pandemie würden wohl auch die Olympischen Wettkämpfe als «Geisterspiele» ausgetragen. Mit seiner «Forderung» bezüglich der Zuschauersituation rund um die Fussball-Europameisterschaft hat der UEFA-Präsident nicht nur zu einem unklugen, stillosen und offensichtlich verzweifelten Rundumschlag angesetzt, sondern sich bereits weitgehend selber unter (unnötigen) Druck gesetzt. Falls zufolge der Pandemie keine Zuschauer/innen die Europameisterschafts-Spiele verfolgen können, gibt der Mann aus Slowenien an der Spitze der UEFA wohl nur noch eine Karikatur ab.

Impf-Diplomatie des IOK brüskiert Japan

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(causasportnewes / red. / 14. März 2021) In rund vier Monaten sollen die 2020 um ein Jahr verschobenen Sommerspiele in Tokio beginnen (vom 23. Juli bis zum 8. August), doch ist im Moment immer noch unklar und unsicher, ob der polysportive Grossanlass in der japanischen Metropole überhaupt stattfinden wird. Könnte Japan über die Durchführung befinden, würden die Spiele wohl abgesagt. Allerdings entscheidet nicht Japan, sondern letztlich das Internationale Olympische Komitee (IOK), das den grössten Sportanlass der Welt aus wirtschaftlichen Gründen wohl durchsetzen wird. Auch wenn IOK-Präsident Thomas Bach im Zuge der Verschiebung der Spiele in Tokio im letzten Jahr erklärt hat, dass es in Tokio keine Sport-Wettkämpfe ohne Publikum geben würde. Doch was kümmert den IOK-Präsidenten, frei nach Konrad Adenauer, heute das Geschwätz von gestern? Gemeint war ja eh, dass es nicht verboten sei, klüger zu werden… Vor allem dürften Thomas Bach und seine meist greisen IOK-Mitglieder realisiert haben, dass auch das IOK ohne Spiele wirtschaftlich wohl mehr als schwierigen Zeiten entgegenblicken würde. Im Zeitalter der (neuen) Medien und der fortgeschrittenen Digitalisierung lassen sich, wie Beispiele zuhauf zeigen, Sportveranstaltungen locker auch ohne Zuschauende durchführen. Mehr noch: Ohne Publikum wird alles viel einfacher und kostengünstiger, auch wenn der Olympische Sport nicht gerade ein akutes, kosten-intensives Hooligan-Problem aufweist. Wegen «Corona» sind mit Blick auf den Beginn der Spiele am 23. Juli 2021 allerdings noch ein paar Klippen zu meistern. Schliesslich müssen Sporttreibende, Funktionäre und Medienschaffende aus aller Welt nach Asien gekarrt werden. Dem Thema «Impfung» kommt dabei zentrale Bedeutung zu. Auch diesbezüglich hat der ehemalige Fechter aus dem putzigen Tauberbischofsheim in Baden-Württemberg, und Jurist Thomas Bach vorgesorgt. Dank ausgeklügelter Impf-Diplomatie ist es dem IOK-Präsidenten gelungen, das Olympische Komitee Chinas dazu zu bewegen, den Impfstoff für die Teilnehmer/innen an den Spielen in Tokio anzubieten. Die Chinesen haben dieser Problemlösung wohl mit Freude zugestimmt; sie liefern schliesslich aus Philanthropismus auch Impfstoff in alle Welt, vor allem in ärmere Länder, die es den scheinbaren Verursachern der Pandemie alles damit zusammenhängende Negative nachsehen werden. Der nicht gerade als überaus empathisch einzuschätzende IOK-Präsident hat mit diesem Durchschlag des gordischen «Corona»-Knotens die Keule des klassischen Sport-Funktionärs geschwungen. Das «freundliche» Angebot aus China, wie der Deal nun dargestellt wird, zeigt für den 67jährigen Deutschen die «Kraft der olympischen Familie». «Familie» verfängt immer, so wie etwa Kinder- und Tiersendungen im Fernsehen. Man hilft sich, mag sich und impft sich gegenseitig. Die IOK-Spitze kungelt also ausgerechnet mit dem Land, das für die Pandemie verantwortlich zu sein scheint. Es ist ein wenig so wie mit dem Pyromanen, der nach der Entfachung der Feuersbrunst als Feuerwehrmann die gelegten Brände zu bekämpfen hilft. Weil IOK-Präsident Thomas Bach eben ein Funktionär alter Schule ist und den Zeitgeist längst ausgeblendet hat, brüskiert er auf diese Weise die an sich höflichen, disziplinierten Japaner. Dass sich diese und die Chinesen nicht wahnsinnig mögen, ist ein nicht erst seit gestern bekanntes Faktum. Die Japaner gelten jedoch eben als höfliche Zeitgenossen und werden diese Schmach wohl schlucken wie die berühmte Kröte. Was bedeutet, dass die Spiele wohl durchgeführt und die Teilnehmenden mit chinesischem Impfstoff immunisiert werden. Es wäre ja auch gelacht, wenn die Spiele von Tokio nur wegen der Pandemie abgesagt würden und China ein halbes Jahr später im eigenen Land (zweifellos) die Olympischen Winterspiele mit Pauken und Trompeten austragen würde. Das verstehen die Japaner sehr wohl und lassen sich deshalb auf diese Weise vom IOK verzwergen.

Hauptsache Geld

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(causasportnews / red. / 18. Februar 2021) Was wäre der Weltfussballverband FIFA ohne die alle vier Jahre stattfindende Weltmeisterschaftsendrunde der Männer? Was der Europäische Fussballverband UEFA ohne die Goldesel Champions League und Europa League? Es wären wohl zwei einfache Vereine, die in bescheidenen Mietobjekten hausen müssten, und nicht so, wie die FIFA im eigenen Fussball-Tempel am Zürcher Sonnenberg und die UEFA in einem Glaspalast in Nyon an bester Lage am Genfersee.

Deshalb wird im Moment unter dem Einfluss von COVID-19 und allen Mutationen alles getan, um in Europa die Geldmaschinen «Champions League» und «Euro League» am Leben zu erhalten. Die umfassend-globalen Fussballer verfügen über ein wenig mehr Zeit, bis die nächste WM-Endrunde im kommenden Winter in Katar über die Bühne bzw. den Kunstrasen gehen soll. Das führt im Zeitalter von «Corona» auch zu Absurditäten, welche im Moment zwar weitgehend goutiert werden, aber mittel- und langfristig zum Bumerang werden könnten. Das Motto «Hauptsache Geld» ist durchaus geeignet, das so gehandhabte «Produkt Fussball» künftig zu entwerten. Aber wer schaut im organisierten Fussball schon in die Zukunft, wenn mit dem aktuell vorhandenen Geld möglichst schöne Begleitklänge zur biederen Fussballkost ertönen sollen? Ohne den europäischen Fussball marschieren die Klubs, die kontinental mitspielen dürfen, innert kürzester Zeit am Bettelstab. Immerhin hat der FC Liverpool für den Gewinn der letzten Champions League von der UEFA mehr als 100 Millionen Euro kassiert.

Glücklicherweise findet der Fussball derzeit weitgehend ohne Zuschauer statt. Und da «Corona» zwar pandemische Ausmasse angenommen hat, jedoch national bekämpft wird, bzw. bekämpft werden sollte, kommt den internationalen Wettbewerben der UEFA das nationale Krisen-Element entgegen. Die UEFA zwingt ihre Klubs, die Heimspiele, je nach allgemeiner Pandemie-Lage, auch fernab von zu Hause auszutragen. Dabei müssen unter Umständen tausende von Kilometern geflogen werden. Liverpool reist nach Budapest statt nach Leipzig, Benfica Lissabon spielt gegen Arsenal London in Rom, und Molde aus Norwegen trägt sein Heimspiel gegen Hoffenheim in Villarreal aus. Fussball-Internationalität pur also mit nationalen Eigenheiten bei unterschiedlichen «Corona»-Lagen in den verschiedenen Ländern. Das funktioniert alles bestens, solange die Zuschauer vom Spielbetrieb ausgeschlossen bleiben. Wo gespielt wird, ist egal. Hauptsache, die TV-Übertragungen können stattfinden. Der Ausschluss der oft problematischen Zuschauer, insbesondere der «Hooligans», hat auch Vorteile und drückt die gewaltigen Kosten für die Sicherheit in den Stadien und drum herum. Da wird die rasante Mobilität, die es an sich bei der Bekämpfung von «Corona» einzudämmen gilt, schnell einmal zur erlaubten Ausnahme – welche eben die berühmte Regel bestätigt. Die Devise: «Ja nicht reisen!», gilt im Spitzensport selbstverständlich nicht. Der Fussball darf sich schon ein wenig eines Sonderstatus’ erfreuen. Die vor kurzem von Fussball-Funktionären geforderte Sonderbehandlung von Fussballspielern bei den «Corona»-Schutzimpfungen löste allerdings einen Sturm der Empörung aus. Die Impfung kam für den Spieler des FC Bayern München, Thomas Müller, eh zu spät. In Katar fing das Münchner Sportidol vor dem Final zur Klub-Weltmeisterschaft die Infektion ein; wenigstens beim individuellen Rücktransport im Privatflieger funktionierte die Sonderbehandlung des Sportes dann glücklicherweise wieder (vgl. auch causasportnews vom 15. Februar 2021).

Nach heutiger Einschätzung steht der Austragung der Europameisterschaft an elf oder zwölf Standorten in Europa im Juni/Juli nichts mehr im Wege. Die Ausschliessung des «Stör- und Belastungsfaktors Zuschauer» erleichtert vieles. Die Erträge aus einer Europameisterschaft sind für die UEFA (und ihre Klubs) geradezu so wichtig wie die Impfung gegen das Virus, mit der man die Pandemie glaubt total bekämpfen zu können. Schön wäre es – nicht nur für den Sport, der dann allerdings der Sonderbehandlung verlustig gehen würde.