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Die Olympische Flamme in Tokio ist erloschen

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(causasportnews / red. / 9. August 2021) «Hoffnung, Solidarität und Frieden» beschwor IOK-Präsident Dr. Thomas Bach die Welt zum Ende der Olympischen Sommerspiele in Tokio. Nichts davon, dass das die «besten Spiele waren, welche die Welt je gesehen hat» oder ähnliche Floskeln gab der oberste Olympische Schirmherr im praktisch leeren Nationalstadion in der japanischen Metropole anlässlich der Schlussfeier von sich. Bei der Zeremonie nach mehr als zwei Wochen Sport am laufenden Band atmeten die in Tokio Anwesenden und die ganze (Sport-)Welt auf: Glücklicherweise sind die Spiele nun zu Ende; ein Sportfest der Weltjugend sieht eben wohl anders aus, als das, was in Japan ablief. Die «Blase», in welcher der Gross-Anlass stattfand, hielt zwar bis zum Schluss: Aber die Olympischen Spiele 2021 wurden erfolgreich durchgezittert – dank Politik (in Japan) und Sport-Politik (seitens des IOK). Wegen «Corona» wird diese Veranstaltung, auch «Corona»-Spiele genannt, zufolge des Publikums-Ausschlusses wohl als einer der denkwürdigsten Gross-Anlässe in die Sportgeschichte eingehen. Es waren zweifellos etliche herausragende, Leistungen der Athletinnen zu verzeichnen, doch absolute, sportliche Höhepunkt prägten diesen Anlass nicht. Dafür wird anderes nachhaltig in Erinnerung bleiben, so die vereitelte Entführung der weissrussischen Athletin Kristina Timanowskaja, die den Häschern des Diktators Alexander Lukaschenko durch die Flucht nach Polen entkam. Kaum vergessen werden dürfte auch das Polit-Statement der schwarzen Amerikanerin Raven Saunders auf dem Podest. Die Manifestation gegen jede Form von Unterdrückung auf dieser Welt brachte das IOK, das seine apolitische Grundhaltung immer wieder, meist unglaubwürdig, zu unterstreichen versucht, in Nöte. Weniger Aufmerksamkeit erregte hingegen die Olympia-Mannschaft Russlands, die wegen des Russland-Ausschlusses von den Spielen als Mannschaft «Russisches Olympisches Komitee» (ROK) in Japan dabei war; auch (Sport-)Politik macht eben erfinderisch. Umgehungs-Tatbestände kennt offensichtlich auch der organisierte Welt-Sport.

Kaum vergessen wird die Welt das Drama um die moderne Fünfkämpferin Annika Schleu (Deutschland). Nicht einmal die vom IOK gesteuerte Television konnte verhindern, dass rund um den Erdball ein Reit-Drama schockierte: Auf Goldmedaillen-Kurs malträtierte die 31jährige Deutsche das ihr für den Parcours zugeloste, bockende Pferd «Saint Boy» unter Tränen derart, dass sich der Medaillen-Traum der Fünfkämpferin im Nu auflöste. Die unsensible Reiterin schlug das Pferd, das einfach nicht wollte, brutal und wurde von der Bundestrainerin Kim Raisner («hau mal richtig drauf») noch «scharf» gemacht; die Trainerin versetzte der bemitleidenswerten Kreatur zusätzlich einen Faust-Hieb. Es wird sich weisen, ob dieser Vorfall in der Endphase von Olympia 2021 das Ende dieser tierquälerischen Sportart einleutete. Wahrscheinlich nicht – angebracht wäre es. Dumm nur für das IOK, dass die ganze Welt zusehen musste, was mit dem «Sportgerät Pferd» alles so angestellt wird. Meist geschieht dies im Verborgenen (vgl. dazu auch den Tierquälerei-Fall aus dem Pferdesport in der Schweiz: Causa Sport 1/2021, 82 ff.), doch nun entlädt sich über der im wahrsten Sinne des Wortes dämlichen Sportlerin ein Shitstorm; ihre Brutalo-Trainerin wurde sofort gesperrt, wegen des nahenden Ende der Olympischen Spiele allerdings nur für ein paar Stunden…

Schlechter erging es zuvor dem Sportdirektor des Deutschen Radfahrer-Bundes, Patrick Moster, der seinen Schützling im Einzel-Zeitfahren unzulässig, rassistisch anfeuerte: «Hol die Kameltreiber!». Der Funktionär wurde zügig aus Tokio verbannt; weiter Sanktionen hat er zu gewärtigen. Fazit nach den Vorfällen mit Annika Schleu und Patrick Moster: Worte sind einschneidender als Taten. Oder müssen sich Annika Schleu und Kim Raisner doch noch vor dem Strafrichter wegen Tierquälerei verantworten? Verdient hätten sie es.

Absage der Olympischen Sommerspiele in letzter Minute?

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(causasportnews / red. / 21. Juli 2021) Zum Glück für das Internationale Olympische Komitee (IOK) ist Japans Premierminister Yoshihide Suga mit seinen bald 73 Jahren auch nicht mehr der Jüngste. Sonst könnte es durchaus sein, dass der seit September des letzten Jahres als Regierungschef tätige Liberal-Demokrat die kurz vor der Eröffnung stehenden Olympischen Sommerspiele in Tokio abblasen würde. Aufgrund der steigenden Infektionszahlen im Olympia-Tross und der sich allgemein verschlechternden «Corona»-Lage wäre diese Entscheidung folgerichtig. Das Volk hat Angst und verlangt quasi in letzter Minute immer lauter eine Absage der bereits um ein Jahr verschobenen Wettkämpfe in der japanischen Metropole. Nun werden auch Stimmen aus den Kreisen der Organisation immer lauter, den Anlass, der eigentlich nur noch vom IOK gewollt ist, in letzter Minute abzusagen und die bald 100’000 Sportlerinnen und Sportler, Funktionäre und Medienschaffende wieder auszufliegen. IOK-Präsident Thomas Bach ist derzeit in Japan der meistgehasste Mann. Doch die durchwegs als höflich geltenden Japanerinnen und Japaner geben sich zurückhaltend. Dass der deutsche Funktionär die Spiele einzig aus wirtschaftlichen Gründen durchdrücken will, wird ihm im Land der aufgehenden Sonne nicht nachgesehen. Wäre der Premierminister nicht schon bald im Greisenalter, und müsste seine Partei (für ihn) nochmals zur Wahl antreten, würde sich Yoshihide Saga zweifellos dem Diktat der Strasse beugen. Doch damit ist (einstweilen) nicht zu rechnen. Der rührige Nachfolger des «Treibers» der Spiele von Tokio, Shinzo Abe, kann jegliches politisches Kalkül ausblenden und des Volkes Willen mit Blick auf die eigene politische und persönliche Zukunft ignorieren. Irgendwelche Interessenvertretungen sind für ihn irrelevant geworden, getreu nach der für Politikerinnen und Politiker nicht genug hochzuhaltenden Lebensweisheit, die einmal vom Mathematiker und Ökonom Helmar Nahr geprägt worden ist: «Interessenvertreter sind Leute, die in unserem Namen ihre Interessen vertreten.». Zum Glück also für Olympia und Japan, muss Yoshihide Suga bei allen seinen Entscheidungen nur noch sein persönliches Wohl im Auge behalten. Es sei denn, die Pandemie schlage in den nächsten Tagen Kapriolen. Dann lässt sich der opportunistisch motivierte Durchführungsplan des  Sport-Wahnsinns in Tokio immer noch ändern – oder stoppen…

Die «Corona-Spiele» in Tokio in den Entscheidungsfallen

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(causasportnews / red. / 20. Juli 2021) Die Fussball-Europameisterschaft ist vor etwas mehr als einer Woche glücklich beendet bzw. bis zum Abschluss durchgezittert worden. «Corona» schwebte wie ein Damoklesschwert über der Veranstaltung, und der organisierende Kontinentalverband UEFA zwang letztlich die Austragungsorte dazu, sekundiert von Impf-Unwilligen, Querulanten und Querdenkern, die Stadien zu öffnen – zuletzt das «Wembley»-Stadion in London. Der «Corona»-Ignorant, Boris Johnson, glaubte, dank 60’000 Engländerinnen und Engländern, der Mannschaft von der Insel auf diese Weise zu Europameister-Ehren verhelfen zu können. Wie bekannt, ohne finalen Erfolg. Der nicht gerade mit intelligenter Weitsicht gesegnete Polit-Haudegen, der im Zuge seiner «Corona»-Ignoranz alle Schutz- und Vorsichtsmassnahmen auf der Insel über Bord geworfen hat(te), befindet sich derzeit wieder einmal selber in Quarantäne; seine Infektion hat er schon vor Monaten eingezogen.

Nur knapp zwei Wochen nach dem Europameisterschafts-Erfolg Italiens steht der zweite Sport-Grossanlass dieses Jahres vor der Türe: Die Olympischen Spiele in Tokio. Diese sollen ohne Zuschauerinnen und Zuschauer durchgeführt werden. «Corona» wütet allerdings unvermindert im Lande der aufgehenden Sonne und wird immer schlimmer. Trotzdem verlangt IOK-Präsident Thomas Bach nun Spiele mit Publikum. Ohne Zuschauerinnen und Zuschauer sind Sportanlässe weniger lustig als jedes Begräbnis. Es könnte jedoch durchaus sein, dass die höflichen Japaner zuletzt vor der Geldmaschinerie IOK und den geldgierigen Funktionären einknicken werden, denn «Tokio» muss stattfinden! Das wäre ihnen teils wohl auch willkommen, denn wegen der Publikums-Sperre gehen ihnen gewaltige Zuschauer-Einnahmen verloren. Nach Tokio werden, Stand heute, lediglich 100’000 Sportlerinnen und Sportler, Funktionäre und Medienschaffende reisen. Wegen «Corona» verkommen die Sommerspiele zu einer Einheit der Gegensätze. Thomas Bach möchte aus finanziellen Gründen Publikum in den Sportstätten; Premier-Minister Yoshihide Suga will aus politischen Gründen die Spiele durchführen, steht aber unter dem Druck seines (Wahl-)Volkes, das den Grossanlass aus Angst vor «Corona» am liebsten gar nicht möchte; gleichzeitig ist er ein Opfer seiner Prestige-Gehabe: Wie würde Japan dastehen, wenn die Spiele nicht stattfinden und in einem halben Jahr im Lande des Rivalen China die Olympischen Winterspiele eröffnet werden! Eine verzwickte Situation also, bestückt mit diversen Entscheidungsfallen, vor allem für die bemitleidenswerten Japaner, die kaum mehr anders können, als wohl zu guter Letzt auch noch die Sportstätten für das Publikum zu öffnen. Darauf, dass die Gross-Veranstaltung am Wochenende nicht beginnen wird, wettet niemand (mehr) einen Rappen. Schliesslich soll Japan mit den Spielen auch Stärke demonstrieren und die Nation das Fukushima-Trauma überwinden; exakt von dort aus wurde das Olympische Feuer nach Tokio getragen – das sagt alles. Ob der interdisziplinäre Anlass zum stets beschworenen, grandiosen Sportfest 2021 für die Menschheit auf diesem Globus werden wird, dürfte sich bald weisen. Wahrscheinlicher ist, dass die im letzten Jahr um ein Jahr verschobenen Sommerspiele als «Corona-Spiele», die aus verschiedenen Gründen durchgezwängt werden müssen, in die Sport-Geschichte eingehen werden. Libido, gepaart mit Kalkül, statt Ratio, könnte die allgemeine Lage kurz vor Beginn des Grossanlasses zusammengefasst werden.

Olympia 2021 auf der Kippe

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(causasportnews / red. / 19. Mai 2021) Der Termin für den Beginn der geplanten Olympischen Spiele vom 23. Juli bis zum 8. August in Tokio rückt näher und näher. Ebenso wächst der Widerstand gegen den grössten Sportanlass der Welt in diesem Jahr im ganzen Land. Obwohl die Wettkämpfe ohne ausländische Gäste ausgetragen werden sollen, beginnt das Volk immer mehr zu rebellieren. Auch Vereinigungen, welche nicht einfach ignoriert werden können, verlangen nun eine Absage des Anlasses, wie jetzt der einflussreiche Ärzteverband in Tokio. In Japan präsentieren sich die Auswirkungen des «Corona»-Virus dramatisch, obwohl der japanischen Bevölkerung durchwegs Disziplin attestiert werden kann, auch wenn es um die Bekämpfung des Virus geht. Jedoch haben hohe Fallzahlen, laue Impferfolge und überbelegte Spitäler dazu geführt, dass eine Absage des Anlasses immer mehr befürwortet wird. Immer mehr Politikerinnen und vor allem Politiker distanzieren sich von den Spielen im Land der aufgehenden Sonne. Ob die Wettkämpfe, deren Durchführung im Moment auf der Kippe steht, letztlich durchgedrückt werden oder nicht, wird letztlich von der Politik abhängen; der Einfluss des Internationalen Olympischen Komitees (IOK) wird letztlich kaum ausschlaggebend sein. Wenn sich die Politik vollends auf die Seite des fordernden Volkes geschlagen haben wird, sind die Spiele nicht mehr zu halten. Dass das geschehen könnte, ist nicht unwahrscheinlich. In Japan gilt die Polit-Kaste als noch windiger als etwa in Europa. Wer in Japan wiedergewählt werden will, unterschätze die Macht des Volkes nicht! Und sich gegen die Meinung des Volkes zu stellen, bedeutet politischer Selbstmord.

Apropos Politik: Derzeit machen Äusserungen des Unternehmers Dr. Markus Elsässer zur aktuellen, politischen Lage die Runde. In knapp zwei Minuten erklärt er, wie es sich heute mit dem Mittelmass in der Politik und mit dem angefeindeten Unternehmertum verhält. Neben der Politik bekommen auch die Medien als willfährige Multiplikatoren einer desolaten Politik ihr Fett ab, weshalb das Statement des 65jährigen Düsseldorfers medial geflissentlich ignoriert wird. Was hier knapp und knackig gesagt wird, eben so, wie es ist, vermag das Spannungsfeld zwischen Politik und Sport in Japan im Zeitalter von «Corona» mit Blick auf die vorgesehen Olympischen Spiele aufzeigen.

Olympia im Allgemeinen, und nicht nur die Frage bezüglich der Durchführung oder Nicht-Durchführung der Spiele im Sommer, gerät auch allgemein immer mehr in eine Negativ-Spirale. Bezüglich der mehr als zum Modewort gewordenen «Nachhaltigkeit» jagen sich auch mit Blick auf die grassierende Pandemie Einschätzungen, Analysen und Studien. Dabei geht es um weit mehr als um die Sinnfrage, etwa, wie es zu rechtfertigen ist, dass für einen Event von gut zwei Wochen hunderttausende von Menschen um den Globus herumfliegen. «Corona» befeuert vor allem derartige Fragestellungen, ist es doch evident, dass die Mobilität der Massen Pandemien, wie die jetzige, massiv begünstig (was derzeit aber vor allem etwa in Deutschland ignoriert wird, geht es doch jetzt dann um die Themen «Urlaub» und «Reisen» rund um die Welt; diesbezüglich verstehen die Deutschen keinen Spass! Jeder Politiker wird sich hüten, dieses Thema kritisch einzuschätzen). Bezüglich Nachhaltigkeit schneidet Olympia grundsätzlich schlecht ab. Untersuchungen an der Universität in Lausanne haben ergeben, dass die derzeitige Art, Grossveranstaltungen zu vergeben, zu planen und auszurichten systematisch zu negativen Folgen für Städte und deren Bewohnende führen, heisst es in der Studie, in der ökonomische, ökologische und soziale Faktoren gewichtet wurden. Aus dieser Sicht der Nachhaltigkeit wäre die Absage der Spiele in Tokio kein Schaden – wohl insbesondere für das IOK in wirtschaftlicher Hinsicht natürlich schon.

Fussball-EM-Spielorte: Da waren’s nur noch zehn…

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(causasportnews / red. / 25. April 2021) Selbstbewusst und fordernd hat UEFA-Präsident Aleksander Ceferin gedroht, dass als Austragungsorte für die am 11. Juni 2021 beginnende Fussball-Europameisterschaft nur Städte in Frage kämen, in denen zu den Spielen auch Zuschauer zugelassen seien (vgl. auch causasportnews vom 17. April 2021). Diesbezüglich sind nun vom Europäischen Kontinentalverband die letzten Entscheidungen bezüglich der Austragungsorte gefällt worden. Dublin und Bilbao fallen definitiv weg; sie konnten offensichtlich die im Zuge von «Corona» von der UEFA geforderten Zuschauergarantien nicht ausreichend erfüllen. Da waren es also nur noch zehn (Austragungsorte).

Besonders erstaunt nach dieser finalen Flurbereinigung der Austragungsstätten ist, dass München offensichtlich für die UEFA genügende Publikums-Zusicherungen für die «Allianz»-Arena abgeben konnte. In Deutschland wird das öffentliche Leben derzeit zufolge der sich verschlimmernden Pandemielage zwar ziemlich rigoros heruntergefahren. Aber es ist den Verantwortlichen des  Deutschen Fussball-Bundes (DFB) offenbar gelungen, die UEFA zu überzeugen, dass sich pro Spiel immerhin 14’500 Personen im Stadion aufhalten dürfen. Da hat aktuell vorab die Politik vor den Forderungen aus dem Sport und der Wirtschaft kapituliert. Auch wenn diese «Zuschauergarantie» für München juristisch hieb- und stichfest sein sollte (was nicht ganz eindeutig zu sein scheint, da die UEFA lediglich von «realistischen» Szenarien gesprochen hat), müsste wohl bei Verschlimmerung der Pandemie-Lage damit gerechnet werden, dass in der «Allianz»-Arena auch «Geisterspiele» ausgetragen werden müssten. Wie heisst es jeweils auch so schön in der Sport-Politik: «Neue Lage, neue Lagebeurteilung».

Während die Rahmenbedingungen mit Blick auf das kontinentale Fussball-Ereignis des Jahres nun einigermassen klar scheinen, wird der andere Grossanlass im fernen Japan im zweiten «Corona»-Jahr zur Zitterpartie. Tokio erlebt derzeit eine vierte «Corona»-Welle mit massiv steigenden Fallzahlen. Es mehren sich aus allen Lagern die Forderungen, die Olympischen Sommerspiele in der japanischen Metropole gänzlich abzusagen. In jedem Fall sind zu diesem Grossevent keine ausländischen Zuschauerinnen und Zuschauer zugelassen.

Impf-Diplomatie des IOK brüskiert Japan

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(causasportnewes / red. / 14. März 2021) In rund vier Monaten sollen die 2020 um ein Jahr verschobenen Sommerspiele in Tokio beginnen (vom 23. Juli bis zum 8. August), doch ist im Moment immer noch unklar und unsicher, ob der polysportive Grossanlass in der japanischen Metropole überhaupt stattfinden wird. Könnte Japan über die Durchführung befinden, würden die Spiele wohl abgesagt. Allerdings entscheidet nicht Japan, sondern letztlich das Internationale Olympische Komitee (IOK), das den grössten Sportanlass der Welt aus wirtschaftlichen Gründen wohl durchsetzen wird. Auch wenn IOK-Präsident Thomas Bach im Zuge der Verschiebung der Spiele in Tokio im letzten Jahr erklärt hat, dass es in Tokio keine Sport-Wettkämpfe ohne Publikum geben würde. Doch was kümmert den IOK-Präsidenten, frei nach Konrad Adenauer, heute das Geschwätz von gestern? Gemeint war ja eh, dass es nicht verboten sei, klüger zu werden… Vor allem dürften Thomas Bach und seine meist greisen IOK-Mitglieder realisiert haben, dass auch das IOK ohne Spiele wirtschaftlich wohl mehr als schwierigen Zeiten entgegenblicken würde. Im Zeitalter der (neuen) Medien und der fortgeschrittenen Digitalisierung lassen sich, wie Beispiele zuhauf zeigen, Sportveranstaltungen locker auch ohne Zuschauende durchführen. Mehr noch: Ohne Publikum wird alles viel einfacher und kostengünstiger, auch wenn der Olympische Sport nicht gerade ein akutes, kosten-intensives Hooligan-Problem aufweist. Wegen «Corona» sind mit Blick auf den Beginn der Spiele am 23. Juli 2021 allerdings noch ein paar Klippen zu meistern. Schliesslich müssen Sporttreibende, Funktionäre und Medienschaffende aus aller Welt nach Asien gekarrt werden. Dem Thema «Impfung» kommt dabei zentrale Bedeutung zu. Auch diesbezüglich hat der ehemalige Fechter aus dem putzigen Tauberbischofsheim in Baden-Württemberg, und Jurist Thomas Bach vorgesorgt. Dank ausgeklügelter Impf-Diplomatie ist es dem IOK-Präsidenten gelungen, das Olympische Komitee Chinas dazu zu bewegen, den Impfstoff für die Teilnehmer/innen an den Spielen in Tokio anzubieten. Die Chinesen haben dieser Problemlösung wohl mit Freude zugestimmt; sie liefern schliesslich aus Philanthropismus auch Impfstoff in alle Welt, vor allem in ärmere Länder, die es den scheinbaren Verursachern der Pandemie alles damit zusammenhängende Negative nachsehen werden. Der nicht gerade als überaus empathisch einzuschätzende IOK-Präsident hat mit diesem Durchschlag des gordischen «Corona»-Knotens die Keule des klassischen Sport-Funktionärs geschwungen. Das «freundliche» Angebot aus China, wie der Deal nun dargestellt wird, zeigt für den 67jährigen Deutschen die «Kraft der olympischen Familie». «Familie» verfängt immer, so wie etwa Kinder- und Tiersendungen im Fernsehen. Man hilft sich, mag sich und impft sich gegenseitig. Die IOK-Spitze kungelt also ausgerechnet mit dem Land, das für die Pandemie verantwortlich zu sein scheint. Es ist ein wenig so wie mit dem Pyromanen, der nach der Entfachung der Feuersbrunst als Feuerwehrmann die gelegten Brände zu bekämpfen hilft. Weil IOK-Präsident Thomas Bach eben ein Funktionär alter Schule ist und den Zeitgeist längst ausgeblendet hat, brüskiert er auf diese Weise die an sich höflichen, disziplinierten Japaner. Dass sich diese und die Chinesen nicht wahnsinnig mögen, ist ein nicht erst seit gestern bekanntes Faktum. Die Japaner gelten jedoch eben als höfliche Zeitgenossen und werden diese Schmach wohl schlucken wie die berühmte Kröte. Was bedeutet, dass die Spiele wohl durchgeführt und die Teilnehmenden mit chinesischem Impfstoff immunisiert werden. Es wäre ja auch gelacht, wenn die Spiele von Tokio nur wegen der Pandemie abgesagt würden und China ein halbes Jahr später im eigenen Land (zweifellos) die Olympischen Winterspiele mit Pauken und Trompeten austragen würde. Das verstehen die Japaner sehr wohl und lassen sich deshalb auf diese Weise vom IOK verzwergen.

Beginn der Olympischen Sommerspiele in einem halben Jahr

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(causasportnews / red. /  23. Januar 2021) Wegen «Corona» und dem mutierenden, weltweit grassierenden Virus findet der organisierte Sport derzeit mehrheitlich in (auch löchrigen) Blasen statt. Der Fussball und das Eishockey mogeln sich von Veranstaltung zu Veranstaltung durch, mit jenen Akteuren, die sich im Moment nicht gerade in Quarantäne befinden; die Tennis-Welt zittert sich mit Hängen und Würgen dem Australian Open entgegen; und der Skisport verläuft einigermassen planmässig: Die teils sinnlosen Rasereien und die daraus resultierenden Schwerverletzten schaut eh kaum jemand mehr vor Ort an. Die erste Hilfe für verletzte Rennfahrerinnen und Rennfahrer sowie die Abtransporte mit Helikoptern ist bekanntlich telegener. In dieser Phase machen die Olympier Mut. Genau in einem halben Jahr sollen die um ein Jahr verschobenen Olympischen Sommerspiele in Tokio eröffnet werden. Nein, sie werden eröffnet! So sieht es jedenfalls der oberste Olympia-Boss, der deutsche IOK-Präsident, Dr. Thomas Bach, ein ehemaliger Fechter und Rechtsanwalt aus Tauberbischofsheim. Der behäbige Sport-Funktionär mit Tendenz zu Realitätsverlust äussert sich zwar in letzter Zeit nur (noch) selten aus seiner geschützten Sport-Organisations-Werkstatt am Sitz des IOK in Lausanne. Aber, wenn er spricht, dann hat das Hand und Fuss. Wie jetzt. Es gebe überhaupt keinen Grund, die Spiele in Japan abzusagen. Ein bisschen relativiert er diese Aussage dann doch. «Es gibt keinen Grund zu glauben, dass die Olympischen Spiele in Tokio nicht am 23. Juli 2021 im Olympiastadion von Tokio eröffnet werden», lässt er sich zitieren. Der Glaube kann bekanntlich Berge versetzen, deshalb ist an der Einschätzung des Funktionärs-Fossils aus Deutschland nicht im geringsten zu zweifeln. Auch Thomas Bach selber glaubt an das, was er sagt. Für Tokio 2021 gebe es keinen «Plan B», bestätigt denn auch der bald 70jährige Alt-Fechter. Glücklicherweise hat das Alphabet nach dem B noch ein paar weitere Buchstaben.

In Japan selber werden Olympische-Geisterspiele im Sommer (derzeit) nicht ausgeschlossen, obwohl sich das Land diese Grossveranstaltung zwischenzeitlich ins «Pfefferland» wünscht. Fernseh- und Digital-Vermarktung geht auch ohne Publikum. Wirtschaft und Sportbusiness sollen irgendwie am Leben erhalten bleiben. Nur Ministerpräsident Yoshihide Suga ist im Moment noch nicht auf Volkskurs und spricht den Olympioniken nach dem Mund. Die Spiele würden als Beweis dafür dienen, dass die Menschheit das Coronavirus besiegt hat, schwadroniert der wankelmütige, bejahrte Politiker herum. Den Glauben bemüht er nicht. Schliesslich ist er auch nicht promovierter Jurist «utriusque» (auch des Kirchenrechts, das u.a. den Glauben reguliert) wie Thomas Bach.

Tokio verliert den „Olympia-Macher“

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(causasportnews / red. 31. August 2020) Vor fast genau sieben Jahren erhielt Tokio den Zuschlag für die Austragung der Olympischen Sommerspiele 2020. Diese mussten bekanntlich in diesem Frühjahr wegen der weltweit grassierenden „Corona“-Pandemie verschoben werden und sollen nun im kommenden Sommer stattfinden. Doch an die Austragung von „Olympia 2021“ in der japanischen Metropole glaubt kaum mehr jemand; auch die japanische Bevölkerung wäre offenbar nicht unglücklich, wenn das kostspielige Projekt definitiv begraben würde (causasportnews vom 27. August 2020). Eine weitere Verschiebung der Spiele würde es nicht geben, hat der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOK), Dr. Thomas Bach, bei Bekanntgabe des Verschiebungs-Entscheides erklärt. Nur ein Wunder, also das zügige Abklingen der Pandemie, könnte die Spiele von Tokio im kommenden Jahr noch retten. Die Austragungs-Verantwortlichen in Japan und in der IOK-Zentrale in Lausanne haben mit dem erwarteten Rücktritt des japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe einen argen Dämpfer erhalten. Der Politiker, der sich seit acht Jahren im Amt befindet, hat, nicht unerwartet, aus gesundheitlichen Gründen seinen Rücktritt erklärt. Damit verlieren die vorgesehenen Spiele im kommenden Sommer den eigentlichen „Olympia-Macher“ im Austragungsland, wie der Ministerpräsident auch immer wieder genannt wurde. Die Olympischen Sommerspiele 2021 zu Grabe zu tragen wird nun eine Aufgabe der Nachfolgerin oder des Nachfolgers von Shinzo Abe werden. Ausser, das Wunder (vgl. oben) würde doch noch Tatsache…

Olympia 2021 in Tokio: 2021 oder gar nicht?

(causasportnews / red. / 27. August 2020) Mit gequältem Gesichtsausdruck und als ob ihm ein schwergewichtiger Sumo-Ringer auf den Füssen stehen würde, teilte Japans Premierminister Shinzo Abe vor genau fünf Monaten der Stadt Tokio, seinem Land und der Welt mit, dass „Olympia Tokio 2020“ genau ein Jahr später stattfinden würde. Lange liessen sich im Frühjahr das Internationale Olympische Komitee (IOK) und die japanische Metropole Zeit, um die längst überfällige Entscheidung bezüglich Verschiebung der Olympischen Spiele um ein Jahr zu kommunizieren. Als im März der „Corona“-Tsunami die Welt mit voller Wucht erfasste, liess sich das „Projekt Tokio 2020“ trotz Beteuerungen und Durchhalteparolen seitens des IOK nicht mehr halten. IOK-Präsident Thomas Bach legte damals erläuternd nach und erklärte überdies, dass Olympische Spiele ohne Zuschauer undenkbar seien (vgl. dazu auch causasportnews vom 23. Juli 2020).

Statt vom 23. Juli bis 8. August 2020 soll nun also das grösste Sportfest der Welt vom 23. Juli bis 8. August 2021 stattfinden. Doch daran mögen, obwohl es bis zur in Aussicht gestellten Eröffnung der Spiele am 23. Juli 2021 kaum mehr ein Jahr dauert, immer weniger Menschen glauben; COVID-19 hat den Globus fest im Griff – und ein Ende des epidemischen Spuks ist nicht in Sicht. Der japanischen Bevölkerung ist die Lust auf Olympia längst abhanden gekommen. Im Juli sprachen sich gemäss Umfragen weniger als 25 Prozent der Bevölkerung für eine Verschiebung der Gross-Veranstaltung auf den Sommer 2021 aus. Gegen 40 Prozent traten für eine weitere Verschiebung ein, und fast ebensoviele Japanerinnen und Japaner sprachen sich für eine endgültige Absage der Sommerspiele in der 10 Millionen-Metropole aus. Der langjährige Premierminister Shinzo Abe dürfte man kaum mehr am eingangs wiedergegebenen Statement gemessen werden: Er kämpft seit geraumer Zeit mit gesundheitlichen Problemen, und es käme keiner Überraschung gleich, wenn bald einmal sein Nachfolger auch die Spiele von 2021 als abgesagt erklären würde. Realistischerweise wird sich die Menschheit auf diesem Planeten wohl auf eine Langzeit-Pandemie einrichten müssen. Grosse Sportveranstaltungen werden nicht mehr so, wie vor „Corona“ üblich, auszutragen sein. Das gilt wohl auch für die vom 21. November bis 18. Dezember 2022 vorgesehene WM-Endrunde der Fussballer in Katar und weitere, bedeutende Sport-Grossanlässe.

Die Last, Olympische Spiele austragen zu müssen

(causasportnews / red. / 23. Juli 2020) Am kommenden Wochenende hätten die XXXII. Olympischen Sommerspiele in Tokio beginnen sollen. Wie seit Ende März bekannt, wird der grösste Sportanlass der Welt allerdings nicht stattfinden. „Corona“ verunmöglicht es. In Abstimmung mit dem Austragungsort und der Regierung Japans hat das Internationale Olympische Komitee (IOK) entschieden, die nun verschobenen Spiele genau in einem Jahr durchzuführen. Nachdem nun aber die Entwicklungen mit COVID-19 nicht absehbar sind und niemand weiss, wie lange diese Pandemie die globale Welt im Griff haben wird, wackelt auch der Austragungstermin im Sommer 2021. Vor allem die kürzlich getätigte Aussage des IOK-Präsidenten Thomas Bach, dass Olympia-„Geisterspiele“, also Wettkämpfe ohne Zuschauer/innen, nicht denkbar seien, macht hellhörig und lässt einiges vermuten. Hinzu kommt, dass sich in Japan die öffentliche Meinung unter dem Druck der sich verschärfenden Pandemie contra die Spiele gewendet hat. War es bei der Vergabe des Anlasses an Tokio vor allem für Japan eine Ehre, nach 1964 jetzt wiederum Olympische Sommerspiele austragen zu dürfen, würde man die Veranstaltung im kommenden Jahr bereits jetzt gerne ganz ungeschehen machen. Statt Freude mit Blick auf den Anlass tritt die spürbare Last, Olympia 2021 austragen zu müssen. An Stelle des Olympia-Fiebers also Pandemie-Angst. Aber vielleicht wird es so oder so nicht soweit kommen und die Spiele werden definitiv abgesagt. Oder sie würden in einer abgespeckten Form durchgeführt. Die täglich steigenden Infektionszahlen sind im Moment die Hauptsorge der Japaner. So ist Olympia 2021 in weite Ferne gerückt; und doch belastend nahe. Das IOK gibt sich bedeckt, bis wann bezüglich der Austragung der Spiele 2021 ein Entscheid gefällt werden müsste. Im Moment ist alles möglich. Am wahrscheinlichsten scheint die Variante, dass die Olympischen Sommerspiele in Tokio gemäss derzeitiger Lage nicht stattfinden werden, es sei denn, das heimtückische Virus würde demnächst, wie es weitsichtige Menschen, wie US-Präsident Donald Trump, glauben, bald einmal quasi über Nacht verschwinden.

Olympische Spiele gelten als grösster Sportanlass der Welt. Doch im Zusammenhang mit dem geplanten Austragungsort Tokio im kommenden Jahr rückt auch der zweitgrösste Sportanlass der Welt in den Fokus nicht nur der sport-interessierten Öffentlichkeit: Sogar in Fussballkreisen herrscht je länger desto mehr nur noch verhaltener Optimismus vor, was die Durchführung der Fussball-Weltmeisterschafts-Endrunde 2022 in Katar betrifft. Vielleicht kann auf diese Weise der gordische Knoten im Zusammenhang mit dem üblicherweise grössten Fussballfest auf diesem Planeten durchschlagen werden. In diesem Fussball-WM-Endrunde-Projekt steckt seit dem Vergabeentscheid des Weltfussballverbandes (FIFA) im Jahr 2010 in Zürich der „Wurm“ drin. Ginge „Katar 2022“ nicht über die Bühne, würde dies in den Augen der meisten Menschen kein Schaden bedeuten. Apropos Schaden: Verschiebungen oder Absagen von Grossanlässen können zu Schäden aller Art führen. Im Moment sind Veranstaltungs-Ausfallversicherer daran, Rückstellungen für allfällige, derart versicherte Schäden vorzunehmen.