causasportnews / Nr. 1137/05/2024, 4. Mai 2024

(causasportnews, 4. Mai, 2024) Die letzte April-Woche und der erste Mai-Tag in diesem Jahr hatten es in sich. Die Dauer-Ärgernisse und meist gewalttätigen Auseinandersetzungen in der sog. modernen Zivilisation, welche auf dem Niveau der Weltkriege stecken geblieben ist, zeigten ihre hässlichsten Fratzen – erneut auch im Sport.
Im Fussball bewiesen Chaoten, bzw. Kriminelle, immer noch liebevoll als «Fans» gehätschelt, aktuell, dass sie eben vor allem Ganoven sind und ihnen gar nichts heilig ist. Nach dem Schlusspfiff des Pokal-Halbfinals im Schweizer Cup zwischen dem FC Winterthur und dem Servette FC aus Genf wurde von Genfer Aktivisten («Fans» der Sieger-Mannschaft!) das Spielfeld in Winterthur überflutet. Männer (nicht Frauen!) schleuderten 2000 Grad heisse Pyros in Menschengruppen, darunter viele Familien, auf der Tribüne. Erleichtert stellte die linke Zürcher Zeitung «Tages-Anzeiger» kurz danach fest. «Dass nichts Schlimmes passierte, war reines Glück». Moniert wurde dann, dass die Brandsätze aus China stammten und in der Schweiz verboten seien. Verboten oder nicht verboten: Die Pyros wurden jedenfalls in hoch-krimineller Art und Absicht eingesetzt. Was geschah seit dem Vorfall in Winterthur? Rein gar nichts. Der Schweizerische Fussballverband (SFV) als Schirmherr der Cup-Veranstaltung sowie der FC Winterthur, in dessen Stadion der Vorfall geschah, diskutieren um Stadionverbote und Sanktionen, die so abschreckend sind wie Bettnässer-Vorkommnisse im Seniorenheim, wenn dafür zur Strafe der Nachtisch am Sonntag gestrichen wird. Von Strafverfolgungsbehörden ist weit und breit nichts zu sehen oder zu hören, obwohl derartige Delikte, die dem Sprengstoff-Gesetz unterfallen, im Ermittlungsbereich der Bundesanwaltschaft liegen. Parkbussen zu verteilen ist auch erfüllender als Menschen an Leib und Leben zu schützen, wenn tödliche Pyros eingesetzt werden. Die Polizei, durchwegs den politischen Behörden unterstellt, wäre zwar grundsätzlich bereit und in der Lage, für die entsprechende Sicherheit z.B. von Match-Besucherinnen und -Besuchern nicht nur bezüglich Pyros und anderer Delikts-Werkzeuge zu sorgen, doch wo der politische Wille der Linken und Grünen in den Exekutiven fehlt, ist auch kein Werk zu realisieren. Die Sicherheit anständiger Menschen in Sport-Stätten lässt sich nur so bewerkstelligen, indem Mannschaften von den Sportgeschehnissen ausgeschlossen werden, wenn sich ihre «Fans» deliktisch verhalten. Im konkreten Fall: Gehörte der Cup-Finalist Servette FC umgehend aus dem Wettbewerb ausgeschlossen – und der im Halbfinale unterlegene FC Winterthur rückt nach und spielt das Finale gegen den FC Lugano.
Szenen, die eher an Krieg als an Sport erinnern, gibt es nicht nur in und um Sportstätten, wenn sich «Fans» und Gruppierungen mit allen Mitteln in «Hooligan»-Art bekriegen und den Staat als Hochburg der Bourgeoisie mehr als nur ins Visier nehmen. Kaum Spannung liess sich im Vorfeld des 1. Mai 2024, der zufälligerweise nur ein paar wenige Tage nach den Vorfällen in Winterthur gefeiert wurde, ausmachen. Es kam allerdings so, wie es immer kommt, auch in diesem Jahr. Die Stadt Zürich und andere Städte, auch im Ausland, glichen Kriegsschauplätzen. Die Zürcher Bahnhofstrasse ähnelte dem Fussball-Stadion in Winterthur ein paar Tage zuvor. Tausende von Polizistinnen und Polizisten versuchten, den kommunistischen Mob, die modernen «Fans» des Salon-Proletariats, unter Kontrolle zu halten. Das gelang der Polizei, die sich von den zuständigen Polit-Instanzen nicht aus dem Konzept bringen liess, in diesem Jahr ziemlich gut; es wurden denn auch nur wenige Geschäfte zerstört, wenige Menschen in krimineller Art bedroht und in Angst und Schrecken versetzte; zudem kam auch fast niemand zu Schaden. Das linke Schweizer Staatsfernsehen frohlockte am 1. Mai in der «Tagesschau», über die Friedfertigkeit der Ausgebeuteten im Kampf gegen die Ausbeuter. Ein bisschen Gewalt und Schrecken darf schliesslich sein, und ein 1. Mai ohne Gewalt, Zerstörung und Randale ist bekanntlich ein langweiliger Feiertag.
Diese Tage zum April-Ende und zum Mai-Beginn gab eine spezielle Symbiose in dieser polarisierten und ethisch hochgeladenen Welt, in welcher der Klassenkampf und seine Ab- und Unarten auf allen Ebenen immer intensiver werden, ab. Gewalt und Schrecken in praktisch allen Lebensbereichen ist heute nicht mehr beizukommen. Da hilft offensichtlich auch Alkohol nicht mehr; nur noch Schönreden und Wegschauen. Das wird dann gemeinhin als Resignation bezeichnet.









