Fussball-Trainer wegen „mangelnder Empathie“ entlassen

(causasportnews / red. / 14. Juli 2017) Ein ungewöhnlicher Fall aus dem Fussballsport lässt nicht nur Juristen aufhorchen. In der Tat hat sich in Spaniens Fussball kürzlich ein eigenartiger Vorgang ereignet. Dies jedoch nicht im Rahmen der Star-Ensembles von Real Madrid, CF Barcelona oder Atletico Madrid – im Brennpunkt steht vielmehr eine Begegnung unter zehn- und elfjährigen Jugendlichen. Dabei gewann der Klub C.D. Serranos aus Valencia das Spiel gegen Benicalap C sage und schreibe mit 25:0. Mit diesem Resultat hatte nun aber vor allem der Klubvorstand der Sieger (!) ein Problem: Weiterlesen

Ehemaliger UEFA-Präsident Michel Platini endgültig bis Ende 2019 gesperrt

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(causasportnews / rbr. / 7. Juli 2017) Michel Platini, einst ein Weltklassefussballer (u.a. Europameister 1984 mit Frankreich) und bis vor kurzem Präsident der europäischen Fussballkonföderation UEFA sowie Vizepräsident des Weltfussballverbands FIFA, bleibt bis Ende 2019 gesperrt. Das Schweizerische Bundesgericht hat mit Urteil vom 29. Juni 2017 seine Beschwerde gegen einen Schiedsspruch des Court of Arbitration for Sport (CAS) abgewiesen (BGer 4A_600/2016). Mit dem Urteil des Bundesgerichts geht für Michel Platini ein beinahe zweijähriger Prozessmarathon zu Ende, der insgesamt vier Instanzen beschäftigte. Weiterlesen

Sportpolitik via Inserat

(causasportnews / rbr. / 6. Juli 2017) Ein nicht ganz alltägliches Inserat fand sich in der gestrigen Ausgabe der „Neuen Zürcher Zeitung“ („NZZ“ vom 5. Juli 2017). Unter der Überschrift „Dear Football Family“ wandte sich eine Organisation namens „Turkish Anti-Corruption Platform“ (anticorruptionplatform.com) und (stopmatchfixingfenerbahce.com)  an die Leser/innen des Weltblattes. Sie monierte darin das Verhalten des türkischen Fussballverbands (TFF) gegenüber dem Klub Fenerbahçe Spor Kulübü Istanbul, welcher in der Süper Lig, der höchsten Leistungsklasse im türkischen Fussball, spielt.

Ohne Titel

Das Inserat in der NZZ vom 5. Juli.

Hintergrund des Inserats ist der Manipulationsskandal, welcher den türkischen Fussball in der Saison 2010/2011 erschütterte. Fenerbahçe, der spätere Meister, war damals in diverse manipulierte Spiele verwickelt. Aus dieser resultierte ein Ausschluss Fenerbahçes von sämtlichen von der UEFA organisierten Klubwettbewerben (insbesondere der UEFA Champions League und der UEFA Europa League) für insgesamt drei Jahre. Dieser Ausschluss Weiterlesen

Wenn aus Freunden Feinde werden

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Boris Becker 1994: Da war die Welt für den Tennis-Star noch in Ordnung (Bild: James Phelps)

(causasportnews / red. / 5. Juli 2017) Der Vorgang, wie er sich nun im „Fall Boris Becker“ ereignet, ist beileibe keine Seltenheit, doch weil es konkret um eine „Ikone“ des deutschen Sports geht, wirft die neueste Geschichte, die auch die Überschrift „Wie aus Freunden Feinde werden“ tragen könnte, hohe Wellen (vgl. auch Causa Sport News vom 4. Juli 2017). Neben dem Umstand, dass sich der ehemalige Tennis-Star an allen Ecken und Enden mit Geld- und anderen Forderungen konfrontiert sieht und er von einem Londoner Gericht als „zahlungsunfähig“ erklärt worden ist, wir nun dem „Casus Becker“ gleich auch noch ein menschliches Kapitel angefügt. Sein ehemaliger Manager, Berater, Geschäftspartner und Freund, der in Zug (Schweiz) ansässige Dr. Hans-Dieter Cleven, hat angekündigt, dass auch er gegenüber Boris Becker eine Forderung geltend mache, die er nun in den laufenden Verfahren eintreiben wolle. Weiterlesen

Bankrott, pleite, zahlungsunfähig, insolvent, illiquid – ein Star in Bedrängnis

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(causasportnews / red. / 4. Juli 2017) Boris Becker hat nicht nur jahrelang für sportliche Schlagzeilen gesorgt. Der ehemalige Tennis-Held, von den Deutschen seit Jahrzehnten bei jeder sich bietenden Gelegenheit in die Öffentlichkeit gestellt und abgefeiert, geniesst vor allem in Deutschland Kultstatus. Seinen aufwändigen Lebensstil versucht er mit gesellschaftlich bedeutenden Auftritten aller Art oder als Berater von Tennis-Cracks abzudecken. Immer wieder wird allerdings kolportiert, dass der bald 50-jährige ehemalige Top-Sportler finanziell auf dem „Zahnfleisch“ laufe. Kürzlich hat ein Londoner Gericht Boris Becker wegen eines nicht zurückbezahlten Darlehens für „bankrott“ erklärt – was der Betroffene umgehend dementiert hat. In der „Bild“-Zeitung liess er sich so zitieren: „Ich bin weder zahlungsunfähig noch pleite“. Das erinnert doch sehr an Aussagen aus dem Professional-Fussball, wie: „Zuerst hatten wir kein Glück – dann kam noch Pech dazu“. – Mit den Begriffen im Zusammenhang mit pekuniär relevanten Vorgängen ist es jedenfalls so eine Sache. Und auch Juristen tun sich ab und zu schwer damit. Je nachdem liegt Zahlungsunfähigkeit, Insolvenz, Illiquidität, Überschuldung usw. vor. Mit diesen Begriffen hat sich bspw. im Rahmen des Vereinsrechts vor Jahren die Zürcher Juristin Dr. Dorothe Scherrer auseinandergesetzt (Dorothe Scherrer, Wirtschaftliche Rezession und Sportvereine, Zürich 1994). Nach ihr liegt etwa Zahlungsunfähigkeit vor, wenn zu einem bestimmten Zeitpunkt fällige Geldverbindlichkeiten nicht mehr erfüllt werden können; es wird dann bisweilen auch von „Insolvenz“ gesprochen. Wer hingegen seinen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommt, weil es voraussichtlich dauernd an Geldmitteln fehlt, gilt als „überschuldet“ (Überschuldung gemäss Art. 725 Abs. 2 OR; das Fremdkapital [Schulden] übersteigt die Aktiven [Vermögen]). Illiquid ist schliesslich jemand, dem die Verfügbarkeit über (flüssige) Zahlungsmittel fehlt. Wie verhält es sich nun mit Boris Becker? Schwer zu sagen, doch die Medien reden nach dem Londoner Gerichtsentscheid vor allem schlicht und populär von „Pleite“, die juristisch wohl am ehesten der Zahlungsunfähigkeit nahekommt – was der Ex-Sportler eben bestreitet; sondern sich in der Weise äussert, er sei weder „pleite“ (populär) noch „zahlungsunfähig“ (juristisch). Unbestritten ist wohl, dass sich Boris Becker finanziell in Bedrängnis befindet. Wird die Frage nach dem Grund gestellt, ist an die selbstkritische Analyse eines anderen, ehemaligen Top-Athleten zu denken: „Ich habe viel Geld für Alkohol, Frauen und Autos ausgegeben, den Rest habe ich verprasst“, zog der abgebrannte Ex-Fussballstar George Best einmal eine Lebensbilanz. Zumindest, was Frauen anbelangt, könnte Boris Becker das Zitat wohl mitunterzeichnen. Bei ihm von ruinierendem Alkoholismus oder exzessiver Autosucht zu sprechen, wäre selbstverständlich deplatziert.

„Garcia-Bericht“ – wie Warten auf’s Christkind

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Ausriss aus der „Bild“-Zeitung vom 27. Juni 2017. Die hier angekündigte „Serie“ beschränkte sich in der Folge auf zwei Ausgaben…

(causasportnews / red. / 30. Juni 2017) Es ist allgemein bekannt: Geht es in Richtung Weihnachten, wird die Stimmung emotional immer intensiver aufgeheizt, um sie dann am 24. Dezember unter dem Christbaum im Kreise der Geliebten gegen den Gefrierpunkt sinken zu lassen. So verhält es sich auch mit dem „Garcia-Bericht“, der vor mehr als zwei Jahren vom damaligen Vorsitzenden der untersuchenden Kammer der Ethikkommission des Weltfussballverbandes (FIFA), Michael J. Garcia, und seinem Stellvertreter, Cornel Borbély, verfasst und dann aber von der FIFA bis zum Beginn dieser Woche unter Verschluss gehalten worden war. Weiterlesen

„Garcia-Bericht“: Medialer Schuss nach hinten

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Nicht gerade eine „Ente“, aber doch ein Schuss nach hinten: Enthüllung des „Garcia-Berichts“ in den Medien

(causasportnews / red. / 28. Juni 2017) Die serbelnden Print-Medien nehmen jede Gelegenheit wahr, um ihre Agonie zu verlängern. Das gilt sowohl für die Boulevardpresse als auch für die sog. „Intelligenzblätter“. Auf dem Boulevard sind die entsprechenden Medien (immer noch) bestrebt, durch reisserische („Exklusiv“-)Geschichten und „Primeurs“ die abnehmende Leserschaft bei Kauflaune zu halten. Gerade bei den „Revolverblättern“ kann der Schuss allerdings nach hinten los gehen, wie das aktuellste Beispiel der deutschen „Bild“-Zeitung belegt. Da kündigte das grossformatige Blatt mit den grossen Buchstaben lautstark die Veröffentlichung des sog. „Garcia-Berichts“ des Weltfussballverbandes FIFA an, ein Untersuchungsbericht, der vom damaligen Präsidenten der Untersuchungskammer der FIFA-Ethikkommission, Michael J. Garcia, verfasst worden ist und der schwerpunktmässig die WM-Vergaben Russland (2018) und Katar (2022) zum Gegenstand hatte. Weiterlesen

Nach Formel 1-Attacke: Spinnt Rambo-Vettel?

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Wikimedia Commons, Yoni S. Hamenahem

(causasportnews / red. / 26. Juni 2017) Es war eine Szene, wie sie auf den Strassen fast immer wieder vorkommt: Es bremst ein Autofahrer tatsächlich oder vermeintlich schikanös und der dahinter fahrende Automobilist rastet deswegen aus – die Folgen sind nicht selten verheerend. So ähnlich geschehen am gestrigen Formel 1 GP von Aserbaidschan. Der Ferrari-Fahrer Sebastinan Vettel geriet wegen eines in den Augen des deutschen Piloten unmotivierten Bremsmanövers des vor ihm fahrenden Lewis Hamilton im Mercedes derart in Rage, dass er diesen kurzerhand absichtlich ins Heck fuhr. Weil sich Formel 1-Piloten auf der Rennpisten in der Regel über qualifizierteres fahrerisches Können auszeichnen als der Durchschnittsbürger im täglichen Strassenverkehr, blieb die brandgefährliche Rambo-Attacke Weiterlesen

Streitfall „Henrik Kristoffersen / Verband“ weiterhin ungelöst

(causasportnews / red. / 26. Juni 2017) Zwar dauert es bis zum Beginn der Ski-Weltcup-Saison 2017/18 noch einige Wochen, und bei der sommerlichen Hitze, die derzeit weite Teile Europas im Griff hat, ist der Skisport in jeder Hinsicht weit weg, doch blickt das sport-interessierte Publikum dennoch in diese Richtung. Grund dafür ist der Streit des Technik-Spezialisten Henrik Kristoffersen, der sich mit dem Skiverband Norwegens noch immer nicht auf eine Werberegelung einigen konnte (vgl. auch Causa Sport News vom 9. November 2016). Der am nächsten Sonntag 23 Jahre alt werdende Könner aus dem Norden möchte einen Werbevertrag mit dem Getränkekonzern „Red Bull“ abschliessen, Weiterlesen

Das Kartenspiel «Bridge» ist ein Sport

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Bild: Silsor

(causasportnews / red. / 19. Juni 2017) Eine genaue, umfassende und treffende Definition des Begriffes „Sport“ zu finden, erweist sich bekanntlich als eine erstaunlich komplexe Angelegenheit (siehe dazu Urs Scherrer/Remus Muresan/Kai Ludwig, Sportrecht, 3. Aufl. 2014, 299 f.). Dabei ist mitunter insbesondere umstritten, ob einzelne Betätigungen, die keine oder nur eine sehr geringe körperliche Aktivität beinhalten (wie etwa Schach oder Kartenspiele), ebenfalls als „Sport“ qualifiziert werden können. Was dabei nun das Kartenspiel „Bridge“ anbelangt, wurde im Rahmen von gleich zwei gerichtlichen Instanzen jüngst festgestellt, dass dieses als Sport zu qualifizieren sei.

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