
Wer hier nicht so sehr ein Fussballmatch, sondern mehr ein Glücksspiel sieht, liegt vielleicht gar nicht so verkehrt…
(causasportnews / red. / 7. Mai 2018) Vielen Laien und – vermeintlichen sowie tatsächlichen – Experten im Bereich des Fussballsports hat schon immer geschwant, dass die Resultate auf dem Spielfeld nicht nur vom Können der jeweils involvierten Spieler und Trainer abhängen, sondern auch vom Zufall beeinflusst werden. Einige besonders Ambitionierte werden sich indes gefragt haben: Wie gross ist denn der Anteil des Zufalls genau? Nun, ihnen kann geholfen werden, denn offenbar wurde kürzlich wissenschaftlich erwiesen: Nicht weniger als etwa die Hälfte der Tore, die während Fussballspielen geschossen werden, sind dem Zufall zuzuschreiben. Wie die „NZZ am Sonntag“ in ihrer jüngsten Ausgabe berichtet, hat Prof. Dr. Martin Lames von der Technischen Universität München, seines Zeichens Inhaber des dortigen Lehrstuhls für Trainingswissenschaft und Sportinformatik, dies in einer Studie empirisch belegt. Der Wissenschaftler befasst sich gemäss der Zeitung bereits seit Jahren mit der Bedeutung des Zufalls im Fussball; demnach dürfte davon auszugehen sein, dass er seine „Hausaufgaben“ einigermassen gründlich gemacht hat.
Und der Erkenntisgewinn aus diesen Bemühungen? „Fussballteams sollten ihre Waffen so gut wie möglich schärfen, sich dabei aber bewusst sein, dass im Krieg stets alles passieren kann“, wird der Universitätsprofessor von der „NZZ am Sonntag“ – etwas martialisch – zitiert. Aha. Ob man darauf nicht auch ohne die aufwendige empirische Untersuchung hätte kommen können, wollen wir hier mal dahingestellt sein lassen. Es stellt sich uns aber doch die Frage, ob der Umstand, dass 47 % der Tore in den im Rahmen der Studie untersuchten Spielen durch Zufall zustande gekommen sind, nicht dazu führen müsste darüber nachzudenken, ob Fussball als Glücksspiel qualifiziert werden sollte – mit der Folge, dass es (jedenfalls in Deutschland und der Schweiz) grundsätzlich verboten und nur ausnahmsweise, bei Erteilung der entsprechenden Bewilligungen, gespielt werden dürfte… Und es bleibt zu hoffen, dass die Studienergebnisse sich nicht bis zu Fussballspielern herumsprechen, denen die Verstrickung in Wettkampfmanipulationen („Match-Fixing“) vorgeworfen wird, denn diesen könnten die entsprechenden Ergebnisse weitere mögliche Entlastungsargumente in die Hand geben. So gehörte z.B. zu den Kriterien, bei deren Vorliegen Prof. Martin Lames ein Tor als „zufällig“ qualifiziert hat, u.a. der Umstand, dass ein Torhüter den Ball ohne Zutun des Stürmers ins eigene Tor lenkt. Das kann freilich nicht nur Zufall, sondern u.U. auch Absicht sein, nämlich eben wenn der fragliche Torhüter in eine Spielmanipulation verstrickt ist. In Sanktionsverfahren wegen Manipulationsverdachts könnten sich solche Torhüter nun damit zu entlasten versuchen, dass entsprechende Vorfälle – wissenschaftlich erwiesen – in fast der Hälfte aller Tore eine Rolle spielen können. „Das war keine Manipulation, das war Zufall“, könnten sie argumentieren. Damit würde dann auch die Sanktionierung von manipulierenden Fussballern zu einem „Glücksspiel“…




(causasportnews / red. / 30. April 2018) Dass linke Kreise bestrebt sind, mit allen Mitteln gegen den Weltfussballverband (FIFA) mit Sitz in Zürich anzugehen, ist zwischenzeitlich eine notorische Tatsache. Oft sind es ideologische Gründe oder schlicht der „Kampf gegen das Kapital“, der auf allen Ebenen gegen die angeblich unethische Geldmaschine am Zürichberg geführt wird. Eine Spitze richtet sich permanent gegen die FIFA als Steuersubjekt, und hartnäckig hält sich die immer wieder verbreitete Irrmeinung, der Weltfussballverband bezahle keine Steuern. Auch wenn dem nicht so ist, finden u.a. Parlamentarier immer wieder Möglichkeiten, um dieses klar tatsachenwidrige Gerücht am Leben zu erhalten. Dass Politiker im Kanton und in der Stadt Zürich für solche Agitationen besonders anfällig sind, liegt auf der Hand. So haben Vertreter der Sozialdemokraten (SP) und der Evangelischen Volkspartei (EVP) 2015 eine Parlamentarische Initiative eingereicht, nach der Vereine mit einer Bilanzsumme von mehr als einer Milliarde Franken im Kanton Zürich wie Kapitalgesellschaften zu besteuern wären (siehe
(causasportnews / red. / 25. April 2018) Geht es um Sportverbände und –organisationen sind vor allem linke Politiker/innen an vorderster Front dabei, wenn dort Missstände, Filz sowie fehlende Gleichheit, Freiheit und Brüderlichkeit angeprangert werden sollen; die Forderungen nach Regulierungen und Kontrollen folgen dann jeweils auf dem Fuss. Teils ist das Verhalten akzeptabel und verständlich – nur wenn dabei, wie meistens, die Moralkeule geschwungen wird, ist dieses klassenkämpferische Gehabe speziell.


