Archiv der Kategorie: Allgemein

„Sommermärchen 2006“ weiterhin ein Aufklärungsmärchen

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(causasportnews / red. / 26. März 2017) Als vor bald zwei Jahren das deutsche Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ in einem gross aufgemachten Bericht behauptete, der WM-Endrundenzuschlag 2006 an Deutschland sei auf Grund von Schmiergeldzahlungen an Mitglieder des FIFA-Beschlussgremiums (damaliges Exekutivkomitee) erfolgt, wird dieses Thema immer wieder befeuert, vor allem deshalb, weil insbesondere bis dato nicht bewiesen werden konnte, was mit einer Zahlung von 6,7 Millionen Euro, über die seit längerer Zeit diskutiert und spekuliert wird, bezweckt worden sein soll (Causa Sport News berichtete verschiedentlich darüber). Obwohl das Hamburger Blatt kontinuierlich nachlegte, konnte die Wahrheit bisher nicht eruiert werden. Und eine Schlüsselfigur Weiterlesen

Ehemaliger DFB-Präsident Zwanziger scheitert mit Schadenersatzforderung in erster Instanz

(causasportnews / red. / 23. März 2017) Der ehemalige DFB-Präsident Theo Zwanziger ist in erster Instanz mit einer Schadenersatzklage gegen das Bundesland Hessen gescheitert ( Landgericht Frankfurt, Az. 2-04 O 328/16). Gegen Theo Zwanziger (und weitere ehemalige DFB-Funktionäre) führt die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main ein Ermittlungsverfahren wegen Steuerhinterziehung in Zusammenhang mit der Bewerbung für die Fussball-Weltmeisterschafts-Endrunde 2006 in Deutschland. Im Vorfeld dieser WM wurden bekanntlich vom DFB 6,7 Millionen Euro an den Weltverband FIFA bezahlt und unter dem Titel „Beitrag WM-Gala“ beim DFB verbucht. Allerdings hat die besagte WM-Gala nie stattgefunden, und die Staatsanwaltschaft geht zwischenzeitlich dem Verdacht nach, dass der damalige WM-Organisationschef Weiterlesen

Die Rache eines Pferdepflegers und andere Unappetitlichkeiten

horse-47607_1280(causasportnews / red. / 23. März 2017) Pferdesportaktivitäten rufen oft gemischte Gefühle hervor. Pferde werden getrieben (Flachrennen), über horrend-hohe Hindernisse gejagt (Springreiten), abgerichtet (Dressur) oder harten Belastungsproben (Endurance) ausgesetzt. Das „Sportgerät Pferd“ ist dem Willen des Menschen grundsätzlich vollumfänglich ausgesetzt; der Tierschutz greift zweifelsfrei zu wenig. Der Mensch ist in diesem Sport geneigt, ein Pferd an die Leistungsgrenze zu bringen. Weiterlesen

Sport wie eine „Oscar“-Verleihung

(causasportnewes / red. / 20. März 2017) Was haben der Sport und eine „Oscar“-Verleihung gemeinsam? – Manchmal ist das Drumherum interessanter als der Event selber. Eine Sportveranstaltung kann ebenso langweilig sein wie eine „Oscar“-Verleihung. Und was nebenbei geschieht ist nicht selten weit spektakulärer als der Hauptanlass. Ermüdendes aus der Welt des Sports liesse sich zuhauf aufzählen, und George Clooney, Weiterlesen

Klärendes zum Kopftuchverbot (auch) im Sport

(causasportnews / red. / 20. März 2017) Das Tragen von Kopftüchern sorgt seit Jahren für Diskussionen und Streitigkeiten; Kopftuch-Tragverbote beschäftigen auch die Gerichte immer wieder. Ob in der Arbeitswelt, in der Öffentlichkeit oder bei der Sportausübung: Kopftuchverbote lassen vor allem auch die Emotionen hochgehen. Meistens geht es dabei einerseits um die Religionsfreiheit; anderseits sind jeweils auch Rechte zu berücksichtigen, welche die Religionsfreiheit einzuschränken im Stande sind. Der Gerichtshof der Europäischen Union (EUGH) hat sich nun gleich in zwei Fällen zu Kopftuchverboten in der Arbeitswelt äussern müssen. Die Urteile sind mit Blick auf den organisierten Sport nicht ganz unbedeutend, obwohl die beiden Vorabentscheidungen des Gerichtshofs keine direkte präjudizielle Wirkung auf den Sport haben und für Nicht-EU-Mitgliedsstaaten, welche etwa die entsprechenden Gleichbehandlungs-Richtlinien nicht übernommen haben, nicht direkt von Bedeutung sind. Sie zeigen jedoch mit Blick auf den Sport eine Rechtsprechungstendenz auf, die in den Staaten der EU und auch in Nicht-EU-Ländern nicht ganz bedeutungslos sein dürfte. In den zu beurteilenden Fällen ging es um Kopftuchverbote im Rahmen von Arbeitsverhältnissen. Der EUGH hielt grundsätzlich fest, dass der Arbeitgeber das Tragen von Kopftüchern und anderen religiösen Zeichen verbieten darf. Diesbezüglich muss aber eine betriebsinterne Regulierung vorliegen. Eine Regelung bietet Gewähr, dass etwa ein Kopftuchverbot nicht einfach talis qualis ausgesprochen wird. Auf den Sport bezogen heisst dies, dass Sportverbände entsprechende Regelungen für den organisierten Sport erlassen dürfen, welche die Sportausübung mit Kopftüchern verbietet. Eine solche Regelung kann verschiedenartig motiviert sein: Sicherheitsüberlegungen (Verletzungsgefahr), das Bestreben, eine einheitliche Spielkleidung zu gewährleisten, die religiöse Neutralität im Sport usw. können Gründe abgeben, welche das Tragen beispielsweise von Kopftüchern verbieten. Dies gilt selbstverständlich auch für andere religiöse Symbole (bspw. Verbot, während eines Fussballspiels wegen Verletzungsgefahr Kruzifixe zu tragen). Ein Sportverband, der eine solche Regelung (Kopftuchverbot, Verbot des Tragens religiöser Symbole während des Wettkampfes) erlässt, dürfte diese nach dem Fingerzeit aus Luxembourg auch durchsetzen können, ohne sich diesbezüglich juristische Probleme einzuhandeln – jedenfalls vor dem Hintergrund des EU-Rechts.

Politische Angriffe auf den organisierten Sport abgewehrt

(causasportnews / red. / 16. März 2017) Zwar ist es dem Weltfussballverband FIFA seit einiger Zeit gelungen, sich etwas aus der Schusslinie seitens der Medien, der Politik und der Öffentlichkeit im Allgemeinen zu bewegen. Vereinzelt hat sich der Verband aber dennoch immer wieder gegen Angriffe aller Art zur Wehr zu setzen. Die FIFA war soeben Thema in der grossen Kammer (Nationalrat) des Schweizerischen Parlaments, welche ein Postulat des SP-Politikers Cédric Wermuth zu behandeln hatte. Dieser verlangte von der Landesregierung, dass sie einen Bericht zur Situation der grossen internationalen Sportverbände und –organisationen vorlegen solle, der vor allem die Rechtsform des Vereins (Art. 60 ff. ZGB) zum Gegenstand haben müsse. Die Politiker könnten sich nicht länger aus der Regulierung der grossen Sportverbände heraushalten, und es müsse eine Weiterlesen

Milliardengewinn bei „Adidas“ – Schatten über „Nike“

(causasportnews / red. / 15. März 2017) 19,3 Milliarden Euro setzte der Sportartikelkonzern „Adidas“ im Jahr 2016 um (+18%); der Gewinn beträgt eine satte Milliarde Euro (+ 41%). success-663328_1280Diese kürzlich vom neuen „Adidas“-Chef Kasper Rorsted bekannt gegebenen Zahlen erfreuten auch die Aktionäre des Unternehmens aus Herzogenaurach: Innerhalb von fünf Jahren hat sich der Aktienkurs verdreifacht; nach Veröffentlichung der Zahlen für 2016 stieg der Kurs der „Adidas“-Aktie um mehr Weiterlesen

Erneuter, untauglicher Olympia-Bewerbungsversuch

(causasportnews / red. / 8. März 2017) Wer hat noch nicht – wer will nochmal? Obwohl Olympia-Bewerbungen rundherum scheitern (vgl. hierzu etwa die diesbezüglichen Schweizer Bewerbungen im Kanton Graubünden, Causa Sport News vom 13. Februar 2017), will die Walliser Metropole Sion/Sitten

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Wallis – Burg von Sion/Sitten

dennoch versuchen, Olympische Winterspiele in die Schweiz zu holen. Der Schweizerische Sportdachverband „Swiss Olympic“ hat (einstweilen) entschieden, das Projekt „Sion 2026“, wie es offiziell heisst, weiter zu verfolgen. Vorerst geht es um einen Betrag von Weiterlesen

«Netzsperren» ins Geldspielgesetz aufgenommen

(causasportnews / red. / 2. März 2017) Nun kam es also, wie es offenbar kommen musste: Die eidgenössischen Räte haben im Zuge der Revision des schweizerischen Geld- bzw. Glücksspielrechts die Einführung von sog. „Netzsperren“ beschlossen. Dabei geht es im Kern darum, Anbieter von Internet-Diensten dazu zu verpflichten, den Zugang zu ausländischen Sportwettenveranstaltern über das Internet für in der Schweiz ansässige Nutzer zu unterbinden. Dabei sind indessen sowohl die technische Wirksamkeit als auch die Verfassungsmässigkeit eines solchen Ansatzes höchst fraglich (siehe schon Causa Sport News vom 5. Januar 2017). Nachdem zuvor schon der Ständerat der Einführung der „Netzsperren“ zugestimmt hatte, folgte ihm nun der Nationalrat nach. Die entsprechenden Bestimmungen werden im „Bundesgesetz über Geldspiele“ (BGS) verankert werden, das sich gegenwärtig in den eidgenössischen Räten in Beratung befindet. Ob das BGS – und mit ihm die „Netzsperren“ – letztlich tatsächlich Realität werden, muss sich weisen. „Jahrhundertprojekte“ bzw. „grosse Würfe“ wie das BGS haben es im Geldspielbereich erfahrungsgemäss schwer. Nicht auszuschliessen, dass das Gesetz am Ende ein allfälliges (fakultatives) Referendum nicht übersteht; es wäre nicht das erste Mal. So oder so können die ausländischen Anbieter von Online-Glücksspielen (wie etwa Sportwetten) aber entspannt bleiben: Selbst wenn die „Netzsperren“ kommen sollten, dürften sie sich aller Voraussicht nach nur als wenig wirksam erweisen, um Spieler aus der Schweiz an der Teilnahme an ausländischen Online-Spielen zu hindern.

St. Moritz sorgt für juristische Nachhaltigkeit

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swiss-image.ch/Photo Andy Mettler

(causasportnews / red. / 27. Februar 2017) Obwohl die alpinen Ski-Weltmeisterschaften 2017 in St. Moritz erst vor wenigen Tagen zu Ende gegangen sind, ist der sportliche Teil der Veranstaltung bereits weitgehend vergessen. Immer noch für Gesprächsstoff und für Abklärungen sorgt allerdings ein Vorfall, der sich zwischen dem ersten und dem zweiten Lauf des WM-Riesenslaloms der Männer ereignete, als ein Flugzeug der PC-7-Fliegerstaffel der Schweizer Armee das Tragseil einer Seilbahnkamera des Schweizer Fernsehens zerschnitt und die Kamera in den Zielraum des Riesenslaloms stürzen liess. Niemand und nichts zu Schaden gekommen, nur ein Riesenschreck – das ist die Bilanz dieses Vorfalls, der sich katastrophal hätte auswirken können. Weiterlesen