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Konkrete wirtschaftlichen Folgen der Pandemie auf den Sport

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(causasportnews / red. / 12. April 2021) Es wäre blauäugig anzunehmen, «Corona» würde keine wirtschaftlichen Folgen auf den Sport zeitigen. Jetzt wird es allmählich konkret, und die Hoffnung, dass die Pandemie bald vorbei sein könnte und sich damit auch die wirtschaftlichen Gegebenheiten im Sport zumindest nicht verschlechtern würden, ist nicht allzu gross. Dass «Geisterspiele» im Fussball nicht exorbitant werbewirksam sind, liegt auf der Hand. Fehlen in den Stadien die Zielgruppen für Sponsoren, bildet der Fussball weitgehend nur noch eine bescheidene Werbeplattform. Auch Veranstaltungen, die im Fernsehen mitverfolgt werden können, sind nicht gerade ein Marketing-«Rennen». Aufgrund der aktuellen Gesamtsituation wird der FC Zürich seinen Hauptsponsor «AntePAY» (Anbieter von Zahlungsmitteln für den bargeldlosen Zahlungsverkehr und Herausgeber einer Prepaid-Kreditkarte) verlieren, wie verschiedene Medien berichten; dies wurde von der Leitung des Zürcher Stadtklubs zwischenzeitlich bestätigt. «AntePAY» hat seinen Betrieb eingestellt; nicht zuletzt die Schliessung vieler Geschäfte haben dem Unternehmen das Genick gebrochen. Der Sponsoringvertrag zwischen «AntePAY» und dem FC Zürich wird per Ende dieser Saison nicht mehr weitergeführt werden, doch aufgrund der Einstellung aller Geschäftsaktivitäten des Sponsors kommt die jetzige Ankündigung der Beendigung der werblichen Partnerschaft im Wert von jährlich einer Million Schweizer Franken nicht überraschend. Der Klub wird deswegen im Moment zwar kein Geld verlieren, da dieses Sponsoring über eine Agentur abgewickelt worden ist, doch dürfte es, z.B. auch über eine gut vernetzte Vermarktungs-Agentur, schwierig werden, ab 1. Juli 2021 einen neuen Hauptsponsor für den Zürcher Renommier-Klub zu finden, falls «Corona» und allfällige Mutanten weiter wüten werden. Das Schicksal des FC Zürich wird sich im Rahmen der Schweizer Professional-Liga und auch in ausländischen Ligen und in diversen Klubs zweifelsfrei wiederholen.

Es werden nun wohl immer mehr pekuniäre Schäden im Zuge der Seuche zu Lasten des Sportes manifest werden. Geschädigt werden etwa auch Pay-TV-Sender und Rechteinhaber an Sportveranstaltungen. Vor allem das Internet lässt kostenfreie Übertragungsmodelle zu, und das illegale «Streaming» via dubiose «Piratensender» verzeichnet einen Boom. Gemäss einer Untersuchung in Grossbritannien könnten (legale) «Streaming»-Dienstleister und Pay-TV-Sender gegen 30 Milliarden Dollar mehr einnehmen, falls Nutzer illegaler Anbieter in den legalen Markt wechseln und für die genutzten Dienstleistungen auch zahlen würden. Das scheint ebenfalls eine Folge von «Corona» zu sein: Viele Konsumenten des Produktes «Sport» bedienen sich kostenlos – wenn es geht. Und es geht fast immer…

Zur Thematik illegaler Fernsehübertragungen sei in diesem Zusammenhang auf einen Aufsatz, der in der nächsten Ausgabe von «Causa Sport» erscheinen wird, hingewiesen (Sabrina und Malte Frank, Ein Piratensender auf Sport-Raubzug – und die WTO zappt weg).

Internet-Verluderung wird zur Chefsache

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(causasportnews / red. / 7. März 2021) Das Internet und die «neuen Medien» bieten ungeahnte, neue Möglichkeiten. Sie sind jedoch auch dazu angetan, die Hemmschwellen sinken zu lassen und der Kommunikations-Verluderung unter den Menschen Vorschub zu leisten. Insbesondere Prominente jeglicher Schattierung und Herkunft bekommen die neuen Möglichkeiten und Auswirkungen dieser «neuen Medien» zu spüren; Cybermobbing und Hass verbreiten sich weit schneller als das «Corona»-Virus (vgl. dazu causasportnews vom 27. Februar 2021). Betroffen sind vor allem auch Sportlerinnen und Sportler, die auf diesem Wege meistens nicht gelobt, sondern immer mehr gescholten, gebasht und beschimpft werden; wobei das nicht angeht, auch wenn manche Akteurinnen und Akteure diesem Treiben Vorschub leisten und vor allem bei Mitmenschen mit bescheidenem Geiste dann und wann provozierend ankommen. Der Deutsche Fussball-Nationalspieler Toni Kroos gehört zu diesen Zeitgenossen, welche die Negativ-Auswirkungen der neuen Kummunikationsmittel zu spüren bekommen. Im Zusammenhang mit Äusserungen zu Mesut Özil nach der Fussball-WM-Endrunde in Russland soll der Weltmeister von 2014 schon mal als «Nazi» und vielsagend als «blond mit blauen Augen», diskreditiert worden sein, wie die Tageszeitung «Die Welt» berichtet.

Der Kampf gegen die Hatz im Internet ist nun vom Deutschen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier zur Chefsache erklärt worden. Ausgiebig hat er sich gemäss «Die Welt» mit dem in Bedrängnis geratenen Toni Kroos ausgetauscht. Der Fussballspieler tritt dafür ein, dass sich im Internet nur noch artikulieren darf, wer unter korrektem Namen und authentischem Profil aufzutreten bereit ist; es müsse nachvollziehbar sein, wer im Netz aktiv sei und Beiträge verfasse. Der Bundespräsident spricht sich ebenfalls dafür aus, dass künftig und umgehend die Anonymität in diesem Umfeld verhindert wird. Auf drei Ebenen sieht das 65jährige Staatsoberhaupt Handlungsbedarf: Die Politik sei gefordert. Die Gesetzgebung im Kampf gegen Hass und Hetze im Internet müsse intensiviert werden. Frank-Walter Steinmeier sieht zudem, dass die Netzbetreiber in die Verantwortung miteinbezogen werden müssten. Letztlich müssten aber auch die User stärker zum Thema werden. Es dürfe nicht der Eindruck entstehen, dass Hetzer und Hasser in der Mehrheit seien.

Die Aktivitäten in den «neuen Medien» scheinen in letzter Zeit beängstigende, depremierende und geradezu alarmierende Formen angenommen zu haben. Das kann auch mit den Restriktionen und den Einschränkungen der Menschen im Zusammenhang mit «Corona» begründet werden. Aus dem anonymen Homeoffice lässt sich besser schimpfen, mobben und hetzen als im Rahmen einer strukturierten Betriebsorganisation. Das mag zwar niemand eingestehen, denn alles, was der momentanen Glorifizierung des Systems «Homeoffice» schaden könnte, bildet ein gesellschaftliches Tabu.

Auf den Mann oder auf die Frau gespielt

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(causasportnews / red. / 27. Februar 2021) Die «neuen Medien» haben der Menschheit ungeahnte, neue Möglichkeiten der Information und Kommunikation eröffnet. Alles begann mit dem «Handy», eine Erscheinungsform moderner Begegnung, die wieder einmal in Anlehnung an «Loriot», mit bürgerlichem Namen Vicco von Bülow, vom Nutzen her auch etwa so qualifiziert werden könnte: «Ein Leben ohne Handy ist zwar möglich – aber sinnlos». Über die ratio moderner Kommunikationsmittel im Allgemeinen lässt es sich trefflich streiten. Unbestritten ist allerding, dass diese neue, schöne Kommunikationswelt erstens kaum mehr in ordentlichen und geordneten Bahnen verläuft, sondern regel(un)recht aus dem Ruder läuft. Eine Neuauflag des Zauberlehrlings also, der nicht mehr beherrschen kann, was er entfesselt hat.

Vor allem lässt diese neue Welt Hemmschwellen sinken und die Umgangsformen zwischen den Menschen niveaulos werden und verrohen. Dies wird vom Umstand begünstigt, dass mit den neuen Medien Kommunikationsmittel und -möglichkeiten für jedermann (und jede Frau) geschaffen werden. Wer sich noch vor wenigen Jahren über eine gewählte, korrekte und stilvolle Sprache auszuweisen hatte, falls er mit seiner Meinung in den konventionellen Medien publiziert werden wollte, kann heute auf den digitalen Kanälen und mit Hilfe der neuen Medin wild zuschlagen, beschimpfen, diffamieren und so richtig die «Sau» rauslassen. Die neuen Medien bilden eine Form der Perpetuierung des klassischen «Stammtisches». Der erste US-Twitter-Präsident hat es vorgelebt. Es kommt hinzu, dass das Mitteilungsbedürfnis der Menschen heute ins Unermessliche gestiegen ist. Man will um jeden Preis wahrgenommen werden – auch im privaten Umfeld. Das gilt ebenfalls für Personen des öffentlichen Lebens, an ihrem Leben soll ausserhalb von Bühne und Sportplatz teilgenommen werden. Dass Franck Ribéry in Dubai ein «Gold-Steak» verzehrt hat, sollte schliesslich die ganze Welt erfahren (Causa Sport 1/2019, 112). Die neuen Medien bilden neue Marketingkanäle für Berühmtheiten jeglicher Provenienz – auch wenn der «Schuss» dabei oft nach hinten losgeht und die Protagonisten für aus der Privatsphäre Kommuniziertes Schelte und Beschimpfungen zu gewärtigen haben (wie eben vor zwei Jahren Franck Ribéry) statt Applaus und Lob. Oft aus purer Dummheit wird noch Dümmlicheres und Unnötigeres kommuniziert, dies in der Erwartung, vom «tumben» Volk dafür beklatscht zu werden. «Promis» und Menschen, die sich auf diese Weise einen Stellenwert erkämpfen wollen, verkennen oft auch eine Eigenheit des Volkes: Neid und Missgunst. Das Thema der «Influencer/innen» sei an dieser Stelle einmal aussen vorgelassen.

Die nächste Eskalationsstufe in dieser Entwicklung bilden die zunehmenden Beschimpfungen, Bedrohungen, Schmähungen und Diffamierungen. Wer etwa als Athlet/in den sozialen Netzwerken unterwegs ist, provoziert einiges. So wird dann als Reaktion zwangsläufig immer mehr auf den Mann (oder auf die Frau) gespielt. «Cyber-Mobbing» nennt sich das; eine Tendenz, die sich durch das Verhalten der belasteten und frustrierten Mitmenschen im «Corona»-Zeitalter zuspitzt. Nun gelangen Spitzensportler/innen an die Öffentlichkeit und verlangen Mässigung derer, welche sich im Netz austoben. So beklagt sich der Deutsche Fussballspieler Toni Kroos: «Cyber-Mobbing ist kein Kavaliersdelikt». Sein Agent, Volker Struth, fordert öffentlich, dass der Staat nun für Disziplin im Netz sorgen solle. Am Schluss soll es derzeit immer der Staat richten. Vielleicht wäre es jedoch angesagt, die neuen Medien etwas defensiver zu nutzen; was kümmern uns Privat-, Urlaubs- und Party-Fotos dekadenter Sportler/innen?