Internet-Verluderung wird zur Chefsache

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(causasportnews / red. / 7. März 2021) Das Internet und die «neuen Medien» bieten ungeahnte, neue Möglichkeiten. Sie sind jedoch auch dazu angetan, die Hemmschwellen sinken zu lassen und der Kommunikations-Verluderung unter den Menschen Vorschub zu leisten. Insbesondere Prominente jeglicher Schattierung und Herkunft bekommen die neuen Möglichkeiten und Auswirkungen dieser «neuen Medien» zu spüren; Cybermobbing und Hass verbreiten sich weit schneller als das «Corona»-Virus (vgl. dazu causasportnews vom 27. Februar 2021). Betroffen sind vor allem auch Sportlerinnen und Sportler, die auf diesem Wege meistens nicht gelobt, sondern immer mehr gescholten, gebasht und beschimpft werden; wobei das nicht angeht, auch wenn manche Akteurinnen und Akteure diesem Treiben Vorschub leisten und vor allem bei Mitmenschen mit bescheidenem Geiste dann und wann provozierend ankommen. Der Deutsche Fussball-Nationalspieler Toni Kroos gehört zu diesen Zeitgenossen, welche die Negativ-Auswirkungen der neuen Kummunikationsmittel zu spüren bekommen. Im Zusammenhang mit Äusserungen zu Mesut Özil nach der Fussball-WM-Endrunde in Russland soll der Weltmeister von 2014 schon mal als «Nazi» und vielsagend als «blond mit blauen Augen», diskreditiert worden sein, wie die Tageszeitung «Die Welt» berichtet.

Der Kampf gegen die Hatz im Internet ist nun vom Deutschen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier zur Chefsache erklärt worden. Ausgiebig hat er sich gemäss «Die Welt» mit dem in Bedrängnis geratenen Toni Kroos ausgetauscht. Der Fussballspieler tritt dafür ein, dass sich im Internet nur noch artikulieren darf, wer unter korrektem Namen und authentischem Profil aufzutreten bereit ist; es müsse nachvollziehbar sein, wer im Netz aktiv sei und Beiträge verfasse. Der Bundespräsident spricht sich ebenfalls dafür aus, dass künftig und umgehend die Anonymität in diesem Umfeld verhindert wird. Auf drei Ebenen sieht das 65jährige Staatsoberhaupt Handlungsbedarf: Die Politik sei gefordert. Die Gesetzgebung im Kampf gegen Hass und Hetze im Internet müsse intensiviert werden. Frank-Walter Steinmeier sieht zudem, dass die Netzbetreiber in die Verantwortung miteinbezogen werden müssten. Letztlich müssten aber auch die User stärker zum Thema werden. Es dürfe nicht der Eindruck entstehen, dass Hetzer und Hasser in der Mehrheit seien.

Die Aktivitäten in den «neuen Medien» scheinen in letzter Zeit beängstigende, depremierende und geradezu alarmierende Formen angenommen zu haben. Das kann auch mit den Restriktionen und den Einschränkungen der Menschen im Zusammenhang mit «Corona» begründet werden. Aus dem anonymen Homeoffice lässt sich besser schimpfen, mobben und hetzen als im Rahmen einer strukturierten Betriebsorganisation. Das mag zwar niemand eingestehen, denn alles, was der momentanen Glorifizierung des Systems «Homeoffice» schaden könnte, bildet ein gesellschaftliches Tabu.

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