
Unmittelbar vor Beginn der WM 2018 vergibt der FIFA-Kongress die WM 2026 an Kanada, Mexiko und die USA.
(causasportnews / rem. / 13. Juni 2018) Nun ist es also «offiziell»: Die Endrunde der FIFA-Fussballweltmeisterschaft 2026™ wird von Kanada, Mexiko und den USA gemeinsam ausgerichtet werden. Die Bewerbung «United 2026» erhielt am heutigen FIFA-Kongress in Moskau 134 von 200 abgegebenen Stimmen und damit deutlich mehr als das erforderliche Mehr von 101 Stimmen. Für die Bewerbung des einzigen Konkurrenten, Marokko, votierten lediglich 65 Mitglieder des FIFA-Kongresses, der zum ersten Mal über eine WM-Vergabe entschied (zuvor war hierfür stets das FIFA-Exekutivorgan zuständig gewesen).
Dieses Resultat war nun nicht wirklich eine Überraschung – es hatte sich zuletzt immer mehr abgezeichnet, dass die zwar charmante, aber im Vergleich erheblich weniger «gewichtige» Bewerbung Marokkos kaum ernsthafte Chancen haben dürfte. Der vor Kurzem veröffentlichte Bericht der FIFA Task Force zur Evaluierung der Bewerbungen hatte «United 2026» klar höher bewertet als die marokkanische Bewerbung. Und auch während den jeweils 15-minütigen Präsentationen der Bewerber während des FIFA-Kongresses war die «Übermacht» der Bewerbung vom amerikanischen Kontinent unübersehbar. Zwar arbeiteten beide «Bids» (auch) mit professionellen und eindrücklichen audiovisuellen Präsentationen, doch wurde schnell klar, wer sich im Vorfeld die höher qualifizierten PR-Profis leisten konnte: «Football brings us together for sport – but makes us friends for life.» Bei der «United 2026» Präsentation sass jeder Satz.
Hat darüber hinaus Geld eine Rolle gespielt? Es wäre naiv, diese Frage kategorisch zu verneinen. Die prognostizierten Einnahmen Weiterlesen

Fall ist), beinhaltet diese direkte Form der Demokratie oft Überraschungen. In der Regel lässt sich aber der Ausgang von Abstimmungen ziemlich genau prognostizieren. Am Wochenende erfolgten zwei Abstimmungen, die direkt oder indirekt den Sport zum Gegenstand hatten. In beiden Fällen mussten Polit-und Sport-Nostalgiker Schlappen einstecken.
(causasportnews / red. / 6. Juni 2018) Im Kampf gegen unlautere Ticketvertreiber mit Blick auf die in der kommenden Woche beginnende Endrunde der Fussball-WM in Russland hat der Weltfussballverband FIFA gegen eine Schweizer Ticket-Unternehmung rigorose Schritte eingeleitet und bei der Staatsanwaltschaft Genf eine Strafanzeige wegen Verletzung des Bundesgesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb eingereicht. Gemäss Informationen seitens der FIFA soll die „viagogo AG“ mit Sitz in Genf unzulässigerweise Tickets für die Spiele in Russland verkaufen und vertreiben, ohne hierfür autorisiert zu sein. Da der Unternehmung die Berechtigung zum entsprechenden Ticketinggeschäft fehle, verhalte sie sich unlauter, was nun strafrechtliche Konsequenzen haben soll. Der Weltverband sieht im unkontrollierten Tickethandel, wie er durch „viagogo AG“ durchgeführt wird, eine ernsthafte Gefahr für den ordnungsgemässen, straff organisierten Ablauf der Spiele in Russland; überdies müsse darin mangels Kontrollierbarkeit des Ticketings ein enormes Sicherheitsrisiko gesehen werden, verlautete aus der FIFA-Zentrale in Zürich. Gegen den Wildwuchs im Ticketinggeschäft rund um die WM-Endrunde hat die FIFA gegen die selbe Unternehmung bereits Ende des letzten Jahres in Deutschland rechtliche Schritte eingeleitet und gegen „viagogo AG“ einen Entscheid am Landgericht Hamburg erwirkt (Beschluss des Landgerichts Hamburg vom 2. November 2017; 411 HKO 119/17, wiedergegeben in Causa Sport 1/2018, 76 f.). Das Gericht qualifizierte die Aktivitäten des Schweizer Unternehmens als „Wettbewerbsverstoss“. Die FIFA hat Tickets, die nicht über den offiziellen Kanal (FIFA.com/tickets) erworben werden, als ungültig erklärt. Dazu gehören auch Tickets, die über „viagogo AG“ vertrieben werden.
(causasportnews / red. / 4. Juni 2018) Im Kampf gegen die Kriminalität im Umfeld des Sports hat das Bezirksgericht Winterthur für klare Verhältnisse und ein wegweisendes Urteil gesorgt: Ein 22jähriger Kochlehrling, welcher als gewaltbereit einzustufen ist, wurde wegen versuchter Tötung mit Eventualvorsatz mit einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren belegt. Nach einem Spiel des FC Winterthur gegen den FC Zürich vor rund einem Jahr (als der FC Zürich noch nicht in der obersten Spielklasse engagiert war) warf der Mann im Bahnhof Winterthur vom Parkdeck über dem Perron aus rund zehn Metern Höhe einen Schachtdeckel auf Fans des FC Zürich, die sich nach dem Spiel in Winterthur wieder nach Zürich begeben wollten. Dabei wurde ein 28jähriger Mann schwer verletzt. Ob der Täter der organisierten Hooligan-Szene zuzurechnen ist, blieb auch nach durchgeführter Verhandlung am Bezirksgericht Winterthur unklar.
(causasportnews / red. / 31. Mai 2018) Dass der Sport schon lange keine autonome Insel von Spiel und Spass mehr ist, dürfte allgemein bekannt sein. Deliktisches Verhalten im Umfeld des Sports wirft jedoch kaum mehr grosse Wellen, wie Vorkommnisse der letzten Tage belegen. Da gewinnt der FC Zürich am Sonntag ziemlich überraschend den Cup-Final. Und was passiert an der ausgelassenen Siegesfeier in Zürich? Nicht Chaoten, Hooligans oder andere Kriminelle stellen ihr Deliktspotential unter Beweis, sondern – zwei Spieler des siegreichen Klubs! Auf dem Balkon des „Volkshauses“ in Zürich zünden zwei vermummte Gestalten Pyros. Bald einmal war klar, dass es sich dabei um die Spieler Adrian Winter und Mirlind Kryeziu handelte, die mit ihrer Aktion sowohl gegen das Sprengstoffgesetz als auch gegen das Vermummungsverbot verstiessen. Diese deliktischen Handlungen hatten – auf öffentlichen Druck hin – eine lauwarme Reaktion der Klubführung des FC Zürich zu Folge; und eine noch lauwärmere seitens des nationalen Schweizer Verbandes. Die Spieler würden vereinsintern gebüsst und auch arbeitsrechtlich zur Verantwortung gezogen, verlautete aus der Teppich-Etage des Stadtklubs. Letzteres dürfte darin gipfeln, dass die fehlbaren Spieler eine Verwarnung kassieren. Die Busse werden die hochbezahlten Spieler mit einem Lächeln wegstecken. Der Verband zeigte sich „nicht erfreut über derartige Auftritte“. Kein Wunder also, dass niemand mehr daran glaubt, dass solche Taten unterbunden werden können, geschweige denn nicht mehr vorkommen. Auch wenn es nach Pyro-Aktionen dereinst Todesopfer geben sollte, wird sich an dieser Kapitulation vor derartigen Delikten nichts mehr ändern. Gemäss Polizeiangaben sind zwar individuelle Strafverfahren gegen die Fehlbaren eingeleitet worden. Aber wetten, dass diese Verstösse gegen das Sprengstoffgesetz damit erledigt sind? In der Tat ist es evident: Falschparkieren ist weit verwerflicher als mit Pyro-Flammen von mehreren hundert Grad Menschen massivst zu gefährden.
(causasportnews / red. / 23. Mai 2018) Früher galt die Golf-Konstellation als Lehrbuchbeispiel oder Comic-Thema, nun wird aus der Theorie und aus einer humoresken Sequenz aber immer mehr Praxis. Erneut hatte sich ein Gericht mit einem verunglückten Schlag, der beigezogene Experte nannte ihn sogar einen „Jahrhundert“-Fehlschlag, der zu Verletzungen eines Unbeteiligten führte, zu befassen. Getroffen von einem abgeirrten Golfball wurde ein 13-Jähriger, der einen über einen Golfplatz führenden Weg benutzte. Der Oberste Gerichtshof Österreichs hatte sich intensiv mit der Rechtslage zu befassen und war gehalten, die Verantwortlichkeiten des Golfplatzbetreibers (eines Vereins) und des abschlagenden Spielers zu beurteilen. Das Gericht sah letztlich die Verantwortlichkeit beim abschlagenden Spieler, nicht jedoch beim Golfplatzbetreiber, der auf die Gefahr mit Warntafeln hingewiesen hatte. Damit widerlegte der Oberste Gerichtshof die immer wieder ins Feld geführte, generelle Argumentation,
(causasportnews / red. / 22. Mai 2018) Was ist nur mit unseren Journalistinnen und Journalisten los? Da sind sie in einem der attraktivsten Berufe tätig, werden hofiert, profitieren von den Vorzügen des (Berufs-)Lebens und kennen das Wort Stress meistens nur vom Hörensagen. Im Publizistik-Studium wird den Studierenden die Medien-Welt im schönsten Licht dargestellt. Und was machen sie danach in der Praxis? Sie üben sich durchwegs in Pessimismus und Defaitismus. Zugegeben: Seit US-Präsident Donald Trump den Medienschaffenden anders begegnet als andere Politiker/innen, ist deren Berufsleben nicht einfacher geworden, bzw. ist die Macht der Medienleute relativiert und der Berufsstand nicht zuletzt im Selbstvertrauen erschüttert und durchgeschüttelt worden. Nicht nur der twitternde US-Präsident, dem die Journalistinnen und Journalisten relativ gleichgültig sind, hat der gesamten Medienszene zugesetzt. Der Auflagenschwund bei den Print-Medien ist allerdings nicht direkt auf Donald Trump und seine Gebaren zurück zu führen. 
(causasportnews / red. / 16. Mai 2018) Das war vorauszusehen: Dem Auftritt der deutsch-türkischen Star-Fussballspieler Mesut Özil und Ilkay Gündogan mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan folgte der allgemeine Entrüstungssturm. Der Volkszorn, sekundiert von den üblichen Mainstream-Medien, entlud sich besonders heftig über dem Manchester-Fussballsöldner Ilkay Gündogan, der (s)ein Spiel-Shirt ehrfürchtig „seinem“ Präsidenten überreichte. Dumm ist bei der ganzen Sache einzig der Umstand, dass der türkische Staatschef die Sympathien der Welt nicht gerade im Überfluss geniesst wie etwa Frankreichs Staats-Top-Star Emmanuel Macron. Was die Fussballspieler getan haben,