Archiv für den Monat Juni 2017

Die Sache mit dem Doping im (brasilianischen) Fussball

(causasportnews / red. / 12. Juni 2017) Erst vor kurzer Zeit wartete die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) mit Zahlen zu Doping im Fussball auf (vgl. dazu auch Causa Sport News vom 29. Mpexels-photo-274482ai 2017; danach sollen im Jahr 2016 steigende, verdächtige Dopingproben verzeichnet worden sein), jetzt erhält das Thema eine brisante Aktualität: Gemäss Recherchen des Deutschen Fernsehen (ARD) sollen im brasilianischen Fussball im Jahr 2015, just ein Jahr nach der Fussball-WM-Endrunde im fussball-verrückten südamerikanischen Land, Dopingpraktiken im Fussball vorgekommen sein. In den Vorgang ist offenbar ein Arzt verwickelt, der eine Reihe von Top-Spielern, unter ihnen auch ein Fussball-Internationaler – genannt wird in diesem Zusammenhang Weiterlesen

Veruntreuungsfall mit (sportspezifischen) Folgen

(causasportnews / red. / 9. Juni 2017) Der Veruntreuungsfall um den ehemaligen Sportchef des derzeit erfolgreichsten Schweizer Frauen-Fussballteams, FC Neunkirch, wirkt sich nun auch auf den Sport aus: Das erfolgreiche Team wird sich aus dem Meisterschaftsbetrieb der höchsten Spielklasse zurückziehen. Der Sportchef des Vereins, zugleich leitender Mitarbeiter des bekannten Getränkeproduzenten Rimuss und Weinkellerei Rahm AG in Hallau/Schaffhausen, hat angeblich grössere Beträge bei seiner Arbeitgeberunternehmung abgezweigt und die Gelder im Rahmen eines Sponsorings dem Verein zugeleitet (vgl. auch Causa Sport News vom 21. April 2017). Nach dem Auffliegen der Affäre waren die Auswirkungen auf den Sport nicht abschätzbar. Doch jetzt ist klar, dass sich der Verein als Folge der Vorkommnisse um den Sportchef nicht weiter wird in der höchsten Spielklasse halten können. Weiterlesen

«Poker» um Besteuerung von Gewinnen aus Sportwetten

(causasportnews / red. / 2. Juni 2017) Im Zuge der gegenwärtig laufenden Revision des schweizerischen Glücks- bzw. Geldspielrechts wird zwischen National- und Ständerat weiterhin um verschiedene Details der Regelungen im geplanten neuen Bundesgesetz über Geldspiele (Geldspielgesetz; BGS) gerungen. Einer der „Zankäpfel“ ist dabei die Frage der Besteuerung von Gewinnen aus Geldpielen. Zur Zeit müssen die Spielerinnen und Spieler die in Spielbanken (Casinos) erzielten Gewinne nicht versteuern, während die bei Lotterien und (Sport-) Wetten anfallenden Gewinne insbesondere der Einkommenssteuer unterliegen (wobei die konkreten Steuersätze usw. nach Kantonen variieren). Im bundesrätlichen Gesetzentwurf war vorgeschlagen worden, auch die Lotterie- und Wettgewinne von sämtlichen Steuern zu befreien. Während der Nationalrat diesem Vorschlag folgen möchte, hält der Ständerat an einem Ansatz fest, nach dem Lotterie- und Wettgewinne (und damit auch die mit Sportwetten erzielten Gewinne) grundsätzlich weiterhin besteuert werden sollen, allerdings erst ab einer Höhe von CHF 1 Mio.

Eine weitere Differenz zwischen den beiden Kammern des eidgenössischen Parlaments betrifft die Frage der Kosten für die sog. „Netzsperren“ (siehe zu diesen bereits Causa Sport News vom 5. Januar 2017 und vom 2. März 2017). Der Nationalrat möchte die Kosten für diese – in ihrer Wirksamkeit und rechtlichen Zulässigkeit erheblichen Zweifeln unterliegenden – Massnahmen entschädigen; der Ständerat beharrt auf der gegenteiligen Position. Welche der fraglichen Ansätze sich letztlich jeweils durchsetzen werden, bleibt abzuwarten. Ein rasches Ende der Beratungen zum Geldspielgesetz ist derzeit nicht in Sicht.