Archiv für den Monat Juni 2017

Der Palästinensische Fussballverband geht vor dem CAS gegen die FIFA vor

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Der Konflikt zwischen Palästina und Israel beschäftigt immer wieder auch die FIFA.

(causasportnews / red. / 15. Juni 2017) Der Palästinensische Fussballverband (Palestinian Football Association; PFA) geht vor dem Internationalen Sportschiedsgericht (Court of Arbitration for Sport; CAS) in Lausanne gegen die Fédération Internationale de Football Association (FIFA) vor. Anlass für die Streitigkeit ist ein Antrag, den die PFA im Vorfeld des 67. FIFA-Kongresses vom 11. Mai 2017 in Bahrein eingereicht hatte. Der Kongress entschied letztlich aber, über den Antrag nicht abzustimmen. Gegen den entsprechenden Beschluss reichte die PFA nun Berufung beim CAS ein.

Der im Vorfeld des 67. FIFA-Kongresses eingereichte Antrag der PFA hatte – einmal mehr – die israelischen Fussballklubs zum Gegenstand, die im Westjordanland (welches Palästina für sich beansprucht) angesiedelt sind. Weiterlesen

Glücksspielanbieter aus Gibraltar unterliegen vor dem EUGH

(causasportnews / red. / 14. Juni 2017) In Gibraltar ansässige Anbieter von (Sport-) Wetten und anderen Geld- bzw. Glücksspielen können sich gegenüber dem Vereinigten Königreich von Grossbritannien und Nordirland nicht auf die EU-Dienstleistungsfreiheit berufen. Das hat der Gerichtshof der Europäischen Union (EUGH) mit Urteil vom 13. Juni 2017 (Rs. C-591/15) entschieden.

Das Urteil des EUGH ist im Rahmen eines Vorabentscheidungsverfahrens ergangen. Der Ausgangsrechtsstreit war vor dem High Court of Justice (England & Wales) anhängig, wo die Gibraltar Betting and Gaming Association („GBGA“) gegen eine neue Steuerregelung des Vereinigten Königreichs vorgegangen war. Weiterlesen

Weiterhin „dicke Luft“ im Verhältnis zwischen „Swisscom“ und „UPC“

(causasportnews / red. / 13. Juni 2017) Seit die beiden Schweizer Telekommunikationskonzerne „Swisscom“ und „UPC“ über ihre Pay-TV-Kanäle Sportrechte verwerten, herrscht zwischen den Rivalen mehr als nur „dicke Luft“. Juristische Verfahren jagen sich, und vor allem bei der Wettbewerbskommission (Weko) sind die beiden Unternehmen zu Dauerkunden geworden; wenigstens diesbezüglich herrscht ein ausgewogenes Verhältnis. Die jüngste Untersuchung der Weko Weiterlesen

Die Sache mit dem Doping im (brasilianischen) Fussball

(causasportnews / red. / 12. Juni 2017) Erst vor kurzer Zeit wartete die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) mit Zahlen zu Doping im Fussball auf (vgl. dazu auch Causa Sport News vom 29. Mpexels-photo-274482ai 2017; danach sollen im Jahr 2016 steigende, verdächtige Dopingproben verzeichnet worden sein), jetzt erhält das Thema eine brisante Aktualität: Gemäss Recherchen des Deutschen Fernsehen (ARD) sollen im brasilianischen Fussball im Jahr 2015, just ein Jahr nach der Fussball-WM-Endrunde im fussball-verrückten südamerikanischen Land, Dopingpraktiken im Fussball vorgekommen sein. In den Vorgang ist offenbar ein Arzt verwickelt, der eine Reihe von Top-Spielern, unter ihnen auch ein Fussball-Internationaler – genannt wird in diesem Zusammenhang Weiterlesen

Veruntreuungsfall mit (sportspezifischen) Folgen

(causasportnews / red. / 9. Juni 2017) Der Veruntreuungsfall um den ehemaligen Sportchef des derzeit erfolgreichsten Schweizer Frauen-Fussballteams, FC Neunkirch, wirkt sich nun auch auf den Sport aus: Das erfolgreiche Team wird sich aus dem Meisterschaftsbetrieb der höchsten Spielklasse zurückziehen. Der Sportchef des Vereins, zugleich leitender Mitarbeiter des bekannten Getränkeproduzenten Rimuss und Weinkellerei Rahm AG in Hallau/Schaffhausen, hat angeblich grössere Beträge bei seiner Arbeitgeberunternehmung abgezweigt und die Gelder im Rahmen eines Sponsorings dem Verein zugeleitet (vgl. auch Causa Sport News vom 21. April 2017). Nach dem Auffliegen der Affäre waren die Auswirkungen auf den Sport nicht abschätzbar. Doch jetzt ist klar, dass sich der Verein als Folge der Vorkommnisse um den Sportchef nicht weiter wird in der höchsten Spielklasse halten können. Weiterlesen

«Poker» um Besteuerung von Gewinnen aus Sportwetten

(causasportnews / red. / 2. Juni 2017) Im Zuge der gegenwärtig laufenden Revision des schweizerischen Glücks- bzw. Geldspielrechts wird zwischen National- und Ständerat weiterhin um verschiedene Details der Regelungen im geplanten neuen Bundesgesetz über Geldspiele (Geldspielgesetz; BGS) gerungen. Einer der „Zankäpfel“ ist dabei die Frage der Besteuerung von Gewinnen aus Geldpielen. Zur Zeit müssen die Spielerinnen und Spieler die in Spielbanken (Casinos) erzielten Gewinne nicht versteuern, während die bei Lotterien und (Sport-) Wetten anfallenden Gewinne insbesondere der Einkommenssteuer unterliegen (wobei die konkreten Steuersätze usw. nach Kantonen variieren). Im bundesrätlichen Gesetzentwurf war vorgeschlagen worden, auch die Lotterie- und Wettgewinne von sämtlichen Steuern zu befreien. Während der Nationalrat diesem Vorschlag folgen möchte, hält der Ständerat an einem Ansatz fest, nach dem Lotterie- und Wettgewinne (und damit auch die mit Sportwetten erzielten Gewinne) grundsätzlich weiterhin besteuert werden sollen, allerdings erst ab einer Höhe von CHF 1 Mio.

Eine weitere Differenz zwischen den beiden Kammern des eidgenössischen Parlaments betrifft die Frage der Kosten für die sog. „Netzsperren“ (siehe zu diesen bereits Causa Sport News vom 5. Januar 2017 und vom 2. März 2017). Der Nationalrat möchte die Kosten für diese – in ihrer Wirksamkeit und rechtlichen Zulässigkeit erheblichen Zweifeln unterliegenden – Massnahmen entschädigen; der Ständerat beharrt auf der gegenteiligen Position. Welche der fraglichen Ansätze sich letztlich jeweils durchsetzen werden, bleibt abzuwarten. Ein rasches Ende der Beratungen zum Geldspielgesetz ist derzeit nicht in Sicht.