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„Streitfall Emiliano Sala“ geht in die nächste, juristische Runde

(causasportnews / red. / 8. Dezember) Was zu erwarten war, ist nun Tatsache geworden: Der Cardiff City Association Football Club (Wales) hat im Transferstreit mit dem FC Nantes im Nachgang zum Entscheid des Weltfussballverbandes (FIFA) Berufung am Tribunal Arbitral du Sport (TAS) in Lausanne eingelegt. Strittig ist, ob und allenfalls in welcher Höhe der walisische Verein dem französischen Klub eine Transferzahlungen für den Spieler Emiliano Sala zu entrichten hat. Tragisch bei dieser Konstellation: Der Fussballspieler, um den es konkret geht, ist am 21. Januar dieses Jahres mit dem Flugzeug abgestürzt und verstorben. Zwei Tage vor seinem Tod hatte der argentinische Stürmer, der im kommenden Jahr 30 Jahre alt geworden wäre, bei Cardiff City unterschrieben (vgl. auch causasportnews vom 5. Oktober 2019). Die Modalitäten des Transfers wurden in üblicher Weise geregelt. Vereinbart wurde eine Transfersumme von 17 Millionen Euro. Nachdem der neue Verein des verunglückten Spielers keinen Nutzen mehr aus dem Übertritt ziehen konnte, sank auch dessen Bereitschaft, die an sich vereinbarte Transfersumme nach Frankreich zu zahlen. So wurde denn vom FC Nantes, der die vereinbarte Transferentschädigung fordert, die FIFA angerufen, welche den Transferstreit zu erledigen versuchte; sie sprach dem FC Nantes 6 Millionen Euro zu. Der FC Cardiff sieht keine Veranlassung, nur einen Euro nach Nantes zu überweisen. Er vertritt die Meinung, dass gar nichts geschuldet sei, weil die Registration für den Spieler zum Zeitpunkt seines Todes noch nicht erfolgt gewesen sei, er also zu diesem Zeitpunkt über keine Spielberechtigung für den Waliser Verein verfügt habe. Nun geht dieser Transferstreit zwischen den beiden Klubs am TAS in die nächste Runde, wie offiziell bestätigt worden ist. Über den Verfahrensausgang kann im Moment nicht einmal spekuliert werden.

Fall „Emiliano Sala“ – Streit der Klubs um’s Geld nun vor dem TAS

(causasportnews / red. / 5. Oktober 2019) Als ob der Vorgang an sich nicht schon tragisch genug wäre…Am 21. Januar stürzte der argentinische Stürmer Emiliano Sala, der zwei Tag zuvor vom walisischen Cardiff City Association Football Club verpflichtet worden war, in einem Kleinflugzeug nahe der Kanalinsel Guernsey ab; die Leiche des 29jährigen Spielers wurde nach kurzer Zeit geborgen. Mit ihm kam auch der Pilot des Flugzeugs ums Leben. Nur drei Monate später starb zudem der noch nicht 60jährige Vater von Emiliano Sala an einem Herzinfarkt. – Eine familiäre Tragödie sondergleichen!

Was vorauszusehen war, ist nun auch noch in rechtlicher Hinsicht Tatsache geworden: Obwohl der in der zweiten englischen Liga spielende Cardiff City AFC nach dem Tod des kurz zuvor verpflichteten Spielers keinen Nutzen mehr aus dem Transfer des Spielers ziehen konnte, bestand der abgebende FC Nantes auf der mit den Walisern vereinbarten Transferzahlung von 17 Millionen Euro. Cardiff weigerte sich zu zahlen. Der von den Franzosen angerufene Weltfussballverband FIFA hat vor ein paar Tagen entschieden, dass die Waliser eine reduzierte Transferentschädigung von 6 Millionen Euro an den FC Nantes zu zahlen hätten. Signifikant ist bei diesem Vorgang, dass es im konkreten Fall um eine reine Vertragsstreitigkeit zwischen den beiden Klubs geht, da der Spieler aus einem laufenden Vertrag mit dem FC Nantes herausgekauft werden musste und bei abgelaufenem Arbeitsvertrag ablösefrei gewesen wäre. Ob die vertraglich-rechtlich Beurteilung der FIFA Bestand haben wird, muss demnächst der Internationale Sport-Schiedsgerichtshof Tribunal Arbitral du Sport (TAS) in Lausanne beurteilen. Der walisische Klub hat soeben angekündigt, das Verdikt der FIFA nicht akzeptieren zu wollen. Vertragsregelungen und Vertragsdetails im „Fall Sala“ sind der Öffentlichkeit bisher nicht zugänglich gemacht worden. Offen ist überdies, wie der Vorgang allenfalls unter versicherungsrechtlichen Aspekten zu würdigen ist. Es wäre nicht verwunderlich, wenn der tragische „Fall Sala“ letztlich auch noch das Schweizerisch Bundesgericht beschäftigen würde.