Wieviel Trainerlosigkeit erträgt ein Bundesliga-Klub?

causasportnews.com – 99/2026, 28. Oktober 2026

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(causasportnews / red. / 28. Oktober 2026) Oft herrscht der Eindruck vor, der Sport erstarre in Routine und funktioniere nach bekannten, nachvollziehbaren  Gesetzmässigkeiten. Das ist nicht immer so, wie das an dieser Stelle, leider, zu erwähnende Beispiel zeigt. Geradezu erschreckend ist manchmal die Perfektion des Deutschen Top-Sport-Klubs FC Bayern München. In der renommiertesten Münchner Fussball-Szene ist auch der Erfolg bei den Bayern planbar, auch in der laufenden Bundesliga-Saison 2026 / 2027. Völlig sinnlos wäre es beispielsweise zu wetten, der FC Bayern München würde nicht Deutscher Fussball-Meister 2026/27.

Nun hat sich eine geradezu dramatische Entwicklung ergeben, weil der Trainer der Bayern, der 40jährige Vincent Kompany, der kurz vor dem vergangenen Wochenende zusammengebrochen war und ins Krankenhaus überführt werden musste, bis auf Weiteres ausfällt. Noch ist unklar, welches die Ursachen dieses Zusammenbruchs sind; offensichtlich hat eine Virusinfektion den Kollaps des beliebten Trainers verursacht, der nun wohl für einige Wochen das Traineramt bei den Bayern nicht ausüben können wird, wenn man die Äusserungen insbesondere des Bayern-Sport-Vorstandes Max Eberl deutet. Es bestehen keine Zweifel, dass der Gesundheitszustand von Vincent Kompany, der früher Nationalspieler Belgiens war, besorgniserregend ist. Er solle gesund werden und sich gut erholen, hiess es aus der Teppich-Etage des FC Bayern München. Für den beliebten und bescheidenen Trainer, der die Mannschaft von der berühmten Münchner Säbener Strasse auf die Saison 2024/25 von Thomas Tuchel, aktuell Coach der Englischen Nationalmannschaft, übernahm, ist dieser gesundheitliche Impakt schwerwiegend. Aber auch für den FC Bayern, der auf den Zusammenbruch von Vincent Kompany als fürsorglicher Arbeitgeber reagierte. Der Belgier, der auch die Kongolesische Staatsbürgerschaft besitzt, werde alle Zeit zur Genesung erhalten, die notwendig sei, um den gesundheitlichen Impakt auszukurieren; auch wenn man wohl von einer wochenlangen Absenz ausgehen müsse. Die Führung des FC Bayern München will den rekonvaleszenten Trainer, falls notwendig, auch von der Arbeit ab- oder von ihr fernhalten. Vincent Kompany ist von einem gigantischen Arbeitseifer beseelt. Insofern müsse er vor sich selber geschützt werden, meinte Sport-Vorstand Max Eberl.

Einmal angenommen, Vincent Kompany würde nun für Wochen oder gar Monate ausfallen – was würde dann mit dem führungslosen Star-Ensemble von Bayern-München geschehen? Eine solche Mannschaft ohne Trainer geht ja eigentlich gar nicht. Da nützt es auch nichts zu sagen, ein derartiges Klasse-Team könne auch ohne Trainer Meister werden. Oder anders: Der FC Bayern funktioniere auch dann, wenn an Stelle des Trainers ein Schimpanse das Kommando übernehme. Mit dem Engländer Aaron Danks auf der Trainerbank siegte der FC Bayern München im letzten Spiel gegen den SC Freiburg und übernahm die Bundesliga-Tabellenspitze. In der Krankheits-Causa Vincent Kompany könnte sich dennoch früher oder später die Frage stellen: «Wieviel Trainerlosigkeit erträgt ein Spitzen-Klub wie der FC Bayern München»? Aufgrund irgendwelcher Erwägungen fiel die Trainerwahl auf den ehemaligen Nationalspieler Belgiens. Dass Vincent Kompany im Falle längerer Arbeitsunfähigkeit dem Klub nicht mehr zur Verfügung stehen könnte, bedeutet im Bundesliga-Fussball eine neue Situation. Einen solchen Mann auch nur interimistisch zu ersetzen, könnte Folgen zeitigen – in sportlicher und menschlicher Hinsicht.

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