causasportnews.com – 90/2026, 30. September 2026

(causasportnews / red. / 30. September 2026) «On» – Schuhe sind die aktuellen Renner im internationalen Sport-Schuhe-Business. Die Schweizer Marke zählt weltweit zu den Top-5-Sportausrüstern und rangiert nach «Nike», «Adidas», «Asics» und «Deckers Brands» eben auf Rang 5 im Sport-Schuhe-Ranking. Das Management des in Zürich domizilierten Unternehmens betont derzeit, dass der Unternehmensgewinn auch künftig rascher wachsen soll als der Umsatz. Optimistisch Zukunftsperspektiven sind derzeit notwendig, denn die «On»-Aktien haben seit Jahresbeginn mehr als 40 Prozent an Wert verloren. An einem einzigen Tag im August brachen die Titel gleich um mehr als 20 Prozent ein. Wie die Wirtschaftspresse zudem berichtete, waren die Aktien des Unternehmens zeitweise weniger wert als beim Börsengang 2021. Die Erfolge von «On» sind wohl auch auf die mehrjährige Involvierung des Marken-«Aushängeschilds» Roger Federer in das «On»-Projekt zurückzuführen. Dieser wird nun abgelöst durch den Fussball-Star von Real Madrid, Kylian Mbappé, der als neuer Marken-Botschafter von «On» präsentiert wurde. Das Unternehmen hatte im Juni mitgeteilt, dass es künftig umfassend in den Fussballmarkt einsteigen wolle. Für «On» ist das Engagement des 27jährigen Französischen Top-Stars, der nun vom Branchen-Krösus «Nike» zu «On» wechselt, ein Geschenk des Himmels. Im internationalen Business gehört «On» bereits zu den Grossen (vgl. oben), und vielleicht bald zu den Grössten. Das Management strebt an, die Rückstände auf «Nike» und «Adidas» bald aufzuholen. Die Verpflichtung von Kylian Mbappé soll helfen, den internationalen Effort von «On» zu beschleunigen. International befindet sich «On», wie die Franzosen und Kylian Mbappé sagen würden, «à la bonne route».
Auf nationaler, helvetischer Eben harrt allerdings derzeit ein für «On» gewichtiges Problem der Lösung. Im März dieses Jahres passte das Institut für Geistiges Eigentum (IGE) in Bern eine für die Marke wichtige Richtlinie an, wonach die Verwendung des Schweizerkreuzes auch auf Schuhen von «On», die nicht und auch nicht teilweise in der Schweiz produziert werden, erlaubt sei. «On» bestreitet keineswegs, dass die Schuhe zwar im Ausland produziert würden, jedoch, dass die Forschung, die Ideen und das Design aus der Schweiz stammten, weshalb der Vermerk «Swiss Engineering» auf den Schuhen zutreffe und die Anbringung des Schweizerkreuzes auf den Produkten gerechtfertigt sei. Das IGE passte seine Richtlinie im Frühjahr überraschenderweise an und hielt fest, dass das Schweizerkreuz ebenfalls im Rahmen von Angaben wie «Swiss Design» oder «Swiss Engineering» verwendet werden dürfe, auch wenn die Produkte, hier die «On»-Schuhe, vollständig im Ausland hergestellt werden. Diese auch bald einmal so genannte «Lex On» stiess seit der Einführung der Richtlinie durch das IGE auf teils massive Kritik. Die Regelung soll nun allerdings, zum Leidwesen von «On», wieder rückgängig gemacht werden. Das entsprechende Geschäft ist kürzlich bereits im Ständerat beraten und entschieden worden. Das Schweizerkreuz soll gemäss Abstimmung, die mit 32 zu 5 Stimmen ausging, nur auf Produkten vermerkt stehen, die auch in der Schweiz produziert werden. Nach dem Ständerat ist nun der Nationalrat an der Reihe. Beobachter rechnen damit, dass die grosse Parlaments-Kammer der Schweiz dem Ständerat folgen wird und die «Lex On» ebenfalls rückgängig machen wird. Das wäre dann wohl keine gute Nachricht für «On».
(Quellen: Agenturen, Wirtschaftspresse, «NZZ» vom 26. September 2026)
