causasportnews.com – 95/2026, 14. Oktober 2026

(causasportnews / red. / 14. Oktober 2026) Die neue Ausgabe von «Causa Sport» (www.causasport.org) ist u.a. ein Rückblick auf die WM-Fussball-Endrunde in den USA, in Mexiko und in Kanada. Aus verschiedenen Gründen steht der Welt-Fussballverband (FIFA) auch nach dem Finalspiel vom 19. Juli im Brennpunkt. So markant exponiert und im Fadenkreuz der Interessen steht das Hauptquartier des Fussballs, das Home of FIFA (HOF), in Zürich, wie damals, 1933, in Deutschland der brennende Reichstag, zwar noch nicht, aber die aktuelle Lage im organisierten Fussball erinnert durchaus ein wenig an jene historische Gegebenheit, wie der Cover der Ausgabe von «Causa Sport» 2/2026 suggeriert. Die WM-Endrunde brachte mit Spanien einen souveränen, neuen Weltmeister hervor, dies nach einem eher enttäuschenden Finalspiel, in dem vor allem die Mannschaft Argentiniens negativ auffiel und sich als «Klopper»-Team entpuppte. Überhaupt ging die Gleichung nicht auf, dass mehr Spiele an einer WM-Endrunde, in diesem Jahr waren 48 Mannschaften mit von der Partie, nicht unbedingt mehr und bessere Spiele bedeuten. Eher das Gegenteil war der Fall, wie die WM-Endrunde zeigte: Mehr Spiele können auch mehr schlechte Spiele bedeuten. Solche gab es in den USA, in Mexiko und in Kanada zuhauf. Die Grundfesten des organisierten Fussballs wurden jedoch durch verschiedene Negativ-Vorkommnisse erschüttert. Der «Fall Folarin Balogun» aufgrund der aufgehobenen «Rot-Sperre» wirkt nach, die Einflussnahme auf das Spiel durch unbeteiligte Dritte war ein sport-politischer Sündenfall. Keine «bella figura» gab anlässlich der WM-Endrunde FIFA-Präsident Gianni Infantino ab, der sich als williger Knecht des US-Präsidenten positionierte. Sein Bestreben, nach Abschluss des Turniers, das Filetstück der FIFA, die WM der Männer, Investoren zum Frass vorzuwerfen, befeuerte die Zweck-Mittel-Thematik im Schweizer Verein FIFA und heizte die Diskussionen um mögliche oder unmögliche Mittelbeschaffungen in Sportverbänden und -organisationen um jeden Preis an. Bald sah der FIFA-Präsident die Sinnlosigkeit seiner Idee ein und gab die entsprechenden Bestrebungen auf, um nicht seine Chancen auf eine Wiederwahl im März 2027 zu schmälern. Die Facetten der Mittelbeschaffungen in grossen Vereinen, Verbänden und Organisationen (z.B. im IOK) wird auch künftig ein Thema nicht nur in der FIFA sein. Ein umfassender Beitrag in «Causa Sport» befasst sich mit dieser Thematik.
In der soeben erschienenen Ausgabe wird der Weltfussball zwar zentral behandelt. Daneben finden sich aber auch weitere Beiträge, Gerichtsentscheide und Reminiszenzen zu Sachverhalten mit sportlicher Prägung. Lesenswert ist das Urteil des Amtsgerichts Hannover vom 20. April 2026 sowie die Kommentierung hierzu. Geht es um Liegen am Strand oder am Pool und deren «Reservationen», versteht der Mensch eher keinen Spass. Oder Zwischenfälle um reservierte Liegen können sogar tödlich enden. So entging den aufmerksamen Zeitungsleser kürzlich diese hier leicht abgewandelte Agentur-Meldung nicht: «Mann stirbt nach Streit um Liegestuhl – In Griechenland starb ein 82jähriger Mann, nachdem er sich mit einem76 Jährigen gestritten hatte. Dabei hatte er mutmasslich einen Herzinfarkt erlitten. Der jüngere Mann behauptete, das spätere Opfer habe eine 21jährige Frau geschlagen, die eine reservierte Liege habe behändigen wollen. Deshalb sei er eingeschritten.».
«Causa Sport»: Schweiz: swisslex.ch; Österreich: manz.at oder manz.rdb.at; Deutschland: duncker-humblot.de.
