Der Mensch als permanente «Kriegsgurgel», und ein Ende der Schandtaten ist nicht in Sicht

causasportnews.com – 82/2026, 5. September 2026

Wooden chessboard with pieces before a Russian tricolor flag
A wooden chess game unfolds before a Russian tricolor flag in warm natural light.

(causasportnews / red. / 5. September 2026) Es war zwar immer so, dass sich der Mensch am liebsten von seiner schlechtesten Seite zeigte; daran hat sich bis jetzt nichts geändert. Machtausübung und Gewalt waren stets seine bevorzugten Betätigungsfelder. Dies dauert bis zum heutigen Tag an. Oder vielleicht wird das aktuell einfach so wahrgenommen. Es ist leicht untertrieben zu sagen, das Zusammenleben der Menschen und Völker auf diesem Planeten verlaufe in der modernen Welt in geordneten Bahnen. Vielmehr scheint sie aus den Fugen geraten zu sein. Das Mittel, das die Weltordnung garantiert, das Völkerrecht, ist längst zum «Scherz» verkommen. Die Grossmächte verbreiten flächendeckend Angst und Schrecken. China lässt die Welt bangen, wann und wie Taiwan angegriffen werden soll. Russland ist völlig ausser Rand und Band, nicht nur wegen des nun schon seit über vier Jahre dauernden, brutalen  und völkerrechtswidrigen Krieges gegen die Ukraine. Auch die Amerikaner nerven mit ihren Machtansprüchen nur noch; auch sie missbrauchen ihre Macht permanent und lassen etwa die Vorgänge in Guantanamo, über die man sich lange empört gezeigt hat, als geradezu «normal» erscheinen. Darüber regt sich auch niemand mehr auf. Man mag allgemein gar nicht mehr hinsehen und hinhören, was die alten Männer, weitgehend üble «Kriegsgurgeln», über 70 oder über 80 alt, rund um den Globus so anrichten.

Deshalb gehen Meldungen wie diese auch gewöhnlich unter: Die Medien vermeldeten es nur kurz, dass der Internationale Schachverband (FIDE) den Schachverband Russlands aus dem Weltverband ausgeschlossen hat. Allerdings nicht so ganz. Es wird als Konzession an die Schach-Weltmacht Russland gewertet, dass zwar eine Ausschliessung des Verbands Russlands aus der FIDE für drei Jahre, bzw. solange der Ukraine-Krieg dauert, erfolgt ist, Spielerinnen und Spieler Russlands aber nach wie vor unter neutraler Flagge an Wettkämpfen antreten können.

Das Internationale Sportschiedsgericht (TAS) hatte im Frühjahr entschieden und verlangt, dass Russland, bzw. der Russische Verband, die «Russifizierung» in den besetzten Gebieten in der Ukraine, inkl. auf der Krim, beenden müsse und setzte hierzu eine Frist bis im Juni. Weil sich der Verband Russlands um diese Anordnung (natürlich) einen Deut scherte, hat die FIDE die Ausschliessung des Verbandes Russlands beschlossen. Diese Sanktion dürfte vor dem Sportschiedsgericht angefochten werden und wird die Schachspielerinnen und -spieler aus Russland nur marginal berühren, denn unter neutraler Flagge dürfen sie trotz der Ausschliessung ihres Verbandes durch die FIDE weiterhin an Schach-Wettkämpfen teilnehmen. Es ist so ein bisschen wie mit den Schwangerschaften: Es gibt bekanntlich Fälle, in denen Frauen auch ein bisschen schwanger sind.

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