Nach dem WM-Frust nun die Bundesliga-Langweile

causasportnews.com – 81/2026, 3. September 2026

Germany, Spain, England, and Italy teams with flags at Europa Stadium; text reads European Challenge
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(causasportnews / red. / 3. September 2026) In der am 19. Juli 2026 abgeschlossenen Fussball-WM-Endrunde in Mexiko, in den USA und in Kanada schrieb die Deutsche Fussball-Nationalmannschaft keine Erfolgsgeschichte. Gegen Paraguay war fertig lustig. Statt der Neuauflage eines «Sommermärchens» war Heulen und Zähneknirschen angesagt. Die totale WM-Frustration sitzt den Deutschen jetzt noch in den Knochen. Schmerzlich war vor allem die Erkenntnis, dass Deutschland im Nationalmannschafts-Fussball aktuell nicht mehr zu den Top-Nationen gehört. Das wird wohl auch der neue Fussball-«Messias» in Deutschland, Jürgen Klopp, kaum so rasch ändern können – falls überhaupt… Die Tristesse im Nationalmannschafts-Fussball in Deutschland und die damit verbundenen Frustrationen sind nicht einfach ein abgeschlossenes Kapitel «Sport», sondern das Malaise erfährt eine Perpetuierung.

Denn nun ist seit ein paar Tagen wieder der Bundesliga-Fussball angesagt. Schon bereits nach einer Runde hat der FC Bayern München vorgelegt, führt nach einem Spieltag die Bundesliga-Tabelle an und killt damit gleich zu Beginn der Saison alle Hoffnungen der Konkurrenz, die an einen anderen Fussball-Meister 2026/27 als den FC Bayern München geglaubt haben. Bis auf Weiteres dürfte also in Deutschland Bundesliga-Langweile angesagt sein. Oder die eine oder andere Überraschung bewirkt willkommene Emotionen, wie der Sieg zum Saisonauftakt von Aufsteiger SV Elversberg gegen Bayer 04 Leverkusen. Das Deutsche Nachrichten-Magazin «Der Spiegel» (Nr. 36 / 28. August 2026) spricht von «Fussball zweiter Klasse» in der Bundesliga – und liegt mit dieser Feststellung nicht so daneben. Das Mass aller Dinge im nationalen Club-Fussball ist unbestrittenermassen die Premier League, in der sechs Londoner Clubs spielen. Zum Abschluss der Sommer-Transferzeit in diesem Jahr (am Deadline-Day) haben die englischen Vereine 3,4 Millionen Euro an Ablösesummen für Spieler ausgegeben, mehr als die Konkurrenz aus den Fussball-Ligen aus Deutschland, Spanien, Frankreich und Italien zusammen. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang der Werdegang des Kapitäns der Englischen Nationalmannschaft und früheren Spielers von Tottenham Hotspur, Harry Kane. Seit 2023 steht der Ausnahmespieler beim FC Bayern München unter Vertrag. Sinnigerweise lief es England, mit Harry Kane, an der WM-Endrunde 2026 auch nicht speziell rund, doch immerhin siegten die Engländer im «kleinen Final» gegen Frankreich und wurden Turnier-Dritte. Zu konstatieren: Im Club-Fussball top, im Nationalmannschafts-Fussball ein Flop, wäre allerdings eine zu einfache Betrachtungsweise bezüglich des Fussballs in England.

Nicht uninteressant sind die Umsatzzahlen im europäischen Fussball: 2024/25 warteten die beiden Clubs aus dem Weltmeisterland Spanien, Real Madrid (mit über einer Milliarde Euro) und der FC Barcelona (mit einem Umsatz von knapp unter einer Million Euro), am ertragsstärksten auf. Es folgte der FC Bayern München (860 Millionen Euro) und Paris Saint-Germain (837 Millionen Euro). Knapp hinter diesem Club-Quartett reihten sich gleich sechs englische Vereine ein.

In wirtschaftlicher Hinsicht gibt also im Club-Fussball die Premier League (mit über acht Milliarden Euro Jahresumsatz) in England den Ton an (die Bundesliga setzt etwas mehr als vier Milliarden Euro um). Die übrige Fussball-Welt ist differenziert zu betrachten. Wohl kann die Ausgangslage so zusammengefasst werden, wie es der Kult-Trainer Otto Rehhagel 1995 als Coach des FC Bayern München 1995 auf den Punkt brachte: « Geld schiesst keine Tore».

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