causasportnews.com – 51/2026, 3. Juni 2026

(causasportnews / red. / 3. Juni 2026) In ein paar Tagen, am 11. Juni, beginnt die Fussball-WM-Endrunde in den USA, in Kanada und in Mexiko. Bezüglich der Vereinigten Staaten ist es eine Sportveranstaltung im Krieg. Kaum mehr jemand glaubt ernsthaft daran, dass die USA den von ihnen angezettelten und unter Mithilfe Israels geführten Krieg gegen den Iran bis zum WM-Endrundenstart beenden können. Die Amerikaner veranstalten gegen den Iran eher eine Muppet Show, die zwar die Islamische Republik mit Not und Elend überzieht und zudem der Welt schadet, sei es nur in Form von immer höher steigenden Rohstoffkosten, doch Krieg ist Krieg. Die Welt bezahlt für diesen blutigen Unfug mehrheitlich. Dieser Umstand ist in der Tat eine wenig aufbauende Perspektive für den WM-Endrundenstart in den drei Ländern. Stur nach WM-Programm des unflexiblen Weltfussballverband FIFA, der sich in der Geiselhaft Amerikas befindet, wird in wenigen Tagen die Nationalmannschaft Irans ihre drei Vorrundenspiele in den USA bestreiten (müssen). Wie heisst es so schön im Militär-Jargon: Neue Lage, neue Lagebeurteilung. Oder nun ist seitens der Nationalmannschaft des Irans Improvisationsgabe gefordert. Sie hält sich im Moment in der Türkei auf und bereitet sich auf die WM-Endrunde vor. Das Weltmeisterschafts-Quartier ist schon einmal von Tuscon in Arizona (USA) nach Tijuana (Mexiko), nahe der Grenze zu Kalifornien, verlegt worden. Von da sind die beiden Vorrundenspiele in Los Angeles und das dritte Spiel in Seattle relativ einfach per Flugzeug zu erreichen. Dass die Iraner wenig Lust verspüren, ihr WM-Quartier nicht in Amerika, sondern eben in Tijuana aufzuschlagen, liegt auf der Hand. Das hat übrigens gar nichts zu tun mit dem berühmten Film «Some Like It Hot», u.a. mit der weltberühmten Marilyn Monroe, die am 1. Juni exakt 100 Jahre alt geworden wäre…
Ein angegriffenes Land (Iran) spielt also mindestens dreimal Fussball im Land des Kriegsgegners (USA). In Anbetracht der militärischen Lage und aufgrund des Unvermögens der Amerikaner, militärisch zu reüssieren, werden die kriegerischen Auseinandersetzungen insbesondere zwischen den USA und dem Iran auch während der WM-Endrunde andauern. So etwas wie mit einem «WM-Frieden» während der Dauer der Fussball-WM-Endrunde ist wohl, anders als früher anlässlich der Olympischen Spiele der Antike (mit dem «Olympischen Frieden»; Ekecheiria), kaum mehr zu rechnen. Sorgen machen dem Weltfussballverband während der bis zum 19. Juli 2026 dauernden Fussball-WM-Endrunde weniger die Spieler, welche für die Islamische Republik antreten, als vielmehr die gegen 500 000 Menschen iranischer Herkunft, welche im Süden Kaliforniens und insbesondere in der Umgebung von Los Angeles leben. Im wahrsten Sinne des Wortes Flagge zeigen wollen militante Gruppen, welche aus Protest gegen die USA etwa die vorrevolutionäre Flagge mit dem goldenen Löwen zeigen und, unter Umständen, in die Stadien schmuggeln wollen.
(Quellen: Agenturen; «Neue Zürcher Zeitung»)
