Und immer wieder: «The show must go on”

Photp by Allie_Caulfield

(causasportnews / red. / 7. September 2022) Seit jeher ist der Sport von Polit-Ganoven und -Verbrechern für dunkle und abscheuliche Ziele missbraucht worden. Die «Plattform Sport» eignet sich bestens dafür, um sich zu inszenieren und zu profilieren sowie Stärke z.B. mittels «Kraft durch Freude» (nationalsozialistische Gemeinschaft) zu manifestieren. So nutzten Adolf Hitler und seine Schergen die Olympischen Spiele in Garmisch-Partenkirchen und in Berlin (1936) zur Machtdemonstration der Nationalsozialisten; 1939 überfiel dann Deutschland Polen, und es wurde ein blutiger und schrecklicher Weltkrieg entfesselt. 2014, gleich nach den Olympischen Spielen in Sotschi, überfiel Russland die Halbinsel Krim und annektierten diese. Die Spiele am schwarzen Meer dienten der russischen Propaganda, entpuppten sich letztlich aber als «Doping-Spiele», weil sich Russland eines rigorosen Staatsdopings schuldig gemacht hatte; in der Folge wurde das Land, das seit über einem halben Jahr wieder Krieg führt, weitgehend vom Weltsport ausgeschlossen. Dennoch fand die WM-Endrunde im Fussball 2018 in Russland statt. Die Welt und der Weltfussballverband FIFA krochen mit der Durchführung dieser Spiele der russischen Propaganda einmal mehr auf den Leim. Unter Wahrung des «olympischen Friedens» wartete Russland das Ende der Olympischen Winterspiel in Peking 2022 ab, bevor am 4. Februar 2022 der grauenhafte Ukraine-Krieg begonnen wurde; letztlich wird bis heute auch die ganze Welt terrorisiert.

Dieser Tag jährt sich ein Ereignis, das der Inbegriff des Missbrauchs des Sportes durch üble Gesellen darstellt, zum 50. Mal. Ausgerechnet in Deutschland schlug eine palästinensische Terrorgruppe («Schwarzer September») anlässlich der Olympischen Sommerspiel vom 26. August – 11. September 1972 zu und verursachte im Olympischen Dorf in München und ausserhalb des Olympia-Geländes den Tod von elf Mitgliedern der israelischen Olympiamannschaft. Die Welt verharrte in Schockstarre, und man konnte es einfach nicht glauben, dass das palästinensische Terrorkommando auf der Olympia-Weltbühne in München Sportler und Betreuer der israelischen Mannschaft angriff. Während der Attacke im Olympischen Dorf kamen zwei Israeli zu Tode, danach bei einer total missglückten Geiselbefreiungsaktion auf dem Flughafen «Fürstenfeldbruck» neun weitere Mitglieder des Israelischen Olympia-Teams. Der Sport wurde von den Palästinensischen Terroristen aufs schändlichste für politische und kriegerische Zwecke missbraucht.

Nach einer Trauerfeier nach dem Attentat während der Spiele tat der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOK), Avery Brundage, einen folgenschweren, heuchlerischen Ausspruch, der einzig dazu diente, die «Geldmaschine Olympia» am Leben zu erhalten, mit dem er aber untauglicherweise ein Zeichen gegen den Terror setzen wollte. «The games must go on», erklärt der Olympia-Greis als Vorsitzender des Greisen-Zirkels IOK. «Die Spiele müssen weitergehen», das gilt nun auch für die Fussball-WM-Endrunde in Katar Ende dieses Jahres. Katar hat zwischenzeitlich bekanntlich viel an Goodwill gewonnen. Immerhin erwartet der Westen nun einiges vom Wüstenstaat, nachdem Russland einen Teil der westlichen Welt nun durch Lieferstopps von Gas und Öl diesen Winter wohl etwas frieren lässt. Jetzt Katar durch Kritik an was auch immer zusätzlich zu brüskieren und missmutig zu stimmen, geht natürlich gar nicht. So lautet die Devise betreffend der Fussball-WM-Endrunde 2022 nun generell: «The show must go on”.

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