Der Tennisspieler auf dem Fussballplatz kehrt der Politik den Rücken

Sagt dem Polit-Zirkus «Adieu»: Jura-Professor Hans-Ueli Vogt (aus dem Zürcher «Tages-Anzeiger» vom 19. November 2021).

(causasportnews / red. / 25. November 2021) Der 52jährige Hans-Ueli Vogt ist in der Schweiz in vielerlei Hinsicht eine grosse Nummer: Er gehört als Inhaber des renommierten Lehrstuhls für Wirtschaftsrecht der Universität Zürich zu den Top-Juristen, zählt zu den Meinungsmachern in der Schweizerischen Volkspartei (SVP) und ist seit sechs Jahren einer der profiliertesten, eigenössischen  Parlamentarier, auch wenn er nicht den «Lautsprechern» im Polit-Geschäft zuzuordnen ist. Nota bene gehört der Zürcher Stadtmensch seit Jahren dem Herausgebergremium von «Causa Sport» an. Nun kehrt der sportliche Vollblut-Jurist der Politik den Rücken. Allmählich sickerte in den letzten Monaten durch, dass Hans-Ueli Vogt Ende dieses Jahres sein Nationalrats-Mandat niederlegen würde. Das hat er nun gegenüber dem Zürcher «Tages-Anzeiger» bestätigt, was zur entsprechenden Headline in der besagten Gazette führte. «Ich fühle mich wie ein Tennisspieler auf dem Fussballplatz», liess er die Zeitung wissen. Nicht von ungefähr erklärte der Jurist und Noch-Politiker seine Abkehr von der politischen Bühne entsprechend. «Ich habe Politik immer mit Sport verglichen», unterstrich der Co-Herausgeber von «Causa Sport» seine Gemütslage mit Blick auf den Polit-Betrieb, dem der Nationalrat nun «Adieu» sagt. Das Parlament sei nie der Ort gewesen, an dem er seine Fähigkeiten optimal habe einbringen können, liess Hans-Ueli Vogt gewohnt diplomatisch durchblicken. Will heissen: Es ist dem blitz-gescheiten Analytiker zu dumm geworden, sich im Mittelmass der Polit-Mauschler und -Mischler zu bewegen und sich mit Kolleginnen und Kollegen im Parlament herumschlagen zu müssen, welche, teils aus Mangel an anderen Möglichkeiten, die Politik zum Beruf gemacht haben.  Er will sich nun voll und ganz dem verschreiben, was ihm mehr liegt als unergiebigem Geschwätz zu frönen und Teil einer Leerlauf-Maschinerie in Bundes-Bern zu bleiben. So muss es in den Parlaments-Kommissionen, in denen Hans-Ueli Vogt grundsätzlich gerne mitwirkte, teils gruslig zu und her gegangen sein, was dem dynamischen SVP-Politiker den Rücktritt massiv erleichtert haben dürfte. Das Leben ist für Hans-Ueli Vogt mit seinen nun 52 Jahren wohl zu kurz, um unergiebig auf einem Parkett zu wirken, auf dem er nie ganz angekommen zu sein schien. Er ist schlicht zu gut für ein Parlament, das immer mehr zum Jahrmarkt der Peinlichkeit verkommt. So freut er sich nun, sich voll auf seine Tätigkeiten als Rechts-Professor und Anwalt konzentrieren zu können, auch wenn er «ein politischer Mensch» bleiben will, wie er dem «Tages-Anzeiger» gegenüber sagte. Eine positive Seite des Rücktritts: Der Liebhaber des Landlebens und Repräsentant eines urbanen Zürichs wird künftig aus Belastungsgründen kaum mehr ein Konzert von Helene Fischer auslassen müssen. Vielleicht gelingt es ihm nun ebenfalls wieder, sich vermehrt mit dem Sport und seinen rechtlichen Facetten auch im Rahmen von «Causa Sport» einzubringen… (err.)

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