Archiv für den Monat Juli 2018

Im Renn-Sattel mit Personenschutz

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Pixabay / Chris Froome

(causasportnews / red. / 4. Juli 2018) Wenn am Wochenende (7. Juli 2018) zur wichtigsten Rad-Rundfahrt der Welt, zur Tour de France 2018, gestartet wird, hat der professionelle Radsport seine diesjährige, grösste Überraschung bereits hinter sich. Was bis vor wenigen Tagen undenkbar schien, ist Tatsache geworden: Der seit der 18. Etappe der Spanienrundfahrt 2017 unter Dopingverdacht stehende Chris Froome wird an der „Grande Boucle“ teilnehmen können; an sich ist es viel mehr als eine Teilnahme, denn der Brite will seinen fünften Tour-Sieg anvisieren und mit verschiedenen Radsport-Heroen, im Fussball wird heute in solchen Fällen von „Legenden“ gesprochen, gleichziehen. Die Teilnahme des viermaligen Tour-Siegers hing bis zuletzt an einem seidenen Faden. Noch in der Sonntagspresse wurde gemutmasst, dass es in dieser Woche zum juristischen Showdown kommen würde, weil damit gerechnet worden war, dass sich der Kapitän des besten Radteams der Welt, „Sky“, eine Teilnahme an der Tour de France allenfalls gerichtlich erstreiten würde. Über Chris Froome hing seit der Spanien-Rundfahrt im letzten Jahr das Doping-Damoklesschwert. Es ging darum, Weiterlesen

DFB und Joachim Löw: Was kommt nach den Durchhalteparolen?

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Einigkeit zwischen DFB und Joachim Löw – Wie lange noch?

(causasportnews / red. / 3. Juli 2018) Es ist wie immer, wenn es im Fussball kriselt: Dem Trainer wird das Vertrauen ausgesprochen, dieser macht in Zweckoptimismus und gibt Durchhalteparolen aus – und schliesslich trennen sich die Partner. – Im Falle des deutschen Weltmeister-Trainers Joachim Löw glaubt man diesen Mechanismus im Fussball-Geschäft ebenfalls erkennen zu können. Nach der WM-Blamage in Russland erbat sich Trainer Joachim Löw eine Bedenkfrist von fünf Tagen um sich zu entscheiden, ob er an dem vor der WM-Endrunde bis 2022 verlängerten Kontrakt (vgl. auch causasportnews vom 29. Juni 2018) festhalten wolle oder nicht. Die Führung des Deutschen Fussball-Bundes (DFB) stärkte dem WM-Trainer von 2014 den Rücken und sprach ihm am vergangenen Wochenende das Vertrauen aus. Jetzt hat Joachim Löw verlauten lassen, dass er am Vertrag festhalten wolle. Niemand glaubt so richtig daran, dass der DFB und der WM-Trainer die nächsten vier Jahre zusammen überstehen werden. Dagegen sprechen die Usanzen im Geschäft sowie die wohl früher oder später einkehrende Erkenntnis, dass nach der grössten Pleite im deutschen Fussball mit dem letzten Platz in den Gruppenspielen Änderungen auch an der Spitze des National-Teams unumgänglich sein werden, um einen Neustart zu ermöglichen und an frühere Erfolge anzuknüpfen. Signifikant ist derzeit jedenfalls, dass niemand so richtig und mit voller Überzeugung an eine erfolgreiche Zukunft mit dem DFB zusammen und mit Joachim Löw glauben mag. Eine Trennung wird deshalb wohl unumgänglich werden – jedenfalls dann, wenn die Realitäten wieder prävalieren, was erst einige Tage nach dem WM-Aus von Deutschland anlässlich der WM-Endrunde in Russland nicht unbedingt erwartet werden darf.

„Causa Sport“ 2/2018 ab sofort erhältlich

cas-2018-2-titel_def(causasportnews / red. / 2. Juli 2018) Mitten im Kampf um den Fussball-WM-Titel 2018 ist das aktuelle Heft von „Causa Sport“ (2/18) erhältlich. Zierte der Deutsche Weltmeister-Trainer Joachim Löw das Cover der Ausgabe 1/18 (im FIFA-Museum in Zürich nahm er Ende des letzten Jahres mit Blick auf die WM-Endrunde 2018 anlässlich einer Tagung des „Swiss Sport Forums“ den WM-Pokal aus dem Ausstellungs-Schrank) und war Deutschland voller Hoffnung und Glaube, den WM-Titel nochmals zu holen, hat die Realität nun eine andere Wende genommen: Das WM-Team von 2016 belegt im WM-Turnier in der Gruppe F den letzten Platz; die Mannschaft ist längst aus Russland abgereist. In Deutschland steht derzeit Trauerarbeit im Vordergrund. Mit den Unkalkulierbarkeiten im Sport befassen sich verschiedene Beiträge im neuen Heft. Im Editorial beleuchtet die Zürcher Oberrichterin Dr. iur. Dorothe Scherrer die Rolle der vieldiskutierten und in die Event-Industrie involvierten Spielerfrauen. Das aktuelle  Cover zeigt Weltmeister Mats Hummels mit seiner Frau Cathy. Eine Spielerfrau ist für ihren Mann oder Partner in der Niederlage noch wichtiger als im Triumph. Das Bild lässt verschiedenste Interpretationen zu. Im Heft befassen sich Beiträge unter anderem mit dem Tribunal Arbitral du Sport (betr. Dopingfälle russischer Sportlerinnen und Sportler, Dr. iur. Raffael Brägger), mit der TPO-Regelung (Third-party-ownership; Dr. iur. Marco Del Fabro), mit der Problematik von Stadionverboten (Dr. iur. Markus H. Schneider) und mit gewalttätigen Fussballfans (deutsches Bundesverwaltungsgericht), mit dem „Fall Petersen“ (Dr. iur. Peter E. Ouart), mit der Trend-Sportart „eSport“ (Prof. Florian Kainz et alteri), mit Haftungsfragen im Golfsport, mit den Olympischen Winterspielen 1936 (Dr. iur. Urs Scherrer), usw. Auch in der neuen Ausgabe von „Causa Sport“ lautet die Devise: Es muss nicht immer Fussball sein – es darf aber auch sein…