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Ein „Schwergewicht“ im IOK – und was in der „Causa Gewichtheben“ (nicht) geschieht

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(causasportnews / red. / 14. Januar 2019) Seit dem Bekanntwerden der Zustände im Internationalen Gewichtheber-Verband (IWF), die federführend vom Deutschen Journalisten und Publizisten Hans-Joachim Seppelt aufgedeckt bzw. transparent gemacht worden sind (vgl. auch causasportnews vom 6. Januar 2020) herrscht Betroffenheit und einigermassen gespenstische Ruhe. Allenthalben wundert sich die Öffentlichkeit, dass die (Straf-)Behörden bisher nicht zum grossen Schlag gegen Unregelmässigkeiten, Betrügereien, Filz und Nepotismus im Weltverband ausgeholt haben. Auch der autoritäre IWF-Präsident Tamas Ajan lässt sich ob der Aufdeckungen seines Machtkartells mit teils mehr als haarsträubenden Auswirkungen nicht aus der Ruhe bringen. Das Internationale Olympische Komitee (IOK) in Lausanne scheint sich ebenfalls nicht stark für die „Causa Gewichtheben“ zu interessieren, obwohl Vermarktungsgelder des IOK zu Gunsten des Gewichtheber-Weltverbandes auf kaum nachvollziehbaren Pfaden versickert sein sollen. Im Fokus stehen dabei zwei Konten, die angeblich auf der Schweizer Bank UBS geführt werden, für die einzig der soeben 81 Jahre alt gewordene Präsident aus Ungarn die Verfügungsgewalt besitzt. Geschwiegen und ausgesessen wird die unappetitliche Sache auch seitens des IOK, das offenbar kaum ein grosses Interesse an der Erhellung von Geldmittelflüssen bezüglich Zahlungen mit Absender Lausanne zugunsten des IWF an den Tag legt. Wichtiger war im Moment für die Olympioniken des IOK, dessen über 100 Mitglieder natürliche Personen sind, die Wahl des aktuellen FIFA-Präsidenten Gianni Infantino, der nun nach einigen politischen Manövern den Sprung an die Spitze des Olympischen Sports geschaffen hat. Gleich nach dem Amtsantritt 2016 sollte der FIFA-Präsident im IOK Einsitz nehmen, was jedoch in einem ersten Anlauf misslang. Nach ziemlich genau vier Amtsjahren an der Spitze der FIFA wählte die IOK-Session den 50jährigen Walliser nun in das IOK; er erhielt 63 Stimmen. 13 IOK-Mitglieder stimmten gegen ihn, 3 Mitglieder enthielten sich der Stimme. Dass der amtierende FIFA-Präsident als natürliche Person in das als Verein gemäss Schweizerischem Recht (Art. 60 ff. ZGB) organisierte IOK aufgenommen wird, hat Tradition: Von 1999 bis 2015 war Gianni Infantinos Vorgänger, der Walliser Josef Blatter, Mitglied des Komitees. Im Zuge seines abrupten Abgangs 2016 im Welt-Fussballverband verzichtete er danach auf eine Wiederwahl.