causasportnews.com – 58/2026, 23. Juni 2026

(causasportnews / red. / 23. Juni 2026) Das war abzusehen und wurde u.a. von «Causa Sport» vermeldet (vgl. causasportnews vom 9. und vom 12. Juni 2026). Ein paar Tage nach der Wahl des Liechtensteiners Alexander Ospelt, dem es gelang, den unbeliebten Präsidenten des Internationalen Skiverbandes (FIS), Johan Eliasch, zu stürzen, regelte der Schneesportverband intern auch die «Personalie CEO». Der ehemalige Ski-Abfahrtsweltmeister von Morioka (1993), Urs Lehmann, der das Amt des CEO der FIS ein paar Tage vor dem Wahlgeschäft in Belgrad (11. Juni 2026; Johan Eliasch wurde mit einer Stimme weniger als Alexander Ospelt nicht mehr zum FIS-Präsidenten für die nächsten vier Jahre gewählt) niederlegte, kehrte in der Funktion als Generalsekretär in den Ski-Weltsport zurück, als Nachfolger des zurückgetretenen, bald 69jährigen, ehemaligen Skirennfahrers Michel Vion.
Der 57jährige Urs Lehmann, der nach seinem sensationellen Weltmeistertitel 1993 in Japan den Schweizer Verband («Swiss Ski») 17 Jahre lang als Präsident führte und überdies auch Funktionär der FIS war, tritt sein Amt als Generalsekretär der FIS am 1. Juli dieses Jahres an; der Posten des CEO wird einstweilen nicht mehr besetzt. Der Vertrag des Aargauers als Generalsekretär mit dem in Oberhofen bei Thun domizilierten Ski-Weltverband soll einstweilen bis zum 31. März 2027 dauern. Für die künftige Position des Generalsekretärs im kommenden Jahr will der Weltverband ein übliches Bewerbungs- und Berufungsverfahren durchführen. Noch nicht klar ist, ob im Verband die Charge des CEO künftig neu besetzt wird; nicht mehr mit Urs Lehmann selbstverständlich. Alles deutet im Moment darauf hin, dass der Schweizer Ex-Weltmeister Abfahrt nicht nur ein «Generalsekretär auf Zeit» wird, sondern im kommenden Jahr von der FIS in dieser Funktion längerfristig bestätigt werden soll. Im Zuge des «Präsidenten-Sturzes» von Johan Eliasch, der in der Kampfwahl von Belgrad mit nur einer Stimme dem Liechtensteiner Alexander Ospelt unterlag, pokerte Urs Lehmann erfolgreich richtig. Wäre der umstrittene Präsident erneut gewählt worden, hätte Urs Lehmann kaum mehr eine Chance auf eine Rückkehr zur FIS gehabt.
