Die Linken als schlechte Verlierer nach der Zürcher Hardturm-Abstimmung

Zürich ist auf dem Weg zu einem „echten“ Fussbalsstadion einen Schritt weiter

(causasportnews / red. / 26. November 2018) Die so siegesverwöhnten Linken in der Stadt Zürich haben ihren Polit-Meister gefunden: den Sport, genauer vielleicht: den Fussball. Bei der gestrigen Abstimmung über das Stadionprojekt auf dem Hardturm-Areal haben die Zürcher Stimmbürgerinnen und Stimmbürger entgegen den von SP und Grünen ausgegebenen Parolen „Ja“ gesagt, und zwar mit rund 54% bei einer eher hohen Beteiligung von rund 56%. Damit hat sich offensichtlich das in so mancher „linken Brust“ (ebenfalls) schlagende Fussballherz öfter durchgesetzt, als es den lokalen Parteispitzen lieb ist (siehe auch schon causasportnews vom 23. November 2018). Diesen spezifischen „Klassenkampf“ haben die Linken klar verloren.

Womit allerdings noch nicht feststeht, dass das Stadionprojekt am Ende auch tatsächlich realisiert wird. Die Zürcher Stimmbürgerinnen und Stimmbürger haben gestern lediglich mit der Zustimmung zu bestimmten finanztechnischen Fragen den Weg geebnet. Das Projekt, das aus drei verschiedenen Komponenten besteht (siehe ebenfalls schon causasportnews vom 23. November 2018), kann durch Einsprachen, Rekurse und ähnliche Rechtsmittel gegen die einzelnen Bauvorhaben auf dem (weiteren) Weg erheblich verzögert oder gar doch noch zu Fall gebracht werden. Mit entsprechenden Schritten hat bereits etwa die prominente Stadiongegnerin und SP-Nationalrätin Jacqueline Badran gedroht, die sich in den sozialen Medien dahingehend geäussert hat, die Befürworter des Hardturm-Projekts sollten sich ihrer Sache keineswegs bereits sicher sein. Das ist freilich wenig fair: Da die Linken die gestrige Abstimmung in deren Vorfeld zu einer Grundsatzfrage über das Hardturm-Stadion hochstilisiert haben, sollten sie auch den entsprechenden, doch recht klaren Grundsatzentscheid der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger akzeptieren und nicht versuchen, diesen auf anderen Wegen auszuhebeln. Denn für Akteure, die zu solchen Mitteln greifen, gibt es im Sport einen Namen: „schlechte Verlierer“.

Die Aussichten, dass GC den – nun nicht gerade sehr beliebten – Letzigrund früher oder später wird verlassen können, haben sich demnach vielleicht nicht massiv, aber doch etwas verbessert. Sofern es der Klub denn überhaupt bis zur Fertigstellung des Stadions sportlich und finanziell durchhält. Denn im schlimmsten Fall könnte es noch rund zehn Jahre dauern, bis im Hardturm der erste Anpfiff erfolgt.

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