Anzeige bei der EU-Kommission gegen Vertragsstrukturen in der Formel 1 zurückgezogen

(causasportnews / red. / 26. Januar 2018) flag_yellow_highDie Rennställe Alfa Romeo Sauber und Force India haben die im September 2015 gemeinsam bei der EU-Kommission eingereichte Anzeige wegen behaupteter wettbewerbsrechtswidriger Ausgestaltung der Vertragsstrukturen in der Formel 1 zurückgezogen. Die beiden Rennställe hatten sich insbesondere durch das Regime der Ausschüttung der Preisgelder sowie der Verteilung anderer Mittel benachteiligt gesehen und machten Verstösse gegen Art. 102 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV; Art. 102 AEUV verbietet den Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung) geltend. Nach dem zwischenzeitlich erfolgten Wechsel der Geschäftsführung in der Formel 1 von Bernie Ecclestone zu Chase Carey und anderen, damit einhergehenden Veränderungen sind Alfa Romeo Sauber und Force India zum Schluss gelangt, dass sich die von ihnen identifizierten problematischen Aspekte intern lösen lassen werden. Der in Anbetracht dessen erfolgte Rückzug der Anzeige bei der EU-Kommission bindet diese allerdings nicht; sie ist insbesondere nicht daran gehindert, die fraglichen Praktiken und Vertragssysteme aus eigenem Antrieb (weiter) zu untersuchen und – falls sie zum Schluss gelangen sollte, dass sie das EU-Wettbewerbsrecht verletzen – entsprechende Massnahmen zu ergreifen.

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