Die Sache mit den Spielerfrauen

erjona-sulejmani-11(causasportnews / red. / 5. Januar 2018) Noch immer gehört die Zeitspanne zwischen Weihnachten und Neujahr zur „Sauregurken-Zeit“. In den Medien werden deshalb Themen breitgeschlagen, für die sonst kaum oder zumindest weniger Raum besteht. Aktuell ging und geht es um die sog. „Spielerfrauen“, also die Freundinnen und Frauen von Fussballspielern. Der Begriff „Spielerfrau“ wurde erstmals geprägt dank der Frau des ehemaligen Top-Spielers Bernd Schuster, Gaby Schuster. Die heutige Ex-Frau des Spielers, der vor allem in der Deutschen Bundesliga und später in Spanien auf und neben dem Fussballplatz – zuerst als Spieler, dann als Trainer – immer wieder für Furore sorgte, verstand ihre Rolle nicht etwa (nur) als Accessoire des Fussballers, sondern managte ihren Mann knallhart. Keine Vertragsverhandlung mit Bernd Schuster ging ohne Beteiligung seiner Frau über die Bühne; für Klub-Präsidenten und Fussball-Manager gehörten Verhandlungen mit Gaby Schuster nicht zu den Wunschbegegnungen. – Die Rolle der „Spielerfrau“ hat sich im Verlaufe der Jahre gewandelt. Je erfolgreicher der Fussballspieler, desto attraktiver die Frau an seiner Seite. Die Spielerfrauen begleiten heute ihre Partner nicht mehr zu Vertragsverhandlungen, sondern setzen sich auf der Tribüne oder an Partys medienwirksam in Szene. Sie sind meistens Models, Sängerinnen, TV-Stars und nutzen die Aufmerksamkeit im Umfeld ihres kickenden Partners für ihre wie immer gearteten (Werbe-)Zwecke. Kein Wunder, dass im Rahmen von Fussball-Events z.B. die „heisseste Spielerfrau“ gekürt wird. Das war so bei der Partnerin des Schweizer Nationalspielers Blerim Dzemaili, Erjona Dzemaili, der diese Ehre anlässlich der Fussball-Europameisterschaft 2016 in Frankreich widerfuhr. Der Fussballstar und das Model heirateten im Jahr 2015. Zum Jahresende 2017 wurde die Trennung bekannt gegeben. Das Timing passte, um die entsprechenden Schlagzeilen über den Jahreswechsel 2017/18 hinaus zu dominieren. Das kurze formelle Glück des Paars, zusammen mit einem gemeinsamen Sohn, ist unwiderruflich zerbrochen. Mit Nebengeräuschen. Die baldige Ex-Spielerfrau verzichtet, offenbar auf Verlangen ihres Noch-Ehemannes, im Rahmen ihrer Business-Aktivitäten bereits auf die Führung des gemeinsamen Familiennamens und tritt (wieder) wie vor der Eheschliessung wieder unter dem Namen Erjona Sulejmani in Erscheinung. Der Vorgang scheint derart bewegend zu sein, dass auch die traditionellen Medien auf den „Trennungs-Zug“ der Dzemailis mit seinen Nebenfolgen aufgesprungen sind. Wenn sich die „Neue Zürcher Zeitung“ ausgiebig mit dem Thema befasst, zeigt das immerhin die veränderte Bedeutung des Status‘ einer Spielerfrau auf. Entsprechend war das Echo auf einen „Offenen Brief“ einer NZZ-Journalistin an die baldige Ex-Frau von Blerim Dzemaili („Liebe Frau Suljemani“, NZZ vom 3. Januar 2018); es waren Zeilen, wie sie in der konservativen NZZ eher selten zu lesen sind. Die Trennungsgeschichte des Paars hat vielleicht auch deshalb derart an medialer Bedeutung gewonnen, weil Frau Sulejmani ihre Erlebnisse und Eindrücke an der Seite des Fussballs in einem Buch schildern möchte. Darin will sie „allen Scheiss, der in der Fussballwelt geschieht“ (Frau Sulejmani) offen legen. Über Vertragsverhandlungen und Business-Aktivitäten für ihren Mann wie zu den Zeiten von Gaby Schuster wird darin wohl kaum etwas zu lesen sein.

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