Nach den Randalen in Dortmund: Problem-Zuschauer werden ausgeschlossen

 (causasportnews / red. / 14. Februar 2017) Die schockierenden Ereignisse im und um das Stadion von Borussia Dortmund anlässlich des Bundesliga-Fussballspiels Dortmund gegen RB Leipzig am 4. Februar (vgl. auch Causa Sport News vom 7. Februar 2017 Kriminelle im Fussball-Umfeld: Mob in Dortmund, Bandenkrieg in Zürich) führen zu ersten Massnahmen. Der Deutsche Fussball-Bund (DFB) hat mit Blick auf das kommende Spiel der Borussen gegen Wolfsburg eine Zuschauer-Sperre bezüglich der berüchtigten Südtribüne des Dortmunder Stadions verhängt. Das wird den Verein weit mehr schmerzen als die zusätzlich ausgefällte Busse von 100 000 Euro. Damit bekommen die Borussen die Quittung dafür, dass es ihnen einmal mehr nicht gelungen ist, ihre Zuschauer auf der Südtribüne des Westfalenstadions unter Kontrolle zu halten. –

Ballspielverein Borussia 09 e.V. Dortmund heisst der Klub harmlos, der Jahr für Jahr versucht, den Kontakt zum Branchen-Leader FC Bayern München an der Spitze der Bundesligatabelle zumindest nicht zu verlieren. Dafür werden gigantische, vor allem finanzielle Mittel eingesetzt, und auch die Zuschauer, im Fachjargon „Fans“ genannt, versuchen jeweils während der Spiele mit mehr als nur Anfeuerungsrufen, die „Gelb-Schwarzen“ nach vorne zu peitschen. Insbesondere die Südtribüne gilt als Zentrum des Borussen-Wehrwillens. Was die Zuschauer allerdings im Spiel gegen Leipzig geboten haben, sprengte jede bisherige Vorstellungskraft. Primitive Banner und Spruchbänder, Aufrufe zu Gewalt usw. gegenüber dem Gegner und den gegnerischen Zuschauern waren nur einige Ausbrüche, welche von der „Gelben Wand“, der Südtribüne im idyllisch bezeichneten „Signal Iduna Park“, ausgingen. Nach der DFB-Sanktionierung wird nun der „Südtribünen-Mob“, wie er auch in einigen Medien genannt wird, vom nächsten Spieltag ausgeschlossen. Die Borussia-Führung ist offensichtlich gewillt, die ausgefällte Sanktion zu akzeptieren; die vom Spiel ausgeschlossenen Zuschauer und deren Gesinnungsfreundinnen und –freunde sprechen von unzulässiger „Kollektivstrafe“, was natürlich Unsinn ist. In Anbetracht des gewaltigen, kriminellen Potentials, das diese Zuschauer-Gruppe verkörpert, ist die Sanktion allerdings geradezu als „moderat“ zu qualifizieren. Von einem Verein, der sich als Äquivalent zu Bayern München betrachtet, darf zweifelsfrei verlangt werden, dass derartige Zuschauer gar nicht ins Stadion gelangen. Weil sich die Aggressionen von Borussia-Anhängern am 4. Februar nicht nur im Stadion, sondern auch um die Sportstätte entluden, dürften die Vorfälle für einige Missetäter auch noch strafrechtliche Massnahmen zur Folge haben. Der DFB hat jedenfalls mit der ausgefällten Vereinsstrafe gegen die Randalierer der Südtribüne des Westfalenstadions ein rasches und notwendiges Zeichen gesetzt.

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