Kriminelle im Fussball-Umfeld: Mob in Dortmund, Bandenkrieg in Zürich

stapo_symbolbild03 (causasportnews / red. / 7. Februar 2017) Kaum ist die Rückrunde in den Fussball-Professional-Ligen in Deutschland und in der Schweiz angepfiffen worden, sind auch Kriminelle im Fussball-Umfeld wieder aktiv. Um das Bundesliga-Spiel Dortmund gegen Leipzig ereigneten sich am Wochenende ausserhalb und innerhalb des Stadions in Dortmund Horror-Szenen. Weder Frauen noch Kinder wurden von Attacken verschont, und im Stadion zeigten Zuschauer Plakate und Banner, die an dunkelste Zeiten in Deutschland erinnerten. Nur richtete sich die Gewalt insbesondere gegen Anhänger des als „Kapitalisten-Klub“ verschrienen Vereins RB Leipzig, der vom Getränkekonzern „Red Bull“ getragen wird und deshalb immer mehr ein Angriffsziel linker Militanter bildet. Klassenkampf einmal anders, könnte die Situation zusammengefasst werden. Weil Gewalt von links in Deutschland kaum so rigoros bekämpft wird wie von rechts, erstaunen die Äusserungen des Bundesinnenministers Thomas de Maizière, der harte Konsequenzen für die Missetäter fordert. Seine Aussage: „Krawallmacher gehören nicht ins Stadion, sondern hinter Schloss und Riegel“, erstaunt und dürfte Gewicht bekommen, weil der Bundesinnenminister nicht als Politiker der leeren Worte bekannt ist. Laut Polizei sind seit den Gewaltausbrüchen in Dortmund umfangreiche Ermittlungen im Gange; falls jetzt die Justiz kein Zeichen setzt, dürfte die Gewalt inner- und ausserhalb von Fussballstadien bald noch mehr eskalieren. Die Klubs, konkret Borussia Dortmund, werden bilanzieren können, dass gutgemeinte, aber durchwegs naiv aufgezogene, kostenintensive Fanprojekte jeglicher Art überflüssig sind und diese Form von Gewalt nur über strafrechtliche Massnahmen bekämpft werden kann.- Der Mob hat in Dortmund gewütet, aber auch in der Schweiz eskalierte am Wochenende die Lage zwischen sog. „Fussball-Fans“. In Zürich zogen Personen aus dem Umfeld des FC Zürich in einem Saubannerzug zum Lokal des Stadtrivalen Grasshoppers. Dort lieferten sich die beiden Gruppierungen regelrechte Schlachten. Die sich immer wieder und vermehrt entladende Gewalt zwischen Personen aus den Umfeldern der Fussball- und auch Eishockeyklubs erinnern je länger desto mehr an Bandenkriege, wie sie noch vor Jahren von rivalisierenden Rockern ausgetragen wurden. Nachdem die traditionellen Rocker in die Jahre gekommen sind, haben Personen, welche die Plattform Sport für ihre üblen Exzesse missbrauchen, längst das Zepter der Gewalt übernommen. Die Auseinandersetzungen zwischen diesen Fussball-Banden in Zürich werden immer brutaler, zeigt sich der Sprecher der Stadtpolizei Zürich, Marco Cortesi, betroffen. Auch in der von Linken regierten Limmatstadt ist der Staat gefordert, nicht nur deshalb, weil auch immer wieder die Polizei selber Angriffsobjekt von Fussball-Krawallanten darstellt. Die Klubs pflegen zwar völlig wirkungslose, blauäugige Fan-Projekte, die jedoch nichts anderes als Feigenblätter des organisierten Sports sind. Auch diese gewaltbereiten Personen im und um den Fussball im Besonderen verstehen höchstens eine Sprache: Diejenige der strafrechtlichen Repression.

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