Zu wenig Sprit liess Fussballmannschaft in den Tod fliegen

(causasportnews / red. / 28. Dezember 2016) Flugzeugabstürze sind immer tragisch. Noch schlimmer und trauriger sind derartige Katastrophen, wenn ganze Gruppen an Bord verunglückter Maschinen waren, so am Weihnachtstag Sänger des Alexandrow-Militärchors, die mit einem russischen Militärflugzeug bei Sotschi ins Schwarze Meer stürzten und die Flug-Katastrophe nicht überlebten. Auch der Sport ist vor derartigen Konstellationen nicht gefeit. Immer wieder werden Gruppen von Sportlern oder ganze Mannschaften Opfer derartiger Unglücksflüge. In schlechter Erinnerung ist etwa der Absturz einer Maschine in der Nähe von München im Jahr 1958, bei dem die halbe Fussball-Mannschaft von Manchaster United ums Leben kam.

Die Ursachen solcher Katastrophen sind vielfältiger Art: Technische Defekte können ebenso Gründe für Abstürze sein wie menschliches Versagen; heute gehören auch immer mehr Terror-Attacken zu den Absturzursachen. Manchmal sind allerdings die Gründe, die zu Flugzeug-Abstürzen führen, geradezu unverständlich und auch nicht entschuldbar. So ist bekannt geworden, dass die vor rund einem Monat in Kolumbien abgestürzte Charter-Maschine mit 19 Fussballspielern des brasilianischen Fussballteams AF Chapecoense an Bord, die alle, zusammen mit 52 weiteren Passagieren, zu Tode kamen, aus einem geradezu schockierenden Grund verunglückt ist: Offiziell liessen die zuständigen Behörden nun verlauten, dass zu wenig Sprit und auch Überladung der Maschine zum Absturz geführt hätten. Das internationale Echo auf diese Mitteilung hält sich in Grenzen – ein weiterer Skandal neben den Unglücksursachen, die es an sich gar nicht geben darf und die vermeidbar sind.

Dass zur Fliegerei oft auch auch Glück gehört, erlebten die Handballspieler des schweizer Klubs „Pfadi Winterthur“, die am 17. Oktober 2014 in einem Flugzeug der „Air Serbia“ sassen, das sie von Zürich nach Belgrad hätte bringen sollen. Kurz nach dem Start traten technische Probleme an der Maschine auf, und im letzten Moment entschlossen sich die Piloten, die in einem soeben bekannt gewordenen Bericht der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle generell sehr schlecht weg kamen, zur Notlandung in Zürich. Diese erfolgte turbulent, bspw. mit zu hoher Geschwindigkeit und aus zu grosser Höhe, doch kamen letztlich weder Passagiere noch Besatzungsmitglieder zu Schaden. Die Klub-Angehörigen von „Pfadi Winterthur“ und die übrigen Passagiere und Crew-Mitglieder an Bord hatten unbeschreibliches Glück. Dies hielt für die wackeren Handballer auch beim Europacup-Spiel in Belgrad am nächsten Tag an, zu dem sie nach der Notlandung in Zürich mit einer Ersatzmaschine geflogen waren: Die Winterthurer gewannen das Spiel so knapp, wie tags zuvor die Notlandung gelungen war, mit 30 : 29 Toren…

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