FIFA-Berufungskommission bestätigt Sanktionen gegen Atlético de Madrid und Real Madrid

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Minderjährige Fussballspieler: Unterliegen besonderem Schutz durch die FIFA

(causasportnews / red. / 12. September 2016) Die FIFA-Berufungskommission hat die Berufungen der spanischen Fussballklubs Atlético de Madrid und Real Madrid gegen die jweiligen Entscheide der FIFA-Disziplinarkommission, mit denen die beiden Klubs wegen Verstössen gegen das Reglement über den Status und Transfer von Spielern (RSTS) sanktioniert worden waren, vollumfänglich abgewiesen. Die FIFA-Disziplinarkommission hatte im Januar dieses Jahres gegen beide Klubs Transfersperren von je zwei Perioden verhängt, weil sie die Bestimmungen des RSTS über den Schutz von minderjährigen Spielern missachtet haben. Überdies waren beide Klubs verwarnt worden, und ihnen wurde eine Frist von jeweils 90 Tagen auferlegt, um die internen Verhältnisse bezüglich minderjähriger Spieler in Einklang mit dem RSTS zu bringen. Und schliesslich wurden den Klubs auch Bussen auferlegt: CHF 900’000 für Atlético de Madrid und CHF 360’000 für Real Madrid. Alle diese Sanktionen sind nun von der FIFA-Berufungskommission bestätigt worden.

Die Entscheide der FIFA-Disziplinarkommission gingen auf Untersuchungen und Feststellungen der FIFA Transfer Matching System GmbH (TMS) zurück, über die sämtliche internationalen Transfers im Fussball abgewickelt werden müssen. Aufgrund der von Atlético de Madrid und Real Madrid in das TMS eingegebenen Informationen hatten sich Verdachtsmomente in Bezug auf mögliche Unregelmässigkeiten bei Transfers von minderjährigen Spielern ergeben. In der Folge wurden aufwendige Untersuchungen durchgeführt, die ein eigentliches Muster zur Umgehung der RSTS-Bestimmungen über den Schutz Minderjähriger erkenntlich werden liessen. Die entsprechenden Vorwürfe konnten von den betroffenen Klubs im Rahmen der gegen sie geführten Disziplinarverfahren nicht entkräftet werden.

Die nunmehr gegen Atlético de Madrid und Real Madrid ergangenen Entscheide der FIFA-Berufungskommission wurden direkt in begründeter Form eröffnet. Damit können die beiden Klubs sofort gegen die Entscheide an das internationale Sportschiedsgericht (CAS) gelangen. Es ist davon auszugehen, dass sie von dieser Möglichkeit Gebrauch machen werden.

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