„Panama-Papiere-Skandal“ erfasst auch den Sport

(causasportnews / err. / 14. April 2016) Die widerrechtlich erlangten und von „investgativen Journalisten“ ausgewerteten und auf der ganzen Welt verbreiteten „Panama-Papiere“ beschlagen auch den Sport: Die in Panama durch eine dort ansässige Anwaltkanzlei betreuten Offshore-Gesellschaften und deren Konten wurden und werden offenbar auch von Top-Sportlern genutzt, so etwa vom Fussballspieler Lionel Messi. Auch der FIFA-Präsident Gianni Infantino wird in diesem Zusammenhang genannt und (erwartungsgemäss) attackiert: Noch im Dienste der UEFA stehend hatte der unlängst gewählte FIFA-Präsident für den Europäischen Kontinentalverband vor rund zehn Jahren einen Vertrag mit einer Offshore-Gesellschaft unterzeichnet. Für diese Vertragsunterzeichnung wird Gianni Infantino nun massiv gescholten – völlig zu Unrecht allerdings, wie etwa auch die nicht gerade FIFA-freundliche Juristin Sylvia Schenk (Transparency International) betont hat. Die von einem amerikanischen Verbund investigativer Journalisten gelenkte Medienkampagne gegen Personen und Gesellschaften, die grundsätzlich rechtskonform Offshore-Vehikel halten, dürfte rein politisch motiviert sein und dazu dienen, einen weiteren Schlag seitens der USA gegen Konkurrenten im internationalen Finanzgeschäft, wie etwa die Schweiz, zu führen. Die USA und Grossbritannien sind in den Geschäften, die sie nun erneut durch journalistische Attacken, ausgelöst durch kriminelle Akte (Datendiebstahl usw.), verurteilen, am aktivsten. Der vom Zaun gerissene „Panama-Papiere-Skandal“ ist deshalb offensichtlich in der Stossrichtung klar und das Schwingen der Moralkeule der „investigativen Journalisten“ mehr als deplatziert; der „Skandal“, der noch keinerlei rechtswidrige Aktivitäten von Nutzern von Offshore-Gesellschaften zu Tage gefördert hat, ist ein penibles Zeichen unsäglicher Doppelmoral der Urheber und Verbreiter des investigativen Journalismus‘, durch den die immer wieder betonte Wächterfunktion der Medien zu Gunsten politischer Agitation missbraucht wird. Dass sich die „Plattform Sport“ ebenfalls eignet, um die wirklichen Ziele im Zusammenhang mit den Panama-Papieren zu vernebeln, ist bedauerlich, aber eine Tatsache. Es entspricht ebenfalls einer notorischen Tatsache, dass der Sport immer wieder für politische Ziele missbraucht wird. Ob an Vehikeln, wie Offshore-Gesellschaften, die nach geltendem Recht zulässig sind, auch künftig festgehalten werden soll, ist eine Frage, die letztlich die Politik zu entscheiden hat. Mehr zu diesem Thema unter unserer Rubrik „ Hintergrundthemen„.

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