Eine Breitseite gegen das Schachspiel

(cChessSetausasportnews / err. / 26. Januar 2016) Während Jahrzehnten haben sich Sport-Funktionäre und Schach-Interessenvertreter darüber gestritten, ob das Schachspiel ein Sport sei oder nicht. Diese Frage ist zwischenzeitlich geklärt, und das Schachspiel wird diskussionslos als Sport – und zwar nicht nur als Denksport – qualifiziert. Der Schweizerische Schachbund, der Fachverband der Schachspieler, gehört bspw. seit 2000 dem Sport-Dachverband in der Schweiz, „Swiss Olympic“, als Mitglied an. Obwohl die Schachwelt nicht nur „heil“ ist (nicht einzig die Streitigkeiten um das Präsidium des Internationalen Schachverbandes FIDE haben in der Vergangenheit für Schlagzeilen gesorgt), steht nun der Schachsport in anderem Zusammenhang im Fokus: Gemäss Agenturberichten soll sich der höchste muslimische Geistliche Saudi Arabiens mit Vehemenz gegen das Schachspiel ausgesprochen haben. Schach sei wie Alkohol und Glücksspiel, was Gott verboten habe, wird der Geistliche zitiert. Er nannte Schach auch ein „Werk des Teufels“, das im Islam verboten sei. Dass das Spiel auch Zeit- und Geldverschwendung bedeute und zu Streit führe, rundet seine Einschätzung ab. Diese Äusserungen des höchsten muslimischen Geistlichen in Saudi Arabien sind zweifelsfrei eine (erneute) Breitseite gegen den Sport. Allerdings scheint diese die Schach-Verantwortlichen nicht allzu sehr zu beunruhigen. Seitens des Schweizerischen Schachbundes wird jede Stellungnahme verweigert; man verschanzt sich hinter der politischen und religiösen Neutralität des Sports. Der Schweizerische Schachbund sei ein politisch und konfessionell unabhängiger Verein, weshalb die Stellungnahme zu den Äusserungen aus Saudi Arabien entsprechend ausfällt: „Wir nehmen dazu keine Stellung“, liess der Verband auf Anfrage von causasportnews über seinen Mediensprecher ausrichten.

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