„FIFA-Skandal“: Keine substantiellen News von der Bundesanwaltschaft

SeitFeatured image der Verhaftung von sieben Fussballfunktionären vor dem diesjährigen FIFA-Kongress Ende Mai in Zürich werden alle Vorkommnisse innerhalb und um den Weltfussballverband FIFA unter dem Generalthema „FIFA-Skandal“ abgehandelt. Die Bundesanwaltschaft in Bern hatte die Verhaftungen auf Ersuchen der amerikanischen Behörden vorgenommen. Seither befinden sich die betroffenen Funktionäre in Zürich in Auslieferungshaft. Die Bundesanwaltschaft ermittelt aber auch gegen „Unbekannt“ aufgrund einer Strafanzeige der FIFA selber; dabei geht es um allfällige Delikte im Zusammenhang mit den WM-Vergaben 2018 (Russland) und 2022 (Katar). Diese Vorgänge sind verbandsintern von Michael Garcia, seines Zeichens amerikanischer Staatsbürger, untersucht worden. Der entsprechende, sog. „Garcia-Bericht“ kann derzeit aus juristischen Gründen nicht veröffentlicht werden.

Die Bundesanwaltschaft hat zu den Ermittlungen im „FIFA-Skandal“ nun eine Medienorientierung abgehalten. Ausser der „bahnbrechenden“ Erkenntnis von Bundesanwalt Michael Lauber, er könne im Rahmen dieser Ermittlungen auch den FIFA-Präsidenten und den FIFA-Generalsekretär befragen, hat die Medienorientierung vor zahlreichen in- und ausländischen Medienschaffenden nichts Neues erbracht. Der Bundesanwalt zeigte sich aber erfreut, dass die Banken 53 Verdachtsfälle von Geldwäsche registriert hätten. Zu den erfolgten Verhaftungen von Fussball-Funktionären versuchte der Bundesanwalt die immer stärker aufkommende Vermutung in der Öffentlichkeit zu entkräften, die Bundesanwaltschaft bzw. die Schweiz befinde sich am „Gängelband“ der USA. Die Fakten (rechtshilfeweise Verhaftungen in Zürich in Anwesenheit der vororientierten New York Times kurz vor dem FIFA-Kongress) sprechen indessen für sich.

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