Medienförderung – gegen eine sinnlose Ausschüttung des Füllhorns über einer gewinnstrebigen Branche

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(causasportnews / red. / 30. Januar 2022) «causasportnews» sagt grundsätzlich, was Sache ist, und allenfalls, wie die Sache zu werten ist. Schwerpunktmässig im Sport. Im Falle einer Volksabstimmung, zu der die Schweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger am 13. Februar 2022 zur Abstimmungs-Urne gerufen werden, wird eine Ausnahme gemacht und eine klare Stellungnahme abgegeben.

Kaum mehr jemand ohne Verknüpfungen und Eigeninteressen vertritt heute noch die Meinung, die Medien seien als «vierte Gewalt» im Staat zu qualifizieren. Sich von der «Gewalt» (Staat), die von den Medien kontrolliert werden müsste, bezahlen zu lassen, ist ein «no go». Der Allgemeinzustand der heutigen Medien ist mehr als heterogen. Die Grossverlage, welche vom Medien-Förderungspaket profitieren sollten, befinden sich in einem bedenklichen Zustand. Das hängt auch mit der Qualität der Medienschaffenden zusammen. Wie sagte es einst der berühmte Sport-Reporter Karl Erb, was den guten Medienschaffenden ausmache: «Man braucht einen hervorragenden Schulsack». Dem ist nichts beizufügen. Katastrophal für die Medien ist es, dass deren Konsum nicht mehr zwingend ist. Man kann gut auf sie verzichten. Das selbsternannte Intelligenzblatt «Neue Zürcher Zeitung» ist zur Belehrungs-Postille verkommen und beteuert permanent geradezu hilflos den Qualitätsjournalismus, an den sie allerdings selber nicht mehr glaubt, der «Tages-Anzeiger» positioniert sich im Klassenkampf mit permanenten Agitationen gegen das Kapital, und der «Blick» kungelt mit Regierenden und Meinungs-Machern herum, hält sich für unentbehrlich und gebärdet sich als Stimme des Volkes; viel schlimmer noch: Der Ringier-Verlag brüstet sich immer wieder damit, dass die Politik von den Medienschaffenden dieses Hauses nicht nur geprägt werde…Diese aufgeführten Verlage würden hauptsächlich von der Medienförderung profitieren! Dies nicht nur, weil deren Print-Auflagen kontinuierlich zusammensacken; das wird dann schöngeredet mit dem Argument, die Lesenden würden auf die Digital-Ausgaben wechseln. Wobei übersehen wird, dass der Konsum der Print-Medien schlicht und einfach auch keine Freude mehr bereitet. Noch gravierender: Diese Medien nerven! Das Bonmot von Loriot, das früher in diesem Gewerbe durchaus Gültigkeit hatte (abgewandelt: «Ein Tag ohne Zeitungen ist möglich, aber sinnlos), müsste nun heissen: «Ein Tag ohne Zeitungen ist möglich und sinnvoll». Der Abmarsch der Lesenden in die digitale Medien-Welt, welche den Wegfall des Zeitungen lesenden Publikums kompensieren würden, wie etwa die «Neue Zürcher Zeitung» gebetsmühelenartig zu wiederholen pflegt, ist eine geradezu peinliche Augenwischerei. Wäre dem so, bräuchte es auch keine Medienförderung. Dass auch gut auf diese Medien verzichtet werden könnte, ist aus ökonomischer Sicht einfach begründbar: Weshalb soll eine Nachfrage künstlich angekurbelt oder am Leben erhalten werden, wenn die Nachfrage fehlt? Das mag in der Kultur angehen, bei den Medien in ihrem heutigen Zustand, welche durch Kapitalgesellschaften, welche ihren Aktionären Dividenden auszuschütten gewillt sind, muss dem besagten ökonomischen Grundsatz in jedem Fall zum Durchbruch verholfen werden: Wer ein Angebot auf den (Medien-)Markt bringt, ohne dass eine entsprechende Nachfrage besteht, muss und soll selber in die Tasche greifen. Die nun geplante Form der Staatsförderung in dieser Branche ist entschieden abzulehnen. Der guten Ordnung halber sei erwähnt, dass das Medium «Causa Sport» nicht in den zweifelhaften «Genuss» staatlicher Medienförderung käme. Aber nicht deshalb oder aus Frustration, sondern aus Überzeugung und aufgrund staatlichen und gesellschaftlichen Verantwortungsbewusstseins, wendet sich «Causa Sport» gegen diese Form staatlicher Medien-Förderung. «Causa Sport» wird sich auch in Zukunft unabhängig positionieren.

Es ist deshalb wichtig, dass die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger am 13. Februar 2022 dem Massnahmepaket zugunsten der Medien eine beherzte Abfuhr erteilen. (err.)

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