FC Zürich unterbreitet GC-Führung Übernahmeangebot

(causasportnews / red. / 1. April 2019) Vor wenigen Tagen kam es zu einem überraschenden Wechsel an der Spitze der Fussball-Sektion des Zürcher Grasshopper Clubs (GC): Der Arzt Stephan Rietiker ersetzte den langjährigen Präsidenten Stephan Anliker. Auf der Tribüne des „Letzigrund“-Stadions erlebte der neue, schillernde Präsident, der nicht so richtig einzuordnen ist, gestern einen einfachen Punktegewinn „seines“ Clubs; das nützte dem finanziell und sportlich arg gebeutelten GC allerdings nicht viel, da der direkte Konkurrent um den direkten Abstieg, Neuenburg Xamax, gleich drei Punkte einfuhr und nun sechs Zähler vor dem Zürcher Nobelclub liegt. Tristesse also im sportlichen und auch im finanziellen Bereich des Traditions-Clubs, und das just eine Woche vor dem Prestige-Duell der beiden Zürcher Clubs Grasshopper und FC Zürich (FCZ). Letzterer blickt ebenfalls auf sportlich heterogene Wochen zurück, doch hat sich in der nationalen Meisterschaft im (sicheren) Mittelfeld der Super League-Tabelle positioniert.

Und nun das: Wie soeben aus gut unterrichteten Kreisen des FC Zürich bekannt wurde, haben gewichtige Aktionäre der Betriebsgesellschaft FC Zürich AG der Grasshopper Fussball AG ein Übernahmeangebot unterbreitet. „Eine Übernahme des Grasshopper Club durch den FC Zürich gilt seit jeher als unmöglich. Doch nun hat sich die Situation sportlich und finanziell drastisch geändert, und es wäre opportun, dass der FCZ der Agonie des Grasshopper Clubs ein Ende bereitet und den Professional-Bereich von GC übernimmt“, meinte ein Mitglied des Verwaltungsrates der Betriebsgesellschaft FCZ AG, das nicht genannt werden will, auf Anfrage. Mit diesem Übernahmeangebot, das bis am 1. April 2019 um Mitternacht befristet ist, könnte eine völlig neue Ära auf dem Platz Zürich eingeläutet werden. „In diesem Rahmen Fussball auf höchstem Niveau zu spielen, wie dies nun bei GC praktiziert wird, ist relativ sinnlos. Die Entwicklung zeigt auch, dass ein Top-Fussballclub in Zürich durchaus genügt. Der Stadtklub hat die Potenz und die Möglichkeiten, diesen Schritt zu unternehmen und auch zu finanzieren“, heisst es aus dem Verwaltungsrat der FCZ AG. Treibende Kraft hinter dem Vorstoss soll FCZ-Präsident Ancillo Canepa sein, der sich zum Übernahmeangebot allerdings nicht äussern will. Die aktuelle Situation biete allerdings auch finanzkräftigen Fans des Zürcher Stadtclubs die Möglichkeit, bei der Übernahme aktiv mitzuwirken. Präsident Ancillo Canepa soll bereits entsprechende Supporter-Angebote aus den eigenen Reihen erhalten haben. Im Gegensatz zum GC ist der in der Öffentlichkeit immer bescheidener als der GC auftretende FCZ nach Ansicht von Experten eher in der Lage, die Übernahme zu finanzieren. Kein Thema ist eine umgekehrte Konstellation, aufgrund derer sich der GC allenfalls mit einer Übernahme des FCZ den Ligaerhalt auf diese Weise sichern könnte. Der Verwaltungsrat des FCZ will morgen Dienstag über das Übernahmeprojekt orientieren.

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