FIFA WORLD – Zukunftsgerichtete Investition in die Vergangenheit

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Weltmeister-Trainer Joachim Löw mit dem WM-Pokal im FIFA WORLD Football Museum

(causasportnews / red. / 1. Februar 2018) Ein neues Museum gewinnbringend zu betreiben ist fast so unmöglich wie das Matterhorn zu verschieben. Das Museum des Weltfussballverbandes FIFA bildet diesbezüglich keine Ausnahme. Das zum Ende der Ära von FIFA-Präsident Joseph Blatter eröffnete Museum „FIFA WORLD Football Museum“ an bester Lage in der Zürcher City galt beim Amtsantritt von Gianni Infantino als nicht amortisierbare Hypothek und wurde von der neuen Führung des Verbandes entsprechend kritisch betrachtet. Das moderne, renovierte Gebäude mit entsprechendem Mieterausbau war dennoch von Anfang an vielbeachtet. Vor allem deutsche, amerikanische und asiatische Touristen besuchten das nach modernsten architektonischen Gesichtspunkten und auf Animationsbasis konzipierte Museum, das Joseph Blatter als Investition für die Zukunft sah. „Wer die Gegenwart verstehen will, muss sich mit der Vergangenheit befassen, dann sind die Weichen für die Zukunft richtig gestellt“, soll der damalige FIFA-Präsident gesagt haben. Der Verband, der das Museum über die FIFA Museum AG mit über 100 Mitarbeitenden betreibt, ist sich dessen bewusst, dass FIFA WORLD immer einen Kostenfaktor darstellen wird. „Für die Fussball-Historie darf jedoch auch Geld ausgegeben werden“, verlautet immer wieder aus Museums-Kreisen. Allerdings hat sich im vergangenen Geschäftsjahr die Ertragslage stark verbessert. Beachtliche 118 474 Personen haben 2017 die FIFA-Welt im Enge-Quartier besucht, dabei ein Museum der anderen Art erlebt und dafür kritiklos einigermassen stolze Eintrittspreise bezahlt. Immer wieder kann das Museum prominente Besucher vermelden: So waren im Dezember des vergangenen Jahres im Rahmen einer Veranstaltung des „Swiss Sport Forums“ in den Museumsräumlichkeiten immerhin Weltmeister-Trainer Joachim Löw und DFB-Präsident Reinhard Grindel zu Gast. Heute tritt ein neuer Museums-Direktor seine Stelle am Tessinerplatz an. Seine beiden Vorgänger haben für ihn eine gute Basis gelegt, obwohl sie lediglich für kurze Zeit an der Spitze des Museums tätig waren. Unter dem ehemaligen Finanzdirektor der „Art Basel“, Marco Fazzone, verspricht sich die FIFA-Führung eine weiterhin positive Entwicklung im Rahmen des Museumsbetriebs. Der neue Mann im Museum gilt als versierter Fachmann in Finanz- und Businessfragen und ist überdies mit dem Museums-Metier vertraut.

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