Wieder Fussball-Event als Terror-Zielscheibe

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Wikimedia Commons; File Vodafone Arena, Author Aykerim27

(causasportnews / red. / 12. Dezember 2016) Erneut ist ein Fussball-Event im Zusammenhang mit einem terroristischen Anschlag ins Zentrum des allgemeinen Interesses gerückt. Es war allerdings kein gezielter Angriff gegen den Sport, was sich am Samstagabend in Instanbul ereignete, jedoch bot ein Fussballspiel Anlass zu einem barbarischen Akt, dem gegen 40 Menschen zum Opfer fielen. Erinnerungen an die Anschläge von Paris vor etwas mehr als einem Jahr wurden wach, unter anderem stand damals auch das Stade de France auf der Liste von Terroristen, als sich die Meldung in Windeseile verbreitete, vor dem Stadion des Fussballklubs Besiktas sei ein Sprengsatz detoniert. Es stellte sich heraus, dass eine Autobombe neben einem Bus der örtlichen Bereitschaftspolizei explodiert war und ein Blutbad anrichtete. Offensichtlich war der Anschlag innerstaatlich, politisch motiviert, jedoch ist aus der Sicht des Sportes grundsätzlich beängstigend, dass durchaus auch Personen, welche gerade für die Sicherheit einer Sportveranstaltung im Einsatz stehen, Ziel von Angriffen solcher Art werden können. Nicht der Sport an sich ist in Istanbul getroffen worden (der Anschlag ereignete sich einige Zeit nach Beendigung des Fussballspiels im Stadion von Besiktas), sondern ein Teil der Organisation, die für ein Fussballspiel auf diesem Niveau unerlässlich ist. Aber auch das ist in jeder Hinsicht unakzeptabel. – Nichts mit Terrorismus hatten die Vorgänge im selben Land nur wenige Tage zuvor im Rahmen des Europa League -Spiels in Ankara zwischen Osmanlispor und dem FC Zürich zu tun. Die mitgereisten Fans des FC Zürich wurden von den türkischen Sicherheitskräften schikaniert und behindert, so dass viele von ihnen nur verspätet ins Stadion gelangten. Auch der Team-Bus des FC Zürich wurde verschiedentlich blockiert und gelangte erst mit Verspätung zum Stadion in Ankara. Dass den Spielern aus der Schweiz nach dem verlorenen Spiel nur kaltes Wasser zum Duschen zur Verfügung stand, rundete das Bild eines verunglückten Aufenthaltes des Zürcher Stadtklubs in Ankara ab. Diese Vorfälle waren – gerade im Vergleich zum Sprengstoffanschlag vom Samstagabend – selbstverständlich nicht weltbewegend, sondern wohl eher ein weiterer Beweis dafür, dass „es“ Türken und Schweizer miteinander einfach nicht können (vgl. dazu auch Causa Sport News vom 8. November 2016). Allerdings ist nicht zu verkennen, dass sich ein derartiges Verhalten im Rahmen von Fussballspielen zu gegebener Zeit auch einmal anders entladen kann.

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