Sponsoren gegen Sportler(innen)- und Funktionärs-Exzesse

(causasportnews / err. / 21. Februar 2016) Was sonst die Ausnahme war, häuft sich: Sponsoren, selbstverständlich auf tadelloses Image bedacht, lassen sich im Sport von Gesponserten nicht mehr viel gefallen und halten immer mehr dagegen. Dem Ausgang der jüngsten Geschichte zu diesem Thema darf mit Spannung entgegen geblickt werden. Der amerikanische Ski-Star Lindsey Vonn ist zwar attraktiv und deshalb werbeträchtig, jedoch offenbar nicht gefeit von intellektuellen Aussetzern. Diese sind geeignet, auch ihre Sponsoren in negativem Lichte erscheinen zu lassen. Es geschah kürzlich im Rahmen der Frauenabfahrt in La Thuile, als der Skistar nach einem Sturz, offenbar verursacht durch eine Materialunzulänglichkeit, ihren HEAD-Ski mit einem Hammer zerstörte und diese Szene ins Netz setzte. Als sie dann offensichtlich ein „lucidum momentum“ überkam, liess sie die Szene aus den sozialen Medien entfernen – mit wenig Erfolg; die Sequenz war nicht mehr aus dem Netz zu eliminieren: Das „Kind“ lag bereits im Brunnen. Die Ski-Herstellerfirma HEAD fand das alles nicht lustig, und die polysportive Aktion der emotionalen Amerikanerin dürfte Folgen haben. Die Skimarke wird sich eine derartige Negativ-Werbung, verursacht durch eine grosszügig unterstützte Sportlerin, kaum gefallen lassen.

Szenenwechsel: Der Sportausrüster „Nike“ hat soeben Flagge gezeigt und den Sponsoringvertrag mit dem mehrfachen Box-Weltmeister Manny Pacquiao aus den Philippinen aufgelöst, weil sich dieser abfällig gegenüber Homosexuellen geäussert hatte. Sponsoren akzeptieren immer weniger, dass Sportler/-innen durch exzessives Verhalten ihrem Image schaden. Der Weltfussballverband FIFA spürt es seit geraumer Zeit, dass die (vorwiegend amerikanischen!) Sponsoren bestrebt sind, sich nur in einem skandalfreien Umfeld zu positionieren. Die FIFA hat die Botschaft verstanden und ist daran, insbesondere durch eine tiefgreifende Reform das „Produkt Fussball“ wieder untadelig werden zu lassen. Der Sportartikelkonzern „Adidas“ hat angekündigt, den Vertrag mit dem internationalen Leichtathletikverband (IAAF) beenden zu wollen (vgl. hierzu auch causasportnews vom 28. Januar 2016). Die Hoffnung, dass die organisierte Leichtathletik nach Doping- und Erpressungsskandalen mit dem neuen Präsidenten Sebastian Coe an der Spitze auf den Pfad der Tugend zurückfinden würde, scheint der Hoffnungslosigkeit gewichen zu sein. – Die Fingerzeige nach diversen Vorkommnissen der letzten Zeit sind jedenfalls deutlich: Nur der korrekte Sport(ler) darf bei Sponsoren mit Goodwill rechnen.

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