Skurriles um die WM-Teilnahme Irans in den USA

causasportnews.com – 38/2026, 26. April 2026

Italian fans cheering with flags and scarves while Iranian fans cry and look upset at the stadium.

(causasportnews / red. / 26. April 2026) So widersprüchlich und bizarr sich der Krieg zwischen den USA und dem Iran entwickelt, verläuft das Hin und Her bezüglich der Teilnahme der Nationalmannschaft Irans an der am 11. Juni in den USA, In Kanada und in Mexiko beginnenden Fussball-WM-Endrunde. Das für das WM-Turnier qualifizierte Team Irans muss in drei Vorrundenspielen gegen Belgien, Neuseeland und Ägypten antreten; sinnigerweise in den USA…Eine unglaubliche Ausgangslage: Das von den USA angegriffene Land Iran soll im Lande des Aggressors drei WM-Vorrundenspiele bestreiten! FIFA-Präsident Gianni Infantino, der das Gesuch des Iran abgelehnt hat, in Mexiko spielen zu dürfen (vgl. causasportnews vom 15. April 2026) bekräftigt derzeit gegenüber den Medien, wenn auch wankelmütig und unsicher, dass Iran «auf jeden Fall» zur WM komme. Er betont dabei, wie wichtig die Teilnahme des durch die USA angegriffenen Landes Iran sei. Er unterstreicht: «Die iranische Mannschaft kommt ganz sicher.». Dieses Statement weist allerdings mehrere Unsicherheitskomponenten als Klärungen auf, was durchaus mit der sprunghaften Haltung des US-Präsidenten Donald Trump auch in dieser Angelegenheit zusammenhängen mag. Im letztenen Monat hatte dieser bekräftig, die Mannschaft Irans sei an der WM-Endrunde willkommen. Jedoch äussert er sich nun dahingehend, dass er es nicht für angemessen halte, dass das Nationalteam Irans anwesend sei – zum eigenen Schutz und der eigenen Sicherheit. Der Schwurbler im «Weissen Haus» wird zwischenzeitlich erkannt haben, dass Amerika für die Sicherheit des Nationalteams des Irans zumindest mitverantwortlich sein wird, falls die Equipe auf amerikanischem Boden antritt, bzw. antreten muss. Nicht mehr so sicher wie auch schon äussert sich der FIFA-Präsident zu diesem Thema, der zwischenzeitlich realisiert haben dürfte, dass der Weltverband primär für die Sicherheit auch der Nationalmannschaft des Irans, inklusive Betreuer und Staff, während der WM-Endrunde haftet, aber auch für die Zuschauer und für die allenfalls aus dem Iran anreisende Fans. Ob Iran letztlich in den USA antreten wird, dürfte vom Sicherheitsrat des angegriffenen Landes in Abstimmung mit der Regierung entschieden werden.

Offensichtlich wird dem US-Präsidenten die Teilnahme des Irans doch ein wenig zu riskant. Donald Trump lässt im Moment, wie verschiedene Medien berichten, die Möglichkeit sondieren, dass der Iran am WM-Endrunden-Turnier durch das Nationalteam Italiens ersetzt wird. Gianni Infantino bekräftigt zwar: «Die Mannschaft des Irans kommt ganz sicher». Eine glaubwürdige, finale Äusserung würde sich allerdings anders anhören. Was Donald Trump will, könnte für den FIFA-Präsidenten einem Befehl gleichkommen, zumal der US-Präsident so widersprüchlich agiert wie Gianni Infantino wankelmütig wird, wenn es um seinen erklärten «Freund» und dem (ersten) Träger des FIFA-Friedenspreises geht. Dass das nicht für die WM-Endrunde qualifizierte Italien die qualifizierte Equipe Irans ersetzt, ist an sich unmöglich, doch wenn Donald Trump und Gianni Infantino im Spiel sind, ist eine solches, skurriles Szenario wohl durchaus denkbar. Der FIFA-Präsident hätte es in der Hand, nun durch ein Machtwort für Klarheit in diesem bizarren Vorspiel mit Blick auf die WM-Endrunde zu sorgen. Doch Gianni Infantino ist eine derart wankelmütige Figur, dass von ihm keine finale Klärung dieses Trauerspiels um die Teilnahme des Irans in den USA erwartet werden darf. Dafür kümmert sich der 56jährige Schweizer mit italienischen Wurzeln um für den Weltfussball irrelevante Details und verkündet diese grossmäulig, als hätte er soeben als erster Mensch den Mars betreten: Erstmals soll es während des Finalspiels an einer Fussball-WM-Endrunde eine Halbzeit-Show geben! Diese soll am 19. Juli im Met-Life Stadium in New Jersey über den Rasen gehen. Dort soll die Popband «Coldplay» mit Frontmann Chris Martin für Stimmung zwischen den beiden Halbzeiten sorgen. Gianni Infantino freut sich auf die «Grösste Show der Welt», wie er sagt. Schön, dass sich der Walliser mit derartigen Nebensächlichkeiten beschäftigen kann…

Hinterlasse einen Kommentar