Vermehrt «Wettbetrügereien» bei sportlichen Wettbewerben

causasportnews.com – 103/2025, 10. November 2025

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(causasportnews / red. / 10. November 2025) Es wurde in letzter Zeit ziemlich ruhig bezüglich des Themas «Wettbetrügereien» im Zusammenhang mit sportlichen Wettbewerben. Jetzt schrecken zwei Vorkommnisse die Öffentlichkeit auf. In der Türkei sind fast 150 Fussball-Schiedsrichter suspendiert worden, die beschuldigt werden, trotz Verbots auf Fussballspiele gewettet zu haben. In der US-Basketball-Liga NBA (National Basketball Association), der Basketball-Professionalliga in Nordamerika, zeigt sich augenfällig ein System, das anfällig ist für Betrügereien.

Entweder hat sich die Öffentlichkeit in den letzten Jahren an Sportwetten-Betrügereien gewöhnt, oder Sport-Manipulationen im Zusammenhang mit Wetten waren am Verschwinden. Anders vor genau 20 Jahren, als der Fall des Fussballschiedsrichters Robert Hoyzer (vgl. dazu Urs Scherrer, Remus Muresan, Kai Ludwig, Sportrecht, Eine Begriffserläuterung, 3. Aufl. Zürich 2014, 175) für Schlagzeilen nicht nur in Deutschland sorgte. Es war dies der «Sportwetten-Betrugsfall» mit gewaltiger, internationaler Sprengkraft. Seither wurden immer wieder Sportmanipulationen mit Bezug zu Sportwetten bekannt, doch einen «Knall» wie 2005 um den «Fall Robert Hoyzer» gab es seither nicht mehr. Der damalige Skandal mag einen Zusammenhang mit dem Stellenwert des Fussballs in Deutschland haben.

Wird von «Sportwetten-Betrügereien» gesprochen, ist allerdings vor Augen zu halten, dass der Sport als Objekt der Betrügereien im Zentrum steht und nicht die Sportwette an sich. Wird der Sport manipuliert und werden diesbezügliche Wetten platziert, in der Regel im vollen Bewusstsein der Wettenden, dass der Sport in irgendeiner unlauteren Form beeinflusst wird, ist begrifflich von Sport-Manipulationen im Zusammenhang mit Sportwetten auszugehen. Manipuliert wird bei einem «Sportwetten-Betrug» also nicht die Wette, sondern (meist durch Aktive, Schiedsrichter, Funktionäre, Betrüger-Banden) der Sport, auf den gewettet wird (vgl. dazu Urs Scherrer, Remus Muresan, Kai Ludwig, Sportrecht, zit. oben, 323 ff.).

In der Türkei scheint es im Zusammenhang mit Wettaktivitäten von Fussball-Schiedsrichtern (!) richtig gerumpelt zu haben. Zur Sicherung und Wahrung der Integrität des Fussballs ist es Schiedsrichtern nicht erlaubt, auf Partien im Fussball zu wetten. Könnten Schiedsrichter auf Fussballspiele, die sie allenfalls selber arbitrieren, wetten, wäre die Integrität des Spiels nachvollziehbar gefährdet. Trotz des Verbots des Türkischen Fussballverbandes (TFF, Turkish Football Federation) hielten sich Dutzende von Schiedsrichtern, offenbar nachweislich 149 Referees, nicht an dieses Verbot und wurden von der Disziplinarkommission des Verbandes sanktioniert. Die betroffenen Schiedsrichter werden nun von acht bis zwölf Monaten aus dem Spiel-Verkehr gezogen. Gegen weitere Verdächtigte laufen Ermittlungen. Gemäss Abklärungen der TFF sollen 371 von 571 Schiedsrichtern im Professional-Fussball über Wettkonten verfügen, 152 Referees sollen aktiv wetten.

Es ist zwar bekannt, dass Wetten zum US-Sport gehören wie Truthähne zum traditionellen, amerikanischen Weihnachtsessen. Rund sechs Millionen Amerikanerinnen und Amerikaner sollen labile oder abhängige Sportwetterinnen und -wetter sein. Derzeit sorgt einer der grössten Wettskandale der Basketball-Geschichte für Aufsehen. Bezüglich der NBA wird von einem Skandal von noch nie dagewesenem Umfang ausgegangen. Betrügereien werden in dieser Sportart begünstigt, weil es (auch) in der Basketball-Liga keinen Absteiger gibt.  Gerade dieser Umstand öffnet Tür und Tor für Sport-Manipulationen, weil Spiele, bei denen es um nichts mehr geht, leicht verschoben werden können und sich mühelos entsprechende Wetten platziert lassen.

(Quellen: Agenturen; betreffend US-Basketball-Liga NBA umfassend Jürgen Schmieder, im «Tages-Anzeiger» Zürich, 8. November 2025, «Nirgends ist Wettbetrug so verbreitet – und so einfach»)

Rad-WM 2024 in Zürich: Am Schluss bezahlt die öffentliche Hand

causasportnews.com – 102/2025, 6. November 2025

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(causasportnews / red. / 6. November 2025) Die Rad-Weltmeisterschaft im letzten Jahr in und um Zürich war, wie «causasportnews» bereits festhielt (9. April 2025), sportlich top, organisatorisch und finanziell allerdings ein «Flop». Von dieser Wertung ausgeklammert bleibt der Sturz der jungen Rennfahrerin Muriel Furrer, die unter immer noch ungeklärten Umständen in tragischer Weise zu Tode kam. Die Gross-Veranstaltung endete in einem finanziellen Desaster. Die undurchsichtige und chaotische Organisation, reichliches Dilettantentum und stümperhaftes Verhalten der «Verantwortlichen» hatten zur Folge, dass der Anlass, immerhin eine Weltmeisterschaft, in einem Finanzschlamassel endete. Eine katastrophale (Finanz-)Planung, ein kaum existierendes Budget und unfähige Funktionäre seitens der involvierten Verbände (Union Cycliste Internationale, UCI, und Swiss Cycling) sowie blauäugige Sponsoren-Erwartungen führten schliesslich zu einem Finanzloch von 4,5 Millionen Franken. So war nun vor allem die öffentliche Hand gefordert, um letztlich eine einigermassen geordnete Liquidation des Trägervereins, der zwecks Durchführung der Weltmeisterschaft gegründet worden war, zu ermöglichen. Fazit: «Am Schluss bezahlt die öffentliche Hand»! Tief in die Kasse griff die Stadt Zürich; ebenso zeigte sich der Kanton Zürich spendabel. Teils erfolgten von privater Seite und seitens der Gemeinden Forderungsverzichte. 32 Kommunen wurden vom Anlass tangiert und begehrten finanziellen Ausgleich. Ausser mit dem Gemeinden Erlenbach am Zürich- und Maur am Greifensee konnten mit Blick auf die Gesamtbereinigung der Forderungen mit dem Trägerverein der Veranstaltung Lösungen – vor allem Forderungsverzichte – bezüglich der Forderungen dieser Gemeinden gefunden werden.
Die Moral der Geschichte: In und um Zürich, vor allem die Stadt Zürich ist tief-rot gefärbt und bekanntlich dem Zweirad-Sport und den Velo-Aktivitäten zugetan, lässt sich vortrefflich die Bespassung der Menschen insbesondere mit staatlichen Mitteln organisieren, dies nach der Vorgabe des römischen Dichters Juvenal (geb. 55 n. Chr.), der die Zusammenhänge zwischen Brot und Spielen (panem et circenses) schon früh erkannt hatte. Statt, wie geplant und entschieden, nun in Zürich einen Rosa-Luxemburg-Platz zu schaffen, könnte beispielsweise als Hommage an den souveränen Weltmeister vom vergangen Jahr (der den Titel heuer erfolgreich verteidigte), Tadej Pogacar, die Europaallee in Zürich in Tadej-Pogacar-Allee umgetauft werden. Das wäre dann die formvollendete Symbiose von Kommunismus und Sport in Zürich. Beides lässt sich die Limmatstadt etwas kosten – siehe Rad-WM 2024.

Aufregung bei Top-Skimarken: EU-Wettbewerbshüter vermuten unerlaubte Preisabsprachen

causasportnews.com – 101/2025, 3. November 2025

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(causasportnews / red. / 3. November 2025) Die Weltcup-Skisaison 2025/26 hat begonnen, der alpine Renn-Skizirkus ist lanciert, und die Voraussetzungen für einen idealen Ski-Winter in Europa sind gegeben. In der Wintersportwelt herrscht allerdings eine spürbare Spannung. Bekannt geworden ist, dass zumindest drei renommierte Österreichische Ski-Hersteller ins Fadenkreuz der europäischen Wettbewerbshüter geraten sind. Unerlaubte Absprachen sollen der Grund dafür sein, dass in den Produktionsstätten von «Blizzard», «Atomic» und «Fischer» durch die zuständigen Wettbewerbsbehörden der Europäischen Union (EU) Razzien auf Betreiben der EU-Kommission durchgeführt wurden. Betroffen ist das Milliarden-Business der Ski-Industrie in Österreich. Über 50% der weltweit verkauften Ski werden gemäss Recherchen der Schweizer Zeitung «Blick» in Österreich hergestellt; der gesamte Sportsektor, inkl. Sportausrüstungen, soll jährlich über 24 Milliarden Euro Umsatz generieren. Ein prädestinierter Markt also, um allenfalls auch unerlaubte Preisabsprachen unter den «Grossen» der Branche vorzunehmen (durch Preisabsprachen kann ein Wettbewerb massiv und unerlaubterweise beeinflusst werden, vor allem durch das Fest- und Hochhalten an hohen Preisen). Kein Wunder, sorgen die durchgeführten Razzien für Aufregung und Irritation bei den drei Skimarken, an denen, mit Ausnahme von «Fischer», auch ausländische Investoren beteiligt sind. «Fischer» ist in Österreichischer Familienhand.

Die Konsequenzen von Wettbewerbsverstössen in Ländern der EU sind gravierend. Bei Wettbewerbsverstössen können durch die EU bis zu 10% des Jahresumsatzes abgeschöpft werden. Soweit ist es konkret allerdings (noch) nicht. Die Skifirmen betonen, sich wettbewerbskonform verhalten zu haben, und die EU-Kommission stellt klar, dass solche Prüfungen nicht bedeuten würden, dass sich die Betroffenen wettbewerbswidrig verhalten hätten. Es gilt also für die Ski-Produzenten, die von den Razzien betroffen wurden, eine Art «Unschuldsvermutung».

Entspannt zurücklehnen kann sich die Schweizer Skimarke «Stöckli» mit dem «Aushängeschild» Marco Odermatt. Weil die Schweiz der EU nicht angehört, können die EU-Wettbewerbsregeln hier nicht direkt angewendet werden. Dem Schweizer Wettbewerbsrecht gemäss Kartellgesetz sind sie allerdings unterstellt, und allfällige Preisabsprachen unter Ski-Herstellern, auch im internationalen Kontext mit Berührungspunkten zur Schweiz, wären sanktionierbar, falls das Wettbewerbsrecht (Kartellrecht) durch wirtschaftliche und sozial schädliche Auswirkungen von Kartellabsprachen in der Schweiz verletzt würde.

(Quellen: Insbesondere Agenturen und diverse Medien, insbesondere «Blick», Zürich)

Causa Sport – Ausgabe 2/2025 mit sport-rechtlicher Vielfalt

causasportnews.com – 100/2025, 31. Oktober 2025

(causasportnews / red. / 31. Oktober 2025) Die soeben erschienene, neue Ausgabe von Causa Sport, 2/2025, beinhaltet eine Fülle von Sportrechtsentscheiden, insbesondere aus der Schweiz und aus Österreich. Thematisiert wird z.B. ein Vorgang im Zusammenhang mit dem Siegerinterview anlässlich des Eidg. Schwing- und Älplerfestes 2025 in Mollis / Glarus; es ging dabei um die Grundsatzfrage: «Schleichwerbung» für «Villiger» (Rauchwaren) oder nicht?- Ein nicht alltägliches Urteil fällte das Verbandsgericht von «Swiss Volley», das die juristischen Folgen der Integration einer trans*Frau in eine Damen-Volleyball-Mannschaft zum Gegenstand hatte.- Disziplinarstrafen (Sanktionen) im Sport bilden einen sport-juristischen «Dauerbrenner». Das Schweizerische Bundesgericht befasste sich mit der vieldiskutierten Altersthematik bei Disziplinarstrafen («dura lex, sed lex, ungeachtet des Alters»).- Thematisch vielfältig sind die Themenbereiche, die von Österreichischen Gerichten behandelt, mittels Urteilen entschieden wurden und nun in «Causa Sport» wiedergegeben werden: So darf ein «Golfwagerl» nicht alkoholisiert gelenkt werden; Verkehrssicherungspflichten haben nach wie vor aktuelle Bedeutung; versicherungsrechtliche Fragen im Zusammenhang mit Bergwanderführern stellen sich immer wieder, usw.- Im ausführlichen «Editorial» wird ein Blick auf die im Moment durchgeschüttelte Welt und das praktisch ausser Kraft gesetzte Völkerrecht geworfen und der Vergleich einer Welt ohne Weltordnung mit dem Sport ohne Regeln gezogen.

«Causa Sport» digital kann über «Swisslex» (Zürich, Schweiz), manz.rdb.at (Wien, Österreich) sowie Duncker & Humblot (Berlin, Deutschland) abgerufen werden.

(causasport.org)

Die Sinnfrage nicht gestellt und auf Ski die Nordwand des Mount Everest bezwungen

causasportnews.com – 99/2025, 28. Oktober 2025

(causasportnews / red. / 28. Oktober 2025) Geht es um Sport und um sportliche Leistungen, finden diese Aktivitäten oft einfach statt, man nimmt die erbrachten Leistungen zur Kenntnis und fragt sich vielleicht: «War das notwendig?». Eher selten oder kaum wird die Sinnfrage gestellt. Exzesse im Sportbereich oder skurrile, sportliche Aktivitäten gab und gibt es immer wieder – ohne den Sinn der Betätigungen zu hinterfragen.

Über Sinn und Unsinn des Apnoetauchens scheiden sich bspw. die Geister. Hinterfragt wird dieses sog. Freitauchen jedoch kaum, auch dann nicht, wenn es um Rekorde oder um Todesfälle beim Apnoetauchen geht. Die Disziplin Einbeinstand dient nicht nur der Gleichgewichtsschulung, sondern ergötzte das Publikum in der antiken Sportwelt; etwa, wenn die «Athleten» in dieser Ausdauersportart körperliche und wohl auch psychische Schäden nahmen (vgl. dazu die Geschichte vom abfaulenden Bein beim Einbeinstand). Wer weiss schon, dass Standhochsprung und Hirschschiessen (dabei wurde natürlich nicht auf lebende Tiere geschossen) olympische Disziplinen waren, für die es heute keine Olympia-Medaillen mehr zu gewinnen gibt. Nicht als sportlich unbedarft dürfen moderne Menschen bezeichnet werden, die unwissend sind, was die ehemals olympische Disziplin (!) «Pelota» angeht. Wer weiss schon, was darunter verstanden werden soll? Es ist ein Rückschlagspiel baskischen Ursprungs, das in Zweierteams gespielt wird und bei dem ein Ball heftig gegen eine Wand gedroschen wird.

Soll bei solchen und anderen speziellen Disziplinen die Sinnfrage gestellt werden? An dieser Stelle darf die Frage zweifelsfrei unbeantwortet bleiben. Doch sind entsprechende Gedanken erlaubt, wenn Schlagzeilen dieser Art zur Kenntnis genommen werden, wie nach dem 16. Oktober 2025, als flächendeckend medial vermeldet wurde: «Erster Mensch bezwang auf Ski das Hornbein-Couloir am Mount Everest». Man muss wissen, dass dieses Couloir (ein Couloir ist eine oft mit Eis und Schnee gefüllte Rinne an einem Berghang oder an einer Bergwand) an der Nordwand des höchsten Berges der Welt extrem steil (50 Grad) ist. US-Alpinist Jim Morrison hat das Kunststück gewagt und dieses Couloir, das nach dem Erstbegeher Tom Hornbein benannt ist, mit Ski befahren. Dies schaffte noch kein Mensch zuvor. Bei Minustemperaturen um 27 Grad setzte der 50jährige Alpinist vom Gipfel des Everest zur Abfahrt hinunter zum 2700 Meter tiefer liegenden Rongbuk-Gletscher an. Ein Stück musste der verwegene Abfahrer zwischendurch ohne Ski zurücklegen, weil ein Gewaltsfelsen die Skiabfahrt in diesem Teilstück verunmöglichte. Während rund vier Stunden war der US-Alpinist im Hornbein-Couloir unterwegs. Es war sein dritter Versuch, dieses brutal steile Stück am Everest per Ski zu meistern. Als erster Mensch! Ob der Athlet bei seiner Abfahrt Sauerstoff benutzt hatte, ist bis jetzt nicht bekannt gegeben worden. Etliche Alpinisten hatten vor Jim Morrison (hier natürlich nicht zu verwechseln mit dem 1971 verstorbenen Frontmann der Rockgruppe «The Doors») versucht, dieses Steilstück an der Nordwand des Everest zu bezwingen. Niemand schaffte es vor dem US-Amerikaner, und einige der Alpinisten, die es vor Jim Morrison versuchten, bezahlten ihre Risikobereitschaft mit dem Leben.

Zu guter Letzt bleibt die Beantwortung der Frage: Macht so etwas Sinn? Der Extrem-Alpinist würde nach dem gelungenen Unterfangen am Everest wohl mit einer Gegenfrage antworten: «Wie sinnvoll ist es, beispielsweise Speed-Rekorde in den Bergen anzupeilen?». Die Sinnfrage hat er vor seiner tollkühnen Abfahrt selbstverständlich nicht gestellt. Sie wurde ihm nun aber nach der Steil-Abfahrt im Hornbein-Couloir ab und zu gestellt.

Noch ungeklärter Tod des Schach-Grossmeisters Daniel Naroditsky

causasportnews.com – 98/2025, 26. Oktober 2025

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(causasportnews / red. / 26. Oktober 2025) Zu behaupten, die Schach-Welt und alles drum herum sei kein besonderes Universum, ist wohl eine gewaltige Untertreibung. Schach-Spielerinnen und -Spieler haben oft mehr als Macken, sie bewegen sich immer wieder zwischen Genialität und Wahnsinn. Ab und zu enden sie tragisch. Wie jetzt der US-Grossmeister Daniel Naroditsky, einer der besten Spieler der jungen Generation. Kurz vor seinem 30. Geburtstag am 9. November des nächsten Monats starb das Schach-Multi-Talent unter noch nicht geklärten Umständen. Seine Leiche wurde in seinem Haus in Charlotte, North Carolina, entdeckt. Die Untersuchungen zur Klärung der Todesursache des wohl bekanntesten und besten Blitz- und Bullet-Schachspielers der Gegenwart dauern an. Hat sich der Schachspieler, der im Alter von knapp 12 Jahren U12-Schachweltmeister und 18jährig Grossmeister wurde, aus eigenem Willen von dieser Welt verabschiedet oder trugen äussere Umstände dazu bei, dass das Leben des erfolgreichen Spielers für diesen unerträglich wurde?
Die Schachwelt ist bestürzt, seit die Todesnachricht des knapp 30jährigen Schach-Besessenen bekannt wurde. Daniel Naroditsky war umgänglich, äusserst beliebt und galt als Brückenbauer zwischen den Generationen. Sein erstes Schachbuch veröffentlichte er mit 14 Jahren, über 600 000 Menschen verfolgten seine Analysen und «Speedrun»-Formate auf «Youtoube» und «Twitch». Mit seiner didaktischen Klarheit fesselte er nicht nur Schach-Insider. Vielleicht wurde der besonnene US-Amerikaner auch ein Opfer von Spannungen und unschönen Vorkommnissen, welche in der Schach-Szene mit modernen Spielvarianten seit Jahren üblich sind. Die Streitigkeiten zwischen Schach-Weltmeister Magnus Carlsen und dem US-Grossmeister Hans Moke Niemann wirken beispielsweise immer noch nach (vgl. u.a. auch causasportnews vom 23. Oktober 2022). Nun steht ein ehemaliger Schach-Weltmeister, Wladimir Kramnik, der von 2000 – 2007 die Krone im Welt-Schach trug, im Zusammenhang mit dem Tod von Daniel Naroditsky im Fokus des Interesses. Der 50jährige Russe soll dem 20 Jahre jüngeren US-Spieler mit Betrugsvorwürfen arg zugesetzt haben. Obwohl es alles andere als erwiesen ist, dass Wladimir Kramnik durch Verdächtigungen oder Beschuldigungen von online-Betrügereien den Tod von Daniel Naroditsky in irgendeiner Form mitverschuldet hat, wird es als möglich betrachtet, dass der Russe den Amerikaner in eine psychische Ausweglosigkeit getrieben hatte. Solche Vermutungen und Beschuldigungen machen derzeit die Runde und werden teils öffentlich erhoben.
Die Behörden im US-Bundesstaat North Carolina ermitteln derzeit in der «Causa Daniel Naroditsky» fieberhaft. U.a. sollen auch toxikologische Untersuchungen durchgeführt worden sein, die jedoch noch nicht ausgewertet worden sind. Aktiv geworden ist auch die Ethikommission des Internationalen Welt-Schachverbandes (FIDE) mit Sitz in Lausanne/Schweiz. Sollte sich herausstellen, dass eine Kausalität zwischen unzutreffenden Mutmassungen und Vorwürfen von Wladimir Kramnik und dem Tod von Daniel Naroditsky besteht, könnte dies ethik-rechtliche Folgen für den Russen, für den selbstverständlich die Unschuldsvermutung gilt, zeitigen.

FIFA und der FIFA-Präsident tanzen mit Blick auf die WM-Endrunde 2026 nach Donald Trumps Pfeife

causasportnews.com – 97/2025, 20. Oktober 2025

(causasportnews / red. / 20. Oktober 2025) Die Fussball-WM-Endrunde 2026 mit den Austragungsländern USA, Kanada und Mexiko ist aufgrund der internationalen, politischen Lage an sich schon nicht ganz unproblematisch. Nun kommt eine inner-amerikanische Knacknuss mit weitgehenden Auswirkungen dazu. In zwei von elf Austragungsstädten in den USA (in Boston und in Los Angeles), ist die steigende Kriminalität kaum mehr zu meistern. So sieht es jedenfalls US-Präsident Donald Trump, der deshalb angekündigt hat, diesen beiden Städten die Spiel-Austragungsberechtigungen und -verpflichtungen für die WM-Endrunde entziehen zu lassen (vgl. auch causasportnews vom 16. Oktober 2025). Ein Schelm der böses denkt, dass diese Forderung aus dem «Weissen Haus» rein politisch motiviert sei! Doch: Die beiden Städte sind in den Händen der Demokraten. Der US-Präsident, ein senkrechter Republikaner, hat angekündigt, seinen Temporär-Freund und FIFA-Präsidenten Gianni Infantino anzurufen und ihn dazu zu bringen, die räumlichen Verschiebungen anzuordnen, wenn die Bedingungen unsicher seien; und das sollen sie offenbar sein. «Er, d.h. Gianni Infantino, würde es, d.h. die Verschiebung der WM-Austragungsorte Boston und Los Angeles, vornehmen», sagte der US-Präsident. Wäre Donald Trump zuständig für den Entscheid betreffend Verlegungen der beiden Austragungsorte, würde er das selbstverständlich gleich selber anordnen. Ist er aber nicht. Die Austragungsstädte sind von der FIFA festgelegt worden, und mit diesen bestehen auch entsprechende, rechtlich bindende Vereinbarungen. Nur unter absolut krassen Bedingungen wären demnach Spielort-Verlegungen durch die FIFA möglich. Diese scheinen in den beiden, konkreten Fällen nicht gegeben zu sein, weil allgemein davon ausgegangen wird, die angedrohten Austragungs-Entzüge seien nichts anderes als ein politisches Manöver des Herrschers im «Weissen Haus», um gegen die Demokraten anzugehen. Donald Trumps neuster Schlag für Recht, Gerechtigkeit und Frieden bringt den Weltfussballverband im Allgemein und den FIFA-Präsidenten Gianni Infantino im Besonderen, welcher dem US-Präsidenten sehr ergeben ist, in eine Zwickmühle. In der FIFA-Zentrale in Zürich wurden die Medien- und Kommunikationsverantwortliche durch Donald Trumps Ankündigungen aufgeschreckt und zudem vom eigenen Verbands-Präsidenten in Stellung gebracht. Vom Zürichberg aus (FIFA-Sitz) verlautete nämlich, für die Sicherheit und den Schutz der WM-Austragungsspiele sei die Regierung eines betreffenden Landes zuständig und verantwortlich. Konkret also die US-Regierung. So könnten sich die FIFA und der FIFA-Präsident aus der Geiselhaft des US-Präsidenten befreien, ohne dass Gianni Infantino gegenüber Donald Trump der Illoyalität bezichtigt werden könnte. Dem FIFA-Präsidenten werden im Zug seiner Nähe zu Donald Trump zwischenzeitlich alle Winkelzüge und politischen Kapriolen zugetraut. Bezüglich der Folgen dieser Freundschaft runzeln vor allem Medienschaffende immer mehr die Stirnen. Eine ägyptische Zeitung nannte Gianni Infantino etwa «den seltsamsten Gast» am Friedengipfel in Sharm el Sheik, der vor ein paar Tagen zum Krieg in Gaza stattfand. So läuft es also wie geschmiert, wenn die FIFA und deren Präsident nach der Pfeife des US-Präsidenten tanzen.

Weltfrieden dank und wegen eines Fussballspiels?

causasportnews.com – 96/2025, 16. Oktober 2025

(causasportnews / red. / 16. Oktober 2025) Der ehemalige Präsident des Weltfussballverbandes (FIFA), Joseph Blatter, hat sich oft eine simple Welt zusammengezimmert. Frei nach dem Motto: «Der Fussball ist einfach, deshalb ist er so attraktiv. Also soll die Welt auch sonst einfach sein. Dann ist sie ebenfalls attraktiv». Er hatte nicht Unrecht. Auch Problemlösungen ausserhalb des Fussballs gestalteten sich nach dem Vorgänger von FIFA-Präsident Gianni Infantino ziemlich simpel. Weil zwischen Israeli und Palästinensern seit langer Zeit mehr als nur ein angespanntes Verhältnis herrscht, meinte der bald 90jährige Walliser auf die völkerverbindende Wirkung des Fussballs angesprochen einmal: «Organisieren wir doch ein Fussballspiel zwischen den verfeindeten Ländern, dann wird sofort Frieden herrschen». Die heutige Situation beweist, dass jenes, von Joseph Blatter angedachte Spiel nie ausgetragen worden ist und sich die beiden Länder, die übrigens als Mitglieder dem Verband FIFA mit Sitz in Zürich angehören, brutaler denn je bekämpfen.

Soeben ist ein Gemetzel zwischen Israeli und Palästinensern beendet worden. Die Organisation «Hamas» ging vor zwei Jahren verbrecherisch gegen Israel vor. In der Folge hat der Staat mit mehrheitlich jüdischer Bevölkerung in Gaza kein Stein auf dem andern belassen und die Bevölkerung in diesem Landstrich während zwei Jahren auf’s Übelste malträtiert. Wenigstens ist dieser grausame Krieg unter Ausklammerung aller Völkerrechtsnormen und anderer rechtlicher Vorgaben nun beendet worden. Ein Waffenstillstand wurde dank oder wegen US-Präsident Donald Trump (einstweilen?) erzielt. Als realer «Frieden» kann die aktuelle Situation wohl nicht bezeichnet werden. Deshalb hat der amerikanische Präsident, ein Deal- und kein Peace-Maker, wohl auch den Friedens-Nobelpreis 2025 nicht erhalten. Es kommt ihm jedoch wohl das Verdient zu, den Israelischen Ministerpräidenten Benjamin Netanjahu, eine unsägliche Kriegsgurgel und wegen Kriegsverbrechens international zur Verhaftung ausgeschrieben, plötzlich zum Schweigen der Waffen genötigt zu haben. Aber Frieden sieht natürlich anders aus. Nun wüten in Gaza die «Hamas»-Gruppierungen weiter. Einzig die geschundene Zivilbevölkerung erlebt zumindest eine Verschnaufpause und wird von allen möglichen Seiten unterstützt und versorgt; nur ist das alles schwierig in einem Land, in dem kein Stein auf dem anderen geblieben ist und die Menschen erkennen müssen, dass sie ihr Mahlzeiten derzeit im Stehen einnehmen müssen…

Das Ende des israelischen Waffengangs in Gaza im jetzigen Zeitpunkt wäre ohne Donald Trump nicht möglich geworden. Entsprechend schlachtet er diesen Erfolg aus. Eigens verweilte der US-Präsident ein paar Stunden in Israel und lud zum Friedensgipfel nach Ägypten ein. Dieser war eine geradezu bizarre Show von Donald Trump. Zugegen war zum Beispiel auch der FIFA-Präsident, und die ganze Welt fragte sich, was nun Gianni Infantino an diesem Friedengipfel sollte. Klar, zwischenzeitlich hat Donald Trump seinen «Freund» Gianni Infantino «im Sack». Gianni Infantino wieselt dem US-Präsidenten nach wie ein räudiges Hündchen. Servilität und Unterwürfigkeit kommt beim Herrscher in «Weissen Haus» bekanntlich gut an. Donald Trump hat zwischenzeitlich auch den Fussball, der in den USA etwa so bedeutungsvoll ist wie ein umgestürztes Fahrrad in China, zu seiner (Chef-) Sache gemacht. Im kommenden Jahr wird u.a. in den USA die Fussball-WM-Endrunde ausgetragen. Wetten, dass die von Demokraten beherrschten Austragungsorte Boston und Los Angeles um ihre Austragungs-Status zittern müssen? Der US-Präsident posaunt schon in der Gegend herum: «Wenn ich will, dass diese Städte die Austragungsrechte verlieren, rufe ich Gianni Infantino an. Dann wird das so werden». Der FIFA-Präsident in Geiselhaft des US-Präsidenten also. Die gute Nachricht für den Sport und die Menschen guten Willens: Nach dem WM-Finalspiel am 19. Juli 2026 in New York New Jersey wird die Freundschaft zwischen Donald Trump und Gianni Infantino wohl ziemlich rasch erkalten.

Damit wäre auch wieder einmal bewiesen, dass Politik und Sport äusserst unabhängig voneinander sind. Nicht bewiesen ist aktuell, dass der Weltfrieden mit einem Fussballspiel erzwungen werden kann.

Das Kreuz mit dem Schweizer Kreuz

causasportnews.com – 95/2025, 14. Oktober 2025

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(causasportnews / red. / 14. Oktober 2025) Seit geraumer Zeit stehen die erfolgreichen Akteure der Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft im Zentrum des Interesses. Nicht nur aufgrund der anhaltenden, sportlichen Erfolge, sondern auch wegen der Wettkampfbekleidung, auf der das Wappen mit dem Schweizer Kreuz prangt. Deswegen ist auch ein juristischer Streit um die Anwendung des «Wappenschutzgesetzes» entbrannt, der mit einer einstweiligen Einigung zwischen den Eishockeyanern und den zuständigen Bundesbehörden endete (vgl. auch causasportnews vom 17. November 2024). Bis zum kommenden Jahr dürfen die Nationalspieler des Eishockeyteams das Wappen mit dem Schweizer Kreuz auf den Wettkampf-Shirts tragen. Ab 2027 ist dann eine neue Regelung gefragt. Das Wappenschild, wie es die Nationalspieler im Eishockey tragen, darf grundsätzlich nur vom Schweizer Staat verwendet werden. 

Juristisch anders, nämlich markenrechtlich, gelagert ist die Frage der Zulässigkeit der Verwendung des Schweizerkreuzes in den klassischen Farben Rot-Weiss auf Produkten, für die mindestens 60% der Produkte-Herstellungskosten in der Schweiz anfallen (müssen). Diese Vorgabe ist beispielsweise erfüllt bei den in der Schweiz produzierten und in der ganzen Welt äusserst beliebten «Victorinox»-Taschenmessern, die das klassische Schweizerkreuz tragen. Das Reisegepäck der gleichen Marke ist jedoch nur mit einem Kreuz in Schwarz-Weiss versehen, weil dieses Produkt in China hergestellt wird.

Probleme mit dem Schweizer Kreuz, das auf den Schuhen der zur Kult-Marke gewordenen «On»-Produkten prangt, hat dieser Hersteller seit einiger Zeit deshalb, weil «On»-Schuhe im Ausland produziert und auch weitgehend ausserhalb der Schweiz abgesetzt werden. Also nichts mit «Swissness», könnte das Fazit gezogen werden. Diese Form von «Swissness» schützt mit allen möglichen Mitteln der Verein «Swissness Enforcement». Die Vereinigung als Verbund privater und öffentlich-rechtlicher Träger hat das Ziel, die missbräuchliche Verwendung von Schweizer Herkunftsangaben ausserhalb der Schweiz vor allem durch «Trittbrettfahrer», zu bekämpfen. «Swissness Enforcement» sieht in den «On»-Schuhen seit geraumer Zeit zuwenig Swissness, das traditionelle Schweizer Kreuz sei auf diesen Schuhen ungerechtfertigterweise angebracht. Die Vereinigung ist nun in China, dem für «On» wichtigen Wachstumsmarkt, aktiv geworden und hat eine Anwaltskanzlei beauftragt dafür zu sorgen, dass auf «On»-Schuhen das Schweizer Kreuz in originaler Form künftig nicht mehr angebracht werden darf, weil zuwenig «Swissness» in diesen Schuhen, die ausschliesslich in Vietnam und Indonesien produziert werden, stecke. Der Konflikt zwischen «On» und dem Verein «Swissness Enforcement» schwelt seit einiger Zeit. Bisher gelang es der beliebt gewordenen Marke, das Problem mit der offenbar fehlenden Swissness bezüglich der Schuhe auszusitzen. Jetzt scheinen die cleveren «On»-Manager, zu deren Umfeld auch der ehemalige Top-Tennis-Spieler Roger Federer gehört, begriffen zu haben, dass das Kreuz mit dem Schweizer Kreuz in diesem Fall nicht so einfach zu tragen ist.

Menschliches Versagen – Felix Baumgartner als Opfer einer «Sturzspirale»

causasportnews.com – 94/2025, 11. Oktober 2025

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causasportnews / red. / 11. Oktober 2025) Geht es jemandem schlecht oder geschieht Negatives, ist das Umfeld mit einer simplen, meist naheliegenden Wertung rasch zur Stelle: «Selber schuld», heisst es dann. Als der Stratosphärenspringer Felix Baumgartner am 17. Juli 2025 im italienischen Sant’ Elpidio verstarb, natürlich nicht auf konventionelle Art und Weise, wurde umgehend jede Dritteinwirkung ausgeschlossen. Mit einem Gleitschirm stürzte der 56jährige Extremsportler in den Tod, nachdem er eine sogenannte «Sturzspirale» nicht rechtzeitig kontrollieren konnte. «Selber schuld» also, hat nun ein technisches Gutachten ergeben. Dieses Fazit mag bei diesem ausserordentlichen Sportler allerdings niemand ziehen. Auf «menschliches Versagen» ist der Absturz von Felix Baumgartner in den Tod gemäss Fachsprache zurückzuführen. Beim Sprung in diesem Sommer befand sich der Gleitschirm in einem einwandfreien Zustand, ergaben die technischen Abklärungen nach dem Unfall. Beim Absprung mit dem Gleitschirm kam es zu einem raschen Höhnverlust, als eine «Sturzspiral» einsetzte und es Felix Baumgartner nicht mehr schaffte, den Schirm aus der Spirale herauszusteuern. Der Rettungsschirm wurde übrigens erst einige Augenblicke vor dem Aufprall des Sportlers auf dem Boden ausgelöst. Bei einer «Sturzspirale» gerät ein Fallschirmspringer in eine unkontrollierte Rotation. Der Extremsportler schaffte es nicht mehr, die notwendige Fluglage mit dem Fallschirm wieder herzustellen und stürzte so unkontrolliert in den Tod. 

Auch sportliche Übermenschen zeigen also mitunter rein menschliche Züge, vor allem, wenn es um den Tod, das Sterben oder Körperschädigungen aller Art geht. Nach dem Sprung von Felix Baumgartner 2012 aus der Stratosphäre galt der Österreicher der menschlichen Normalität entrückt. Den Sprung aus 39 Kilometern Höhe aus der Stratosphäre überstand der Extremsportler ohne Schaden und sorgte mit diesem spektakulären Satz weltweit für Schlagzeilen. Ein eher alltäglicher Sprung überlebte der Sportler, der nur 56 Jahre alt wurde, in diesem Sommer jedoch nicht.

Da wurden Erinnerungen an den Ski-Unfall des Formel 1- Champions Michael Schumacher, der ebenfalls 56 Jahre alt ist, wach. Jahrelange, gefährliche Rennsportaktivitäten überlebte der siebenfache Weltmeister unbeschadet; ein dramatischer Sturz auf einer harmlosen Skipiste beendete jedoch das sog. «normale» Leben des zusammen mit Lewis Hamilton erfolgreichsten Formel 1-Rennfahrers aller Zeiten. Niemand käme auf die Idee, Michael Schumachers brutales Schicksal einfach als «selbstverschuldet» zu qualifizieren.