causasportnews.com – 111/2025, 2. Dezember 2025

(causasportnews / red. / 2. Dezember 2025) Das allmählich zu Ende gehende Jahr 2025 bescherte der Menschheit auch eine Vielzahl von Rekorden, getreu dem Olympia-Motto «citius, altius, fortius» (schneller, höher, stärker; 2021 gesellte sich noch das «communiter», gemeinsam, dazu). Ein Rekord besonderer Art und basierend auf «citius» schaffte der gebürtige Deutsche Tim Effenberger, der seit einigen Jahren in Zürich wohnt, in den Schweizer Bergen. In lediglich 60 Tagen besuchte er im Herbst 2025 alle 151 Hütten des Schweizer Alpen-Clubs (SAC) – ein Speed-Rekord mit Seltenheitswert. Der gelernte Physiotherapeut realisierte bei seinen Bergsportaktivitäten, dass wohl noch niemand alle SAC-Hütten auf dem Gebiet der Schweiz im Schnell-Durchlauf besucht hatte. Diese Herausforderung nahm er an, obwohl es ihm nicht darum ging, einen Speed-Rekord aufzustellen. In lediglich 60 Tagen 1670 Geh-Kilometer zu absolvieren und 139 000 Höhenmeter abzuspulen, war nicht ganz ohne. Jedenfalls waren Mensch (Bergsportler Tim Effenberger) und Material (der Deutsche verbrauchte auf seiner Tour sieben paar Trailrunning-Schuhe) gefordert. Inspirieren liess sich der 37jährige Freizeitsportler von einer Schweizer Berghütten-Dokumentation, die er vor Jahren betrachtete. Begleitet wurde Tim Effenberger bei seinem anspruchsvollen Projekt in den Schweizer Bergen von seinem Vater und seiner Hündin «Bela». Der Deutsche ist vom SAC, dem führenden Bergsportverband mit rund 180 000 Mitgliedern, der die Hütten in den Schweizer Alpen und Bergen unterhält und betreibt oder betreiben lässt, begeistert. Das Abenteuer bedingte eine minutiöse Planung, weil Tim Effenberger genau 60 Freitage für dieses Projekt einsetzen konnte. Dennoch war Improvisieren gefragt. Müssig zu sagen, dass der Plan des Wahl-Zürchers nur gelingen konnte, weil er, mit Hilfe seines Vaters, auf einer ausgeklügelten Logistik basierte. Speziell war der Speiseplan während der Hütten-Tour: Etwa 1000 Kilokalorien pro Stunde verbrauchte Tim Effenberger. Er nahm während des Tages ausschliesslich Kohlenhydrate in flüssiger Form zu sich. Pro Tag war er fünf bis 12 Stunden unterwegs. Nach getanem Tageswerk verdrückte er jeweils abends Berge von Spaghetti. Die Hütten und das Leben darin faszinieren den Bergsportler. Derzeit wertet er nach überstandenem Abenteuer Hunderte von Bildern und zahlreiche Drohnenvideos aus. Das Material soll im Rahmen einer Dokumentation verarbeitet werden. Damit er in Erinnerung «an die schönste Zeit in meinem Leben» schwelgen kann, wie er sagt. Tim Effenberger wäre jedoch nicht Tim Effenberger, wenn er den künftigen Verlockungen der Berge nicht widerstehen könnte.









