Verursachte eine Höhentrainingsmaske den Tod von Sivert Guttorm Bakken?

causasportnews.com – 25/2026, 14. März 2026

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(causasportnews / red. / 14. März 2026) Man ist sich allerhand gewohnt, wenn Sport und Medizin aufeinandertreffen oder zusammen in ein Spannungsfeld treten. Dass der Medizin durchaus eine wichtige Funktion im Breiten- und im Spitzensport zuzugestehen ist, steht ausser Frage und muss an dieser Stelle nicht weiter thematisiert werden. Doch der Sport ist auch dafür bekannt, von der Medizin als Experimentierfeld gebraucht und für Manipulationen missbraucht zu werden. Dabei geht es nicht immer nur um Leistungsbeeinflussungen. Vor allem stehen Leistungssteigerungen im Fokus, und im Vordergrund steht die Anwendung von Massnahmen, wie diese im Zusammenhang mit der Doping-Thematik bekannt sind. Diesbezüglich und auch anderweitig scheint dem Einfallsreichtum von Ärztinnen und Ärzten sowie Forscherinnen und Forschern keine Grenzen gesetzt zu sein. Beispiele hierzu existieren zuhauf. Es sei nur an das flächendeckende Doping im ehemaligen DDR-Leistungssport oder an das Staatsdoping in Russland (ca. 2011 bis 2026) erinnert.

Derzeit fragt sich die Welt, welche Rolle der Forscher Prof. Bent Rönnestad von der Universität in Lillehammer (Norwegen) beim Tod des norwegischen Biathleten Sivert Guttorm Bakken spielt oder gespielt hat. Der Top-Sportler, der einen Tag vor Weihnachten im 28. Lebensjahr in einem Hotelzimmer im italienischen Lavazè tot aufgefunden worden ist, starb unter mysteriösen Umständen. Er soll bei seinem Tod eine Höhentrainingsmaske getragen haben. Diese sei auf einen Höhenwert von 7000 Meter über Meer eingestellt worden. Mit diesen Spezialmasken kann die Sauerstoffzufuhr eingeschränkt werden, und es lassen sich die Verhältnisse eines Höhentrainings simulieren. Die Todesursache in der «Causa Sivert Guttorm Bakken» wird derzeit abgeklärt. Die Familie des verstorbenen Athleten, der zwei Tage vor seinem Tod noch ein Weltcup-Rennen bestritten hatte, haben Anwälte zur Interessenwahrung und zur Überwachung der Eruierung der Todesursache eingeschaltet. Sicher ist, dass die Verwendung derartiger Masken nicht unumstritten ist. Unklar ist vor allem, welche Gesundheitsrisiken damit verbunden sind. Im äusserst erfolgreichen norwegischen Winter-Sport sollen die Masken relativ häufig eingesetzt werden. Gemäss Medienberichten soll der Biathlon-Entwicklungschef Anders Brun Hennum kurz nach dem Tod von Sivert Guttorm Bakken sich in diesem Sinne geäussert haben, die Trainingsmasken gehörten zum fixen Equipment des norwegischen Teams. Diese Aussage ist zwischenzeitlich relativiert worden; die Verwendung der Spezialmasken gehöre zur Eigenverantwortung der Athletinnen und Athleten, verlautet nun offiziell. Als Hauptverantwortlicher für das Thema «Spezialmasken» ist zwischenzeitlich der Forscher Bent Rönnestad ausgemacht worden. Er soll jedenfalls dem Team Norwegens die Höhenmasken vermittelt haben. Der Forscher der Universität Lillehammer war auch Berater beim Olympischen Komitee Norwegens. Im Moment kursieren im Zusammenhang mit dem Versterben des Top-Biathleten Gerüchte aller Art. Man hofft, nach Bekanntwerden der Todesursache mehr bezüglich Verantwortlichkeiten und Verschulden eruieren zu können. Oder war der mysteriöse Tod ein tragischer Unglücksfall, welcher der Eigenverantwortung des Athleten zugeschrieben werden müsste?

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