causasportnews.com – 7/2026, 23. Januar 2026
(causasportnews / red. / 23. Januar 2026) Seit einem Jahr ist die berühmte «Muppet Show» in Amerika nach langer TV-Abstinenz wieder ein Thema, und das nicht nur an den Bildschirmen, sondern real im «Weissen Haus». Von dort aus wirbelt US-Präsident Donald Trump die Welt durcheinander, stiftet Unfrieden (deshalb wurde es wohl nichts mit dem Friedens-Nobelpreis), lebt seine kriegerischen Neigungen aus und praktiziert überbordenden, nationalen Egoismus in infantiler Manier. Auch wenn das Geschehen in den USA ab und zu durchwegs besorgniserregende Züge annimmt, ist die Welt gut beraten, diesen vom amerikanischen Volk gewollten Zauber nicht allzu ernst zu nehmen. Spätestens am 20. Januar 2029 ist auch dieser Spuk vorbei.
Die «Muppet Show» mit dem bald 80jährigen Amerikaner und seinen Claqueuren rundherum wird wohl realistischerweise, und falls nicht vorher etwas geschieht, also noch knapp drei Jahre dauern. Soeben hat die Show ein vielbeachtetes Auslandgastspiel erlebt. Am Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos pöbelte der US-Präsident was das Zeug hielt und inszenierte seine trotzig-flegelhafte Politik. Die Schweizer «Gastgeber» begingen zwei Fehler, nämlich erstens diesen «Politiker», der sich an das WEF selber einlud, nicht von der Schweiz ferngehalten zu haben, und zweitens, nachdem der drohende Schaden nicht mehr abwendbar war, den Mann aus dem «Weissen Haus» ernst zu nehmen und die Beleidigungen unter anderem gegenüber der Schweiz und einzelner Regierungsmitglieder einfach stoisch zu ertragen. Donald Trumps Erdendasein als mächtigsten Mann dieses Planeten ist auszuhalten, wenn diese Neuauflage der «Muppet Show» als das genommen wird, was sie ist: Eine Unterhaltungsshow. Wahrscheinlich wird man nach Beendigung der Präsidentschaft von Donald Trump etwa das gleiche Fazit ziehen wie die beiden vom Zuschauer-Balkon aus nörgelnden, keifenden und destruktiven Alten, Charles Waldorf und Herbert Statler, in der «Muppet Show». Dann dürfte der eine der beiden Alten den andern Alten nach dem Ende der in seinen Augen geradezu grusligen Show fragen: «Wie fandest Du die Show?». Antwort: «Toll». Der andere: « Du fandest ja auch Trump toll.».
Die «Muppet Show»-Karawane ist nun wieder nach USA zurückgekehrt und wird ihr Unwesen von dort aus weitertreiben. The Muppet Show must go on. Politisch wird sich einstweilen im gelobten Land der Einwanderer nicht viel ändern. Aus sportlicher Sicht ist der Fokus nun in Richtung Fussball-WM-Endrunde in den USA, in Kanada und in Mexiko gerichtet. Am 11. Juni soll das fussballerische Grossereignis in Mexiko beginnen und am 19. Juli mit dem Finalspiel in den USA enden. Aufgrund des derzeitigen üblen nationalen und internationalen Hauens und Stechens, inszeniert durch Donald Trump und die ganze Trump-Administration, sieht die Welt dem WM-Ereignis eher mit gemischten Gefühlen entgegen. Vorfreude wäre anders geartet. Doch soll sich die Welt durch diesen geschichtlichen Impakt nicht aus der Ruhe bringen lassen. So ist es sicher der falsche Weg, einen Boykott der WM-Endrunde zu erwägen, wie es zwei deutsche CDU-Politiker wegen des derzeitigen, unwürdigen Gerangels um Grönland fordern. Dass ausgerechnet aus Deutschland eine solche Verhaltensvariante in den Raum gestellt wird, erstaunt, gehört doch Deutschland mit glorreicher Fussball-Vergangenheit zu den Titel-Favoriten; und US-Präsident Donald Trump, der ein paar Tage vor dem Beginn der WM-Finalrunde ins Greisenalter von 80 Jahren übertritt, verfügt immerhin über deutsche Wurzeln!
Boykotte waren noch nie ein wirksames Heilmittel, auch nicht gegen Pest und Cholera. Die Fussballwelt soll die Kröte des Turnier-Austragungslandes USA einfach schlucken und belustigend mitverfolgen, wie sich Charles Waldorf und Herbert Statler in den Personen des hochbetagten Donald Trump und seines Temporär-Freundes und Mitläufers Gianni Infantino aus den Zuschauerrängen über ihre eigene Bedeutungslosigkeit nicht nur im Rahmen der Fussball-WM-Endrunde 2026 ärgern. Den beiden wäre zuzurufen, wie dies der Bär «Baloo» bereits im «Dschungelbuch» als Dauer-Rezept vorgeschlagen hat: «Versucht’s doch mit Gemütlichkeit».

