Nun Sperren für Norwegens Skispringer im Anzugs-Manipulationsskandal

causasportnews.com – 80/2025, 31. August 2025

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(causasportnews / red. / 31. August 2025) Geht es um Athletinnen und Athleten norwegischer Nationalität, werden Sportinteressierte hellhörig, vor allem, wenn es um Negativa geht. Norwegen gilt als äusserst erfolgreiche Vorzeige-Nation im Sport, und falls eben nicht alles rund läuft oder Ausserordentliches bekannt wird, stellt sich etwa die Grundsatzfrage: Haben die das nötig? So geschehen anlässlich des bekannt gewordenen «Anzugs-Skandals» um norwegische Skispringer in diesem Frühjahr (vgl. auch causasportnews vom 30. März 2025).

Die Welt-Titelkämpfe Ende Februar / anfangs März in Trondheim wurden von der unschönen Geschichte um manipulierte Anzüge der Skispringer überschattet. Anonym erhobenes und dann veröffentlichtes Filmmaterial belegte, wie das norwegische Team Sprunganzüge auf unzulässige Art und Weise bearbeitete. Es wurden an den Anzügen der Athleten unerlaubte Nähte angebracht, die für mehr Stabilität beim Fliegen in der Luft sorgen sollten.  Noch während der Weltmeisterschaft wurden fünf Springer und drei Betreuer vorläufig suspendiert. Nach eingehenden Untersuchungen durch die zuständige Ethikkommission blieben nur die Top-Athleten Marius Lindvik und Johann André Forfang im Netz der Fahnder hängen. Die beiden Sportler gestanden schliesslich ein, dass sie die nächtlich erfolgten Änderungen an den Anzügen hätten überprüfen müssen, dies aber nicht taten und auch keine Anzeichen für unerlaubtes Handeln  hatten. Mit Blick auf die Anzugs-Manipulationen ergaben sich keine Anhaltspunkte  dafür, dass Weltmeister Marius Lindvik und Olympiasieger Johann André Forfang von den Manipulationen durch das Funktionärs- und Betreuer-Team der Norweger Kenntnis hatten.

Die Athleten, der Internationale Skiverband (FIS) und die zuständige Ethikkommission verständigten sich nun auf eine dreimonatige Sperre für die beiden norwegischen Springer. Disqualifikationen erfolgten keine. Gemäss Medienberichten werden derzeit Sanktionen gegen das verantwortliche Betreuer-Team der Norweger geprüft. Die Rede ist von möglichen Sperren für Cheftrainer Magnus Brevig und zwei seiner Assistenten von mehr als einem Jahr.

(Quelle: Agenturmeldungen)

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