Auch «Red Bull Zero» verleiht Flüüügel

causasportnews.com – 11/2025, 4. Februar 2025

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(causasportnews / red. / 4. Februar 2025) Die Fachzeitschrift «Nature Medicine» hat es gemeldet, das entsprechende Ergebnis einer Studie, auch von den aktuellen Medien aufgenommen, schreckte auf: Für jede zehnte Diabetes-Erkrankung weltweit sollen zuckerhaltige Süssgetränke verantwortlich sein. Das Resultat dieser Studie befeuert die Bestrebungen zur flächendeckenden Eindämmung des Zuckerkonsums. Notfalls solle dies mit politischen Mitteln geschehen, fordert die englische Zeitschrift.

Zucker, bzw. zuviel Zucker, ist für den Menschen schädlich, auch für Sportlerinnen und Sportler. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt pro Mensch höchstens 25 Gramm Zucker am Tag. Aufgrund der Studie, über die «Nature Medicine» berichtete, sind die Süssgetränke besonders gefährdend. Die «Red Bull»-Getränke beispielsweise scheinen, sowie diverse andere Süssgetränke auch, mit Vorbehalten behaftet zu sein. Eine 250 ml-Dose «Red Bull» soll immerhin 27 Gramm Zucker enthalten. «Red Bull» ist weltweit flächendeckend beliebt und global ein Verkaufsschlager erster Klasse. Vor allem ist der Getränkekonzern aus Österreich werblich im Sport omnipräsent, sei es anlässlich von Sport-Events oder als Sponsor von Individual-Sportlerinnen und -Sportlern sowie von Sport-Teams oder Motorsport-Rennställen. «Red Bull» verleiht vor allem den Top-Athletinnen und -Athleten Flüüügel, insbesondere in pekuniärer Hinsicht. Kaum ein bekannter Sportler oder eine bekannte Sportlerin verschmäht das Geld des «Red Bull»-Konzerns. Obwohl die zweifelsfrei nicht gerade gesundheitsfördernde Wirkung auch von «Red Bull» eine notorische Tatsache ist, hält es die von den Sponsoren-Geldern aus Fuschl am See, wo sich die Konzern-Zentrale von «Red Bull» befindet, gut alimentierte Sport-Community an das Bonmot «pecunia non olet» (Geld stinkt nicht). Diese Redewendung geht auf den römischen Kaiser Vespasian zurück, der im ersten Jahrhundert n. Chr. in Rom eine Latrinensteuer (Latrine bedeutet eine Einrichtung zur Verrichtung der Notdurft) einführte. Modern(er) würde man sich eher an Bertold Brecht (1898 – 1956) orientieren: «Erst das Fressen, dann die Moral».

Selbstverständlich dürfen Süssgetränke wegen ihrer hohen Zuckergehalte nicht pauschal verteufelt werden. Ebenso ist es opportun, dass der Sport und seine Protagonistinnen und Protagonisten dem wohl berühmtesten Süssgetränk «Red Bull» die Stange halten und sich werblich für das Kult-Produkt auf dem Werbemarkt einsetzen. Zumal es durchaus Alternativen zum konventionellen «Red Bull» gibt. So haben die «Red Bull»-Macher zum zuckerintensiven, konventionellen «Red Bull» die Kreation «Red Bull Zero» auf den Markt geworfen. Auch wenn hier, wie bei «Coca Cola» und «Coca Cola Zero», ein Glaubenskrieg zwischen «Red Bull» und «Red Bull Zero»-Konsumentinnen und -Konsumenten entbrannt ist, bestehen keine Zweifel, dass auch «Red Bull Zero» Flüüügel verleiht. Das zählt schliesslich.

Dass dennoch das gegenüber «Red Bull Zero» beliebtere, zuckerhaltige «Red Bull» etwa aus medizinischer Sicht nicht völlig unproblematisch ist, scheint evident zu sein. «causasportnews» hat die Konzernzentrale von «Red Bull» diesbezüglich um eine Stellungnahme, auch zum von «Nature Medicine» betreffend der Zucker-Thematik Verbreitete, ersucht. Eine Antwort ist bis zum Erscheinen dieser Zeilen ausgeblieben; daraus lässt sich selbstverständlich nichts ableiten…

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